Diesem Anfang wohnte ein Schaudern inne: Am 6. September 2026 wurde bei der Landtagswahl im kleinen ostdeutschen Bundesstaat Sachsen-Anhalt zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte eine als “erwiesen rechtsextrem” eingestufte Partei, die selbst ernannte “Alternative für Deutschland” (AfD) zur Kraft im Landesparlament von Magdeburg gewählt. Obwohl das Ergebnis nicht unerwartet kam, schockierte die Höhe des Erfolgs die Mehrheit der demokratischen Wähler und Beobachter, denn die Zahl der bis dahin regierenden Christdemokraten im Landtag wurde bei der Wahl mehr als halbiert.

Besonders schockierend bei diesem Wahlergebnis ist die Tatsache, dass es ausgerechnet die Bevölkerung im ehemaligen Freistaat Anhalt war, die bereits im April 1932, als erster Landesteil des Deutschen Reichs die Nationalsozialisten von Adolf Hitler (NSDAP) bei einer Landtagswahl zur stärksten Fraktion des damaligen Landesparlaments wählten. Das war immerhin fast ein ganzes Jahr, bevor Hitler selbst im Reich die Macht ergriff.

Während die Anhänger der AfD nach der vergangenen Landtagswahl jubelten und ihre siegreichen Politiker – wie der potenzielle Ministerpräsident Ulrich Siegmund  –   weitreichende Veränderungen im demokratischen Gefüge des Bevölkerungs-mäßig kleinen Bundeslandes ankündigte, war den besiegten Politikern der besiegten, traditionellen deutschen Parteien die Panik ins Gesicht geschrieben. Sollte die Bevölkerung dieses kleinen ostdeutschen Bundeslandes, das vor knapp einem Jahrhundert schon einmal Steigbügelhalter des mörderischen “Dritten Reichs” war, nun auch in der Bundesrepublik zum Vorreiter einer hier als rechtsextrem eingestuften Partei werden, die das bisherige System von Grund auf umkrempeln und in einen illiberalen Staat nach dem Vorbild des Orban-Ungarns, der rassistischen MAGA-Bewegung und letztlich in einen Staat verwandeln würde, in dem Millionen Menschen abgeschoben oder ausgewiesen, darunter letztlich auch politisch Andersdenkende. Einen Staat, in dem die Medien gleich geschaltet und Kultur deutsch-völkisch werden sollte, sich politisch von den Zielen der EU entfernen und sich Putins Russland nähren und die Umwandlung unserer Wirtschaft zu einem nachhaltigen System komplett stoppen sollte? 

Die besorgte Überschrift, “geht Deutschland jetzt per Anhalter ins Vierte Reich?” stand und steht über allen Statements von Experten und tief besorgter Verlierer-Politiker. Nicht ist es die offen an faschistische Vorbilder und NS-Sprache angelehnte, aggressive Sprache, die das herrschende demokratische System hemmungslos verächtlich macht. Für AfD-Politiker ist der politische gegner auch umgangssprachlich “der Feind”. Nazi-Parolen auf offiziellen veranstaltungen werden hemmungslos gegrölt. Der damalige AfD-Chef Gauland drohte der demokratisch gewählten Bundesregierung 2021 etwa mit der Ankündigung: “Wir werden sie jagen”. Vor allem die Grünen werden aufs übelste beschimpft und sogar bedroht “wenn wir erst an der Macht sind!” Aussagen, die den Nazi-Parolen wie im Lied-Text “und heute gehört uns Deutschland (und morgen die ganze Welt”) ähneln, lassen vor allem der alten Generation Schauder den Rücken herunterlaufen. Diese Partei arbeitet, vor allem mit Hilfe der sozialen Netzwerke, mit einem Programm aus falschen und uneinhaltbaren Versprechen, aus Lügen und einer Rhetorik, verziert mit einstudierten Gesten aus der NS-Zeit

Führen die “Anhalter” Deutschland mit diesem Sieg ins “Vierte Reich”? Wenige Tage später hingen in 20 deutschen Städten Hunderttausende Menschen auf die Straße und forderten ein Verbot der AfD, doch das gilt als unwahrscheinlich.

______________________ Hintergrund zur Anhalt 1932 ______________________

Dieser Hintergrund wurde mit Hilfe von KI (ChatGPT) erarbeitet:

Sachsen-Anhalt spielte in der Frühphase des Nationalsozialismus eine auffallend wichtige Rolle. Allerdings existierte das heutige Land Sachsen-Anhalt 1932/33 noch nicht. Das Gebiet gehörte vor allem zum Freistaat Anhalt und zur preußischen Provinz Sachsen.

Dennoch: die Region war schon damals ein frühes „Experimentierfeld“ für die politische Rechte. Der Freistaat Anhalt mit seiner Hauptstadt Dessau war das erste deutsche Land, in dem die NSDAP bereits vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler an einer Landesregierung beteiligt war. Bei der Landtagswahl im April 1932 wurde die NSDAP mit 40,7 % stärkste Partei. Sie bildete anschließend eine Regierung mit Koalitionspartnern – damit entstand die erste von Nationalsozialisten geführte Landesregierung Deutschlands.

Das hatte konkrete Folgen. Besonders bekannt ist die Schließung des Bauhauses in Dessau. Die NS-geführte Regierung übte entsprechenden politischen Druck aus; und so musste das Bauhaus Dessau 1932 verlassen und ging zunächst nach Berlin. Auch die neue faschistisch orientierte, “völkische” Rechtspartei AfD würde zu gern das Bauhaus schließen, doch ihre Politiker kündigen an, dass sie diese weltberühmte Kultureinrichtung eher finanziell “austrocknen” wollen, und ihnen die zuschüsse streichen werden.

Anhalt war ein frühes Zentrum der NSDAP und organisatorisch bedeutsam. Es bestanden hier schon früh Gaue (regionale Verwaltungseinheiten). Der Gau Halle-Merseburg war bereits 1925 entstanden und umfasste ein sehr großes Gebiet mit Städten wie Halle, Merseburg, Dessau bzw. Wittenberg und zahlreichen Industrie- und Bergbauregionen.

Auch die SA (die NAZI-Polizei und Prügeltruppe) war hier bereits 1932 organisatorisch fest verankert. Das Landesarchiv weist beispielsweise eine eigene SA-Untergruppe Magdeburg-Anhalt für 1932–1935 nach. 1933 wurde die Machtübernahme besonders schnell vollzogen. In der Provinz Sachsen gewann die NSDAP bei der preußischen Landtagswahl vom 5. März 1933 ebenfalls sehr stark und errang dort – nach Ausschaltung der kommunistischen KPD-Abgeordneten – die absolute Mehrheit. Im Provinziallandtag kam es anschließend sogar zu einer von der NSDAP provozierten Saalschlacht mit der SPD.

Damit war die Region ein gutes Beispiel dafür, wie aus Wahlerfolgen innerhalb kürzester Zeit politische Ausschaltung, Gleichschaltung und Verfolgung wurden. Taktiken, die in der AfD auch heute ein stretegische Rolle spielen. Das Landesarchiv dokumentiert etwa bereits 1933 die Entlassung des Magdeburger Oberbürgermeisters Ernst Reuter aus politischen Gründen sowie die Beschlagnahmung von SPD-

Der Vergleich der Wahlergebnisse zeigt sehr deutlich, wie schnell sich die politische Lage in Anhalt – und etwas später auch in der übrigen Region – zugunsten der NSDAP veränderte.

Anhalt: der Aufstieg der NSDAP

1) Landtagswahl 1928 

NSDAP  – 2,1 Prozent;     SPD – 42,5 Prozent;      KPD (Kommunisten)  –  7,5 Prozent

 

2) Landtagswahl April 1932

NSDAP  –  40,9 Prozent;    SPD  – 34,3 Prozent;   KPD –  9,3 Prozent

 

Reichstag September  1930

NSDAP – 19,8 Prozent;     SPD   – 38,6 Prozent   KPD – 10,8 Prozent

 

Reichstag Juli 1932

NSDAP  –  45,2 Prozent;    SPD — 35,1 Pprozent;    KPD – 10,6 Prozent

Reichstag März 1933

NSDAP  – 46,1 Prozent;     SPD – 30,8 Prozent;  KPD 2,1 Prozent;

Die Zahlen für Anhalt sind besonders eindrucksvoll: Bei der Landtagswahl 1928 erhielt die NSDAP gerade einmal 2,1 %. Vier Jahre später waren es 40,9 % und damit mehr als die SPD. Der entscheidende Wendepunkt zugunsten der Nazis kam 1930

Man kann geradezu einen politischen Sprung zwischen 1928 und 1930 erkennen.

Bei der Reichstagswahl im Mai 1928 kam die NSDAP in Anhalt nur auf 2,3 %. Im September 1930 waren es bereits 19,8 %. 1932 wurde sie dann mit über 40 % zur mit Abstand stärksten Kraft.

Das war kein allmähliches, kontinuierliches Wachstum. Vielmehr kam der große Durchbruch im Zuge der Weltwirtschaftskrise ab 1929.

Aber warum gerade in Anhalt?

1. Wirtschaftliche und soziale Krisen

Anhalt war zwar relativ klein, hatte aber bedeutende Industriegebiete, insbesondere Dessau und das mitteldeutsche Industriegebiet. Arbeitslosigkeit, soziale Unsicherheit und die Krise des Mittelstandes boten der NSDAP ein günstiges Umfeld.

2. Die traditionelle politische Landschaft war bereits stark polarisiert.

1928 hatte die SPD noch 42,5 %, gleichzeitig kamen KPD und andere linke Parteien auf beträchtliche Stimmenanteile. Die politische Auseinandersetzung war also stark von einem Konflikt zwischen links und rechts geprägt.

3. Die NSDAP konnte das bürgerliche und nationalkonservative Lager zunehmend an sich ziehen.

Das ist besonders wichtig: Der Aufstieg der NSDAP erfolgte nicht nur auf Kosten der SPD. Auch die traditionellen bürgerlichen und konservativen Parteien DVP, DNVP und kleinere Mittelstandsparteien verloren massiv.

Das lässt sich an den Reichstagswahlen sehr schön erkennen:

DVP: 1928 18,6 % → 1932 nur noch 1,5–2,3 %

DNVP: 1928 14,2 % → 1930 3,7 %

NSDAP: 1928 2,3 % → 1930 19,8 % → Juli 1932 45,2 %.

Die NSDAP wurde damit zum Sammelbecken eines großen Teils des rechten und nationalkonservativen Wählerspektrums.

 

Und dann kam der außergewöhnliche Schritt in Anhalt

Bei der Landtagswahl am 24. April 1932 erhielt die NSDAP 40,9 % und 15 von 36 Sitzen. Die SPD kam auf 34,3 % und 12 Sitze.

Die NSDAP konnte anschließend mit der „Nationalen Arbeitsgemeinschaft“ aus DNVP, Stahlhelm und Hausbesitzern eine Regierung bilden. Damit wurde Alfred Freyberg Ministerpräsident.

Das war historisch bemerkenswert: Anhalt hatte damit bereits im April 1932 – neun Monate vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler – die erste nationalsozialistisch geführte Landesregierung Deutschlands.

Das erklärt auch, warum Dessau für die frühe Geschichte des Nationalsozialismus eine besondere Bedeutung besitzt.

 

Aber: Das Bild ist komplizierter, als die NSDAP-Zahlen vermuten lassen

Das ist meines Erachtens der wichtigste Punkt.

40,9 % NSDAP bedeuteten eben nicht, dass 40,9 % der Anhalter bereits überzeugte Nationalsozialisten waren.

Bei derselben Wahl stimmten immerhin

34,3 % SPD und 9,3 % KPD; Zusammen also 43,6 % für die beiden großen Arbeiterparteien. Anhalt war deshalb extrem politisch polarisiert, nicht einfach „nationalsozialistisch“.

Und auch bei der Reichstagswahl vom März 1933, bereits unter den Bedingungen der beginnenden Diktatur, kamen SPD und KPD zusammen noch auf 42,2 %. Das ist ein bemerkenswert hoher Wert.

Vergleich: Anhalt und die größere Region

Wenn man nun vom kleinen Freistaat Anhalt auf das gesamte Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt blickt, wird das Bild differenzierter.

Anhalt war tatsächlich ein früher Vorreiter der NSDAP. Andere Gebiete – etwa das industrielle Halle-Merseburg – hatten gleichzeitig eine ausgesprochen starke sozialdemokratische und kommunistische Arbeiterschaft.

Das führte zu einer besonderen Konstellation: Sachsen-Anhalt war Anfang der 1930er Jahre gleichzeitig eine wichtige Hochburg der NSDAP und eine bedeutende Hochburg der Arbeiterbewegung. Dazu war es eine Region mit besonders heftiger politischer Straßen- und Saalgewalt. Doch Anhalt war in diesen Jahren der NAZi-Machtergreifung keineswegs die einzige Hochburg der NSDAP im heutigen Ostdeutschland. Nahezu identisch verliefen die Wahlen in Sachsen und Thüringen, wo die Wahlergebnisse zwischen 1930 fast identisch verliefen  und die NAZI-Partei von ca 18 Prozent auf über 40 Prozent sprangen. Moderater dagegen die Entwicklung zunächst in Bayern, wo die NSDAP 1932 “nur” rund 32,8 Prozent erzielte, weil sie mit der Bayerischen Volkspartei einen starken Gegner hatte.

Der entscheidende Unterschied liegt weniger im Wahlergebnis als in der politischen Machtübernahme. April 1932: NSDAP wird stärkste Partei im anhaltischen Landtag und dies führt zur 1. NSDAP-geführten Landesregierung unter Alfred Freyberg.

Damit konnten die Nationalsozialisten in Anhalt bereits vor Hitler im Reich zeigen, wie sie staatliche Macht einsetzen würden. Das machte Anhalt zu einer Art politischem Vorläufer der späteren Reichsentwicklung. 

Und Sachsen? Sachsen ist besonders interessant, weil dort die NSDAP ebenfalls sehr stark wurde, gleichzeitig aber die Arbeiterbewegung außerordentlich stark blieb.

Gerade im mitteldeutschen Industriegebiet – Halle, Merseburg, Bitterfeld, Dessau, Magdeburg – prallten NSDAP, SPD und KPD besonders heftig aufeinander.

Das erklärt auch, warum die Region später eine wichtige Rolle bei SA-Gewalt, politischen Kämpfen und der frühen Ausschaltung der politischen Gegner spielte.

Thüringen war sogar noch früher. Dort gelang der NSDAP bereits 1930 der Eintritt in eine Landesregierung. Wilhelm Frick wurde Innen- und Volksbildungsminister. Das war noch vor Anhalt, doch die Regierunsübernahme eben erst 1932.

Damit ergibt sich eine interessante Reihenfolge für die Nazi-Periode: Thüringen 1930 → Anhalt 1932 → Preußen/Reich 1933. Die späteren Ereignisse von 1933 waren nicht der erste Versuch der NSDAP, staatliche Macht auszuüben. In Thüringen und Anhalt wurde bereits vorher erprobt, wie eine nationalsozialistische Regierungsbeteiligung funktionieren konnte.

Noch interessanter: Warum gerade Mitteldeutschland?

Hier liegt wahrscheinlich der eigentliche historische Schlüssel. Die Region zwischen Thüringen, Sachsen, Anhalt und der Provinz Sachsen war Anfang der 1930er Jahre geprägt durch:

starke Industrialisierung,

große Arbeiterschaft,

hohe Arbeitslosigkeit infolge der Weltwirtschaftskrise,

sehr starke SPD- und KPD-Milieus,

gleichzeitig eine beträchtliche nationalkonservative und völkische Bewegung,

besonders heftige politische Straßenkämpfe.

Das erzeugte eine extreme politische Polarisierung.

Die NSDAP profitierte davon erheblich. Sie gewann nicht einfach eine bereits überwiegend konservative Bevölkerung für sich, sondern konnte gleichzeitig Teile des bürgerlichen Lagers und enttäuschte bzw. radikalisierte Wähler aus verschiedenen sozialen Gruppen an sich ziehen.

Deshalb ist die Geschichte Sachsen-Anhalts für die Vorgeschichte von 1933 tatsächlich besonders interessant.

 

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Korrektur durch gemini:

 

Der Text ist historisch bereits sehr gut recherchiert und beschreibt die Dynamik in der Endphase der Weimarer Republik treffend. Dennoch haben sich zwei klare sachliche Fehler, eine Ungenauigkeit bei den NS-Gauen sowie ein inhaltlicher Widerspruch bei den Tabellenwerten eingeschlichen.

Hier ist die detaillierte Überprüfung der Fehler und Ungenauigkeiten:

1. Echte sachliche Fehler (Korrektur erforderlich)

Die erste NS-geführte Landesregierung Deutschlands: Im Text steht, Anhalt habe im April 1932 die erste NSDAP-geführte Landesregierung gebildet. Das ist falsch. Die historisch erste von der NSDAP geführte Landesregierung entstand im Freistaat Braunschweig. Dort wurde bereits im September 1931 der Nationalsozialist Dietrich Klagges zum Innen- und Volksbildungsminister ernannt; ab November 1931 stellte die NSDAP dort faktisch die Regierungsspitze. Anhalt war jedoch die erste NSDAP-geführte Regierung, die aus einer Landtagswahl als stärkste Fraktion hervorging und den Ministerpräsidenten (Alfred Freyberg) stellte.

Die preußische Landtagswahl vom 5. März 1933: Im Text wird behauptet, die NSDAP habe bei der preußischen Landtagswahl am 5. März 1933 in der Provinz Sachsen die absolute Mehrheit errungen. Das ist falsch. Am 5. März 1933 fand die Reichstagswahl statt (zusammen mit der preußischen Landtagswahl). Die absolute Mehrheit der Mandate im preußischen Landtag erhielt die NSDAP jedoch erst nach dem illegalen Ausschluss und der Annullierung der KPD-Sitze im Zuge der Gleichschaltung, nicht direkt durch das reine Wahlergebnis.

2. Ungenauigkeiten & Widersprüche

Sitz des Gaues Magdeburg-Anhalt: Im Text steht, der Gau Magdeburg-Anhalt habe seinen Sitz in Dessau gehabt. Das stimmt so nicht. Die Gauleitung des Gaues Magdeburg-Anhalt hatte ihren Sitz in Dessau (bis 1932), wurde dann aber dauerhaft nach Magdeburg verlegt. Da die Region nach Magdeburg benannt war, ist die alleinige Nennung von Dessau irreführend.

Widersprüche bei den Prozentwerten (Innere Logik):

In der ersten Tabelle wird für die Landtagswahl in Anhalt im April 1932 der Wert 40,9 % angegeben. Im Fließtext direkt darüber steht jedoch 40,7 %. Historisch korrekt sind 40,9 % (15 von 36 Sitzen).

In der zweiten Tabelle wird behauptet, die NSDAP sei in Bayern im Juli 1932 bei ca. 44,0 % gelandet. Das ist für Bayern als Ganzes viel zu hoch gegriffen, da dort die Bayerische Volkspartei (BVP) extrem stark blieb. Die NSDAP erreichte im Juli 1932 im Wahlkreis Bayern insgesamt nur rund 32,8 %.

Zusammenfassung im direkten Vergleich

Behauptung im Text

Historischer Fakt

Anhalt bildete die erste NS-geführte Landesregierung Deutschlands.

Braunschweig stellte bereits 1931 die erste NS-Beteiligung/Führung. Anhalt stellte die erste durch Wahlsieg legitimierte NS-Regierung.

Absolute Mehrheit in der Provinz Sachsen bei der Wahl am 5. März 1933.

Rechnerisch erst durch das Ausschalten der KPD (Gleichschaltung) erreicht, nicht durch das reine Wählervotum.

Gauleitung Magdeburg-Anhalt saß in Dessau.

Die Gauleitung wechselte 1932 dauerhaft nach Magdeburg.

NSDAP im Juli 1932 in Bayern bei ca. 44 %.

Die NSDAP lag in Bayern im Juli 1932 bei deutlich schwächeren ca. 32,8 %.

Der argumentative Kern des Artikels – dass das heutige Sachsen-Anhalt (insbesondere Anhalt) ein frühes, radikales Laboratorium des Nationalsozialismus bei gleichzeitig starker linker Gegenwehr war – ist absolut korrekt und hervorragend herausgearbeitet.

Möchten Sie, dass ich Ihnen den Text direkt so umformuliere und korrigiere, dass er historisch absolut wasserdicht ist?

 

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Nein, eine direkte Forderung nach einer physischen Schließung der Stiftung Bauhaus Dessau steht aktuell nicht im offiziellen Programm der AfD Sachsen-Anhalt. [1, 2]

Allerdings fordert die Partei drastische Einschnitte, die von Kulturschaffenden als existenzbedrohend eingestuft werden. Die Positionen der AfD Sachsen-Anhalt zum Bauhaus stellen sich wie folgt dar: [1, 2]

 

Finanzielle Austrocknung und Mittelkürzung: Im Zuge ihrer angekündigten „patriotischen Kulturpolitik“ fordert die AfD, staatliche Fördergelder für Institutionen zu streichen oder massiv zu kürzen, deren Ausrichtung sie als „antideutsch“ oder als „Irrweg der Moderne“ betrachtet. Konkret bezog sich die Partei in Landtagsdebatten dabei wiederholt auf das Bauhaus Dessau, das sie als „Einheitsbrei“ angreift. [3, 4, 5]

Ideologischer Umbau statt Schließung: Die AfD fordert im Wahlprogramm eine Neuausrichtung der Kulturförderung. Es soll vorwiegend Kunst gefördert werden, die einen „Beitrag zur deutschen Identitätsbildung“ leistet. Die bisherige Bedeutung des Bauhauses soll laut Programm aktiv zurückgedrängt werden. Beispielsweise soll die landesweite Imagekampagne „#moderndenken“ (die stark auf das Bauhaus-Erbe anspielt) durch die Kampagne „#deutschdenken“ ersetzt werden. [1, 2, 6]

Historische Parallelen: Da die NSDAP 1932 in Dessau tatsächlich mit der Schließung des Bauhauses begann, sehen Kritiker, Museen und Historiker in den aktuellen Forderungen nach Fördermittelentzug und inhaltlicher Kontrolle eine gefährliche Parallele zur damaligen Kulturpolitik. [2, 7, 8]

 

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die AfD fordert im Programm nicht die Schließung, will dem Bauhaus Dessau jedoch durch den Entzug von Landesgeldern und politischen Druck die inhaltliche und finanzielle Grundlage entziehen. [1, 2, 9]

 

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