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	<title>Reisen Archive - Licht &amp; Schatten</title>
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	<description>Foto-Website von Christian Fürst</description>
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		<title>Afghanistan &#8211; Mitten im Krieg die Friedenstauben</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 00:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 40 Jahren machte ich in Mazaar e-Sharif dieses und ein weiteres Bild &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221;&#160; English translation following this feature Die Bildserie zu &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221; finden Sie hier Im Oktober 1986 erhielt ich von der afghanischen Botschaft in Neu Delhi als erster westlicher Korrespondent in der indischen Hauptstadt ein Visum&#160; zum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">Afghanistan &#8211; Mitten im Krieg die Friedenstauben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Vor 40 Jahren machte ich in Mazaar e-Sharif dieses und ein weiteres Bild &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221;&nbsp;</span></em></p>
<p data-start="529" data-end="613">English translation following this feature</p>
<p data-start="529" data-end="613"><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/afghanistan-im-krieg-1986/"><em>Die Bildserie zu &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221; finden Sie hier</em></a></p>
<p data-start="529" data-end="613">Im Oktober 1986 erhielt ich von der afghanischen Botschaft in Neu Delhi als erster westlicher Korrespondent in der indischen Hauptstadt ein Visum&nbsp; zum Besuch des umkämpften Landes. Seit 1979 herrschte am Hindukusch Krieg zwischen schwer bewaffneten russischen Streitkräften, der offiziellen afghanischen Armee und den vom Westen unterstützten Mudschahedin; ein Krieg, der bereits zehntausende Menschen das Leben gekostet hatte.<span id="more-10911"></span> Die “Freiheitskämpfer”, wie sie von westlichen Politikern und Medien genannt wurden, waren den Russen zwar waffentechnisch weit unterlegen. Sie kämpften jedoch aus innerster Überzeugung gegen den &#8220;kommunistischen&#8221; Feind, der im Dezember 1979 mit Truppen in das Land eingedrungen war. Die herrschende Regierung wurde durch den Moskau-treuen Babrak Karmal ersetzt. Doch dieser wiederum wurde&nbsp; im Mai 1986 durch den noch skrupelloseren Moskau-getreuen Nadschibullah ausgetauscht.&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p style="text-align: left;" data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Ein russischer Mannschaftswagen mit Soldaten (links) außerhalb Kabuls</span></em></p>
<h6 style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em>Kriegsberichte &#8220;aus diplomatischen Kreisen&#8221;</em></h6>
<p data-start="529" data-end="613">Fünf Monate nach dem erneuten Umsturz erhielt ich das Visum &#8211; ohne Einschränkungen! Es war keine offizielle Einladung, sondern ein Journalistenvisum, das mir Interviews mit Regierenden, aber auch in öffentlichen Einrichtungen erlauben sollte. Möglich wurde dies durch die hilfreiche Intervention eines befreundeten Korrespondenten der DDR-Nachrichtenagentur ADN, der bei seinen regelmäßigen Reisen in Kabul &#8220;ein gutes Wort&#8221; für mich eingelegt hatte. Bis dahin hatte ich zwei Jahre lang aus Neu Delhi über die politischen und militärischen Entwicklungen am Hindukusch berichtet. Die oft bluttriefenden Informationen über das Kriegsgeschehen wurden uns einmal wöchentlich von &#8220;westlichen Diplomaten&#8221; in der indischen Hauptstadt übermittelt, die vor allem die Gewalttaten der kommunistischen Truppen und die Erfolge des oft islamistischen Widerstandes schilderten. Unabhängige afghanische Quellen gab es nicht, und glaubwürdige Quellen aus dem Grenzgebiet zu Pakistan hatten wir nicht. Eine faire und objektive Berichtertstattung über diesen blutigen Konflikt, der hunderttausende Afghanen das Leben kostete, war aus der indischen Hauptstadt zu jener Zeit fast unmöglich. Alle westlichen Agenturen waren von der Regierung im 1100 Kilometer entfernten Kabul des Landes verwiesen worden. Journalistisch ausgebildete Mitarbeiter waren am Hindukusch rar und Telefonkontakte nahezu unmöglich.</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Häuser an den Berghängen boten den Mudschahedin Schutz genug, um von oben auf russische Soldaten zu feuern</span></em>&nbsp;</p>
<h6 style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em>Russische Soldaten mieden die Städte</em></h6>
<p data-start="529" data-end="613">Journalistisch wurde die Reise zum Abenteuer. Ich wohnte <strong>nicht</strong> im einzigen (ausgebuchten) Luxushotel Kabuls, dem &#8220;InterContinental&#8221;, auf einem Hügel am Rande der Stadt; denn das war mit Politikern, UN-Funktionären und gelegentlich aus Moskau einfliegenden Journalisten belegt. Stattdessen zog ich in das heruntergekommene, zentrale &#8220;Hotel Kabul&#8221;, in dem regionale Politiker aus den afghanischen Provinzen, vor allem Paschtunen-Führer und Geschäftsleute, wohnten. Täglich saßen Dutzende von ihnen mit eindrucksvollen Turbanen in der Lobby, hielten hitzige Reden und rauchten, während sich der Raum mit dem Qualm von Haschisch-Pfeifen füllte.&nbsp;&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613">Eine Woche durfte ich mich in der Stadt frei bewegen, allerdings immer begleitet von einem Dolmetscher, der schlechtes Deutsch und kein Englisch sprach. Ein mir zunächst versprochenes Interview mit dem neuen Präsidenten kam nicht zustande, dafür konnte ich kurzfristig nach Mazaar-e-Sharif im Norden fliegen, die Stadt, in der 15 Jahre später Bundeswehr-Soldaten stationiert werden sollten. Die Bilder, die ich mit meiner Nikon FE (mit sehr lautem Motorantrieb) auf&nbsp; Fujichrome 100 ungehindert machen konnte, sind hier erstmals vollständig zu sehen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613">Vom Krieg der Russen gegen die Mudschahedin war in Kabul selbst nichts zu sehen. Nur in den Nächten, bei offenem Fenster und Temperaturen von bis zu 35 Grad, konnte man Gewehrfeuer und das trockene Donnern von Kanonen hören, das von den hohen Bergen widerhallte, die Kabul umgeben. Bis in den Morgen hörte man das laute Brummen der Motore der Kampfhubschrauber MI 25, die vom Armee-Flugplatz zu ihren Einsätzen abhoben oder landeten. In den ersten drei Tagen traf ich mehrere Regierungsvertreter in Kabul, die mir berichteten, was sich im Land unter seinem neuen Führer Naschib alles ändern sollte. Vor allem die Schulerziehung sollte verbessert werden; Kindergärten wurden eingeführt. Frauen wurde freigestellt, ob sie die Burka, Kopftücher tragen, oder &#8220;ganz ohne&#8221; auftreten wollten. Ich traf aber bei meinen Spaziergängen auf öffentlichen Plätzen und Märkten nicht eine einzige Frau, die die neuen Regeln der Besatzer beachtete. Zu groß war wohl der Hass auf die Invasoren, die mit bis zu 100 000 Soldaten 10 Jahre lang vergeblich versuchten, das Land zu unterwerfen.&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">In einem Waisenhaus in Kabul &#8211; SW-Fotografie von ChatGPT koloriert</span></em></p>
<p data-start="529" data-end="613">Immer wieder kam es in Kabul zu fast surrealen Begegnungen. So traf ich um die Mittagszeit einen hohen Beamten des Schulministeriums in seinem Besuchs-Zimmer. Es war spärlich eingerichtet, aber sauber. Und an der Wand hing eine verbeulte elektrische Uhr, die zwar tickte, aber die völlig falsche Zeit anzeigte. Als ich den Beamten darauf hinwies, lächelte er mich an und meinte: &#8220;Mein Herr, wir sind mitten im Krieg und haben Wichtigeres zu tun, als Uhren zu stellen!&#8221; Oder die Begegnung auf dem Busbahnhof mit einer hühnenhaften Gestalt, die mit einer Burka voll verschleiert an einer Gruppe neugieriger Männer vorbei ging. &#8220;Das war vermutlich ein russischer Spion&#8221; mutmaßte mein Begleiter. Die Burka werde von den Invasoren gern zur Tarnung benutzt.&nbsp;&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><span style="font-size: 12px;"><em>Russischer Spion unter einer Burka? &#8211; am Busbahnhof in Kabul</em></span></p>
<p data-start="529" data-end="613">An zwei Nachmittagen verließen wir mit unserem alten Ambassador-Wagen Kabul und fuhren durch das Land und befanden uns plötzlich in einer ganz anderen Welt. Die Getreideernte war noch nicht eingeholt. Auf den Feldern arbeiteten die Bauern&nbsp; mit Hilfe ihrer Kinder wie vor Hunderten von Jahren. Ochsengespanne als Mähdrescher, notfalls sogar die eigenen Füße, um das Korn aus den Halmen zu treten. In den Dörfern wurde Schulunterricht für Jungen (Mädchen schickte man nicht zur Schule) im Baumschatten im Freien abgehalten. Die meisten Dörfer hatten keine befestigten Straßen. Eselskarren mit großen Holzrädern und alte Fahrräder waren und sind vermutlich bis heute das wichtigste Verkehrsmittel. Und zuletzt ein Stopp an einem der großen Friedhöfe am Stadtrand, wo Tausende kleiner Fahnen die scheinbar zahllosen afghanischen Opfer des grausamen Krieges repräsentierten; und jene zwei älteren Frauen, Mütter, die einen Angehörigen beweinten.</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613">Und dann folgte ein nur wenige Stunden dauernder Besuch in Mazaar e-Sharif , ganz im Norden Afghanistan, wo es &#8211; außer dem Besuch der berühmten &#8220;Blauen Moschee&#8221; &#8211; am islamischen Feiertag Freitag kein weiteres Programm gab. Und doch war dieser Besuch letztlich ein Höhepunkt dieser Afghanistan-Reise, denn nach der Besichtigung des Gotteshaus entdeckte ich auf dem großen Platz vor der Moschee jene Frau mit einem kleinen Jungen auf dem Boden hockend und spielend in einem Meer weißer Tauben. Ich nahm schnell die Kamera hoch und löste mit dem Motorantrieb drei Mal aus. Leider werkelte der Nikon-Motor derart laut in der sonst so stillen Umgebung, dass die Frau schon beim zweiten &#8220;Schuss&#8221; erschrocken den Kopf hob und in meine Kamera schaute. Nicht wenige Freunde und Fotofreunde haben immer wieder behauptet, dass dies die besten Fotos gewesen seien, die ich je geschossen hatte (was ich nattürlich bestreite). Hier also das erste Bild dieser Miniaturserie (auf Fujichrome 100 Diafilm)</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Friedenstauben mitten im Krieg? Afghanistan wird nie im Frieden leben können</span></em></p>
<h6 style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em>Epilog</em></h6>
<p>Am Tag nach der Rückkehr aus Mazaar e-Sharif flog ich nach Delhi zurück. Ich schrieb für meine Agentur insgesamt sechs Features, von denen jedoch nur zwei wirklich gut gedruckt wurden, und die handelten ausdrücklich nur vom Krieg und den Aussichten der Mudschahedin, diesen Krieg zu gewinnen. Berichte, wie der über die Bemühungen der &#8220;Kommunisten&#8221;, die Lage der Frauen zu verbessern, fanden kaum Beachtung. Dennoch hat der Besuch, dem noch zwei weitere &#8220;offizielle&#8221; Kurzreisen&nbsp; nach Afghanistan folgten, seine Wirkung nicht verfehlt, denn wir begann sofort mit der Suche nach Exil-afghanischen Informanten in Delhi. Wieviele der uns auf diese Weise &#8220;zugespielten&#8221; Informationen der Wahrheit entsprachen oder Bestandteil des Propagandakrieges zwischen Sowjets und den USA waren, konnten wir jedoch weiterhin nur erahnen.&nbsp; Wurden die Grausamkeiten, die der jeweils anderen Seite zugeschrieben wurden, zu heftig, dann distanzierten sich die Journalisten mit dem Hinweis, dass die berichteten Greuel &#8220;von unabhängigen Quellen nicht bestätigt&#8221; werden konnten. Fest scheint zu stehen, dass die Russen in diesem zehnjährigen Krieg in Afghanistan mindestens 15 000 Soldaten verloren (in 4 Jahren des Kriegs gegen die Ukraine wird die Zahl der getöteten Russen mit 300 000+ angegeben), während die Zahl der getöteten Afghanen nach unterschiedlichen Angaben auf eine bis zwei Millionen geschätzt wurde. Fünf bis sieben Millionen Afghanen flohen seither aus ihrem Land. Die massive Unterstützung der Mudschahedin durch die USA&nbsp; (über den CIA) führte schließlich zur Gründung der Taliban-Bewegung, die seit 2021 das Land totalitär regieren, und man muss davon ausgehen, dass das landschaftlich so&nbsp; schöne Land am Hindukusch auf unabsehbare Zeit keinen Frieden erleben wird. CF</p>
<p style="text-align: center;">__________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Forty years ago, I took this and another photograph, “Doves of Peace in the Midst of War”, in Mazar-i-Sharif</em></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/afghanistan-im-krieg-1986/"><em>You can find the photo series “Doves of Peace in the Midst of War” here</em></a></p>
<p>In October 1986, I was the first Western correspondent in the Indian capital to receive a visa from the Afghan Embassy in New Delhi to visit the embattled country. Since 1979, war had raged in the Hindu Kush between heavily armed Russian forces, the official Afghan army and the Western-backed Mujahideen; a war that had already cost tens of thousands of lives. The “freedom fighters”, as they were called by Western politicians and the media, were vastly outgunned by the Russians. However, they fought out of the deepest conviction against the “communist” enemy, which had invaded the country with troops in December 1979. The ruling government was replaced by Babrak Karmal, who was loyal to Moscow. But he, in turn, was replaced in May 1986 by the even more ruthless Moscow loyalist Najibullah.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>A Russian troop transport vehicle with soldiers (left) outside Kabul</em></p>
<h6><em>War reports “from diplomatic circles”</em></h6>
<p>Five months after the latest coup, I received a visa for Kabul – with no restrictions! It was not an official invitation, but a press visa that was intended to allow me to conduct interviews with government officials, as well as to visit public institutions. This was made possible by the helpful intervention of a correspondent friend from the GDR news agency ADN, who had put in a ‘good word’ for me during his regular trips to Kabul. Up until then, I had been reporting from New Delhi for two years on the political and military developments in the Hindu Kush. The often blood-soaked information on the war was relayed to us once a week by “Western diplomats” in the Indian capital, who primarily described the atrocities committed by communist troops and the successes of the often Islamist resistance. There were no independent Afghan sources, and we had no credible sources from the border region with Pakistan. Fair and objective reporting on this bloody conflict, which cost the lives of hundreds of thousands of Afghans, was virtually impossible from the Indian capital at that time. All Western agencies had been expelled from the country by the government in Kabul, 1,100 kilometres away. Journalistically trained staff were scarce in the Hindu Kush and telephone contact was virtually impossible.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>Houses on the mountain slopes offered the mujahideen enough cover to fire down on Russian soldiers</em></p>
<h6><em>Russian soldiers avoided the cities</em></h6>
<p>From a journalistic perspective, the trip turned into an adventure. I <b>did not</b> stay at Kabul’s only (fully booked) luxury hotel, the “InterContinental”, situated on a hill on the outskirts of Kabul. That was occupied by politicians, UN officials and journalists occasionally flying in from Moscow. Instead, I moved into the run-down, centrally located “Hotel Kabul”, where regional politicians from the Afghan provinces, mainly Pashtun leaders and businessmen, were staying. Every day, dozens of them sat in the lobby wearing impressive turbans, delivering impassioned speeches and smoking, whilst the room filled with the smoke from hashish pipes.</p>
<p>For a week, I was allowed to move freely around the city, though always accompanied by an interpreter who spoke poor German and no English. An interview with the new president, which had initially been promised to me, did not materialise; instead, I was able to fly at short notice to Mazar-e-Sharif in the north, the city where Bundeswehr soldiers were stationed 15 years later. The photographs I was able to take unhindered with my Nikon FE (with a very loud motor drive) on Fujichrome 100 can be seen here in full for the first time.</p>
<p>There was no sign in Kabul itself of the war between the Russians and the Mujahideen. Only at night, with the windows open and temperatures reaching up to 35 degrees, could one hear gunfire and the thunder of cannons, echoing off the high mountains surrounding Kabul. Until the early hours of the morning, one could hear the loud hum of the engines of the MI 25 combat helicopters taking off or landing from the army airfield on their missions. During the first three days, I met several government representatives in Kabul who told me about all the changes planned for the country under its new leader, Nasib. Above all, school education was to be improved; kindergartens were introduced. Women were given the choice of whether to wear the burqa, headscarves or go ‘completely uncovered’. However, during my walks through public spaces and markets, I did not encounter a single woman who observed the occupiers’ new rules. The hatred for the invaders was too great; with up to 100,000 soldiers, they had tried in vain for 10 years to subjugate the country.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>In an orphanage in Kabul – SW photography coloured by ChatGPT</em></p>
<p>Time and again, I had surreal encounters in Kabul. Around midday, for instance, I met a senior official from the Ministry of Education in his visitors’ room. It was sparsely furnished, but clean. And on the wall hung a battered electric clock which, although ticking, displayed the completely wrong time. When I pointed this out to the official, he smiled at me and said: “Sir, we are in the midst of a war and have more important things to do than set clocks!” Or the encounter at the bus station with a hen-like figure, fully veiled in a burqa, walking past a group of curious men. “That was probably a Russian spy,” my companion surmised. The burqa is often used by the invaders as a disguise.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>A Russian spy under a burqa? – at the bus station in Kabul</em></p>
<p>On two afternoons, we left Kabul in our old Ambassador car and drove through the countryside, suddenly finding ourselves in a completely different world. The grain harvest had not yet been brought in. In the fields, the farmers worked with the help of their children, just as they had done hundreds of years ago. Oxen were used as combine harvesters; if necessary, they even used their own feet to thresh the grain from the stalks. In the villages, school lessons for boys (girls were not sent to school) were held outdoors in the shade of the trees. Most villages had no paved roads. Donkey carts with large wooden wheels and old bicycles were, and presumably still are to this day, the main means of transport. And finally, a stop at one of the large cemeteries on the outskirts of town, where thousands of small flags represented the seemingly countless Afghan victims of the cruel war; and those two elderly women, mothers, mourning a loved one.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p>This was followed by a visit lasting just a few hours to Mazar-i-Sharif, in the far north of Afghanistan, where – apart from a visit to the famous ‘Blue Mosque’ on the Islamic holiday of Friday – there was no other programme. And yet this visit ultimately proved to be a highlight of the trip to Afghanistan, for after touring the mosque, I spotted that woman sitting in the large square in front of it, playing with a little boy amidst a sea of white doves. I quickly raised my camera and fired the motor drive three times. Unfortunately, the Nikon motor was so loud in the otherwise quiet surroundings that the woman looked up in alarm at the second ‘shot’ and gazed into my camera. Quite a few friends and fellow photographers have repeatedly claimed that these were the best photos I had ever taken. So here is the first image from this mini-series (on Fujichrome 100 slide film)</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>Doves of peace in the midst of war? Afghanistan will never be able to live in peace</em></p>
<h6><em>Epilogue</em></h6>
<p>The day after returning from Mazar-e-Sharif, I flew back to Delhi. I wrote a total of six features for my agency, though only two were actually published, and these dealt explicitly only with the war and the Mujahideen’s prospects of winning it. Reports, such as the one on the ‘Communists’’ efforts to improve the situation of women, received hardly any attention. Nevertheless, the visit – which was followed by two further “official” short trips to Afghanistan – did not fail to have an impact, for we immediately began searching for Afghan informants in exile in Delhi. However, we could still only guess at how much of the information “leaked” to us in this way corresponded to the truth or was part of the propaganda war between the Soviets and the USA. If the atrocities attributed to the other side became too extreme, the journalists would distance themselves by pointing out that the reported atrocities could not be “confirmed by independent sources”. It seems certain that the Russians lost 15,000 soldiers in this ten-year war in Afghanistan (in four years of the war against Ukraine, the number of Russians killed is reported to be 300,000+), whilst the number of Afghans killed was estimated at between one and two million, according to various sources. Five to seven million Afghans fled their country. The massive support provided to the Mujahideen by the USA (via the CIA) ultimately led to the founding of the Taliban movement, which has been ruling the country totalitarianly since 2021, and one must assume that this scenically beautiful country in the Hindu Kush will not experience peace for the foreseeable future.</p>
<p>CF</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">Afghanistan &#8211; Mitten im Krieg die Friedenstauben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bouillon: Von der Suppenküche zur modernen Institution</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 16:50:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hell beleuchtet und fast immer überfüllt &#8211; Der Jugendstilsaal des &#8220;Chartier&#8221; von 1898 Eine Bildergalerie zu diesem Beitrag finden Sie HIER &#160; English version following this report Pariser Bouillons – Küche mit Stil für alle Wer Paris verstehen will, so heißt es, der muss essen gehen. Und wer Paris fühlen und mit einer virtuellen Zeitmaschine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bouillon-von-der-suppenkueche-zur-modernen-institution/">Bouillon: Von der Suppenküche zur modernen Institution</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr" style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Hell beleuchtet und fast immer überfüllt &#8211; Der Jugendstilsaal des &#8220;Chartier&#8221; von 1898</span></em></p>
<p dir="ltr"><em>Eine Bildergalerie zu diesem Beitrag finden Sie <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/paris-bouillon-chartier/">HIER</a> &nbsp;<br />
</em>English version following this report</p>
<h6 dir="ltr" style="text-align: center;"><em>Pariser Bouillons – Küche mit Stil für alle</em></h6>
<p>Wer Paris verstehen will, so heißt es, der muss essen gehen. Und wer Paris fühlen und mit einer virtuellen Zeitmaschine in das Paris des 19. Jahrhunderts reisen möchte,&nbsp; der setze sich an einen der marmorgefliesten Tische der mehr als ein Dutzend Bouillon-Restaurants, die inzwischen in der Hauptstadt täglich geöffnet haben. Hier wird nicht inszeniert, hier wird serviert. Laut, meist schnell und nicht immer herzlich – und das zum Teil seit mehr als hundert Jahren.<span id="more-10774"></span></p>
<p dir="ltr" style="text-align: left;">Meine Frau und ich hatten den Besuch eines dieser Traditionslokale nach einem appetit-anregenden Bericht in einer großen schweizer Tageszeitung für unsere fünftägige Reise an die Seine fest eingeplant; zumal mit dem &#8220;Chartier&#8221; eines der ältesten und berühmtesten Bouillons nur wenige hundert Meter von unserem Hotel entfernt lag. Doch unser erster Versuch scheiterte. Zu lange war die Schlange vor dem bis zum letzten Platz gefüllten Jugendstilsaal.<br />
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bouillon-von-der-suppenkueche-zur-modernen-institution/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] &nbsp;</p>
<h6 style="text-align: center;"><em>Kantinen für die Arbeiterklasse im 19. Jahrhundert</em></h6>
<p dir="ltr" style="text-align: left;">Bouillons entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts als Kantinen für Arbeiter. Heute sind sie lebendige Zeitkapseln. Kellner in schwarzen Westen balancieren große Tabletts durch dicht gedrängte Reihen. Am Kücheneingang mischen sich laute Stimmen mit dem Klirren von Besteck, der Duft von Rinderbrühe, Zwiebeln und frisch gebackenem Brot liegt in der Luft. Auf den Tafeln am Eingang stehen Klassiker: Oeufs Mayo, Boeuf Bourguignon, Saucisse-Purée (Wurst mit Kartoffel-Purée, oder &#8220;Toad in the hole&#8221;), Ile Flottante (schwimmende Inseln). Gerichte ohne Schnickschnack – dafür mit Geschichte: Und in unserem Falle auch ausgesprochen wohlschmeckend. Solche Speisen sind permanent im Angebot. Die Weine sind allemal preiswert (gemessen an deutschen Lokalen sogar billig).</p>
<p dir="ltr" style="text-align: left;">Das tägliche Menue findet man auf einem einfachen Blatt Papier. Die Kellner notieren die Bestellung der Einfachheit halber auf den weißen oder karierten Papier-Tischdecken. So wird nichts vergessen. Die im Kopf auf-addierte Rechnung wird dann ebenfalls auf diesem &#8220;Tischtuch&#8221; notiert und dann schlicht und einfach weggeworfen. Wie hier bei 350 Gästen zur Haupt-Essenszeit die Buchhaltung funktioniert, wissen vermutlich nicht einmal die Pariser Steuerbeamten. Nicht ohne Grund steht auf dem Tisch der Kassenverwalterin neben der Küche ein Schild mit der Aufschrift: &#8220;Chaos-Theory&#8221; .<br />
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<p dir="ltr" style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die Wegwerf-Speisekarte des &#8220;Chartier&#8221;</span></em></p>
<p dir="ltr">Fotografisch sind die klassischen Bouillons ein Geschenk. Spiegel vervielfachen den Raum, Jugendstil-Schriftzüge erzählen von einer anderen Zeit, und das warme, helle Licht lässt Gesichter und Teller gleichermaßen lebendig wirken. Zwischen Touristen und Stammgästen, zwischen Alltagsroutine und Nostalgie entsteht genau das, was Paris vermutlich ausmacht: Ein Nebeneinander von gestern und heute. &#8220;Bouillon&#8221; ist ein Versprechen, heißt es in einem Bericht. Hier gibt es gutes Essen zu fairen Preisen, wie man sie in einem touristischen Zentrum wie Paris nicht erwartet. Offen sind diese Restaurants für alle. Hier gibt es keinen Zwang zu &#8220;feiner Kleidung&#8221;, keine Reservierungen; und so dürften hier drei Viertel der Gäste unter 40 Jahren alt sein. In vieler Hinsicht sind diese Lokale vergleichbar mit den international vermutlich bekannteren und berühmteren Wiener Kaffeehäusern, die &#8211; trotz aller erzwungenen Veränderungen &#8211; in den vergangenen 50 Jahren die Tradition bewahrt haben.&nbsp;<br />
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<h6 dir="ltr" style="text-align: center;">Bis zu 2400 Essen am Tag</h6>
<p dir="ltr">Wie die Ober den Stress mit dem nicht enden wollenden Strom von Gästen körperlich verkraften, konnten wir natürlich nicht in Erfahrung bringen. Auch nicht, wieviel sie mit diesem Knochenjob verdienen. Ein solcher Massenbetrieb muss hervorragend organisiert sein: Das &#8220;Chartier&#8221; ist an 7 Tagen der Woche von 11:00 Uhr bis Mitternacht durchgehend geöffnet (die Bouillons Pigalle und Republique je zwölf Stunden bis Mitternacht). Die 350 Sitzplätze sind in der Mittagszeit stets mehrere Stunden belegt. An manchen Tagen werden hier bis zu 2 400 Essen ausgegeben.</p>
<p dir="ltr" style="text-align: left;">Natürlich darf man bei den knapp kalkulierten Preisen für Speisen und Getränke keine Sterneküche auf feinstem Porzellan erwarten. Doch das angebotene Menue schmeckte trotzdem! Meine Frau meinte jedenfalls, sie habe in ihrem Leben keine bessere konfierte Entenkeule gegessen! Am Ende zahlten wir für ein Drei-Gänge Menü sowie eine Vorspeise und einen Hauptgang, eine halbe Flasche Weißwein und ein Mineralwasser 45 €. Uns störte es kaum, dass wir 45 Minuten auf einen Kellner warten mussten, weil sich die Herrn Ober nicht einigen wollten, wer uns denn bedienen sollte. Und niemand störte sich daran, dass ich nach dem Essen durch die Tischreihen lief, um für diesen Bericht zu fotografieren.</p>
<h6 dir="ltr" style="text-align: center;">Bouillon-Restaurants in Paris:</h6>
<p dir="ltr" style="text-align: left;">Um 1900 gab es in Paris über 250 Bouillons. Heute ist deren Zahl auf zwölf gesunken. Zu den bekanntesten zählen das hier beschriebene &#8220;Chartier&#8221; mit mindestens drei weiteren Filialen (Grands Boulevards, Montparnasse, Gare de l’Est). Zu den besonders schönen Bouillons zählen auch das &#8220;Bouillon Julien&#8221; im 10. Arrondissement, oder das &#8220;Bouillon Racine&#8221;. Doch auch außerhalb der Hauptstadt findet man Restaurants, die dem Konzept der Pariser Bouillons zumindest nachempfunden wurden. Neben Paris gibt es Bouillons oder Bouillon-inspiriertes Essen unter anderem in Lyon, Lille, Metz, Grenoble, Orléans, Dijon, Tours oder Strasbourg. Der Trend ist Teil einer größeren Bewegung: Erschwingliche, traditionelle Küche mit schneller Bedienung und attraktivem, geselligem Ambiente – auch als Reaktion auf ständig steigende Preise bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach bezahlbaren Restaurants.&nbsp;</p>
<h6 dir="ltr" style="text-align: center;">Eine Bouillon ist eine Brühe, ist eine Brühe, ist &#8230;&nbsp;</h6>
<div class="Y3BBE" data-sfc-cp="" data-sfc-cb="" data-hveid="CAEQAA" data-processed="true">
<p><mark class="HxTRcb" data-sfc-cb="" data-processed="true">eine klare, kräftige Suppe, die durch langes Köcheln von Fleisch, Knochen (meist Rind) und Suppengrün in Wasser entsteht</mark>. Sie dient als eigenständige Suppe oder Basis für Saucen. Zutaten sind Wasser, Rindfleisch/Knochen, Gemüse (Möhren, Sellerie, Lauch) sowie Gewürze (Lorbeer, Pfeffer).<span class="uJ19be notranslate" data-wiz-uids="jEFU9e_c,jEFU9e_d" data-sfc-cb="" data-processed="true"><span class="vKEkVd" data-animation-atomic="" data-wiz-attrbind="class=jEFU9e_b/TKHnVd" data-processed="true"><span aria-hidden="true" data-processed="true">&nbsp;</span></span></span></p>
</div>
<div class="Y3BBE" data-sfc-cp="" data-sfc-cb="" data-hveid="CAIQAA" data-processed="true"><strong class="Yjhzub" data-sfc-cb="" data-processed="true">Hauptbestandteile und Merkmale:</strong></div>
<ul class="KsbFXc U6u95" data-sfc-cb="" data-processed="true">
<li class="dF3vjf" data-sfc-cb="" data-hveid="CAMQAA" data-processed="true"><span class="T286Pc" data-sfc-cp="" data-sfc-cb="" data-processed="true"><strong class="Yjhzub" data-sfc-cb="" data-processed="true">Basis:</strong> Wasser, Fleisch (Rind, Kalb, Geflügel) und Knochen.</span></li>
<li class="dF3vjf" data-sfc-cb="" data-hveid="CAMQAQ" data-processed="true"><span class="T286Pc" data-sfc-cp="" data-sfc-cb="" data-processed="true"><strong class="Yjhzub" data-sfc-cb="" data-processed="true">Gemüse:</strong> Klassisches Suppengrün (Karotten, Sellerie, Lauch) und Zwiebeln.</span></li>
<li class="dF3vjf" data-sfc-cb="" data-hveid="CAMQAg" data-processed="true"><span class="T286Pc" data-sfc-cp="" data-sfc-cb="" data-processed="true"><strong class="Yjhzub" data-sfc-cb="" data-processed="true">Gewürze:</strong> Salz, Pfeffer, Lorbeer, oft Petersilie.</span></li>
<li class="dF3vjf" data-sfc-cb="" data-hveid="CAMQAw" data-processed="true"><span class="T286Pc" data-sfc-cp="" data-sfc-cb="" data-processed="true"><strong class="Yjhzub" data-sfc-cb="" data-processed="true">Herstellung:</strong> Die Zutaten köcheln mehrere Stunden langsam (ziehen), um den intensiven Geschmack zu extrahieren.&nbsp;</span></li>
</ul>
<p style="text-align: center;">_____________________________</p>
<p>English version</p>
<p><em>Brightly lit and almost always packed – the Art Nouveau dining room of the ‘Chartier’, dating from 1898</em></p>
<p><i>You can find a photo gallery for this article </i><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/paris-bouillon-chartier/"><i>HERE</i></a></p>
<h6 style="text-align: center;"><em>Parisian bouillons – stylish cuisine for everyone</em></h6>
<p>They say that if you want to understand Paris, you have to go out for a meal. And anyone wishing to experience Paris and travel back to 19th-century Paris in a virtual time machine should take a seat at one of the marble-topped tables in the more than a dozen bouillon restaurants that are now open daily in the capital. Here, there is no show; here, the food is simply served. Noisy, usually fast and not always warm – and in some cases, this has been the case for over a hundred years.</p>
<p>My wife and I had firmly planned a visit to one of these traditional establishments for our five-day trip to the Seine following an appetising report in a major Swiss daily newspaper; especially as ‘Chartier’, one of the oldest and most famous bouillon restaurants, was just a few hundred metres from our hotel. But our first attempt failed. The queue outside the Art Nouveau dining room, packed to the last seat, was simply too long.</p>
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<p><em>There are no reservations: here you queue until a table becomes free</em></p>
<h6 style="text-align: center;">Canteens for the working class in the 19th century</h6>
<p>Bouillons originated in the mid-19th century as canteens for workers. Today they are living time capsules. Waiters in black waistcoats balance large trays through tightly packed rows. At the kitchen entrance, loud voices mingle with the clatter of cutlery; the scent of beef broth, onions and freshly baked bread hangs in the air. The boards at the entrance list classics: Oeufs Mayo, Boeuf Bourguignon, Saucisse-Purée, Ile Flottante (floating islands). Dishes without frills – but with history: and in our case, also exceptionally tasty. They are always on the menu. The wines are always reasonably priced (even cheap by German standards).</p>
<p>The daily menu is printed on a simple sheet of paper. For the sake of simplicity, the waiters jot down orders on the white or chequered paper tablecloths. That way, nothing gets forgotten. The bill, calculated in their heads, is then also noted on this ‘tablecloth’ and later simply thrown away. How the bookkeeping works here with 350 guests at peak mealtimes is something not even the Parisian tax officials probably know. It is not without reason that there is a sign on the cashier’s desk next to the kitchen bearing the inscription: “Chaos Theory”</p>
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<p>Photographically, the classic bouillons are a gift. Mirrors multiply the space, Art Nouveau lettering speaks of a bygone era, and the warm, bright light brings faces and plates alike to life. Amidst tourists and regulars, amidst daily routine and nostalgia, there emerges precisely what Paris is all about: a coexistence of yesterday and today. “Bouillon” is a promise, according to one report. Here, there is good food at fair prices, the sort one wouldn’t expect in a tourist hub. These restaurants are open to everyone. There is no requirement for “smart dress”, no reservations; and so three-quarters of the guests here are likely to be under 40 years old. In many respects, these establishments are comparable to the Viennese coffee houses, which are probably better known and more famous internationally and which – despite all the changes – have preserved the tradition over the past 50 years.</p>
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<h6 style="text-align: center;">Up to 2,400 meals a day</h6>
<p>Of course, we were unable to find out how the waiters physically cope with the stress of the never-ending stream of guests. Nor how much they earn from this gruelling job. A business of this scale must be superbly organised, as the ‘Chartier’ is open non-stop seven days a week from 11:00 am until midnight (the Bouillons Pigalle and Republique each open for twelve hours until midnight). The 350 seats are always occupied for several hours at lunch- and dinnertime. On some days, up to 2,400 meals are served here.</p>
<p>Of course, given the tightly calculated prices for food and drink, you can’t expect Michelin-starred cuisine served on the finest china. But the menu on offer tasted great nonetheless! My wife, at any rate, said she’d never eaten a better confit duck leg in her life! In the end, we paid €45 for a three-course meal – a starter and a main course – plus half a bottle of white wine and a bottle of mineral water. And it hardly mattered that we had to wait 45 minutes for a waiter because the head waiters couldn’t agree on who should serve us. Nor did anyone mind that I walked through the rows of tables after the meal to take photos for this report.</p>
<h6 style="text-align: center;">Bouillon restaurants in Paris:</h6>
<p>At the turn of the 20th century, there were over 250 bouillons in Paris. Today, that number has fallen to twelve. Among the best known is the ‘Chartier’ described here, which has at least three other branches (Grands Boulevards, Montparnasse, Gare de l’Est). Among the particularly charming bouillons are also “Bouillon Julien” in the 10th arrondissement, or “Bouillon Racine”.</p>
<p>But even outside the capital, one can find restaurants that have at least been modelled on the bouillon concept. Besides Paris, there are now bouillons or bouillon-inspired dining in several cities, including Lyon, Lille, Metz, Grenoble, Orléans, Dijon, Tours and Strasbourg. The trend is part of a wider movement: affordable traditional cuisine with fast service and an attractive, convivial atmosphere – partly in response to ever-rising prices and the demand for affordable restaurants.</p>
<h6 style="text-align: center;">A bouillon is a broth, is a broth, is &#8230;</h6>
<p><i>a clear, rich soup produced by simmering meat, bones (usually beef) and soup vegetables in water for a long time</i>. It serves as a soup in its own right or as a base for sauces. Ingredients include water, beef/bones, vegetables (carrots, celery, leeks) and spices (bay leaves, pepper).</p>
<p><strong>Main components and characteristics:</strong></p>
<ul>
<li><b>Base:</b> Water, meat (beef, veal, poultry) and bones.</li>
<li><b>Vegetables:</b> Classic soup vegetables (carrots, celery, leeks) and onions.</li>
<li><b>Spices:</b> Salt, pepper, bay leaves, often parsley.</li>
<li><b>Preparation:</b> The ingredients are simmered slowly for several hours to extract the intense flavour.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bouillon-von-der-suppenkueche-zur-modernen-institution/">Bouillon: Von der Suppenküche zur modernen Institution</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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		<title>Neapel sehen und sterben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 21:43:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Neapel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lebensfreude und Nationalstolz &#8211; Italiens Nationalflagge wehen sonnendurchflutet über einer Straße Hier finden Sie die SW-Street-Bildergalerie zu diesem Feature Und hier die Bilderserie &#8220;Neapel II in Farbe&#8221;&#160; English version following this report Um es gleich zu sagen: Ich hatte da einen Fehler gemacht. Ich hatte ein Hotel ausgesucht, das nahe dem historischen Zentrum Neapels gelegen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Lebensfreude und Nationalstolz &#8211; Italiens Nationalflagge wehen sonnendurchflutet über einer Straße</em></span></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/neapel-sehen-und-sterben/"><strong>Hier finden Sie die SW-Street-Bildergalerie zu diesem Feature</strong></a></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/neapel-ii-in-farbe/"><strong>Und hier die Bilderserie &#8220;Neapel II in Farbe&#8221;&nbsp;</strong></a></p>
<p>English version following this report</p>
<p>Um es gleich zu sagen: Ich hatte da einen Fehler gemacht. Ich hatte ein Hotel ausgesucht, das nahe dem historischen Zentrum Neapels gelegen war. Es war ein Art-Hotel, verkehrstechnisch gut gelegen, wie es hieß. Nur wenige Hundert Meter vom Zentrum der Altstadt entfernt. Als wir am Abend nach unserer Ankunft aus Wien bei schönstem Maiwetter einen ersten Spaziergang wagten, merkten wir schnell, warum die Wahl vielleicht ein Fehler war. <span id="more-10089"></span>An der ersten Kreuzung schauten wir auf ein kleines Straßencafé gegenüber. Dort war ein ziemlich lauter Streit unter Gästen entbrannt. Ich nahm die Kamera (Canon 5D) hoch, drückte ab, und schon schlug neben uns&nbsp; klirrend eine leere Flasche ein, die jemand aus dem Café in meine Richtung geworfen hatte. &#8220;Welcome to Napoli&#8221; rief uns ein junger Italiener zynischer im Vorübergehen zu.&nbsp;</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Solche Szenen sollte man tunlichst meiden und sie nicht auch noch fotografieren!!!</span></em></p>
<p>Der Fehler war schnell erkannt: Wir wohnten zwar nahe am Zentrum, aber noch näher am Hauptbahnhof und dessen Vorplatz, und hier trieben sich neben zahllosen Touristen auch ebenso zahllose Leute herum, die man getrost als &#8220;dunkle Gestalten&#8221; bezeichnen konnte. Und diese Leute (arme Leute, natürlich), darunter sehr viele Migranten aus Afrika, brauchten (natürlich!) Geld, oder sie wollten etwas verkaufen, darunter sicher auch Drogen, die wir aber nicht brauchten. Notfalls hätten sie natürlich auch Kameras genommen, die Touristen offen bei sich trugen. Ich selbst fühlte mich eher als Fotograf und deshalb nicht angesprochen, als wir in den nächsten Tagen regelmäßig angesprochen wurden von besorgten Neapolitanern, die meinten: &#8220;Passen Sie bloß auf ihre Kamera auf. Am Besten packen Sie sie in ihre Tasche! &#8211; Hier wird viel gestohlen!&#8221;&nbsp;</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Misstrauische und kamerascheue Männer sahen wir viele in Napoli</span></em></p>
<p>Dass solche gut gemeinten Ratschläge bei mir auf taube Ohren stießen, versteht sich. Erst recht, als wir auf dem Weg zum Bahnhof von einem Streifenwagen gestoppt wurden, und die Polizei mich drängte, die Kamera wegzupacken. Zwar war ich von nun an deutlich vorsichtiger beim Fotografieren und wickelte den Trageriemen der Kamera dreifach um mein Handgelenk, doch auf das Fotografieren wollte ich natürlich nicht verzichten. Und so bewegten wir uns bis unmittelbar vor unserer Rückreise unbehelligt durch die Stadt, besuchten die schönen Kirchen, Museen und andere Denkmäler, genossen Spaziergänge durch die große Altstadt, betrachteten die vielen Menschen in den stets gut besuchten Straßencafés und Restaurants und vermieden geschickt, von einer der zahllosen Vespas umgefahren zu werden, die mehr oder weniger laut knatternd &#8211; oft auch in Schlangenlinien &#8211; durch die Gassen und Fußgängerzonen fuhren. Gelegentlich kamen sie uns dabei bewusst recht nahe, und in diesen Fällen packte ich die Kamera schnell in meine sichere Umhängetasche.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Die Vespa oder andere Zweiräder prägen das Straßenild in der lebendigen Alstadt&nbsp;</span></em></p>
<p>Neapel im Mai: Das ist Sonne pur bei wohlig-warmen Temperaturen. Die Neapolitaner leben in diesen Monaten wohl auf den Straßen in den Cafés, vor allem aber die jungen Frauen (die übrigens als die Schönsten im Lande gelten). Unser Lieblingsplatz war ein Café auf einer kleinen Piazza unterhalb des Konservatoriums in der Altstadt, wo ein bereits sehr weit fortgeschrittener Piano-Student (oder sein Lehrer??) bei offenen Fenstern eine Beethoven-Sonate einstudierte. Die Akustik an unserem Tisch war grandios. Man hätte sich keinen besseren Konzertplatz wünschen können, und so konnte ich mich kaum von diesem kostenlosen Klangereignis losreißen.</p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Sind die Frauen aus Napoli wirklich die schönsten im Lande?</em></span></p>
<p>Wir hatten uns für die fünf Urlaubstage in und um Neapel kein festes Programm gegeben, und so schlenderten wir eher ziellos durch die Altstadt mit ihrer Jahrtausende-alten und ereignisreichen Geschichte; wir besuchten die schönsten Kirchen, verbrachten Stunden im großartigen Archäologischen Nationalmuseum, fuhren mit der Bahn nach Herculaneum, besuchten den Vesuv und sahen die Amalfi-Küste und das grandios gelegene aber etwas überlaufene Positano. Für einen Street-Fotografen wie mich, ist Neapel &#8211; trotz der oben genannten Risiken &#8211; ein idealer Ort. Und so spazierten wir auch durch jene Viertel, vor denen die meisten Reiseführer Touristen gern warnen.</p>
<p>Irgendwann landeten wir dann auch im Park der Villa Comunale und setzten uns auf eine Parkbank, um die elegante Schönheit der Anlage zu genießen. Kurz darauf kamen drei Männer mittleren Alters&nbsp; in dunklen Anzügen und nahmen auf einer Bank vor einem Denkmal Platz. Ich hob schnell meine Kamera, um die Szene festzuhalten, denn die drei Herren sahen aus und bewegten sich, wie man sich als naiver Ausländer die klassischen Mafiosi vorstellte. Dann versuchten sie, zwei Taschen auszutauschen, stoppten die Aktion jedoch sofort, als sie mich und die Kamera bemerkten. Unmittelbar danach verschwanden sie, während ich unschuldig in eine andere Richtung schaute.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Drei Mafiosi auf der Parkbank?</span></em></p>
<p>&#8220;Neapel sehen und sterben?&#8221; &#8211; Dieser Spruch („Vedi Napoli e poi muori“), der wohl Jahrhunderte alt ist, wird immer wieder auch Johann Wolfgang Goethe zugeschrieben, ist jedoch vermutlich deutlich älter. Goethe schrieb in seiner &#8220;Italienischen Reise&#8221;: &#8220;„Neapel ist ein Paradies: jeder lebt in einer Art Trunkenheit der Selbstvergessenheit.“ Das drückt kaum weniger deutlich das Erstaunen des Besuchers über das&nbsp; schöne Erscheinungsbild der Stadt aus. Das Neapel von heute hat zwar im Alltag eine überdurchschnittliche Kriminalitätsrate, vor allem bei Diebstählen, Taschendiebstählen und organisierter Kriminalität – doch physische Gewalt gegen Touristen gehört nicht zu den systematischen Verbrechen und findet sich in keiner offiziellen Statistik.</p>
<p>Und doch geschehen solche Übergriffe vermutlich täglich und werden auch angezeigt. Mir passierte das in den letzten Stunden unseres sechs-tägigen Aufenthalts auf dem Rückweg zum Hotel. Ich stand auf dem Bürgersteig an einer Straßenkreuzung, wollte einen Schritt zurück gehen, um einen schlafenden Zeitungsleser zu fotografieren, als ein Motorroller mit hoher Geschwindigkeit dicht an mir vorbei fuhr. Der Mann auf dem Rücksitz schnappte nach meiner Kamera und wollte sie mir aus der Hand reißen. Doch hatte ich den Kameragurt so fest um das Handgelenk gewickelt, dass der Fahrer der Vespa mit dem Roller fast stürzte und in Schlangenlinien ohne Beute entkam. Fünf Jahre später reiste mein Bruder in die Stadt. Er wurde in einer wenig besuchten Gasse beim Fotografieren geschlagen und beraubt. Man entriss ihm eine teure Armbanduhr. Seine Kameraausrüstung konnte er retten.</p>
<p style="text-align: center;">___________________</p>
<p>ENGLISH VERSION</p>
<p><em>Joy of life and national pride – Italy&#8217;s national flag flies in the sunshine above a street</em></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/neapel-sehen-und-sterben/"><strong>Here you will find the SW photo gallery for this feature</strong></a></p>
<p>English version following this report</p>
<p>To be honest, I had made a mistake. I had chosen a hotel that was close to the city centre. It was supposed to be an art hotel, conveniently located for transport, or so they said. Only a few hundred metres from the centre of the old town. When we ventured out for our first walk in the evening after our arrival from Vienna in beautiful May weather, we quickly realised why our choice had been a mistake. Or maybe not? At the first crossroads, we looked at a small street café opposite. A rather loud argument had broken out among the guests there. I picked up my camera (Canon 5D), pressed the shutter, and immediately a bottle smashed next to us, thrown in my direction by someone from the café. ‘Welcome to Naples,’ a cynical young Italian called out to us as he passed by.</p>
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<p><em>Scenes like this should be avoided at all costs and certainly not photographed!!!</em></p>
<p>The mistake was quickly recognised: we were staying close to the centre, but even closer to the main railway station and its forecourt, where, in addition to countless tourists, there were just as many people who could confidently be described as ‘shady characters’. And these people (poor people, of course), including many migrants from Africa, needed (of course!) money, or they wanted to sell something, including drugs, which we did not need. If necessary, they would of course have taken cameras that tourists carried openly with them. I myself felt more like a photographer and therefore not addressed when, over the next few days, we were regularly approached by concerned Neapolitans who said: ‘Be careful with your camera. It&#8217;s best to put it in your bag! There&#8217;s a lot of theft here!’</p>
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<p><em>We saw many suspicious and camera-shy men in Naples</em></p>
<p>It goes without saying that such well-intentioned advice fell on deaf ears. Especially when we were stopped by a patrol car on the way to the train station and the police urged me to put my camera away. From then on, I was much more careful when taking photos and wrapped the camera strap around my wrist three times, but of course I didn&#8217;t want to give up photography. And so, until just before our return flight, we moved unhindered through the city, visited the beautiful churches, museums and other monuments, enjoyed walks through the large old town, watched the many people in the always busy street cafés and restaurants, and skilfully avoided being run over by one of the countless Vespas that drove more or less noisily – often in zigzags – through the alleys and pedestrian zones. Occasionally, they deliberately came quite close to us, and in these cases I quickly packed my camera into my secure shoulder bag.</p>
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<p><em>Vespas and other two-wheelers dominate the streetscape in the lively old town</em></p>
<p>Naples in May: pure sunshine and pleasantly warm temperatures. During these months, the Neapolitans live on the streets in the cafés, especially the young women (who, incidentally, are considered the most beautiful in the country). Our favourite place was a café on a small piazza below the conservatory in the old town, where a very advanced piano student (or his teacher??) was rehearsing a Beethoven sonata with the windows open. The acoustics at our table were magnificent. One could not have wished for a better concert venue, and so I could hardly tear myself away from this free sound experience.</p>
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<p><em>Are the women from Naples really the most beautiful in the country?</em></p>
<p>We hadn&#8217;t set ourselves a fixed programme for our five-day holiday in and around Naples, so we wandered rather aimlessly through the old town with its millennia-old and eventful history; we visited the most beautiful churches, spent hours in the magnificent National Archaeological Museum, took the train to Herculaneum, visited Vesuvius and saw the Amalfi Coast and the magnificently situated but somewhat overcrowded Positano. For a street photographer like me, Naples is an ideal place, despite the risks mentioned above. And so we also strolled through those neighbourhoods that most travel guides warn tourists about.</p>
<p>At some point, we ended up in the park of the Villa Comunale and sat down on a park bench to enjoy the elegant beauty of the grounds. Shortly afterwards, three middle-aged men in dark suits came and sat down on a bench in front of a monument. I quickly raised my camera to capture the scene, because the three gentlemen looked and moved like the classic mafiosi imagined by naive foreigners. Then they tried to exchange two bags, but stopped immediately when they noticed me and my camera. Immediately afterwards, they disappeared while I innocently looked in another direction.</p>
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<p><em>Three mafiosi on a park bench?</em></p>
<p>‘See Naples and die?’ – This saying (‘Vedi Napoli e poi muori’), which is probably centuries old, is often attributed to Johann Wolfgang Goethe, but is likely to be much older. Goethe wrote in his ‘Italian Journey’: ‘Naples is a paradise: everyone lives in a kind of intoxication of self-forgetfulness.’ This expresses the visitor&#8217;s amazement at the beautiful appearance of the city in no less clear terms. Today&#8217;s Naples does have an above-average crime rate in everyday life, especially when it comes to theft, pickpocketing and organised crime – but physical violence against tourists is not one of the systematic crimes and is not included in any official statistics.</p>
<p>And yet such attacks probably happen every day and are also reported. It happened to me in the last hours of our six-day stay on the way back to the hotel. I was standing on the pavement at a crossroads, wanting to take a step back to photograph a sleeping newspaper reader, when a motor scooter drove past me at high speed. The man on the back seat grabbed my camera and tried to snatch it out of my hand. But I had wrapped the camera strap so tightly around my wrist that the Vespa driver almost fell off the scooter and escaped without his loot, swerving all over the place. Five years later, my brother travelled to the city. He was beaten and robbed while taking photographs in a quiet alleyway. An expensive wristwatch was snatched from him. He was able to save his camera equipment.</p>
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<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 11px;"><em>&nbsp;</em></span></p>
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		<title>Glüh-Weihnachtsmarkt Hamburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 11:51:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Millionen kleiner und kleinster LED-Lampen beleuchten den größten Hamburger Weihnachtsmarkt am Rathauslatz Die Bilder zu diesem Bericht finden Sie HIER&#160; Englische Fassung am Ende dieser story Deutschlands zweitgrößte Stadt hat nicht nur den größten Hafen des Landes und das zurzeit auffälligste deutsche Konzerthaus (die Elbphilharmonie). Hamburg bietet in den Wochen vor Weihnachten seinen 1,9 Millionen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Millionen kleiner und kleinster LED-Lampen beleuchten den größten Hamburger Weihnachtsmarkt am Rathauslatz</span></em></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/glueh-weihnachtsmarkt-hamburg/">Die Bilder zu diesem Bericht finden Sie HIER</a>&nbsp;</p>
<p>Englische Fassung am Ende dieser story</p>
<p>Deutschlands zweitgrößte Stadt hat nicht nur den größten Hafen des Landes und das zurzeit auffälligste deutsche Konzerthaus (die Elbphilharmonie). Hamburg bietet in den Wochen vor Weihnachten seinen 1,9 Millionen Bürgern und seinen vielen Gästen einen der schönsten Weihnachtsmärkte zum Besuch an.<span id="more-9552"></span> Ganz sicher ist Hamburgs Weihnachtsmarkt auch einer der größten im Lande. Zahlreiche Holzhäuschen und &#8211; Hütten verteilen sich über die gesamte Innenstadt. Oft öffnen Weihnachtsmärkte rund um den Rathausplatz schon Wochen vor dem ersten Advent, und praktisch die ganze Innenstadt duftet in der Weihnachtszeit intensiv nach Glühwein, Bratwurst oder Weihnachtsgebäck.</p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Zehntausende Lämpchen bilden diesen riesigen und gar nicht &#8220;kühl&#8221; wirkenden Weihnachtsbaum</em></span></p>
<p>Tourismus-Statistiker zählen auf dem Hauptmarkt jährlich etwa 80+ massiveHolzhütten. Damit kann der Markt offiziell zwar nicht mit dem international berühmteren Nürnberger &#8220;Christkindlesmarkt&#8221; mithalten, auf dem 160 bis 180 &#8220;Standler&#8221; Glühwein, Lebkuchen, Bratwürste oder kunstvolles Weihnachtsspielzeug verkaufen. Der Dresdner &#8220;Striezelmarkt&#8221; bietet sogar 200 Hütten und Verkaufsstände an. Doch wie seine großen Konkurrenten zieht auch der Hamburger Markt&nbsp; jährlich etwa zwei Millionen Besucher und mehr an. Nicht zuletzt, weil die treuen Hamburger Gäste oft &#8220;Mehrfachbesucher&#8221; sind.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">traditionelles Kunsthandwerk ist ein fester Bestandteil der Weihnachtsmärkte</span></em></p>
<p style="font-size: 11px;"><span style="font-size: 16px;">Insgesamt zählt die Hansestadt rund um Weihnachten Dutzende, mehr oder weniger gemütliche Märkte. Traditionell werden hier sehr viele hübsche, aber auch nutzlose Dinge verkauft; vom nostalgischen Holzspielzeug aus dem Erzgebirge bis zum nachhaltigen Dildo auf dem &#8220;erotischen&#8221; Weihnachtsmarkt von St. Pauli. Doch mehr und mehr sind solche Geschenkartikel zur Nebensache geworden. Die Weihnachtsmärkte im Stadt-Staat ziehen täglich Zehntausende an, wobei die Geselligkeit bei Glühwein, Bratwürsten, Schaschlick, aber auch Lebkuchen oder Crepes zur Einstimmung auf das &#8220;Fest der Feste&#8221; im Mittelpunkt steht.</span></p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Der schwere Dunst von heißem Glühwein oder Punsch zieht durch die ganze Innenstadt</span></em></p>
<p>Mehr als drei Millionen Gäste dürften es insgesamt über Weihnachten 2025 bei insgesamt freundlichem Winterwetter gewesen sein. Dabei tranken sie insgesamt wohl 150 000 Liter Glühwein, melden die Statistiker. Immer mehr Märkte in der Stadt haben angesichts der Nachfrage die Standdauer ihrer Geschäfte in den vergangenen Jahren über die klassische Adventszeit verlängert. Einige sind bis zum Neujahrsfest geöffnet. Der zentrale Markt vor dem Rathaus wurde allerdings auch in diesem Jahr bereits am sogenannten Heiligen Abend wieder abgebaut. Doch trotz der ausgeweiteten Öffnungszeiten lagen die Umsätze in diesem Jahr &#8211; auch wegen gestiegener Preise von bis zu 5 Euro pro Becher Glühwein &#8211; etwas niedriger als im Vorjahr.</p>
<p>________________________________________</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/glueh-weihnachtsmarkt-hamburg/">You can find the pictures for this report HERE</a></p>
<p>English version at the end of this story</p>
<p>Germany&#8217;s second largest city not only has the country&#8217;s largest port and currently the most striking German concert hall (the Elbphilharmonie). In the weeks leading up to Christmas, Hamburg offers its 1.9 million citizens and many visitors one of the most beautiful Christmas markets to visit. Hamburg&#8217;s Christmas market is certainly one of the largest in the country. Numerous wooden huts and stalls are spread across the entire city centre. Christmas markets around the town hall square often open weeks before the first Sunday in Advent, and practically the entire city centre is filled with the intense aroma of mulled wine, bratwurst and Christmas cookies during the festive season.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/glueh-weihnachtsmarkt-hamburg/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p>Tourism statisticians count around 80+ solid wooden huts on the main market square every year. This means that the market cannot officially compete with the internationally more famous Nuremberg ‘Christkindlesmarkt’, where 160 to 180 stallholders sell mulled wine, gingerbread, bratwurst and artistic Christmas toys. Dresden&#8217;s ‘Striezelmarkt’ even offers 200 huts and stalls. But like its big competitors, the Hamburg market attracts around two million visitors and more every year. Not least because the loyal Hamburg guests are often ‘repeat visitors’.</p>
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<p><em>Traditional handicrafts are an integral part of Christmas markets</em></p>
<p>In total, the Hanseatic city has dozens of more or less cosy markets around Christmas. Traditionally, many pretty but also useless things are sold here, from nostalgic wooden toys from the Ore Mountains to sustainable dildos at the ‘erotic’ Christmas market in St. Pauli. But more and more, such gift items have become secondary. The Christmas markets in the city-state attract tens of thousands of visitors every day, with the focus on socialising over mulled wine, bratwurst, shashlik, gingerbread and crepes to get in the mood for the ‘fest of fests’.</p>
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<p><em>The heavy haze of hot mulled wine or Punsch wafts through the entire city centre</em></p>
<p>More than three million guests are estimated to have visited over Christmas 2025, with generally pleasant winter weather. According to statisticians, they drank a total of 150,000 litres of mulled wine. In response to demand, more and more markets in the city have extended their opening hours beyond the traditional Advent season in recent years. Some are open until New Year&#8217;s Day. However, the central market in front of the town hall was dismantled again this year on Christmas Eve. But despite the extended opening hours, sales this year were slightly lower than last year, partly due to increased prices of up to £5 per cup of mulled wine.</p>
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		<title>Paris 2025 &#8211; Bilder aus der Hosentasche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 22:54:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kuppel der Galerie Lafayette, aufgenommen, wie alle Fotos unserer Paris-Reise mit dem Smartphone Xiaomi 15 Ultra &#160;&#160; &#160;&#160; &#160;Hier finden Sie die Bilder zu diesem Beitrag English version to follow&#160; TEIL 1 &#8211;&#160;Vor knapp 60 Jahren habe ich als Teenager zum ersten Mal Paris besucht. Es gehörte nicht viel dazu, sich als 19-Jähriger in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die Kuppel der Galerie Lafayette, aufgenommen, wie alle Fotos unserer Paris-Reise mit </span></em><em><span style="font-size: 12px;">dem Smartphone Xiaomi 15 Ultra &nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp; &nbsp;</span></em><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/"><em><strong><span style="font-size: 13px;">Hier finden Sie die Bilder zu diesem Beitrag</span></strong></em></a></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">English version to follow&nbsp;</span></em></p>
<p><strong>TEIL 1 &#8211;&nbsp;</strong>Vor knapp 60 Jahren habe ich als Teenager zum ersten Mal Paris besucht. Es gehörte nicht viel dazu, sich als 19-Jähriger in diese Stadt zu verlieben. Der Ruf der Metropole, vor allem bei den Roman- und Geschichtenschreibern, ist so, dass man sich deren Einfluss nur schwer entziehen mag. <span id="more-9418"></span> Die KI-Suchmaschine ChatGPT schätzte auf Anfrage die Zahl der Romane und Erzählungen &#8220;über alle Genres hinweg, die historisch über Paris geschrieben wurden oder deren Handlung in Paris spielt&#8221; auf 4000 bis 6000. Natürlich haben meine Frau und ich uns davon nicht beeinflussen lassen, als wir uns entschlossen, endlich wieder in die französische Hauptstadt zu reisen, auch wenn so mancher Freund sofort die Worte hervorstieß: &#8220;Ah, die Stadt der Liebe!&#8221;</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Probe-Sitzen vor Sacre Coeur &#8211; Wie lange diese Ehe wohl hält?&nbsp;</span></em></p>
<p>Es war unsere dritte gemeinsame Reise an die Seine. Bei der ersten, Anfang der 1980er Jahre, verpassten wir um ein Haar den Flug in London, die zweite dann 1991 nach dem Golfkrieg von Israel aus, und auch jetzt wieder eine Reise mit Hindernissen, denn den Flug im September mussten wir wegen eines geplanten Generalstreiks und möglicher Unruhen in Paris um sechs Wochen verschieben. Das hieß: &#8220;Adieu&#8221; Sommerwetter mit blauem Himmel und stattdessen überwiegend Grau in Grau. Nicht gut fürs Fotografieren.</p>
<h6><em>Der Charme ist weg, die Schönheit bleibt?</em></h6>
<p>Seit unserem letzten Besuch vor über 30 Jahren hat die Stadt etwas von ihrem alten Charme verloren. Vermutlich ist es der Massentourismus. Der hat sich seit meiner ersten Visite 1966 nach Schätzungen von etwa 15 Millionen pro Jahr auf über 48 Millionen (darunter 22 Millionen aus dem Ausland) mehr als verdreifacht. Heute werden alle zentralen Touristenattraktionen selbst im Oktober noch von zahllosen Urlaubern belagert. Dennoch bleibt Paris wunderschön, ein Gesamtkunstwerk, voller Motive für einen Reisefotografen. Und abseits der Touristenströme finden wir Teile dieses alten Paris wieder. Beim Spaziergang durch das 18. Arrondissement (Montmartre) mit seinen vielen steilen Treppen etwa. Touristen werden hier zwar täglich en masse mit Bussen vor Sacre Coeur abgeladen und ziehen meist nach ein paar Selfies wieder ab. Doch die meisten Gassen abseits der üblichen Touristenströme bleiben vollständig in französischer Hand.&nbsp;</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Welche Politiker haben den Bau eines solchen Ungeheuers erlaubt?&nbsp;</span></em></p>
<p>Die Bäume entlang der großen Boulevards waren bei unserer Ankunft noch ziemlich grün, die Tagestemperaturen früh-herbstlich, als wir unsere Spaziergänge begannen. Dies war noch nicht die Zeit für das trist-traurige <strong>&#8220;Autumn Leaves&#8221;</strong>, das französische Chanson vom Abschieds, von dem ich Dutzende Versionen besitze.</p>
<p><span style="font-size: 12px;">(am Rande: </span><span style="font-size: 12px;"><em>Die bei weitem beste und berührendste Aufnahme dieses Lieds stammt übrigens von Eva Cassidy, einer US-amerikanischen, begnadeten Sängerin, die 1996 mit nur 33 Jahren an Pankreas-Krebs starb. Hier der Link zu Youtube:</em> https://www.youtube.com/watch?v=xXBNlApwh0c ). Die Originalfassung <em data-start="195" data-end="216">Les Feuilles Mortes stammte übrigens aus dem Jahr 1945; Komponist war Joseph Kosma.)&nbsp;</em></span></p>
<p>Doch dann kam leichter Regen auf. Unter grauem Himmel und bei heftigem, kalten Wind wirkt auch Paris &#8220;sachlich&#8221;, und ein 15-minütiger Verkehrsstau auf der Pont Neuf dämpfte die Vorfreude auf einen Stadtbummel im verstopften Quartier Latin merklich. Selbst die sonst im Sonnenlicht blitzweiß strahlende Kirche von Sacre Coeur wirkte ohne jede Sonne aus der Distanz plötzlich Beton-Grau und schattenlos flach! Das eigentliche Ziel unseres Paris-Besuchs, das grandios restaurierte Innere der vor sechs Jahren ausgebrannten Kathedrale von Notre Dame, und damit ein idealer Zufluchtsort bei schlechtem Wetter, wurde für uns leider unerreichbar. Tickets für deren Besuch über das Internet sind allnächtlich nach Minuten ausverkauft; und die endlosen Schlangen Tausender wartender Touristen auf dem Platz vor der Kirche konnten uns nicht mehr locken. Also hielten wir uns an den weisen Ratschlag meines viel gereisten Großvaters (gestorben 1958): &#8220;Berge von Unten, Kirchen von Außen und Wirtshäuser von Innen!&#8221;&nbsp;</p>
<p>Wir beließen es danach bei Spaziergängen, ignorierten (fast!)den grandiosen Eiffelturm (Berge von unten, Sie wissen schon!), passierten die belagerte Glaspyramide vor dem Louvre, fuhren drei Stunden im Hop-on-Hop-off-Bus, fuhren die Seine rauf und runter (eine Erfahrung Grau in Grau), schlenderten von Sacre Cour zum Montmartre-Friedhof (bei Sonnenschein), besuchten dort das Grabmal Emil Zolas, des großen Schriftstellers und Journalisten, der mit seiner Recherche zur Verbannung des jüdischen Offiziers Dreyfus (J&#8217;accuse! &#8211; Ich klage an!) dessen vollständige Rehabilitierung bewirkte. Und wir speisten zum Abschluss unserer Reise in einem &#8220;Bouillon&#8221; (nein, nicht in einer heißen Brühe, sondern einer ehemaligen Suppenküche nahe dem Montmartre Boulevard). Bilder zu alledem gibt es in Kürze auf dieser Seite.</p>
<h6> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </h6>
<h6><em>Bilder mit dem Handy?</em></h6>
<p>Für die fotografische Begleitung unserer Reise hatte ich eine minimalistische Wahl getroffen. Obwohl ich meine übliche Kameraausrüstung von Fuji mit nach Paris geschleppt hatte, wollte ich testen, ob man als engagierter Reisefotograf eine mit Baudenkmälern und Motiven vollgestopfte Metropole nicht auch nur dem Smartphone fotografieren könnte. In diesem Jahr ist das neueste Spitzenmodell des chinesischen Herstellers Xiaomi, das &#8220;Xiaomi 15 Ultra&#8221;, auf den Markt gekommen, von dem Fachleute schwärmten, es könne mit seinen 230 Gramm eine ganze Fotoausrüstung ersetzen. Möglich würde dies durch eine Kombination von vier klitzekleinen Objektiven, die angeblich von der deutschen Kamera-Schmiede Leica mit-entwickelt wurden.</p>
<p>Dieses &#8220;Handy&#8221; schafft es tatsächlich! Das smarte Camera-Phone erleichtert es engagierten Fotografen, in einem touristischen Zentrum wie Paris weitgehend unbeobachtet die Welt um sich herum zu fotografieren. Alle Fotos dieser Reise entstanden mit dem kleinen Gerät und die&nbsp; Qualität der Aufnahmen verblüfft mich noch immer. Vom 14mm-Super-Weitwinkel (wie die Aufnahme der Kuppel im Lafayette oder vom Fuß des Eiffelturms) bis zum langen Teleobjektiv (400+mm) ist damit vieles möglich. Und vergesslich gewordene Fotografen können sich darauf verlassen, dass ihnen zuhause die GPS-Daten des Handys genau mitteilen, wo sie ihre Bilder aufgenommen haben.&nbsp;</p>
<p><em><span style="font-size: 12px;"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 12px;">Die prächtigen Passagen von Paris bieten Gästen bei schlechtem Wetter Zuflucht in Cafés und Bistros</span></em></p>
<h6><em>Teil 1 &#8211; Spaziergang auf den Grands Boulevards&nbsp; &nbsp;</em></h6>
<p>Wir hatten ein Zimmer in dem relativ kleinen aber hübschen Hotel Lautrec-Operá im 2. Arrondissement gebucht, etwa 100 Meter von den Boulevards Montmartre und Hausmann und 15 Minuten zu Fuß zum Louvre entfernt. Wie alle alten Hotels in Paris zeichnet es sich durch zum Teil winzige und oft hellhörige Zimmer und ihren sehr hohen Übernachtungspreis aus. Aber immerhin lebte hier einst der berühmte Henri Toulouse Lautrec, und da darf es schon etwas teurer sein. Doch das Personal war, nicht nur hier, ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Die Lage ist für Touristen fantastisch. Gleich um die Ecke besuchten wir zwei der schönsten überdachten Passagen der Stadt am Montmartre Boulevard. Danach pilgerten wir entlang des Boulevard Hausmann zur Galerie Lafayette mit ihrer faszinierenden Kuppel und dem weiten Blick über die Dächer von Paris. Allerdings muss man akzeptieren, dass dieses Edel-Kaufhaus&nbsp; bei freiem Eintritt vor allem mit jungen Touristen aus Asien überflutet ist.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die Dächer von Paris waren im Gegenlicht auf dem Smartphone kaum zu erkennen. Doch die Kamera schaffte es.</span></em></p>
<p>An diesem ersten Abend trafen wir uns im Quartier Latin mit alten Freunden im wunderschön eingerichteten und trotz vieler Touristen sehr französisch wirkenden Restaurant &#8220;Le Procope&#8221;, wo wir traditionell französisch speisten und trotz der feinen Umgebung nur mittlere Hamburger Preise zahlten! Am nächsten Morgen bestiegen wir bei heftigen, kalten Winden einen Hop-on-Hop-off-Bus an der Operá Garnier und erlebten den ersten Regenschauer. Bilder dazu in Kürze auf &#8220;lichtundschatten.eu&#8221;.&nbsp;</p>
<p>__________________________________________</p>
<p><em>English version</em></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/"><em><strong>Here you can find the pictures for this post</strong></em></a></p>
<p><b>PART 1 &#8211; </b>Almost 60 years ago (1966), as a teenager, I fell in love with Paris on a sunny day in the height of summer. Since then, I had visited the city four times, and now it was finally time to go back. Of course, after all these years and knowing about the chronic problems of the Seine metropolis, it was clear to us that Paris is not the city of love that romantic stories and schmaltzy songs of the 1950s still sing about through rose-tinted glasses. The reality: we had to postpone our flight in September by six weeks due to an announced general strike and possible unrest during our five-day stay, thus foregoing the summer weather with constant sunshine predicted by the weather service.</p>
<h6><i>The charm is gone, but the beauty remains?</i></h6>
<p>Since our last visit in 1991, mass tourism and the terrible terrorist attacks of the past decades have robbed the city of some of its old charm. Even in October, all the central tourist attractions are still besieged by countless tourists. Nevertheless, Paris remains beautiful, full of motifs for a travel photographer. Away from the tourist crowds, we rediscover parts of this old Paris. For example, when walking through the 18th arrondissement (Montmartre) with its many steep stairs. Tourists are dropped off here by bus in front of Sacre Coeur and usually leave again after taking a few selfies. Most of the alleys still seem to be completely in French hands.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>Which politicians allowed the construction of such a monstrosity?</em></p>
<p>The trees along the grand boulevards were still quite green when we arrived, and the daytime temperatures were early autumnal when we began our walks. It was not yet the time for ‘Autumn Leaves’, the French chanson of farewell, of which I own 37 versions. <i>Incidentally, by far the best and most moving recording is by Eva Cassidy, who died of pancreatic cancer in 1996 at the age of only 33. like many other of her beautiful songs, here version of Autumn Leaves was only published after her death. Here is the link to YouTube:</i> https://www.youtube.com/watch?v=xXBNlApwh0c ).</p>
<p>Paris in the sun and under shady avenues. But then a light rain began to fall. And under grey skies and a strong, cold wind, even Paris seems rather ‘businesslike’, and a 15-minute traffic jam on the Pont Neuf noticeably dampened our anticipation of a stroll through the congested Latin Quarter. Even the Sacré-Cœur Basilica, which usually gleams bright white in the sunlight, suddenly looks concrete grey and shadowless from a distance without the sun! The actual destination of our visit to Paris, the magnificently restored interior of Notre Dame Cathedral, which burned down six years ago, an ideal refuge in bad weather, became unattainable for us. Tickets for visits are sold out within minutes every night on the internet, and the endless queues of thousands of waiting tourists on the square in front of the church are no longer appealing to an almost 80-year-old. So we followed the wise advice of my well-travelled grandfather (who died in 1958), who once recommended: ‘Churches from the outside, mountains from below and Pubs from the inside!’ (He died at the then ripe old age of 83 while on holiday in Italy!).</p>
<p>We then limited ourselves to walks, ignored the magnificent Eiffel Tower (mountains from below, you know!), passed the glass pyramid in front of the Louvre (‘The Mona Lisa looks the same as always,’ we were told), took a three-hour hop-on hop-off bus tour, travelled up and down the Seine (a grey and dreary experience), strolled from Sacré-Cœur to the Montmartre Cemetery (in sunshine), visited the tomb of Émile Zola, the great writer and journalist who, with his investigation into the bannishment/exile of the Jewish officer Dreyfus (J&#8217;accuse! – I accuse!), brought about his complete rehabilitation. And we ended our trip with a meal in a ‘bouillon’ (no, not a hot broth, but a former soup kitchen near Montmartre Boulevard). Pictures of all this will be available on this page shortly.</p>
<h6> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </h6>
<h6><em>Pictures with a mobile phone?</em></h6>
<p>I had made a minimalist choice for the photographic accompaniment of our trip. Although I had brought my usual Fuji camera equipment with me to Paris, I wanted to test whether, as a dedicated travel photographer, it was possible to photograph a metropolis crammed with monuments and motifs using a smartphone. This year, Chinese manufacturer Xiaomi launched its latest top-of-the-range model, the ‘Xiaomi 15 Ultra’, which experts believe could replace an entire camera kit with its 230 grams. This is made possible by a combination of four tiny lenses, which were reportedly co-developed by German camera manufacturer Leica.</p>
<p>And this ‘mobile phone’ actually does the job! The new camera phone makes it easier for keen photographers to take pictures of the world around them in a tourist centre like Paris without being noticed. All the photos from this trip were taken with a smartphone, and I&#8217;m still amazed by the optical quality of the images. From 14 mm super wide angle to long telephoto lens (400+ mm), it offers a wide range of possibilities, and forgetful older photographers can rest assured that the mobile phone&#8217;s GPS data will later tell them exactly where they took their many pictures.</p>
<p><i> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/paris-2025-bilder-aus-der-hosentasche/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </i></p>
<p><em>The magnificent passages of Paris offer guests refuge in cafés and bistros when the weather is bad.</em></p>
<h6><em>Part 1 – Stroll along the Grands Boulevards</em></h6>
<p>We had booked a room in the relatively small but very pretty Hotel Lautrec-Operá in the 2nd arrondissement, about 100 metres from the Boulevards Montmartre and Hausmann. Like all old hotels in Paris, it is characterised by rooms that are sometimes tiny and often noisy, and their very high room rates. But at least the famous painter Henri Toulouse Lautrec once lived here, so it&#8217;s okay if it&#8217;s a little more expensive. However, the staff, not only here, were extremely friendly and helpful. The location was fantastic for tourists. Just around the corner, we visited two of the city&#8217;s most beautiful covered passages on Montmartre Boulevard. Then we made our way along Boulevard Hausmann to the Galerie Lafayette with its fascinating dome and sweeping view over the rooftops of Paris. However, you have to accept that this upmarket department store is completely overcrowded with young tourists from Asia, especially as admission is free.</p>
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<p><em>The rooftops of Paris were barely visible in the backlight on the smartphone. But the camera managed it.</em></p>
<p>On this first evening, we met up with old friends in the Latin Quarter at the beautifully decorated and, despite the many tourists, very French-looking restaurant ‘Le Procope’, where we enjoyed a traditional French meal and, despite the fine surroundings, only paid average Hamburg prices! The next morning, in strong, cold winds, we boarded a hop-on hop-off bus at the Opéra Garnier and experienced our first rain shower. Pictures will be available soon at ‘lichtundschatten.eu’.</p>
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		<title>Blutroter Mond im Blauen Hafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2025 21:36:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn der Erdschatten den Vollmond verdunkelt, wird der Trabant rot English version at the end of this report Die Bilderserie zum Thema Blutmond findenSie hier Blaue Nächte sind im Hafen von Hamburg (oder auch St. Pauli) nicht wirklich eine Seltenheit. Doch dass der sonst eher gelb-weiß schimmernde Mond bei seiner Wanderung über das Hafengelände plötzlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Wenn der Erdschatten den Vollmond verdunkelt, wird der Trabant rot</span></em></p>
<p>English version at the end of this report</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/roter-mond-und-blaue-nacht-am-hafen/"><span style="font-size: 13px;"><em>Die Bilderserie zum Thema Blutmond findenSie hier</em></span></a></p>
<p>Blaue Nächte sind im Hafen von Hamburg (oder auch St. Pauli) nicht wirklich eine Seltenheit. Doch dass der sonst eher gelb-weiß schimmernde Mond bei seiner Wanderung über das Hafengelände plötzlich in roten Tönen erscheint, das kommt eher selten vor. Am 7. September 2025 war es mal wieder soweit; mehr als drei Jahre nach der letzten Naturerscheinung dieser Art. Anders als 2022 war die blaue Nacht am Hafen an diesem Abend wirklich einmal schön Blau und wolkenlos.<span id="more-9071"></span> Doch dann schien der Erdtrabant &#8211; das Lieblingsobjekt aller deutschen Romantiker &#8211; erst einmal auf sich warten zu lassen. Erst um 20:33 Uhr&nbsp; tauchte die eher dürftig rote Scheibe endlich auf. Unmittelbar über dem Dach der mächtigen Elbphilharmonie erhob sie sich fast schüchtern, um sich dann in den nächsten 60 Minuten weiter zu erheben und auf den Weg über das Hafengelände mit seinen Trockendocks und gigantischen Schiffskrähnen zu machen.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/blutroter-mond-im-blauen-hafen/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<h5 style="text-align: center;">Noch ist die Erde bewohnbarer als der Mond&nbsp;</h5>
<p>Mit jeder Minute wurde der Erdtrabant heller, das Rot intensiver und die Nacht dunkler. Schließlich, der Erddrehung geschuldet, erhellte das erste Sonnenlicht die (Verzeihung, Ihr Astronomen und Mond-Liebhaber!!) Unterkante des riesigen Satelliten derart stark, dass der Himmelskörper mit normalen Methoden kaum noch zu fotografieren war. Gleichzeitig wurde La Luna immer heller, bis sie wieder gelb-weiß bis bleich ihre Bahn über den Hafen zog.&nbsp; Da ich diesen Teil des Phänomens Blutmond schon vor drei Jahren bei attraktiveren Wetterbedingungen fotografiert hatte, ersparte ich mir diesen Teil der Mondreise und zeige die <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/roter-mond-und-blaue-nacht-am-hafen/">2022 entstandenen Bilder hier erstmals</a>. Für mich bewies die Rote Nacht am blauen Hafen einmal mehr, dass der Schriftsteller Gerhard Zwerenz mit seinem Vergleich <strong>&#8220;Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond&#8221;</strong> gründlich daneben lag.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/blutroter-mond-im-blauen-hafen/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<h5 style="text-align: center;">Wie der Blutmond zustande kommt</h5>
<p>Wenn der Mond bei seiner Umkreisung der Erde in den vollen Schatten unseres Planeten tritt und gerade zusätzlich noch Vollmond herrscht, kommt es eigentlich zu einer vollständigen Mondfinsternis. Doch das stimmt leider nicht ganz so. Denn eine vollständige Mondfinsterniss bedeutete ja eigentlich, dass unser Trabant plötzlich für eine bestimmte Dauer seiner Umkreisung vollständig unsichtbar wäre. Doch diesen Gefallen tut uns die Sonne nicht. Auch wenn sich unser Planet breit und bräßig direkt zwischen Sonne und Mond schiebt, kann sich der Liebling romantischer Lyriker und anderer Schwärmer nicht vollständig verstecken, denn am Rand des Erdschattens kommen immer noch Sonnenstrahlen durch, die wir aber nur bemerken, wenn sie auf den Mond treffen. Nach maximal 106 Minuten ist der Blutmond aber sowieso immer wieder Vergangenheit, und die Mond-Fans sinken seufzend ins Bett!! (aber schön ist das Schauspiel doch, oder??!!)</p>
<p>________________________________</p>
<p><strong>English translation:</strong></p>
<p><em>When the Earth&#8217;s shadow darkens the full moon, the satellite turns red</em></p>
<p>English version at the end of this report</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/roter-mond-und-blaue-nacht-am-hafen/"><em>You can find the series of images on the topic of blood moons here</em></a></p>
<p>Blue nights are not really a rarity in the port of Hamburg (or St. Pauli). But it is rather rare for the moon, which usually shimmers yellow and white, to suddenly appear in shades of red as it travels across the harbor. On September 7, 2025, it happened again, more than three years after the last natural phenomenon of this kind. Unlike in 2022, the blue night at the harbor that evening was truly beautiful, blue and cloudless. But then the Earth&#8217;s satellite – the favorite object of all German romantics – seemed to be taking its time. It was not until 8:33 p.m. that the rather faint red disc finally appeared. It rose almost shyly directly above the roof of the mighty Elbphilharmonie concert hall, then continued to rise over the next 60 minutes, making its way across the harbor area with its dry docks and gigantic ship cranes.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/blutroter-mond-im-blauen-hafen/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<h5>The Earth is still more habitable than the Moon</h5>
<p>With each passing minute, the Earth&#8217;s satellite became brighter, the red more intense, and the night darker. Finally, due to the Earth&#8217;s rotation, the first sunlight illuminated the (forgive me, astronomers and moon lovers!) lower edge of the giant satellite so strongly that it was almost impossible to photograph the celestial body using normal methods. At the same time, La Luna grew brighter and brighter until it once again traced its yellow-white to pale path across the harbor. Since I had already photographed this part of the blood moon phenomenon three years ago in more favorable weather conditions, I spared myself this part of the moon journey and am showing the <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/roter-mond-und-blaue-nacht-am-hafen/">2022 images here for the first time</a>. For me, the red night at the blue harbor proved once again that the writer Gerhard Zwerenz was completely wrong with his comparison <b>“The Earth is as uninhabitable as the moon.”</b></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/blutroter-mond-im-blauen-hafen/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<h5>How the blood moon comes about</h5>
<p>When the moon enters the full shadow of our planet as it orbits the Earth and it is also a full moon, a total lunar eclipse actually occurs. Unfortunately, this is not entirely true. A total lunar eclipse would actually mean that our satellite would suddenly be completely invisible for a certain period of its orbit. But the sun does not do us this favor. Even when our planet moves directly between the sun and the moon, the darling of romantic poets and other dreamers cannot hide completely, because sunbeams still shine through at the edge of the Earth&#8217;s shadow, which we only notice when they hit the moon. After a maximum of 106 minutes, however, the blood moon is always a thing of the past, and moon fans sink into bed with a sigh! (But it&#8217;s a beautiful spectacle, isn&#8217;t it?!)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vrindaban und Mathura &#8211; Lord Krishnas Wohnzimmer</title>
		<link>https://www.licht-und-schatten.eu/vrindhaban-und-matura-gott-krishnas-wohnzimmer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2025 17:23:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Hindus]]></category>
		<category><![CDATA[Street]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bettler-Rat in Vrindhaban English version following this feature Mein erster Eindruck von Vrindaban war denkbar schlecht. Die Straßen dieser kleinen Stadt, auf halbem Weg von New Delhi nach Agra, verstaubt und eng; das Stadtbild eher hässlich und unscheinbar, und die Gerüche, die einem beim Betreten der Altstadt auf dem Weg zum Yamuna-Fluss in die Nase [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Bettler-Rat in Vrindhaban</span></em></p>
<p>English version following this feature</p>
<p>Mein erster Eindruck von Vrindaban war denkbar schlecht. Die Straßen dieser kleinen Stadt, auf halbem Weg von New Delhi nach Agra, verstaubt und eng; das Stadtbild eher hässlich und unscheinbar, und die Gerüche, die einem beim Betreten der Altstadt auf dem Weg zum Yamuna-Fluss in die Nase stiegen, waren alles andere als betörend. <span id="more-8789"></span>Für westliche Augen und Nasen wirkte der Ort, der wegen seiner tiefen Verbindung zu Lord Krishna (einer der wichtigsten Hindu-Gottheiten) alljährlich hunderttausende Hindu-Pilger anzieht, fast schon abstoßend. Dazu waren die engen, verwinkelten Gassen mit Bettlern aller Kategorien überfüllt, und aus vielen Häusern und den zahlreichen kleinen und großen Tempeln schallte eine Kakophonie unterschiedlicher geistlicher indischer Musik, aber auch plärrende Schlager in Hindi. Ich wurde nach kurzer Zeit in einer engen Gasse vom Gehörn einer Heiligen Kuh gerammt, was einen tiefblauen Fleck hinterließ.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/vrindhaban-und-matura-gott-krishnas-wohnzimmer/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Dhobis (Wäscher) und Pilger am Ufer des Yamuna</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;">Wäscher, Pilger und auch mal ein Wildschwein</h5>
<p>Wenig später erreichten wir das Ufer des Yamuna-Flusses: Am anderen Ufer standen zahlreiche Männer und Frauen, meist sehr dürftig bekleidet, und schienen dort Wäsche im reichlich verschmutzten Wasser des Flusses regelrecht zu verprügeln. Es waren Dhobis, berufsmäßige Wäscher, die für ganz wenig&nbsp; Geld die Wäsche der Bevölkerung waschen. Der überwältigende Teil der Bevölkerung Indiens hat weder die Wohnungen, noch das Geld für eine Waschmaschine. Wenn man diesen Menschen bei der harten Arbeit im fließenden Wasser zuschaut, fragt man sich allerdings, wie es möglich ist, dass auch einfache und relativ arme Inder ihre Wäsche trotz der rauhen Behandlung oft so weiß bekommen (Vielleicht ist ja hier die Sonne der &#8220;Weißmachen&#8221;). Zwischen den Dhobis wimmelte es von Pilgern, die sich &#8211; leicht oder kaum bekleidet &#8211; im seichten Wasser des Yamuna selbst versenkten. Ich fotografierte das Treiben am Wasser ausgiebig. Auch die diversen Tiere &#8211; vom Wildschwein bis zum Graureiher und natürlich den heiligen Kühen oder Wasserbüffeln &#8211; sowie die Bettler, die in Vrindaban allgegenwärtig sind.</p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12px;"><em>Witwen-Ashram: Beten um zu überleben</em></span></p>
<h5 style="text-align: center;">Das traurige Los der Witwen von Vrindaban</h5>
<p>Auf dem Rückweg durch die engen Gassen kam der Schock. Plötzlich standen wir vor einem großen alten Haus, in das von allen Seiten alte Frauen in weißen, dünnen Saris eintraten. Es war Gebetszeit! Natürlich wussten wir von den Witwen-Ashrams in Vrindaban, und dass hier die Ärmsten der Armen gezwungen seien, täglich stundenlang zu beten, um sich ihr kärgliches Essen zu verdienen. Doch der erbärmliche Anblick alter, oft fast vollständig verhüllter Frauen, auf dem Boden hockend, schmerzte mehr, als ich es erwartet hatte. Doch, was uns Menschen vor Ort über die Behandlung der hilf- und schutzlosen Frauen erzählten, sagte letztlich mehr über den Zustand der indischen Gesellschaft aus, als über diese Ashrams selbst. Vor allem im bevölkerungsreichen Norden geraten Frauen sehr oft in existentielle Not, wenn sie nach dem Tod ihres Mannes allein zurück bleiben. Versicherungen und Renten gibt es vor allem auf dem Lande nicht, wo 75 Prozent der Bevölkerung lebt. <span id="wpaicg-chat-message-56948" class="wpaicg-chat-message">In vielen Teilen des Subkontinents sind verwitwete Frauen deshalb oft mit sozialer Stigmatisierung konfrontiert. Sie können aus ihren Familien ausgeschlossen werden. Dass Witwen auf dem Subkontinent noch vor wenigen Jahrzehnten auf dem Scheiterhaufen mit den Leichen ihrer Männder verbrannt wurden, oder dass sie sich aus Verzweiflung selbst in den Verbrennungstod stürzten, ist das Ergebnis dieser&nbsp; Stigmatisierung. Die Witwen-Ashrams, die auch in Indien einen schlechten Ruf genießen, bieten diesen Frauen wenigstens einen sicheren Ort, an dem sie leben und Unterstützung finden können. Das Leid dieser Frauen hat mich in den 1980er Jahren derart berührt, dass ich noch am Morgen unserer Abreise aus Neu Delhi im Januar 1989 ein Feature über die Witwen von Vrindaban schrieb. Der Titel: &#8220;Beten, um zu überleben&#8221;.</span></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/vrindhaban-und-matura-gott-krishnas-wohnzimmer/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12px;"><em>Mathura &#8211; Geburtsort Krishnas und Paradies für Heilige Kühe?</em></span></p>
<h5 style="text-align: center;">Die Badetanks von Mathura&nbsp;</h5>
<p>Meine Begegnungen mit Mathura (mehr als 200 000 Einwohner), das nur wenige Kilometer von Vrindaban entfernt ist, waren weniger emotional. Alles an dieser Stadt ist größer, die Straßen nicht so eng, aber ähnlich schmutzig, und irgendwie scheint es hier noch mehr dieser Heiligen Kühe zu geben, die alles verfuttern, was irgendwie zu Kauen ist, und die dennoch&nbsp; weit mehr als geduldet werden. Hier sahen wir auf dem Weg zum Ufer des Yamuna erstmals Kühe im 1. Stock eines Wohnhauses stehen. als lebten sie in einer anderen Welt. Vermutlich zieht der Geburtsort eines göttlichen Nachwuchses wie Krishna auch noch mehr Pilger an, als das kleinere Vrindaban, wo der junge und fröhliche Krishna &#8211; einem Eulenspiegel ähnlich &#8211; seinen Schabernack mit den Menschen trieb. Hier erschien der Yamuna-Fluss breiter, Die Pilgerboote größer. Aber am meisten beeindruckten uns hier mehrere riesige &#8220;Tanks&#8221;. Riesigen Schwimmbädern ähnliche Tiefbauwerke mit zahllosen Treppen, auf denen die Pilger zu ihrem heiligen Tauchbad kommen können.</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/vrindhaban-und-matura-gott-krishnas-wohnzimmer/"><strong><em>Fotos von Vrindaban und Mathura und diesen &#8220;Tanks&#8221; finden Sie auf dieser Seite&nbsp;&nbsp;</em></strong></a></p>
<h5 style="text-align: center;"><em>HINTERGRUND</em></h5>
<p><strong>Mathura</strong> gilt als die Geburtsstadt von Lord Krishna, einer der wichtigsten Gottheiten im Hinduismus. Die Stadt ist ein bedeutendes Pilgerziel und zieht Gläubige aus der ganzen Welt an. Die Legenden um Krishna, insbesondere seine Kindheit und Jugend, sind tief in der Kultur und Spiritualität der Region verwurzelt. Mathura ist bekannt für seine Tempel, darunter den Krishna Janmabhoomi-Tempel, der an dem Ort errichtet wurde, an dem Krishna geboren wurde. (Chat-GPT) <strong>Vrindaban</strong>, nur wenige Kilometer von Mathura entfernt, ist der Ort, an dem Krishna seine Jugend verbrachte und viele seiner Lehren und Taten vollbrachte. Die Stadt ist berühmt für ihre zahlreichen Tempel, die den verschiedenen Aspekten von Krishnas Leben gewidmet sind, sowie für die lebendige Kultur, die von Musik, Tanz und Festen geprägt ist. Vrindavan ist besonders bekannt für das Holi-Fest, das die Liebe zwischen Krishna und Radha feiert.</p>
<p><strong><span style="font-size: 16px;">Auswirkungen des Pilgertums:&nbsp;</span></strong>Das Pilgertum nach Vrindavan und Mathura hat sowohl spirituelle als auch wirtschaftliche Auswirkungen. Spirituell bietet es den Gläubigen die Möglichkeit, ihre Hingabe zu vertiefen, an Ritualen teilzunehmen und die heiligen Stätten zu besuchen. Viele Pilger glauben, dass ein Besuch dieser Städte Segen bringt und zur spirituellen Erleuchtung führt. Wirtschaftlich profitiert die Region von den Pilgern, die in die Städte reisen. Hotels, Restaurants, Geschäfte und lokale Handwerker profitieren von der erhöhten Nachfrage. Allerdings kann Massentourismus auch Herausforderungen mit sich bringen, wie Überfüllung, Umweltbelastung und den Verlust traditioneller Lebensweisen. Übrigens: Vrindaban war in den 1980er Jahren lange auch ein Zentrum für die in Europa kritisch beäugte &#8220;Hare Krishna&#8221;-Sekte, junge und glatzköpfige Männer und Frauen, die auch hier Tag für Tag in Safran-farbigen Gewändern singend und Trommeln-schlagend durch die Straßen zogen. In Indien blieben sie unbehelligt. Heute findet man die Sekte hier allerdings nicht mehr.&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-size: 16px;">Die Situation der armen Witwen in Vrindavan</span></strong></p>
<p>Traditionell wurden Witwen in Indien stigmatisiert und oft aus ihren Familien ausgeschlossen. Viele von ihnen ziehen nach Vrindavan, in der Hoffnung, ein spirituelles Leben zu führen und durch ihre Hingabe an Krishna Erlösung zu finden.&nbsp;Die Lebensbedingungen für diese Witwen sind oft sehr schwierig. Sie leben in Armut und sind auf Almosen angewiesen, um zu überleben. Es gibt Organisationen und Initiativen, die versuchen, das Leben dieser Witwen zu verbessern, indem sie ihnen Bildung, medizinische Versorgung und Unterstützung bieten. Dennoch bleibt die Situation herausfordernd, und viele Witwen kämpfen weiterhin um Anerkennung und ein würdevolles Leben.</p>
<p><strong><span style="font-size: 16px;">Umweltprobleme </span></strong><span style="font-size: 16px;">mit dem Fluss Yamuna</span><strong><span style="font-size: 16px;">: </span></strong>Der Yamuna, der durch Mathura und Vrindaban fließt, ist stark verschmutzt. Abwässer, industrielle Abfälle und Müll gelangen in den Fluss, was zu einer erheblichen Verschlechterung der Wasserqualität führt. Diese Verschmutzung hat nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf die Gesundheit der Menschen, die auf das Wasser angewiesen sind. Wasserknappheit: Die Übernutzung von Wasserressourcen und die Verschmutzung haben zu Wasserknappheit in der Region geführt. Dies betrifft sowohl die Trinkwasserversorgung als auch die landwirtschaftliche Bewässerung. Ökologische Auswirkungen: Die Verschmutzung des Yamuna hat auch negative Auswirkungen auf die lokale Flora und Fauna.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">English Translation</p>
<p><em>Beggars&#8217; Council in Vrindhaban</em></p>
<p>My first impression of Vrindaban was extremely negative. The streets of this small town with about 80,000 inhabitants halfway between New Delhi and Agra were dusty and narrow, the townscape rather ugly and unremarkable, and the smells that hit your nose as you entered the old town on your way to the Yamuna River were anything but beguiling. To Western eyes and noses, the place, which attracts hundreds of thousands of Hindu pilgrims every year because of its deep connection to Lord Krishna (one of the most important Hindu deities), seemed almost repulsive. In addition, the narrow, winding alleys were crowded with beggars of all kinds, and a cacophony of different spiritual Indian music, but also blaring pop songs in Hindi, echoed from many houses and the numerous small and large temples. After a short time, I was rammed by the horn of a sacred cow in a narrow alley, which left a deep blue bruise.</p>
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<p><em>Dhobis (laundrymen) and pilgrims on the banks of the Yamuna</em></p>
<h5>Laundrymen, pilgrims and even a wild boar</h5>
<p>A little later we reached the banks of the Yamuna River with its typical Indian activities: On one bank, numerous men and women, most of them scantily clad, stood and seemed to be beating the laundry in the filthy water of the river. They were dhobis, professional washermen (and -women) who wash the laundry of the population for very little money. The overwhelming majority of India&#8217;s population has neither the suitable homes nor the money for a washing machine. Watching these people at work, one wonders how it is possible that even simple and relatively poor Indians often manage to get their laundry so white despite this rough treatment in often filthy water. The dhobis were surrounded by pilgrims who, also scantily clad, immersed themselves in the shallow waters of the Yamuna before climbing the pilgrim steps to put on their discarded clothes. I took lots of photos of the hustle and bustle by the water. I also photographed the various animals – from wild boars to grey herons and, of course, the sacred cows and water buffaloes – as well as the beggars who are omnipresent in Vrindaban.</p>
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<p style="text-align: center;"><em>Widows&#8217; ashram: praying to survive</em></p>
<h5>The sad fate of the widows of Vrindaban</h5>
<p>.But then, on the way back through the narrow alleys, came the shock. Suddenly we stood in front of a large old house, into which old women in thin white saris were entering from all sides. Of course, we knew about the widow ashrams in Vrindaban and that the poorest of the poor from all over India were forced to pray for hours every day to earn their meagre meals. But the pitiful sight of old women, often almost completely veiled, squatting on the floor, hurt more than I had expected. But what the local people later told us about the treatment of these helpless and defenceless women ultimately said more about the state of Indian society, especially in northern India, than about the ashrams themselves. In the densely populated north of India in particular, women face existential hardship when they are left alone after the death of their husbands. Insurance and pensions are virtually non-existent, especially in rural areas where 75 per cent of Indians live. In many parts of the subcontinent, widowed women are therefore often confronted with social stigmatisation. They can be excluded from their families. The fact that widows on the subcontinent were often burned on pyres with the corpses of their husbands, or that they threw themselves into the flames in desperation, is the result of this stigmatisation. The widow ashrams offer these women at least a safe place where they can live and find support. The suffering of these women touched me so deeply in the 1980s that on the morning of our departure from New Delhi (January 29th 1989), I wrote my last feature article out of Delhi about the widows of Vrindaban. The title: ‘Praying to survive’.</p>
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<p><em>Mathura – birthplace of Krishna and paradise for sacred cows?</em></p>
<h5>The bathing tanks of Mathura</h5>
<p>My encounters with Mathura (population over 200,000), which is only a few kilometres from Vrindaban, were less emotional. Everything about this city is bigger, the streets are not as narrow, but similarly dirty, and somehow there seem to be even more of these holy cows here, which eat everything that can be chewed and are nevertheless far more than tolerated. Here, on the way to the banks of the Yamuna, we saw cows standing on the first floor of a residential building for the first time, as if they were living in another world. Presumably, the birthplace of a divine offspring like Krishna attracts even more pilgrims than the smaller Vrindaban, where the young and cheerful Krishna – similar to a Punchinello – played his pranks on the people. Here, the Yamuna River also appeared wider. The pilgrim boats were larger. But what impressed us most here were several huge ‘tanks’. These are huge structures resembling swimming pools with countless steps that pilgrims can use to reach their sacred bathing place.</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/vrindhaban-und-matura-gott-krishnas-wohnzimmer/"><b><i>Photos of Vrindaban, Mathura and these ‘tanks’ can be found on this page</i></b></a></p>
<h5>BACKGROUND</h5>
<p><b>Mathura</b> is considered the birthplace of Lord Krishna, one of the most important deities in Hinduism. The city is an important pilgrimage destination and attracts believers from all over the world. The legends surrounding Krishna, especially his childhood and youth, are deeply rooted in the culture and spirituality of the region. Mathura is known for its temples, including the Krishna Janmabhoomi Temple, which was built on the site where Krishna was born. (Chat-GPT) Vrindaban, just a few kilometres from Mathura, is where Krishna spent his youth and performed many of his famous teachings and deeds. The city is famous for its numerous temples dedicated to various aspects of Krishna&#8217;s life, as well as for its vibrant culture characterised by music, dance and festivals. Vrindavan is particularly famous for the Holi festival, which celebrates the love between Krishna and Radha.</p>
<p><b>Impact of pilgrimage: </b>Pilgrimage to Vrindavan and Mathura has both spiritual and economic impacts. Spiritually, it offers believers the opportunity to deepen their devotion, participate in rituals and visit the holy sites. Many pilgrims believe that visiting these cities brings blessings and leads to spiritual enlightenment. Economically, the region benefits from the pilgrims who travel to the cities. Hotels, restaurants, shops and local artisans benefit from the increased demand. However, mass tourism can also bring challenges, such as overcrowding, environmental pollution and the loss of traditional ways of life.</p>
<p><strong>The situation of poor widows in Vrindavan</strong></p>
<p>Traditionally, widows in India have been stigmatised and often excluded from their families. Many of them move to Vrindavan in the hope of leading a spiritual life and finding salvation through their devotion to Krishna. The living conditions for these widows are often very difficult. They live in poverty and depend on alms to survive. There are organisations and initiatives that try to improve the lives of these widows by providing them with education, medical care and support. Nevertheless, the situation remains challenging, and many widows continue to struggle for recognition and a dignified life.</p>
<p><strong>Environmental problems</strong> with the Yamuna River: The Yamuna River, which flows through Mathura and Vrindavan, is heavily polluted. Sewage, industrial waste and rubbish enter the river, leading to a significant deterioration in water quality. This pollution not only affects the environment but also the health of the people who depend on the water. <b>Water scarcity</b>: Overuse of water resources and pollution have led to water scarcity in the region. This affects both drinking water supplies and agricultural irrigation. <b>Ecological impact</b>: The pollution of the Yamuna also has a negative impact on the local flora and fauna.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die alten Brücken von Manhatten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2025 22:05:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brücken]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blick auf die riesige und dennoch so leicht wirkende George Washington Bridge vom Hudson River aus English translation following this story Eine Bilder-Galerie zu diesem Thema finden Sie HIER Rund 20 Brücken unterschiedlicher Bauart und unterschiedlichen Tragvermögens verbinden die Insel Manhatten, das heftig schlagende Herz von New York City, mit dem umgebenden Festland. Die meisten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/die-bruecken-von-manhattan/">Die alten Brücken von Manhatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Blick auf die riesige und dennoch so leicht wirkende George Washington Bridge vom Hudson River aus</em></span></p>
<p><strong><span style="font-size: 12px;">English translation following this story</span></strong></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/die-bruecken-manhattans/">Eine Bilder-Galerie zu diesem Thema finden Sie HIER</a></p>
<p>Rund 20 Brücken unterschiedlicher Bauart und unterschiedlichen Tragvermögens verbinden die Insel Manhatten, das heftig schlagende Herz von New York City, mit dem umgebenden Festland. Die meisten dieser Bauwerke gelten bis heute als Denkmäler genialer und vorausschauender Baukunst.<span id="more-8469"></span></p>
<p>Nicht nur seine Skyline mit immer mehr und immer höheren Wolkenratzern hat Manhattan berühmt gemacht. Auch seine Brücken sind bis heute eine Touristenattraktion. Sie entstanden überwiegend im vorletzten Jahrhundert, als an motorisierten Verkehr doch noch gar nicht zu denken war. Größenwahn oder weise Voraussicht?? Heute fahren täglich bis zu 1,8 Millionen Fahrzeuge über Manhattans Brücken. Den besten Blick auf sie hat man vermutlich von einer der Fähren, die von Reiseunternehmen angeboten werden, und die täglich mehrmals rund um die Insel fahren. Ich habe die meisten dieser beeindruckenden Bauwerke vor wenigen Jahren fotografiert. Sie sind ein MUSS für jeden New York Touristen.</p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>NYC&#8217;s Brooklyn Bridge 1870 &#8211; 1883 für damals 15 Millionen Dollar erbaut</em></span></p>
<h5 style="text-align: center;">Brooklyn-Bridge: Stabil genug für Elefanten</h5>
<p>Die südlichste der 4 gewaltigen Brücken über den East River wurde im Jahr 1870 begonnen, doch erst 30 Jahre später fuhren die ersten motorisierten Wagen über sie vom südlichen Manhatten nach Brooklyn, das damals noch eine unabhängige Stadt war. Zur Zeit ihrer Eröffnung 1883 war sie die längste Hängebrücke der Welt. So lang war dieses Bauwerk, dass ihre&nbsp; Belastbarkeit öffentlich angezweifelt wurde. Um zu beweisen, dass die Brücke sicher war, führte ein Zirkusveranstalter eine Herde aus 21 Elefanten über sie. Heute wird die Brooklyn Bridge als eine der großartigsten Ingenieurleistungen des 19. Jahrhunderts anerkannt.</p>
<p>Warum aber ließen die Stadtvater Manhattans überhaupt um diese Zeit Brücken solcher Ausmaße bauen, die im wesentlichen viele Jahre lang doch nur von Pferdefuhrwerken und Straßenbahnen genutzt werden konnten? Immerhin kostete die Brooklyn Bridge damals rund 15 Millionen Dollar, das wären heute Inflations-bereinigt 400 Millionen USD.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Gewaltige Stahlseile und Netze tragen die Brooklyn Bridge</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;">Urbanisierung und wirtschaftliche Notwendigkeit</h5>
<p>Warum aber ließen die Stadtväter Manhattans in diesen frühen Jahren derart monumentale Brücken über East River und Hudson sowie den quer-verbindenden Harlem River bauen? Gerade im späteren 19. Jahrhundert wuchs New York City rasant. Manhattan war zwar das wirtschatliche Zentrum, aber der Platz für die Besiedlung war begrenzt. Immer mehr Menschen wanderten ein, fanden hier Arbeit, lebten aber in Brooklyn, Queens und anderen Stadtteilen. Doch das einzige Verkehrsmittel zur Arbeit waren die langsamen, ständig überfüllten und Wetter-abhängigen Fähren über den East River<strong>. </strong>Im Winter blockierten Eisschollen den Fluss, im Sommer behinderten Stürme den Fährbetrieb.</p>
<h5 style="text-align: center;">Moderne Technik fördert Gigantomanie</h5>
<p>Dass die Brücken derartig gewaltige Ausmaße erhielten, dass sie auch heute noch den täglichen Massenverkehr bewältigen, lag auch an den rasanten technischen Entwicklungen des späteren 19. Jahrhunderts. So ermöglichten neue Baumethoden (Stahlseile, Pressluftfundamente) große&nbsp; Spannweiten. So wurde die Brooklyn Bridge die erste Hängebrücke mit Stahlseilen. Doch auch der glühende Nationalismus in den schnell wachsenden Vereinigten Staaten war ein Antrieb für die architektonische Gigantomanie. New Yorks Ingenieure wollten der Welt beweisen, was sie alles mit der neuen Technik erreichen konnten. Die gigantische Brücken wurden zum Sinnbild des Fortschritts. New York City wuchs zum Zentrum der Weltwirtschaft, und ein schneller, zuverlässiger Warentransport war entscheidend für Handel, Märkte, Industrie. Die Brücken ermöglichten den direkte Handel zwischen den Stadtteilen und die schnelle Versorgung des Zentrums.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Manhattan Bridge: Klassische Hängebrücke im zeitgemäßen Beaux Arts-Stil</span></em></p>
<h5>Manhattan Bridge: Modernes Design und kürzere Bauzeit&nbsp;</h5>
<p>30 Jahre nach der Brooklyn Bridge begann die Stadt (1901) mit dem Bau der benachbarten Manhattan Bridge durch die Architekten <strong data-start="261" data-end="285">Carrère and Hastings</strong>. Auch dieses Bauwerk war &#8220;State of the Art&#8221; durch die Verwendung neuester Technologien. Optisch wirkte sie durch die Verwendung neuerer Materialien und die Anwendung stilistischer Elemente der Zeit (Beaux-Arts-Stil) deutlich leichter als die Nachbar-Brücke. Gleichzeitig wurde die Bauzeit deutlich verkürzt. Deshalb konnte sie schon 1909 eröffnet werden. Technisch gesehen ist die Manhattan Bridge eine klassische Hängebrücke und unterscheidet sich deshalb deutlich von ihrer deutlich massiger wirkenden älteren Schwester.</p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12px;">&#8220;hässlich aber funktional&#8221;? &#8211; Die Williamsburg-Bridge</span></p>
<h5 style="text-align: center;">Williamsburg Bridge &#8211; Fast alles aus Stahl, aber auch schön?</h5>
<p>Etwas früher als ihre schlank und elegant wirkende Schwester, die Manhattan-Bridge, wurde die weiter nördlich liegende <strong>Williamsburg Bridge</strong> über den East River eröffnet (1903 &#8211; Bauzeit sieben Jahre). Doch auch dieses &#8211; überwiegend aus Stahl gefertigte Bauwerk war natürlich für die damaligen verkehrstechnischen Anforderungen zunächst völlig überdimensioniert. Tatsächlich wirkt die Brücke auf den ersten Blick eher wie ein Werk aus einem klassischen Metallbaukasten. Und dennoch tut sie nach einr aufwändigen Restaurierung um die Jahrtausendwende trotz ihres Rufs als &#8220;hässlich aber funktional&#8221; bis heute ihren Dienst als Verbindung zwischen der Lower East Side von Manhattan und dem Stadtteil Williamsburg in Brooklyn.</p>
<p>Immerhin: Die Williamsburg Bridge war bei der Eröffnung die längste Hängebrücke der Welt mit einer Länge von etwa 2230 Metern, einer Breite von 36 Metern und einer Spannweite von knapp 500 Metern. Die Baukosten lagen bei ca 12 Millionen Dollar oder 400-500 Millionen Dollar nach heutigem Kurs. Ursprünglich war sie vor allem für Fußgänger, Pferdewagen, Straßenbahnen und die Eisenbahn gedacht. Inzwischen ist die Fahrbahn auf insgesamt 8 Spuren für Autos ausgebaut, besitzt Fuß- und Radwege und wird von 3 U-Bahnlinien genutzt. Wer die U-Bahn heute noch benutzt, der versteht, dass diese Brücke die Entwicklung des Stadtteils Williamsburg als Arbeiterviertel entscheidend mitgeprägt hat</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Wie eingebaut: Die Queensboro-Bridge</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;">Die ganz besondere: Queensboro-Bridge&nbsp;</h5>
<p>Die Queensboro Bridge ist die letzte der vier großen, aber auch eine der wichtigsten Brücken über den East River. Sie befindet sich weiter nördlich als die vorherigen drei Brücken und verbindet die Upper East Side Manhattans mit der Long Island City in Queens. Sie verläuft auch über Roosevelt Island. Der offizielle Name der Brücke ist heute &#8220;Ed Koch Queensboro Bridge&#8221;, aber sie wird auch 59th Street Bridge genannt, aufgrund ihres Anfangspunkts in dicht bebautem Gebiet auf der Manhattan Seite. Die Auslegerbrücke wurde von 1901 bis 1909 erbaut und besitzt mehrere Fahrbahnen, einen Fußweg und einen Radweg. Außerdem gibt es eine Drahtseilbahn, die parallel zur Nordseite der Brücke verläuft und Passagiere von Manhattan zur Roosevelt Island bringt. Die Baukosten lagen nach heutigem Wert zwischen 500-600 Millionen Dollar.</p>
<p>Queensboro Bridge ist allein schon bautechnisch eine Besonderheit, denn sie wurde trotz ihrer großen Länge von 2270 Metern als Auslegerbrücke konzipiert. Das heißt, dass die Fahrbahnen nur von langen, massiven Stahlträgern gehalten werden und damit über eine Länge von 360 Metern keinen Stützpfeiler brauchen. Heute umfasst die Brücke 10 Fahrbahnen und natürlich Fuß und Radwege. Das besondere an der Queensboro Bridge ist die Roosevelt Island Tramway, die direkt neben der Brücke verläuft und Roosevelt Island mit Manhattan verbindet. Berühmt wurde die Brücke aus Filmen wie &#8220;Spider Man&#8221; oder auch durch den Song „The 59th Street Bridge Song (Feelin’ Groovy)“ von Simon &amp; Garfunkel. Die stark frequentierte und Maut-freie Brücke wird bis heute sehr stark von den Pendlern aus Queens genutzt. sie ist zwar alles andere als elegant gilt aber bei Experten als &#8220;echtes Arbeitstier der Stadt, funktional, urban und langlebig&#8221;.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die High Bridge ist die älteste Brücke von NYC aus dem Jahr 1848</span></em></p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die Spuyten Duyvil Bridge. Eine Drehbrücke aus dem Jahr 1900</span></em></p>
<p>Erläuterungen zu den anderen hier genannten Brücken finden Sie unter den einzelnen Bildern in der Galerie (<em>Robert F. Kennedy, High Bridge, University Heights Bridge, Broadway Bridge, Spuyten Duyvil Bridge, Henry Hudson Brdge und George Washingon Bridge)</em></p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die vermutlich wichtigste: George Washington Bridge</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;">George Washington Bridge &#8211; 100 Million Fahrzeuge im Jahr</h5>
<p data-start="0" data-end="186">Die 1931 eröffnete George Washington Bridge über den Hudson ist nicht nur die wichtigste Brücke von Manhatten aufs Festland (New Jersey), sie ist auch eine der bedeutendsten Brücken in den USA – sowohl verkehrstechnisch als auch symbolisch. Das vom Schweiz-stämmigen Architekten Othmar Amman entworfene Bauwerk ist allein schon deshalb so bedeutsam, weil zuletzt 1962 eine zweite Ebene (Doppelstockbrücke) hinzugefügt wurde. Sie gilt als zentraler Knotenpunkt für den Güterverkehr zwischen New York und dem gesamten Nordosten der USA und ist mit rund 100 Millionen Fahrzeugen eine der meist befahrenen Brücken der Welt. Mit einer Spannweite der Hauptöffnung von etwa 1100 Metern war sie zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung die längste Hängebrücke der Welt (allerdings nur bis zur Eröffnung der Golden Gate Bridge in Kalifornien)</p>
<h5 style="text-align: center;">Übrigens (und nur mal zwischendurch):</h5>
<p>Der East River ist eigentlich kein echter Fluss, sondern lediglich eine sogenannte Gezeitenstraße, das heißt, das Wasser, das den Fluss speist, strömt aus dem benachbarten Meer. Abhängig von dessen Gezeiten ändert sich der Wasserfluss mehrmals täglich entsprechend nach Norden oder nach Süden. Auch der Harlem River , der East River und Hudson verbindet, ist nicht wirklich ein River/Fluss, sondern ein schmaler Kanalarm. Lediglich der Hudson ist ein Strom, der csstaat New Jersey von NYC trennte.&nbsp;</p>
<p>Hier nun die Namen der verschiedenen Brücken über East River, Harlem River und den Hudson, wie sie von ChatGPT (jeweils von Süden nach Norden) zusammengestellt wurden:</p>
<p>&nbsp;East River (Verbindung zwischen <strong>Manhattan</strong>, <strong>Brooklyn</strong> und <strong>Queens</strong>) (nur die ersten sechs wirklich bedeutend)</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Nr.</th>
<th>Name der Brücke</th>
<th>Baujahr</th>
<th>Verbindung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1</td>
<td><strong>Brooklyn Bridge</strong></td>
<td>1883</td>
<td>Manhattan ↔ Brooklyn</td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td><strong>Manhattan Bridge</strong></td>
<td>1909</td>
<td>Manhattan ↔ Brooklyn</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td><strong>Williamsburg Bridge</strong></td>
<td>1903</td>
<td>Manhattan ↔ Brooklyn</td>
</tr>
<tr>
<td>4</td>
<td><strong>Queensboro Bridge</strong> (59th St / Ed Koch)</td>
<td>1909</td>
<td>Manhattan ↔ Queens</td>
</tr>
<tr>
<td>5</td>
<td><strong>Roosevelt Island Bridge</strong></td>
<td>1955</td>
<td>Queens ↔ Roosevelt Island</td>
</tr>
<tr>
<td>6</td>
<td><strong>Robert F. Kennedy (</strong>Triborough Bridge)</td>
<td>1936</td>
<td>Manhattan ↔ Queens ↔ Bronx (über Randalls Island)</td>
</tr>
<tr>
<td>7</td>
<td><strong>Hell Gate Bridge</strong></td>
<td>1916</td>
<td>Queens ↔ Bronx (nur Eisenbahn)</td>
</tr>
<tr>
<td>8</td>
<td><strong>Throgs Neck Bridge</strong></td>
<td>1961</td>
<td>Queens ↔ Bronx</td>
</tr>
<tr>
<td>9</td>
<td><strong>Whitestone Bridge</strong></td>
<td>1939</td>
<td>Queens ↔ Bronx</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr>
<p><span style="font-size: 16px;">Brücken über den Harlem River&nbsp;</span>(Verbindung zwischen <strong>Manhattan</strong> und der <strong>Bronx</strong>)</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Nr.</th>
<th>Name der Brücke</th>
<th>Baujahr</th>
<th>Typ / Info</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1</td>
<td><strong>Third Avenue Bridge</strong></td>
<td>1898 (aktuelle Version: 2005)</td>
<td>Einbahnbrücke Bronx → Manhattan</td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td><strong>Willis Avenue Bridge</strong></td>
<td>1901 (neu: 2010)</td>
<td>Einbahnbrücke Manhattan → Bronx</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td><strong>145th Street Bridge</strong></td>
<td>1905</td>
<td>Drehbrücke</td>
</tr>
<tr>
<td>4</td>
<td><strong>Madison Avenue Bridge</strong></td>
<td>1910</td>
<td>Drehbrücke</td>
</tr>
<tr>
<td>5</td>
<td><strong>Macombs Dam Bridge</strong></td>
<td>1895</td>
<td>Historische Drehbrücke</td>
</tr>
<tr>
<td>6</td>
<td><strong>145th Street Bridge</strong></td>
<td>1905</td>
<td>Wiederholung (oft verwechselt)</td>
</tr>
<tr>
<td>7</td>
<td><strong>High Bridge</strong></td>
<td>1848 (Fußgängerbrücke seit 2015)</td>
<td>Älteste Brücke NYC – ehem. Aquädukt</td>
</tr>
<tr>
<td>8</td>
<td><strong>Washington Bridge</strong></td>
<td>1888</td>
<td>Wichtige Verkehrsbrücke</td>
</tr>
<tr>
<td>9</td>
<td><strong>Alexander Hamilton Bridge</strong></td>
<td>1963</td>
<td>Teil der I-95 / Cross-Bronx Expressway</td>
</tr>
<tr>
<td>10</td>
<td><strong>Harlem River Lift Bridge</strong></td>
<td>1956</td>
<td>Eisenbahnbrücke (Metro-North)</td>
</tr>
<tr>
<td>11</td>
<td><strong>Broadway Bridge</strong></td>
<td>1962 (heutige Version)</td>
<td>Zug + Straße (über Spuyten Duyvil Creek)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr>
<p>Brücken über den Hudson&nbsp;(Verbindung zwischen <strong>Manhattan / Bronx</strong> und <strong>New Jersey</strong>)</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Nr.</th>
<th>Name der Brücke</th>
<th>Baujahr</th>
<th>Verbindung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1</td>
<td><strong>George Washington Bridge</strong></td>
<td>1931</td>
<td>Manhattan ↔ Fort Lee, New Jersey</td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td><strong>Henry Hudson Bridge</strong></td>
<td>1936</td>
<td>Bronx ↔ Spuyten Duyvil / NJ</td>
</tr>
<tr>
<td>–</td>
<td><em>(Tunnel als Ergänzung: Holland Tunnel, Lincoln Tunnel)</em></td>
<td>–</td>
<td>–</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr>
<h4>English translation:</h4>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/die-bruecken-manhattans/">You can find a picture gallery on this topic HERE</a></p>
<p>Around 20 bridges of various designs and load capacities connect Manhattan Island, the beating heart of New York City, with the surrounding mainland. Most of these structures are still considered monuments to ingenious and forward-thinking engineering.</p>
<p>It is not only its skyline with its ever-increasing number of skyscrapers that has made Manhattan famous. Its bridges are also a tourist attraction to this day. Most of them were built in the 19th century, when motorised traffic was still unthinkable. Megalomania or wise foresight? Today, up to 1.8 million vehicles cross Manhattan&#8217;s bridges every day. The best view of them is probably from one of the ferries offered by travel companies, which run several times a day around the island. I photographed most of these impressive structures a few years ago. They are a MUST for every New York tourist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>NYC&#8217;s Brooklyn Bridge 1870 – 1883, built for 15 million dollars at the time</em></p>
<h5>Brooklyn Bridge: Strong enough for elephants</h5>
<p>The southernmost of the four enormous bridges over the East River was begun in 1870, but it was not until 30 years later that the first motorised cars drove across it from southern Manhattan to Brooklyn, which was then still an independent city. When it opened in 1883, it was the longest suspension bridge in the world. The structure was so long that its load-bearing capacity was publicly questioned. To prove that the bridge was safe, a circus organiser led a herd of 21 elephants across it. Today, the Brooklyn Bridge is recognised as one of the greatest engineering achievements of the 19th century.</p>
<p>But why did Manhattan&#8217;s city fathers decide to build bridges of such dimensions at that time, when they would essentially only be used by horse-drawn carriages and trams for many years? After all, the Brooklyn Bridge cost around 15 million dollars at the time, which would be 400 million dollars today after adjusting for inflation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Huge steel cables and nets support the Brooklyn Bridge</em></p>
<h5>Urbanisation and economic necessity</h5>
<p>But why did Manhattan&#8217;s city fathers build such monumental bridges over the East River and Hudson River, as well as the Harlem River connecting them, in those early years? New York City grew rapidly, especially in the late 19th century. Manhattan was the economic centre, but space for settlement was limited. More and more people immigrated, found work here, but lived in Brooklyn, Queens and other neighbourhoods. However, the only means of transport to work were the slow, constantly overcrowded and weather-dependent ferries across the East River. In winter, ice floes blocked the river, and in summer, storms hampered ferry operations.</p>
<h5>Modern technology promotes gigantomania</h5>
<p>The fact that the bridges were built on such a grand scale that they can still handle daily mass traffic today was also due to the rapid technological developments of the late 19th century. New construction methods (steel cables, compressed air foundations) enabled large spans. The Brooklyn Bridge became the first suspension bridge with steel cables. But the fervent nationalism in the rapidly growing United States was also a driving force behind architectural gigantomania. New York&#8217;s engineers wanted to prove to the world what they could achieve with the new technology. The gigantic bridges became a symbol of progress. New York City grew to become the centre of the global economy, and fast, reliable transport of goods was crucial for trade, markets and industry. The bridges enabled direct trade between the city&#8217;s districts and rapid supply of the centre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Manhattan Bridge: Classic suspension bridge in the contemporary Beaux Arts style</em></p>
<h5>Manhattan Bridge: Modern design and shorter construction time</h5>
<p>Thirty years after the Brooklyn Bridge, the city began construction of the neighbouring Manhattan Bridge in 1901, designed by architects Carrère and Hastings. This structure was also state of the art, incorporating the latest technologies. The use of newer materials and stylistic elements of the time (Beaux Arts style) made it appear much lighter than its neighbour. At the same time, the construction time was significantly reduced. As a result, it was opened in 1909. Technically speaking, the Manhattan Bridge is a classic suspension bridge and therefore differs significantly from its older sister, which appears much more massive.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>‘Ugly but functional’? – The Williamsburg Bridge</p>
<h5>Williamsburg Bridge – Almost entirely made of steel, but also beautiful?</h5>
<p>A little earlier than its slender and elegant sister, the Manhattan Bridge, the Williamsburg Bridge, located further north, was opened over the East River (1903 – construction time seven years). However, this structure, which was also made predominantly of steel, was of course completely oversized for the traffic requirements of the time. At first glance, the bridge actually looks more like a classic metal construction kit. And yet, despite its reputation as ‘ugly but functional’, it continues to serve as a link between Manhattan&#8217;s Lower East Side and the Williamsburg district of Brooklyn to this day, following extensive restoration work at the turn of the millennium.</p>
<p>After all, when it opened, the Williamsburg Bridge was the longest suspension bridge in the world, with a length of approximately 2,230 metres, a width of 36 metres and a span of almost 500 metres. The construction costs amounted to approximately 12 million dollars, or 400-500 million dollars at today&#8217;s exchange rate. It was originally intended primarily for pedestrians, horse-drawn carriages, trams and the railway. The carriageway has since been expanded to a total of eight lanes for cars, has footpaths and cycle paths, and is used by three underground lines. Anyone who still uses the underground today understands that this bridge has played a decisive role in shaping the development of Williamsburg as a working-class district.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Built-in: The Queensboro Bridge</em></p>
<h5>The very special Queensboro Bridge</h5>
<p>The Queensboro Bridge is the last of the four large bridges over the East River and also one of the most important. It is located further north than the previous three bridges and connects Manhattan&#8217;s Upper East Side with Long Island City in Queens. It also runs over Roosevelt Island.</p>
<p>The official name of the bridge today is ‘Ed Koch Queensboro Bridge,’ but it is also called the 59th Street Bridge because of its starting point in a densely built-up area on the Manhattan side. The cantilever bridge was built between 1901 and 1909 and has several lanes, a footpath and a cycle path. There is also a cable car that runs parallel to the north side of the bridge, taking passengers from Manhattan to Roosevelt Island. The construction costs were between 500 and 600 million dollars in today&#8217;s money.</p>
<p>The Queensboro Bridge is a special feature in terms of its construction alone, as it was designed as a cantilever bridge despite its considerable length of 2,270 metres. This means that the roadways are supported only by long, solid steel girders and therefore do not require any support pillars over a length of 360 metres. Today, the bridge has 10 lanes and, of course, footpaths and cycle paths. A special feature of the Queensboro Bridge is the Roosevelt Island Tramway, which runs directly next to the bridge and connects Roosevelt Island with Manhattan. The bridge became famous in films such as Spider-Man and through the song ‘The 59th Street Bridge Song (Feelin&#8217; Groovy)’ by Simon &amp; Garfunkel. The busy, toll-free bridge is still heavily used by commuters from Queens today. Although it is anything but elegant, experts consider it a ‘real workhorse of the city, functional, urban and durable’.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>The High Bridge is the oldest bridge in NYC, dating back to 1848.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>The Spuyten Duyvil Bridge. A swing bridge dating from 1900</em></p>
<p>Explanations of the other bridges mentioned here can be found under the individual images in the gallery (Robert F. Kennedy, High Bridge, University Heights Bridge, Broadway Bridge, Spuyten Duyvil Bridge, Henry Hudson Bridge and George Washington Bridge).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Probably the most important: George Washington Bridge</em></p>
<h5>George Washington Bridge – 100 million vehicles per year</h5>
<p>Opened in 1931, the George Washington Bridge over the Hudson River is not only the most important bridge connecting Manhattan to the mainland (New Jersey), it is also one of the most significant bridges in the United States – both in terms of traffic and symbolism. Designed by Swiss-born architect Othmar Ammann, the structure is significant in its own right, not least because a second level (double-deck bridge) was added in 1962. It is considered a central hub for freight traffic between New York and the entire north-east of the USA and, with around 100 million vehicles, is one of the busiest bridges in the world. With a main span of approximately 1,100 metres, it was the longest suspension bridge in the world at the time of its completion (although this record was short-lived, as it was surpassed by the Golden Gate Bridge in California).</p>
<h5>Incidentally (and just as a side note):</h5>
<p>The East River is not actually a real river, but merely a tidal strait, which means that the water that feeds the river flows from the neighbouring sea. Depending on the tides, the water flow changes several times a day, flowing north or south accordingly. The Harlem River, which connects the East River and the Hudson, is not really a river either, but a narrow canal arm. Only the Hudson is a river that separates New Jersey from NYC.</p>
<p>Here are the names of the various bridges over the East River, Harlem River and Hudson River, as compiled by ChatGPT (from south to north):</p>
<p>East River (connection between <b>Manhattan</b>, <b>Brooklyn</b> and <b>Queens</b>) (only the first six are really significant)</p>
<p>No. Name of bridge Year built Connection</p>
<p>1 <b>Brooklyn Bridge </b>1883 Manhattan ↔ Brooklyn</p>
<p>2 <b>Manhattan Bridge </b>1909 Manhattan ↔ Brooklyn</p>
<p>3 <b>Williamsburg Bridge </b>1903 Manhattan ↔ Brooklyn</p>
<p>4 <b>Queensboro Bridge</b> (59th St / Ed Koch) 1909 Manhattan ↔ Queens</p>
<p>5 <b>Roosevelt Island Bridge </b>1955 Queens ↔ Roosevelt Island</p>
<p>6 <b>Robert F. Kennedy (</b>Triborough Bridge) 1936 Manhattan ↔ Queens ↔ Bronx (via Randalls Island)</p>
<p>7 <b>Hell Gate Bridge </b>1916 Queens ↔ Bronx (railway only)</p>
<p>8 <b>Throgs Neck Bridge </b>1961 Queens ↔ Bronx</p>
<p>9 <b>Whitestone Bridge </b>1939 Queens ↔ Bronx</p>
<p>Bridges over the Harlem River (connection between <b>Manhattan</b> and the <b>Bronx</b>)</p>
<p>No. Name of bridge Year built Type / Info</p>
<p>1 <b>Third Avenue Bridge </b>1898 (current version: 2005) One-way bridge Bronx → Manhattan</p>
<p>2 <b>Willis Avenue Bridge </b>1901 (new: 2010) One-way bridge Manhattan → Bronx</p>
<p>3 <b>145th Street Bridge </b>1905 Swing bridge</p>
<p>4 <b>Madison Avenue Bridge </b>1910 Swing bridge</p>
<p>5 <b>Macombs Dam Bridge </b>1895 Historic swing bridge</p>
<p>6 <b>145th Street Bridge </b>1905 Repeat (often confused)</p>
<p>7 <b>High Bridge </b>1848 (pedestrian bridge since 2015) Oldest bridge in NYC – former aqueduct</p>
<p>8 <b>Washington Bridge </b>1888 Important traffic bridge</p>
<p>9 <b>Alexander Hamilton Bridge </b>1963 Part of the I-95 / Cross-Bronx Expressway</p>
<p>10 <b>Harlem River Lift Bridge </b>1956 Railway bridge (Metro-North)</p>
<p>11 <b>Broadway Bridge </b>1962 (current version) Train + road (over Spuyten Duyvil Creek)</p>
<p>Bridges over the Hudson (connection between <b>Manhattan / Bronx</b> and <b>New Jersey</b>)</p>
<p>No. Name of bridge Year built Connection</p>
<p>1 <b>George Washington Bridge </b>1931 Manhattan ↔ Fort Lee, New Jersey</p>
<p>2 <b>Henry Hudson Bridge </b>1936 Bronx ↔ Spuyten Duyvil / NJ</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>35 Grad &#8211; In der Hitze des Tages</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 13:40:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Porträts]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bully und sein kleiner Bruder English translation following this report&#160;&#160; Sengende Hitze aus der afrikanischen Wüste hat sich wieder einmal über Deutschland und den europäischen Süden gelegt. Meteorologen und Klimaforscher führen das Phänomen auf den fortschreitenden Klimawandel zurück, der zu Backofen-Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius führen wird. Die Folgen für besonders gefährdete [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Der Bully und sein kleiner Bruder</em></span></p>
<p><em><span style="font-size: 12px;">English translation following this report&nbsp;&nbsp;</span></em></p>
<p>Sengende Hitze aus der afrikanischen Wüste hat sich wieder einmal über Deutschland und den europäischen Süden gelegt. Meteorologen und Klimaforscher führen das Phänomen auf den fortschreitenden Klimawandel zurück, der zu Backofen-Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius führen wird. <span id="more-8232"></span>Die Folgen für besonders gefährdete Menschen könnten fatal und für die Landwirtschaft äußerst gefährlich und teuer sein. Aus gesundheitlichen Gründen gehe ich bei dieser Wetterlage nicht unbedingt zum Fotografieren vor die Tür. Im Jahr 2022 aber hielt ich mich &#8211; noch während der Corona-Pandemie &#8211; um die Mittagszeit bei etwa 35 Grad C im außerst belebten Frankfurter Hauptbahnhof auf und konnte dort beobachten, wie Tausende Reisende, sehr viele Kinder, aber auch viele ältere Menschen der Hitze trotzten. Die Bilder, die man an &#8220;Hundstagen&#8221; wie diesem heute an gleicher Stelle schießen würde, dürften diesen drei Jahre alten Fotografien ähneln.</p>
<p><a class="ngg-simplelightbox" title="Zur Hitze kommt die Eile und das Chaos durch die Bahn" href="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages016.jpg" rel="" data-image-id="1916" data-src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages016.jpg" data-thumbnail="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/thumbs/thumbs-35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages016.jpg" data-title="Tropische Temperaturen im Hauptbahnhof Frankfurt" data-description="In der Hitze des Tages"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages016.jpg" alt="Tropische Temperaturen im Hauptbahnhof Frankfurt"></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Keine Fata-Morgana &#8211; Der Zug ist wirklich da!</em></span></p>
<p>Ich habe vor und während des Fotografierens in den meisten Fällen direkten Augenkontakt zu den Menschen gehabt, die ich fotografieren wollte. Das galt natürlich nicht, wenn ich kleinere oder größere Gruppen im Fokus hatte. Und natürlich habe ich die Kamera sofort&nbsp; vom Auge genommen, wenn ich bemerkte, dass mein Gegenüber nicht fotografiert werden wollte. Und selbstverständlich habe ich immer darauf geachtet, keine Menschen in für sie eventuell peinlichen oder intimen Situationen zu fotografieren</p>
<p><a class="ngg-simplelightbox" title="Warten bis zur Erschöpfung" href="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages026.jpg" rel="" data-image-id="1931" data-src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages026.jpg" data-thumbnail="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/thumbs/thumbs-35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages026.jpg" data-title="Tropische Temperaturen im Hauptbahnhof Frankfurt" data-description="In der Hitze des Tages"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages026.jpg" alt="Tropische Temperaturen im Hauptbahnhof Frankfurt"></a></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">kein Platz zum Ausruhen</span></em></p>
<p>Als ich einige dieser Bilder vor drei Jahren in einem fotografischen Forum veröffentlichte, fegte ein kleiner Shitstorm über mich hinweg. &#8220;Wie kommst Du denn dazu, solche Bilder zu veröffentlichen!!&#8221; hieß es. Oder: &#8220;Ich würde Dich sofort anzeigen&#8221;, hieß es. &#8220;Hast Du denn nichts vom Recht aufs eigene Bild gehört?!&#8221; Versuche, den Kritikern klar zu machen, dass es klare Spielregeln&nbsp; für die Veröffentlichung solcher Bilder des Zeitgeschehens gebe, waren vergeblich. Ich hoffe, dass die Leser dieses Blogs zwischen fotografischem Voyeurismus und Reportagefotografie unterscheiden können.</p>
<p>Ich wünsche jedenfalls allen Besuchern dieser Seite, Freunden der Fotografie und Lesern viel Spaß beim <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/35-grad-in-der-hitze-des-tages/">Durchblättern der Bilderstrecke in der Galerie, die Sie hier erreichen.&nbsp;</a> Kommen Sie gut durch diese heißen Tage und bleiben Sie gesund.</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="K5ws83cCe4"><p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/35-grad-in-der-hitze-des-tages/">35 Grad &#8211; In der Hitze des Tages</a></p></blockquote>
<p><a class="ngg-simplelightbox" title="In der Hitze des Tages" href="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages040.jpg" rel="" data-image-id="1941" data-src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages040.jpg" data-thumbnail="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/thumbs/thumbs-35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages040.jpg" data-title="Tropische Temperaturen im Hauptbahnhof Frankfurt" data-description="In der Hitze des Tages"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/gallery/35-grad-in-der-hitze-des-tages/35-Grad-In-der-Hitze-des-Tages040.jpg" alt="Tropische Temperaturen im Hauptbahnhof Frankfurt"></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Scheiben-Wischer der Deutschen Bahn</em></span></p>
<p>The scorching heat from the African desert has once again settled over Germany and southern Europe. Meteorologists and climate researchers attribute the phenomenon to advancing climate change, which could once again lead to oven-like temperatures of up to 40 degrees Celsius. The consequences for particularly vulnerable people could be fatal and extremely dangerous for humans and expensive for agriculture. For health reasons, I don&#8217;t necessarily go out to take photographs in this weather. In 2022, however, while the coronavirus pandemic was still raging, I found myself in Frankfurt&#8217;s extremely busy main station at around 35 degrees Celsius at midday and watched thousands of travellers, including many children and elderly people, braving the heat. The pictures you would take today in the same place on a hot day like this would probably resemble those three-year-old photographs.</p>
<p>Before and during the photo shoot, I made direct eye contact with most of the people I wanted to photograph. Of course, this did not apply when I was focusing on smaller or larger groups.</p>
<p>And of course, I immediately took the camera down when I noticed that the person I was photographing did not want me to take his or her picture. And, of course, I always took care not to photograph people in situations that might have been embarrassing or too intimate for them. When I published some of these pictures in a photography forum three years ago, a small shitstorm swept over me.</p>
<p>‘How dare you publish such pictures?!’ they said. Or: ‘I would report you immediately,’ they said. ‘Haven&#8217;t you heard of the right to your own image?!’ Attempts to explain to my critics that there are clear rules for publishing pictures of current events were in vain. I hope that the readers of this blog can distinguish between photographic voyeurism and reportage photography.</p>
<p>In any case, I wish all visitors to this site, friends of photography and readers much enjoyment <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/35-grad-in-der-hitze-des-tages/">browsing through the picture gallery, which you can access here. </a>Get through these hot days and stay healthy.</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="K5ws83cCe4"><p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/35-grad-in-der-hitze-des-tages/">35 Grad &#8211; In der Hitze des Tages</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hafengeburtstag &#8211; Windjammer-Parade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 15:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Hafengeburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>English translation following this report Hamburgs Hafengeburtstag ist mehr als nur ein großes Volksfest. Allein die traditionelle Windjammer-Parade, von den Hamburger unbedacht &#8220;Einlauf-Parade&#8221; genannt, zog auch im Jahr 836 seit der Hafengründung mehr als Hunderttausend Besucher an die Landungsbrücken. Und das volle Programm, das für alle Besucher kostenlos war, lockte insgesamt 1,2 Millionen Menschen ans [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>English translation</em> <em>following this report</em></p>
<p>Hamburgs Hafengeburtstag ist mehr als nur ein großes Volksfest. Allein die traditionelle Windjammer-Parade, von den Hamburger unbedacht &#8220;Einlauf-Parade&#8221; genannt, zog auch im Jahr 836 seit der Hafengründung mehr als Hunderttausend Besucher an die Landungsbrücken. Und das volle Programm, das für alle Besucher kostenlos war, lockte insgesamt 1,2 Millionen Menschen ans Wasser (nach wie vor Hamburgs Touristenattraktion Nr. 1).<span id="more-7435"></span></p>
<p>Anders als bei früheren Geburtstagsfeiern schien an allen drei &#8220;Geburtstagen&#8221; die Sonne, weshalb die Zahl der Besucher bis Sonntag auf 1,2 Millionen geschätzt wurde. Eine gigantische Aufgabe für die Polizei, bei diesem Massen-Auftrieb für Sicherheit zu sorgen. Zumal am Samstagabend ja noch knapp 58 000 Fußballfans ins Volksparkstadion strömten, um den Aufstieg &#8220;ihres&#8221; HSV zu erleben. Dennoch blieben größere Störungen oder gewalttätige Zwischenfälle weitgehend aus.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/hafengeburtstag-windjammer-bei-strahlender-sonne/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p>Dafür sorgten schon zahlreiche zivile Ordner, die die Innenbehörde zur Bewachung der Touristenströme engagiert hatte. Und auf dem Wasser sorgten Polizei und Feuerwehrboote für potenziell schnelle Rettung, falls etwa ein angetrunkener oder schwächelnder Tourist über die Hafenkante in die Elbe stürzen sollte.</p>
<p>Besonders erfreulich: Zur Eröffnung des Geburtstags beteiligten sich in diesem Jahr am Freitagmittag wieder zahlreiche große und kleine Segelschiffe. Unter ihnen das größte Segelschulschiff der polnischen Zivilmarine. Auch die &#8220;Alexander von Humboldt II&#8221; mit ihren giftgrünen Segeln war wieder dabei sowie ein Dutzend oder mehr Museumsschiffe und natürlich die &#8220;Cap San Diego&#8221;, ein Museums-Frachtschiff, das sonst stets an der alten Überseebrücke im Hafen liegt (und dort romantische &#8220;Zimmer&#8221; oder Kajüten an Touristen vermietet).</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/hafengeburtstag-windjammer-bei-strahlender-sonne/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p>Am Samstag war das bei Hamburgern allseits bekannte &#8220;Schlepper-Ballett&#8221; (wie seit Jahren schon) die Hauptattraktion und abends gabs ein buntes und lautes&nbsp; Konzert auf der schwimmenden Bühne vor den Landungsbrücken. Doch um &#8220;Events&#8221; geht es ja eigentlich bei diesem Fest überhaupt nicht. Der Hamburger Hafengeburtstag ist ein Ritual für die zweitgrößte Stadt Deutschlands. 1,2 Millionen Besucher über gerade einmal 48 Stunden sind ein Beleg dafür. Wer es hauteng liebt, der pilgert zum Fest an der Waterkant. Wer dagegen Menschenmassen hasst, bleibt besser zuhause.</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/windjammer-parade-zum-hafengeburtstag/">Hier gibts die Fotos zur Story</a></p>
<p><em>English translation</em></p>
<p>Hamburg&#8217;s Hafengeburtstag (harbour birthday) is more than just a big public festival. The traditional windjammer parade alone attracted more than 100 000 visitors to the Landungsbrücken again this year, and the full programme, which was mostly free for all visitors, drew a total of 1.2 million people to the waterfront. &#8220;Hafengeburtstag&#8221; remains Hamburg&#8217;s number one tourist attraction.</p>
<p>Unlike previous birthday celebrations, the sun shone on all three ‘birthdays’ this year, which is why the authorities estimated the number of visitors on Sunday at 1.2 million. Ensuring safety during this mass gathering was a huge task. Especially since on Saturday evening, almost 58,000 football fans flocked to the Volksparkstadion to witness the promotion of ‘their’ HSV. Nevertheless, there were no major disturbances or violent incidents.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/hafengeburtstag-windjammer-bei-strahlender-sonne/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p>This was ensured by numerous stewards hired by the interior authorities to monitor the tourist crowds. And on the water, police and fire brigade boats were on hand to provide rapid rescue in case a drunk or weak tourist should fall over the edge of the harbour into the Elbe.</p>
<p>Particularly pleasing: to mark the start of the anniversary celebrations, a considerable number of large and small sailing ships took part in the parade on Friday afternoon. Among them was the large sailing training ship (111 meters) of the Polish Civil Navy. The Alexander von Humboldt II with its bright green sails was also there again, as were a dozen or more so called museum ships and, of course, the ‘Cap San Diego’, a former cargo ship (driven by regular engines) that is otherwise always moored at the old Überseebrücke in the harbour (where it romantically rents out ‘rooms’ to tourists).</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/hafengeburtstag-windjammer-bei-strahlender-sonne/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p>On Saturday, the ‘tugboat ballet’, well known to Hamburgers, was the main attraction as always, followed by a colourful concert on the floating stage in front of the Landungsbrücken in the evening. But that&#8217;s not really what this festival is all about. The Harbour Birthday is a ritual for Hamburg. 1.2 million visitors in just 48 hours are proof of that. If you love being packed in like sardines, this is the place to be. If, on the other hand, you hate crowds, you&#8217;re better off staying at home.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/hafengeburtstag-windjammer-bei-strahlender-sonne/">Hafengeburtstag &#8211; Windjammer-Parade</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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		<title>Sibirien und zurück? Mit vollem Bauch fliegt sichs gut</title>
		<link>https://www.licht-und-schatten.eu/sibirien-und-zurueck-mit-vollem-bauch-fliegt-sichs-gut/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 13:45:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>english translation following this feature Jahr für Jahr fliegen sie im Frühjahr ein. Und zwei Monate später fliegen sie freiwillig weiter. Mit gut einem Kilo Übergewicht und einem vollen Magen &#8211; ausgerechnet in Richtung Sibirien. Auch in diesem Jahr sind wieder Tausende Nonnengänse auf norddeutschen Wiesen und Auen gelandet. Auch in der Wedeler Marsch machten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/sibirien-und-zurueck-mit-vollem-bauch-fliegt-sichs-gut/">Sibirien und zurück? Mit vollem Bauch fliegt sichs gut</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="font-size: 14px;">english translation following this feature</span></em></p>
<p>Jahr für Jahr fliegen sie im Frühjahr ein. Und zwei Monate später fliegen sie freiwillig weiter. Mit gut einem Kilo Übergewicht und einem vollen Magen &#8211; ausgerechnet in Richtung Sibirien. <span id="more-7425"></span>Auch in diesem Jahr sind wieder Tausende Nonnengänse auf norddeutschen Wiesen und Auen gelandet. Auch in der Wedeler Marsch machten sie Halt, einem großen, grünen Gelände entlang der Elbe an der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Felder und die vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) angelegten Teiche stehen hier unter Landschafts- und Vogelschutz. Ein kleines Paradies also für zahlreiche Vogelarten und andere Tiere, und deshalb Ziel für viele Wanderer, Spaziergänger oder Fotografen aus der ganzen Nachbarschaft. Auch ich machte mich vor ein paar Tagen auf den Weg in das grüne Stück Land entlang der Elbe, um die großen Vögel zu fotografieren.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/sibirien-und-zurueck-mit-vollem-bauch-fliegt-sichs-gut/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Gänse im Anflug, wie bei Hitchkoks &#8220;Die Vögel&#8221;</span></em></p>
<p>Doch die Enttäuschung war zunächst groß, denn von den Gänsen, die eigentlich &#8220;Weißwangengänse&#8221; heißen, die aber aussehen, wie verkleidete Nonnen, war zunächst kaum etwas zu sehen. Sollten sie tatsächlich schon abgeflogen sein in Richtung Sibirien??? Warum ausgerechnet Sibirien. Doch sicher nicht aus Solidarität mit Herrn Putin, dachte ich. Natürlich fliegen sie nicht wegen eines menschlichen Despoten gen Osten. Der Vogelzug, der tief in den Genen der Vögel verankert ist, hat triftige ökologische Gründe:</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/sibirien-und-zurueck-mit-vollem-bauch-fliegt-sichs-gut/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<h5>Sibirien ein Schlaraffenland für Wildgänse</h5>
<p class="" data-start="0" data-end="158">Nonnengänse fliegen im Frühjahr nach Sibirien weiter, weil dort ihre Brutgebiete liegen. Dort gibt es nämlich optimale Brutbedingungen im Sommer. In der arktischen Tundra dieser riesigen Region ist es im Sommer immer noch vergleichsweise kühl, aber hell und trocken. Das sind ideale Bedingungen für die Aufzucht der Jungen, die nicht selten schon vor ihrem Abflug &#8211; etwa in der Wedeler Marsch gezeugt wurden. Zusätzlich stören weniger Raubtiere als in Mitteleuropa die Brut und deren Aufzucht. Und dann erst die Nahrung!!! Von der finden die Gänse vor Ort durch die klimatischen Gegebenheiten alles im Überfluss. Also beste Voraussetzungen für eine gesunde Vermehrung. Denn die Tiere, Alt- und Jungtiere müssen sich ja schon nach weiteren zwei Monaten wieder auf den Tausende Kilometer langen Rückflug nach Mitteleuropa machen. Ein weiterer wichtiger Grund für die Bevorzugung der sibirischen Tundra&nbsp; sind die sicheren Brutplätze, denn die abgelegenen, menschenarmen Regionen Sibiriens bieten weitgehenden Schutz vor Störungen und Fressfeinden.</p>
<p data-start="0" data-end="158"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/sibirien-und-zurueck-mit-vollem-bauch-fliegt-sichs-gut/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<h5 data-start="0" data-end="158">Gefiederte Koexistenz</h5>
<p>In Mitteleuropa dagegen und vor allem hier in Norddeutschland sind die Flächen, die den Nonnengänsen zur Verfügung stehen, ziemlich begrenzt, und Wiesen und Felder sind schnell kahl gefressen, was unseren Landwirten so gar nicht gefällt (kann man es ihnen verübeln???) &#8211; Was die Wedeler Marsch angeht, bestätigte sich meine Sorge nicht. Die großen Vögel waren da. Plötzlich sah ich einen großen Schwarm im Anflug. Und Sekunden später landeten die meisten von ihnen auf den Tümpeln und Teichen an der Vogelstation des NABU. wo sie sich, aufgeregt schnatternd, auf dem Wasser niederließen. Die anwesenden Wasservögel, Nilgänse, Brandgänse, Graugänse und zahlreiche Kormorane störte das überhaupt nicht. auch nicht den hier eher seltenen Silber-Reiher, der mit seinen langen, schwärzlichen Beinen wie festgemauert im flachen Wasser stand und wohl auf Beute wartete. Inzwischen beobachtete ich noch ein paar Raubvögel in größerer Höhe kreisen und eine Rabenkrähe, die einen im Sturzflug attackierte, der sich daraufhin aus dem Staub machte. Immer wieder spannend war zu sehen, wie die Zugvögel in kleineren Gruppen schon ihren Formationsflug übten, der im Flug nach Osten den Luftwiderstand verringern soll. Lustig und tolpatschig dagegen sieht es aus, wenn die kräftigen Vögel vom Wasser aus starten oder landen. Aber im Flug ist das alles vergessen. In jedem Fall sind die Tiere im Frühjahr und Herbst einen Ausflug wert.</p>
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<p>English translation:</p>
<p><em>English translation following this feature</em></p>
<p>Year after year, they arrive in spring. And two months later, they fly on voluntarily. With a good kilo of excess weight and a full stomach – heading for Siberia, of all places. This year, thousands of barnacle geese have once again landed on the meadows and floodplains of northern Germany. They also stopped off in the Wedeler Marsch, a large green area along the Elbe on the border between Hamburg and Schleswig-Holstein. The fields and ponds created by the Nature and Biodiversity Conservation Union (NABU) are protected as a landscape and bird sanctuary. It is a small paradise for numerous bird species and other animals, and therefore a destination for many hikers, walkers and photographers from all over the neighbourhood. A few days ago, I also made my way to this green piece of land along the Elbe to photograph the large birds.</p>
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<p><em>Geese in flight, like in Hitchcock&#8217;s ‘The Birds’</em></p>
<p>But at first I was very disappointed, because there was hardly any sign of the geese, which are actually called ‘white-fronted geese’ but look like nuns in disguise. Had they really already flown off to Siberia? Why Siberia of all places? Surely not out of solidarity with Mr Putin, I thought. Of course they&#8217;re not flying east because of a human despot. Bird migration, which is deeply ingrained in the birds&#8217; genes, has valid ecological reasons:</p>
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<h5>Siberia, a paradise for wild geese</h5>
<p>Barnacle geese fly on to Siberia in spring because that is where their breeding grounds are. The conditions there are ideal for breeding in summer. In the Arctic tundra of this vast region, it is still relatively cool in summer, but bright and dry. These are ideal conditions for rearing young, which are often bred before they leave, for example in the Wedeler Marsch. In addition, there are fewer predators than in Central Europe to disturb the breeding and rearing. And then there&#8217;s the food! Thanks to the climatic conditions, the geese find everything they need in abundance. These are ideal conditions for healthy reproduction, as the animals, both old and young, have to make the thousands of kilometres long return flight to Central Europe after only two months. Another important reason for preferring the Siberian tundra is the safe breeding grounds, as the remote, sparsely populated regions of Siberia offer extensive protection from disturbance and predators.</p>
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<h5>Feathered coexistence</h5>
<p>In Central Europe, on the other hand, and especially here in northern Germany, the areas available to barnacle geese are quite limited and meadows and fields are quickly stripped bare, which our farmers do not like at all (can you blame them???) – As far as the Wedeler Marsch is concerned, my concerns were not confirmed. The large birds were there. Suddenly, I saw a large flock approaching. Seconds later, most of them landed on the ponds and pools at the NABU bird sanctuary, where they settled on the water, chattering excitedly. The water birds present, Egyptian geese, barnacle geese, greylag geese and numerous cormorants, were not disturbed at all. Nor was the rather rare great white egret, which stood as if rooted to the spot in the shallow water with its long, black legs, probably waiting for prey. Meanwhile, I observed a few birds of prey circling at a higher altitude and attacking a carrion crow in a dive, which then took off. It was always exciting to see how the migratory birds practised their formation flying in smaller groups, which is intended to reduce air resistance as they fly east. It looks funny and clumsy when the powerful birds take off or land from the water. In any case, the animals are worth a trip in spring and autumn.</p>
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		<title>Töchter einer neuen Zeit &#8211; Uraufführung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 May 2025 23:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bühnenfotos]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkriege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Freundinnen Käthe, Henny, Ida, Lina und Louise Eine Bildergalerie zu diesem Feature sehen Sie hier English translation following this report Monatelang standen die Romane der „Jahrhundert-Trilogie“ von Carmen Rock auf der Bestsellerliste des „SPIEGEL“. Der zweite Band „Zeiten des Aufbruchs“ schaffte es sogar auf Platz Eins. Die Bücher, in denen die Autorin die Lebensgeschichte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die Freundinnen Käthe, Henny, Ida, Lina und Louise</span></em></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/toechter-einer-neuen-zeit-2/">Eine Bildergalerie zu diesem Feature sehen Sie hier</a></p>
<p>English translation following this report</p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Monatelang standen die Romane der „Jahrhundert-Trilogie“ von Carmen Rock auf der Bestsellerliste des „SPIEGEL“. Der zweite Band „Zeiten des Aufbruchs“ schaffte es sogar auf Platz Eins. Die Bücher, in denen die Autorin die Lebensgeschichte von vier Frauen aus Hamburg über fast ein Jahrhundert hinweg erzählt, fesselten Leserinnen und Leser vor allem durch die Verknüpfung historischer Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen der Frauen und deren Familien. </span><span id="more-6833"></span></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Jetzt findet der Stoff erstmals den Weg auf die Bühne. Das Hamburger Ernst Deutsch-Theater brachte am 1. Mai 2025 die von Gil Mehmert dramatisierte und inszenierte Fassung der „Töchter einer neuen Zeit“ in Deutschlands größtem Privattheater zur Uraufführung. Und er begeisterte damit nicht nur das Premierenpublikum, sondern auch die Kritik. Was die zwölf Schauspielerinnen und Schauspieler sowie die begleitenden vier Musiker während der zweieinhalb-stündigen Aufführung hier boten, empfanden Zuschauer nicht zu Unrecht als „ganz großes Kino“.</span></p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Schauspielerinnen tragen zu Beginn des Stückes die Kulissen auf die Bühne</span></em></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Es ist ein Feuerwerk an Ideen und dazu eine bemerkenswerte Leistung des gesamten Ensembles, die die Zuschauer in Atem halten. Dazu kommt ein sparsames, zugleich aber mobiles Bühnenbild mit wenigen Kulissen, die von den Schauspielern für die mehr als Hundert verschiedenen Szenen zum jeweiligen Einsatzort getragen oder geschoben werden. Szenenwechsel im Minutentakt, aber auch Kostüm und Maskenwechsel vermitteln dem Publikum den Eindruck, dass hier ein Film „live“ auf der Bühne vor ihnen abläuft. Schauspieler werden als Kleiderständer, Kofferablage, als Vorhangschiene oder zum Halten von Spülbecken im Krankenhaus eingesetzt. Und all dies einstudiert in nur zehn Probetagen auf der Bühne.&nbsp;<br />
</span></p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Ida und Käthe (r)&nbsp; treffen sich</span></em></p>
<h5><span style="font-family: Montserrat;">Der Roman und das Stück</span></h5>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Hamburg </span><span style="font-family: Montserrat;">im Jahr</span><span style="font-family: Montserrat;"> 1919 &#8211; Die Krankenschwester Henny, ihre Freundin Käthe, die Ärztin Ida und die Lehrerin Lina stehen </span><span style="font-family: Montserrat;">nach dem Ende des ersten Weltkriegs </span><span style="font-family: Montserrat;">stellvertretend für eine neue, mutige Frauengeneration. Sie erleben </span><span style="font-family: Montserrat;">den Beginn einer neuen Zeit mit der </span><span style="font-family: Montserrat;">Weimarer Republik, die Machtergreifung der Nationalsozialisten und den Zweiten Weltkrieg – mit </span><span style="font-family: Montserrat;">seiner allgegenwärtigen Bedrohung und Zerstörung und den persönlichen Verlusten. Die </span><span style="font-family: Montserrat;">Trilogie verbindet </span><span style="font-family: Montserrat;">die </span><span style="font-family: Montserrat;">historische</span><span style="font-family: Montserrat;">n</span><span style="font-family: Montserrat;"> Ereignisse </span><span style="font-family: Montserrat;">geschickt </span><span style="font-family: Montserrat;">mit </span><span style="font-family: Montserrat;">den </span><span style="font-family: Montserrat;">persönlichen Schicksalen </span><span style="font-family: Montserrat;">aus weiblicher Sicht</span><span style="font-family: Montserrat;">, </span><span style="font-family: Montserrat;">was auch ihren Erfolg bei weiblichen Leserinnen erklärt.</span></p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12px;"><em>Die SA stürmt Treffen von Nazi-Gegnern, die fliehen</em></span></p>
<h5><span style="font-family: Montserrat;">Bühnenversion mit Verwirrungen </span></h5>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Die Bühnenfassung des ersten Romans der Trilogie fasziniert und bannt die Zuschauer, führt gelegentlich aber auch zu Verwirrungen. Gil Mehmerts kunstvoll verwobene Abfolge mehrerer Hundert Szenen in unglaublich hohem Tempo und manchmal (gefühlten) nur wenige Sekunden kurzer Dauer, dazu auch mit zeitlichen Rückblenden, können bei Unkenntnis des Romans zur Verwirrung und (wie bei mir!) zum gelegentlichen Verlust der Orientierung führen </span><span style="font-family: Montserrat;">und Atemlosigkeit</span><span style="font-family: Montserrat;">. </span><span style="font-family: Montserrat;">Am Ende spielt das aber keine Rolle mehr, denn Mehmerts Darstellung der „Töchter einer neuen Zeit“ lässt den Adrenalinspiegel ansteigen, wie befragte Zuschauer nach dem Großen, lang-anhaltenden Schlussapplaus bestätigten. Ein Stück, das es verdiente, auch zwei Mal gesehen zu werden.</span></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/toechter-einer-neuen-zeit-2/">Und hier gehts zu den Bildern&nbsp;&nbsp;</a></p>
<p>Achtung: Einzelheiten zur Besetzung des Stücks auf der <a href="https://www.ernst-deutsch-theater.de/">Seite des Ernst Deutsch Theaters</a></p>
<p>Vorstellungen bis zum 1. Juni 2025</p>
<p><strong><em>English translation</em></strong></p>
<p><em>The friends Käthe, Henny, Ida, Lina and Louise</em></p>
<p>Carmen Rock&#8217;s ‘Century Trilogy’ novels were on SPIEGEL&#8217;s bestseller list for months. The second volume, ‘Zeiten des Aufbruchs’ (Times of Change), even made it to number one. The books, in which the author tells the life stories of four women from Hamburg over almost a century, captivated readers above all by linking historical events with the personal fates of the women and their families.</p>
<p>Now the material is finding its way onto the stage for the first time: on 1 May 2025, the Ernst Deutsch Theatre in Hamburg premiered the version of ‘Töchter einer neuen Zeit’ dramatised and directed by Gil Mehmert in Germany&#8217;s largest private theatre. And it thrilled not only the premiere audience, but also the critics. What the twelve actors and actresses and the accompanying four musicians delivered during the two-and-a-half-hour performance was rightly described by the audience as ‘great cinema’.</p>
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<p><em>Actresses carry the scenery onto the stage at the beginning of the play</em></p>
<p>It is a firework display of ideas and a remarkable performance by the entire ensemble that keeps the audience spellbound. Added to this is a sparse yet mobile stage design with few sets, which are carried or pushed by the actors to the respective locations for more than a hundred different scenes. Scene changes every minute, as well as costume and mask changes, give the audience the impression that a film is being shown ‘live’ on stage in front of them. Actors are used as clothes racks, luggage racks, curtain rails or to hold sinks in a hospital. And all this was rehearsed in just ten days on stage.</p>
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<p><em>Ida and Käthe (right) meet</em></p>
<h5>The novel and the play</h5>
<p>Hamburg in 1919 – Nurse Henny, her friend Käthe, doctor Ida and teacher Lina represent a new, courageous generation of women after the end of the First World War. They experience the dawn of a new era with the Weimar Republic, the rise to power of the National Socialists and the Second World War – with its omnipresent threat and destruction and personal losses. The trilogy skilfully combines historical events with personal destinies from a female perspective, which also explains its success with female readers.</p>
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<p><em>The SA storms a meeting of Nazi opponents, who flee</em></p>
<h5>Stage version with confusion</h5>
<p>The stage adaptation of the first novel in the trilogy fascinates and captivates the audience, but occasionally also leads to confusion. Gil Mehmert&#8217;s artfully woven sequence of several hundred scenes at an incredibly fast pace and sometimes (what feels like) only a few seconds in length, combined with flashbacks, can lead to confusion and (as in my case!) occasional loss of orientation and breathlessness if you are unfamiliar with the novel. In the end, however, this no longer matters, because Mehmert&#8217;s portrayal of the ‘daughters of a new era’ gets the adrenaline pumping, as audience members confirmed after the long, sustained final applause. A play that deserves to be seen twice.</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/toechter-einer-neuen-zeit-2/">Click here for pictures</a></p>
<p>Please note: Details about the cast of the play can be found on the Ernst Deutsch Theater website.</p>
<p>Performances until 1 June 2025</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Missachtete Minderheit &#8211; Indiens Töchter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2025 11:10:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>English translation following this story Indische Frauen gelten als besonders schön. Neun Mal erhielten sie in den vergangenen Jahrzehnten den Titel „Miss World“ oder „Miss Universe“. Indische Frauen haben sich erfolgreich in großen Wirtschaftsunternehmen profiliert und sind im Management ebenso erfolgreich, wie in der Wissenschaft. In den USA schaffte die Halb-Inderin Kamala Harris 2020 den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>English translation following this story</em></p>
<p>Indische Frauen gelten als besonders schön. Neun Mal erhielten sie in den vergangenen Jahrzehnten den Titel „Miss World“ oder „Miss Universe“. Indische Frauen haben sich erfolgreich in großen Wirtschaftsunternehmen profiliert und sind im Management ebenso erfolgreich, wie in der Wissenschaft. <span id="more-6633"></span>In den USA schaffte die Halb-Inderin Kamala Harris 2020 den Aufstieg zur Vizepräsidentin und vier Jahre später sogar zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten. Im Ausland treten junge Inderinnen heute selbstbewusst in der Öffentlichkeit auf. Sie arbeiten in verantwortungsvollen Positionen, auch in internationalen, politischen Organisationen.</p>
<p>In Indiens Metropolen, wie in Mumbai (früher Bombay), Neu Delhi, Chennai (Madras) oder dem früheren Bangalore zeigen sich Frauen aller Altersklassen öffentlich gleichberechtigt, ob in traditionell indischer oder westlicher Bekleidung. Frauen aus höheren Einkommensklassen steuern selbstverständlich ihr Auto oder werden von ihrem Chauffeur gefahren. Doch außerhalb des öffentlichen Scheinwerferlichts ist die Lage für Frauen und Mädchen auf dem Subkontinent alles andere als rosig. Im Vergleich zur männlichen Konkurrenz sind Mädchen und Frauen vor allem in ländlichen Regionen auch im 21. Jahrhundert viel zu häufig „zweite Wahl“.</p>
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<h3>Frauen in Indien eine Minderheit</h3>
<p>Das zeigt sich bereits bei einem ersten Blick auf die Statistik des bevölkerungsreichsten Landes der Erde. Auf dem Subkontinent gibt es weniger Frauen als Männer. Während in fast allen Ländern der Welt, auch in ärmeren Schwellenländern, die Zahl der Frauen stets die der Männer leicht übersteigt (wofür meist biologisch-medizinische Faktoren verantwortlich gemacht werden), sind in Indien mit seinen mehr als 1,4 Milliarden Menschen nur 48,4 Prozent weiblich.</p>
<p>Frauen sind also in der Minderheit, obwohl laut Statistik deren Lebenserwartung in nahezu allen Bundesstaaten durchschnittlich um drei Jahre über der der Männer liegt. Einzig der Südwest-indische Staat Kerala, der lange von den Kommunisten regiert wurde, hat einen Frauenüberschuss und eine fast hundertprozentige Alphabetisierungsrate. Bemerkenswert: Überall dort, wo historisch Matriarchate dominieren, ist auch die Lage der Frauen stabiler.</p>
<h3>Vorsicht vor Statistiken</h3>
<p>Doch Statistiken auf dem Subkontinent sind nur mit Vorsicht zu genießen. Das trifft umso mehr zu, wenn es um Verbrechen gegen Frauen geht. So wurden in den 2020er Jahren nach offiziellen Angaben in ganz Indien etwa 450 000 Straftaten pro Jahr gegen Frauen registriert, mit zunehmender Tendenz. In Deutschland mit seinen 80 Milionen Einwohnern waren es 2023 Zum Vergleich etwa 180 000 Fälle häuslicher Gewalt durch Männer. Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung Indiens müssten dort also mindestens 3,15 Millionen Straftaten gegen Frauen pro Jahr gemeldet werden. Dass Indien mit seiner 17,5 Mal höheren Einwohnerzahl rechnerisch erheblich weniger Straftaten gegen Frauen registriert haben soll, muss daher stark bezweifelt werden.</p>
<p>Sehr häufig werden Gewalttaten gegen Frauen in Indien gar nicht erst angezeigt. Oder sie werden von den Behörden niedergeschlagen, bevor es zu einer Anklage kommt. In ländlichen Gemeinschaften werden manche Verbrechen, einschließlich der Frauen-Morde, sogar mit Wissen von sogenannten Dorfräten begangen, berichten indische Medien. In den meisten gemeldeten Fällen werden Mädchen und Frauen von ihren Ehemännern und ihren Schwiegermüttern wegen einer nach Ansicht der Täter zu geringen Mitgift ermordet. Die gilt, trotz eines gesetzlichen Verbots aus den 1960er Jahren im ganzen Land bis heute noch immer als wichtiger Bestandteil von Eheverträgen.</p>
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<p data-start="973" data-end="1022"><em>&#8220;Das indische Strafrecht schützt Frauen theoretisch. Doch in der Realität werden sie von der Polizei, vom System und der Gesellschaft im Stich gelassen.&#8221;</em> (Vinda Grover, Menschenrechtsanwältin)</p>
<h3 data-start="973" data-end="1022">Tausende Dowry-Morde jedes Jahr</h3>
<p>Offiziell wurden 2021 in ganz Indien nach amtlichen Zahlen 6 589&nbsp; Mitgift-Morde registriert. Auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet, wären das allein schon etwa drei Mal so viele Femizide, wie in Deutschland. Doch vermutlich liegt die Zahl der Frauenmorde aus Habgier oder sogenannte Ehrenmorde indischen Medien zufolge deutlich über den amtlichen Zahlen. Die meisten Gewalttaten werden aus Nordindien berichtet. Schon vor 40 Jahren machten Berichte aus der Hauptstadt Neu Delhi Schlagzeilen, wo innerhalb eines Jahres 1300 Dowry-Morde registriert wurden.</p>
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<p><em data-start="692" data-end="861">„Es gibt eine stille, aber sehr reale Gewalt gegen Frauen – in der Politik, in der Gesellschaft, in der Familie. Und sie ist überall sichtbar, wenn man nur hinschaut.“</em> (Arundhati Roy, Schriftstellerin und Aktivistin. Booker Prize für &#8220;Der Gott der kleinen Dinge&#8221;)</p>
<p>Mädchen und Frauen wurden und werden in Indien traditionell benachteiligt. Die Gesellschaft ist im Norden stark patriarchalisch geprägt. Mädchen gelten mit ihrer Geburt als Belastung für die Familien. Mäner dagegen haben besonders auf dem Land den Rang des „Ernährers“ und Jungen sind die „Stammhalter“. Frauen werden auf ihre Rolle als Ehefrau und Mutter reduziert. Entscheidungen – ob über Ausbildung, Ehe oder Beruf – treffen Väter und Ehemänner.</p>
<h4>Weibliche Kindstötung schon vor der Geburt</h4>
<p>Die schonungslose Benachteiligung der Mädchen beginnt auf dem Land, wo etwa 70 Prozent aller Inder wohnen, oft schon vor der Geburt. Weibliche Kindstötung und selektive Abtreibung waren auf dem Subkontinent noch vor wenigen Jahren – ähnlich wie in China &#8211; an der Tagesordnung. Das traurige Schicksal hunderttausender&nbsp; weiblicher Föten war mit dem Auftauchen geschlechtsspezifischer Fruchtwasser-Untersuchungen und von Ultraschallgeräten besiegelt worden. Überall in Indien machten Abtreibungskliniken auf. Ehepaare wollten gezielt nur männliche Babys zur Welt bringen. In den späten 1980er Jahren machten Berichte Schlagzeilen, wonach bei Razzien in einer Abtreibungsklinik im damaligen Bombay (Mumbai) mehr als 1000 abgetriebene Föten untersucht wurden: Nur einer der Föten war männlich.</p>
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<p><em data-start="1060" data-end="1180">„Indien ist ein Land mit millionenfachen verlorenen Frauenleben – durch Benachteiligung, Vernachlässigung und Gewalt.“ (Amartyia Sen, Nobelpreisträger Wirtschaft. </em>Er prägte den Begriff der „missing women“ – also der statistisch fehlenden Millionen Frauen in Ländern wie Indien und China, verursacht durch weibliche Kindstötung, Unterernährung und fehlenden Zugang zu medizinischer Versorgung)</p>
<p>Schätzungen zufolge wurden auf dem Subkontinent zwischen 1980 und 2010 etwa 4,2 bis 12,1 Millionen weiblicher Föten selektiv abgetrieben. Diese Praxis trägt vermutlich erheblich zum Ungleichgewicht im Geschlechterverhältnis bei, das je nach Bundesstaat bei bis zu 48:52 liegt. In einigen Bundesstaaten, wie in Haryana und dem Punjab hat dieses biologisch und medizinische Missverhältnis dazu geführt, dass viele junge Männer ihre Heimat verlassen müssen, weil sie dort keine Partnerinnen mehr finden.</p>
<h3>Selbst bei der Ernährung benachteiligt</h3>
<p>Haben Mädchen diese erste, tödliche Hürde in ihrem Leben überlebt, warten vor allem auf dem weiten Land weitere Hindernisse auf sie. Da wäre zunächst die Ernährung. In der traditionellen Dorfgemeinschaft, wo Familien überwiegend von Landwirtschaft und Tageslohn leben, geht die Essensverteilung oft noch immer nach der alten Regel: Erst bekommt der Ehemann und Vater, dann die Söhne, dann die Töchter und am Ende die Mutter zu essen. Chronische Unterernährung der Mädchen könnte also die Folge sein.</p>
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<p><em data-start="318" data-end="456">„In Indien zu einer Frau heranzuwachsen bedeutet, ständig zu lernen, was man nicht darf – statt ermutigt zu werden, was man alles kann.“</em> (Pryianka Chopra, Schauspielerin und UNICEF-Botschafterin)</p>
<p>Auch wenn sich die Bevölkerungsexplosion auf dem Subkontinent über die vergangenen Jahrzehnte etwas verlangsamt hat, ist die Armut in den kinderreichen Familien auf dem Land ein weiterer, entscheidender Faktor. Auch und gerade bei der Bildung. Offiziellen Statistiken zufolge ist in den Dörfern die Zahl der Analphabeten deutlich höher, als in den Städten; und Schulbildung wird den Mädchen dort eher vorenthalten, als ihren Brüdern.</p>
<p>Im Jahr 2011 lag die Alphabetisierungsrate in Indien offiziell bei insgesamt rund 74 Prozent, mit ca 82 Prozent bei Männern und 65,5 Prozent bei Frauen. Auch wenn diese Zahlen zu positiv erscheinen, deuten sie doch schon auf eines der Hauptprobleme. Sehr viele Millionen Frauen (und natürlich auch Männer) stehen dem indischen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, oder im besten Fall als Hilfsarbeiter für die üblichen Knochenarbeiten (Bau, Straßenbau, Landwirtschaft oder einfache Handarbeit in Sweatshops etc.) Außerdem erschweren sie die Bildung der Frauen im sozialmedizinischen Bereich, etwa bei der Familienplanung, der Empfängnisverhütung.</p>
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<p><em data-start="1824" data-end="1958">„Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern. Bildung ist der Weg zur Emanzipation – gerade für Mädchen.“ (Malala Yousafzai, pakistanische Friedensnobelpreisträgerin)</em></p>
<p>Während die Entwicklung auf dem Lande, auch wegen fehlender Infrastruktur, nur langsam fortschreitet, verweisen die Regierungen in den städtischen Ballungsräumen auf deutliche Fortschritte. Die Alphabetisierungsrate der jungen Frauen liegt in Delhi und anderen Metropolen teils bei 90+ Prozent. Doch selbst hier hinkt die gesellschaftliche Entwicklung den Bedürfnissen und Wünschen vor allem jüngerer Frauen hinterher. Denn noch immer gelten die alten Familienregeln.</p>
<h3>Hauptrolle der Frau ist die Mutterschaft</h3>
<p>Die Hauptrolle der Frau ist die Mutterschaft. Noch immer wird auch die große Mehrzahl der Ehen von den Eltern arrangiert. Scheidungen sind noch immer eher selten. Gleichgeschlechtliche Liebe ist zwar seit 2018 nicht mehr verboten, doch gibt es keine anerkannten Ehen zwischen Schwulen oder lesbischen Paaren. Frauen, die &#8220;Single&#8221; leben wollen, haben es schwer, akzeptiert zu werden. Vermutlich auch wegen der fehlenden sozialen Absicherung im Alter. Die Gesellschaft auf dem Lande ist nach wie vor weitaus rückständiger, als die in den riesigen Metropolen (Großraum Delhi ca 30 Million Einwohner).</p>
<p>Besonders trifft die Härte der ländlichen Dorfgesellschaft die Witwen, die sehr oft völlig mittellos am Rande der Dorfgemeinschaft leben und von deren Gnade abhängen. Zwar ist &#8220;Sati&#8221;, die Witwenverbrennung, seit 1987 gesetzlich verboten, doch überlebende Frauen werden oft diskriminiert und verfolgt und von gesellschaftlichen Ereignissen ausgeschlossen. Außerdem werden sie gezwungen, weiße Kleidung zu tragen und oft in sogenannte Witwen-Ashrams &#8211; etwa in den Städten Vrindaban oder Varanasi getrieben, wo sie für eine tägliche Mahlzeit tagsüber oft stundenlang beten müssen. Ein Alter in Würde ist für diese Mittellosen unmöglich.</p>
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<p><em><span style="font-size: 13px;">Mehr als 15 000 Witwen leben in Städten wie Vrindaban am Yamuna oder in Varanasi am Ganges in bitterster Armut. In sogenannten Witwen-Ashrams müssen sie täglich stundenlang beten. Ihr Lohn: Ein dürftiges Mittagessen</span></em></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/galerie/">Den direkten Link zur Bildergalerie für dieses Feature finden Sie hier</a></p>
<p data-start="692" data-end="861"><strong><em>english translation</em></strong></p>
<p>Indian women are considered particularly beautiful. They have won the title of ‘Miss World’ or ‘Miss Universe’ nine times in recent decades. Indian women have made a name for themselves in large commercial enterprises and are just as successful in management as they are in science. In the United States, Kamala Harris, who is half Indian, rose to become vice president in 2020 and, four years later, even became the Democratic presidential candidate. Young Indian women today appear confident in public abroad. They work in positions of responsibility, including in international political organisations.</p>
<p>In India&#8217;s major cities, such as Mumbai (formerly Bombay), New Delhi, Chennai (Madras) and the former Bangalore, women of all ages appear in public as equals, whether in traditional Indian or Western clothing. Women from higher income groups drive their own cars or are driven by chauffeurs as a matter of course. But away from the public spotlight, the situation for women and girls on the subcontinent is anything but rosy. Compared to their male counterparts, girls and women, especially in rural areas, are still far too often the ‘second choice’ even in the 21st century.</p>
<h3>Women in India are a minority</h3>
<p>This is evident at first glance from the statistics of the world&#8217;s most populous country. There are fewer women than men on the subcontinent. While in almost all countries of the world, including poorer emerging economies, the number of women always slightly exceeds that of men (for which biological and medical factors are usually responsible), in India, with its more than 1.4 billion people, only 48.4 per cent are female.</p>
<p>Women are therefore in the minority, even though, according to statistics, their life expectancy in almost all states is on average three years higher than that of men. Only the southwestern Indian state of Kerala, which was long ruled by communists, has a surplus of women and an almost 100 per cent literacy rate. It is noteworthy that wherever matriarchies have historically dominated, the situation of women is also more stable.</p>
<h3>Be wary of statistics</h3>
<p>However, statistics on the subcontinent should be treated with caution. This is all the more true when it comes to crimes against women. According to official figures, around 450,000 crimes against women were reported across India in 2020, with an upward trend. In Germany, with its 80 million inhabitants, there were 180,000 cases of domestic violence by men in 2023. Based on India&#8217;s total population, this means that at least 3.15 million crimes against women would have to be reported there every year. It is therefore highly doubtful that India, with its 17.5 times higher population, has recorded significantly fewer crimes against women.</p>
<p>Very often, acts of violence against women in India are not even reported. Or they are suppressed by the authorities before charges are brought. In rural communities, some crimes, including the murder of women, are even committed with the knowledge of so-called village councils, according to Indian media reports. In most reported cases, girls and women are murdered by their husbands and mothers-in-law because the perpetrators consider the dowry to be too low. Despite a nationwide ban in the 1960s, dowries are still considered an important part of marriage contracts.</p>
<p><i>‘<strong>Indian criminal law protects women in theory. But in reality, they are let down by the police, the system and society.’</strong></i><strong> (Vinda Grover, human rights lawyer)</strong></p>
<h3>Thousands of dowry murders every year</h3>
<p>According to official figures, 6,589 dowry murders were recorded across India in 2021. Extrapolated to the total population, that would be about three times as many femicides as in Germany. However, according to Indian media, the number of women murdered out of greed or so-called honour killings is likely to be significantly higher than the official figures. Most of the violent crimes are reported in northern India. Forty years ago, reports from the capital New Delhi made headlines when 1,300 dowry murders were recorded in a single year.</p>
<p><i>‘<strong>There is a silent but very real violence against women – in politics, in society, in the family. And it is visible everywhere, if you just look.’</strong></i><strong> (Arundhati Roy, writer and activist. Booker Prize winner for ‘The God of Small Things’)</strong></p>
<p>Girls and women have traditionally been disadvantaged in India. Society in the north is strongly patriarchal. Girls are considered a burden on their families from birth. Men, on the other hand, have the status of ‘breadwinners’, especially in rural areas, and boys are the ‘heirs’. Women are reduced to their role as wives and mothers. Decisions – whether about education, marriage or career – are made by fathers and husbands.</p>
<h4>Female infanticide even before birth</h4>
<p>The relentless discrimination against girls begins in rural areas, where around 70 per cent of all Indians live, often even before birth. Female infanticide and selective abortion were commonplace on the subcontinent just a few years ago, as they were in China. The sad fate of hundreds of thousands of female foetuses was sealed with the advent of gender-specific amniotic fluid tests and ultrasound equipment. Abortion clinics sprang up all over India. Married couples wanted to give birth only to male babies. In the late 1980s, reports made headlines that more than 1,000 aborted foetuses had been examined during raids on an abortion clinic in what was then Bombay (Mumbai): only one of the foetuses was male.</p>
<p><i>‘<strong>India is a country with millions of lost women&#8217;s lives – through discrimination, neglect and violence.’ (Amartyia Sen, Nobel Prize winner in economics. </strong></i><strong>He coined the term ‘missing women’ – referring to the millions of women statistically missing in countries such as India and China as a result of female infanticide, malnutrition and lack of access to medical care).</strong></p>
<p>According to estimates, between 1980 and 2010, approximately 4.2 to 12.1 million female foetuses were selectively aborted on the subcontinent. This practice is thought to contribute significantly to the gender imbalance, which is as high as 48:52 in some states. In some states, such as Haryana and Punjab, this biological and medical imbalance has led to many young men having to leave their homes because they can no longer find partners there.</p>
<h3>Disadvantaged even when it comes to nutrition</h3>
<p>Even if girls survive this first deadly hurdle in their lives, further obstacles await them, especially in rural areas. First and foremost is nutrition. In traditional village communities, where families live mainly from agriculture and daily wages, food is often still distributed according to the old rule: first the husband and father eat, then the sons, then the daughters and finally the mother. This can result in chronic malnutrition among girls.</p>
<p><i>‘<strong>Growing up as a woman in India means constantly learning what you can&#8217;t do – instead of being encouraged to do everything you can.’</strong></i><strong> (Pryianka Chopra, actress and UNICEF ambassador)</strong></p>
<p>Even though the population explosion on the subcontinent has slowed somewhat over the past decades, poverty in large families in rural areas is another decisive factor. This is particularly true in education. According to official statistics, the illiteracy rate in villages is significantly higher than in cities, and girls are more likely to be denied an education than their brothers.</p>
<p>In 2011, the official literacy rate in India was around 74 per cent overall, with approximately 82 per cent for men and 65.5 per cent for women. Even if these figures seem too positive, they already point to one of the main problems. Many millions of women (and of course men) are not available to the Indian labour market, or at best as unskilled workers for the usual back-breaking jobs (construction, road building, agriculture or simple manual labour in sweatshops, etc.). They also make it difficult for women to receive education in the socio-medical field, for example in family planning and contraception.</p>
<p><em>‘<strong>One child, one teacher, one book and one pen can change the world. Education is the path to emancipation – especially for girls.’ (Malala Yousafzai, Pakistani Nobel Peace Prize winner)</strong></em></p>
<p>While development in rural areas is progressing slowly, partly due to a lack of infrastructure, governments in urban centres point to significant progress. The literacy rate among young women in Delhi and other major cities is over 90 per cent in some cases. But even here, social development is lagging behind the needs and wishes of younger women in particular. This is because the old family rules still apply.</p>
<h3>The main role of women is motherhood</h3>
<p>The main role of women is motherhood. The vast majority of marriages are still arranged by parents. Divorces are still relatively rare. Although same-sex love has not been illegal since 2018, there are no recognised marriages between gay or lesbian couples. Women who want to live ‘single’ find it difficult to be accepted. This is probably also due to the lack of social security in old age. Rural society is still far more backward than in the huge metropolises (Greater Delhi has a population of around 30 million).</p>
<p>The harshness of rural village society particularly affects widows, who very often live completely destitute on the margins of the village community and depend on its mercy. Although ‘sati’, the burning of widows, has been prohibited by law since 1987, surviving women are often discriminated against, persecuted and excluded from social events. They are also forced to wear white clothing and are often driven into so-called widow ashrams – for example in the cities of Vrindaban or Varanasi – where they often have to pray for hours during the day for a single meal. A dignified old age is impossible for these destitute women.</p>
<p><strong><em>More than 15,000 widows live in cities such as Vrindaban on the Yamuna River or Varanasi on the Ganges in abject poverty. In so-called widow ashrams, they must pray for hours every day. Their reward: a meagre lunch.</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/indiens-missachtete-toechter/">Missachtete Minderheit &#8211; Indiens Töchter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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		<title>Mondlift etc. &#8211; Frühjahrsdom in Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2025 17:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Volksfest]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>English version following German feature Höher, lauter, schneller ist die Devise In der Pause zwischen zwei Fahrten sieht der &#8220;Mondlift&#8221; recht harmlos aus. Von kräftigen Trägerarmen gehalten, sitzen die jungen Fahrgäste in robusten Kabinen, ähnlich einem Zweier-Bob. Gesichert sind sie durch einen massiven Käfig, der bereits ahnen lässt, warum den meisten Fahrgästen dieses Monstrums wohl [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" data-pm-slice="1 1 []"><span style="font-size: 11px;"><em>English version following German feature</em></span></p>
<h5 style="text-align: center;" data-pm-slice="1 1 []">Höher, lauter, schneller ist die Devise</h5>
<p data-pm-slice="1 1 []">In der Pause zwischen zwei Fahrten sieht der &#8220;Mondlift&#8221; recht harmlos aus. Von kräftigen Trägerarmen gehalten, sitzen die jungen Fahrgäste in robusten Kabinen, ähnlich einem Zweier-Bob. Gesichert sind sie durch einen massiven Käfig, der bereits ahnen lässt, warum den meisten Fahrgästen dieses Monstrums wohl nicht zum Lachen zu Mute ist.<span id="more-6184"></span> Dann setzt sich dieses überdimensionierte Karussel aus dem Raumfahrt- Zeitalter in Bewegung. Zu kreischender Musik und Ohren-betäubenden Ur-Geräuschen, verfolgt von hektisch hin und her zuckenden Scheinwerfern , wird die Höllenmaschine mit dem futuristischen Namen immer schneller. [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/apocalypse-now-fruehlingsdom-in-hamburg/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>]  <em><span style="font-size: 12px;">Raumfahrt-Karussel im grellen Licht</span></em></p>
<p data-pm-slice="1 1 []">Die Kabinen fliegen am Zuschauer vorbei, während sich das gewaltige Gefährt langsam aus der Waagerechten erhebt. Sie drehen sich nun, 14 Mal in der Minute, in einem Winkel von 90 Grad zum Boden schnell um die massive Achse. Zu den kreischenden Geräuschen der Maschinen und der Fahrgäste werden jetzt noch&nbsp; Dampf-Wolken in grellen Pastelltönen in die Luft geblasen. Im Hintergrund wird das Bild einer zerstörten Freiheitsstatue aus New York im Vorbeiflug der Kabinen kurz sichtbar. Dann, nach fünf Minuten, dreht sich der &#8220;Mondlift&#8221; wieder in die horiontale Lage. Die Fahrt ist zuende. Keiner der Passagiere hat dabei Schaden genommen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p data-pm-slice="1 1 []"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/apocalypse-now-fruehlingsdom-in-hamburg/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p style="text-align: center;" data-pm-slice="1 1 []"><em><span style="font-size: 12px;">Nur wenige Minuten bis zur Reeperbahn</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;" data-pm-slice="1 1 []">Vom Frühjahrsdom zur Reeperbahn</h5>
<p data-pm-slice="1 1 []">Der &#8220;Mondlift&#8221;, der im Vorbeiflug der Kabinen wirkt wie aus einem Science-Fiction-Film gefallen, steht seit dem 21. März (Frühlingsanfang 2025) einen Monat lang auf dem Hamburger Heiliggeist-Feld. Es ist wieder einmal Frühlings-Dom, eines der drei großen Volksfeste auf dem Gelände am Rande von St. Pauli neben dem Stadion der Kiezkicker und neben dem gewaltigen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der zu einem Luxus-Hotel ausgebaut wurde. Bis zur Reeperbahn sind es nur wenige Hundert Meter.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/apocalypse-now-fruehlingsdom-in-hamburg/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p style="text-align: center;" data-pm-slice="1 1 []"><em><span style="font-size: 12px;">Bratwurst und Fischbrötchen als Jahrmarkts-Essen</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;" data-pm-slice="1 1 []">Mariendom gab dem Fest den Namen</h5>
<p data-pm-slice="1 1 []">Je nach Wetterlage kommen alljährlich zwischen 1,3 und mehr als zwei Millionen Menschen zu dieser &#8220;Fun-Fair&#8221;, um nach den langen Wintermonaten die Atmosphäre des riesigen Jahrmarkts und den damit verbundenen Lärm zu genießen und die typischen Gerüche eines Volksfests&nbsp; einzuatmen. Der Name &#8220;Dom&#8221; für die drei Hamburger Volksfeste (Frühjahr, Sommer, Winter) erinnert an die Ursprünge des Fests. Schon im 12. Jahrhundert gab es vor der Hamburger Hauptkirche, dem Mariendom, einen Jahrmarkt. Zwar wurde diese Kirche im damaligen Stadtzentrum 1804 abgerissen, doch der Name blieb dem Volksfest bis heute erhalten. Die drei Feste findet traditionell in den Monaten März-April, Juli und November statt.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/apocalypse-now-fruehlingsdom-in-hamburg/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<h5 style="text-align: center;" data-pm-slice="1 1 []">Vom High-Tech-Tower bis zum Kettenkarussel</h5>
<p class="" data-start="0" data-end="327">Hamburgs Frühjahrsdom wird gewöhnlich von rund 60 bis 70 &#8220;Fahrgeschäften&#8221; beschickt. Dazu zählen Achterbahnen, Karusselle, Riesenräder, Freefall-Tower, Autoscooter und andere Attraktionen – vom klassischen Kinderkarussell bis zum modernen Hightech-Fahrgeschäft. Daneben findet man noch etwa 200 Schausteller, Imbissbuden, Spielstände, Verkaufsstände und &#8211; zumindest in diesem Jahr, auch eine Wahrsagerin.</p>
<h5 style="text-align: center;">Vergnügen für die ganze Familie</h5>
<p>Der Frühjahrsdom ist der erste der drei jährlich stattfindenden Dom-Feste und markiert den Auftakt in die Hamburger Volksfestsaison. Besonders beliebt sind auch in diesem Jahr die High-Tech-Fahrgeschäfte, die Besucher mit zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit in und durch luftige Höhen katapultieren; rasend schnell drehende Höllenmaschinen oder gigantische Schiffsschaukeln, die den Benutzern reichlich Mut und stabile Mägen abverlangen. Doch auch Klassiker wie das Riesenrad, die (schon etwas ältlich wirkende) Achterbahn &#8220;Wilde Maus&#8221; (gleich neben dem &#8220;Mondlift&#8221;), oder ein nostalgische Kettenkarussell gehören zum Bild des Doms. Und natürlich ist auch für Kinder aller Altersstufen gesorgt, und zahllose Stände verkaufen die typische Jahrmarkt-Nahrung: Würste, Kartoffelchips und zahllose Süßigkeiten. Und das zu Preisen, die kaum höher sind, als am üblichen Imbiss-Stand.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/apocalypse-now-fruehlingsdom-in-hamburg/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/apocalypse-now-fruehlings-dom-in-hamburg/">Hier gehts zur Galerie &#8220;Apocalypse Now&#8221;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>English translation:</strong></p>
<p>During a break between two rides, the ‘moon lift’ looks quite harmless. Held by extremely strong carrier arms, the mostly young passengers sit in robust cabins, similar to a two-person bobsled. They are secured by a massive cage, which already gives an idea of why most passengers probably don&#8217;t feel like laughing when they see this monster. Then this oversized carousel from the space age starts moving. To screeching music and deafening primal sounds, followed by frantically flashing spotlights, the infernal machine with the futuristic name is accelerating.</p>
<p>The cabins fly past the spectators as the huge vehicle slowly rises from the horizontal. They now turn, 14 times a minute, at an angle of 90 degrees to the ground, quickly around the massive axis. In addition to the screeching noises of the machines and the passengers, clouds of steam in bright pastel shades are now being blown into the air. In the background, a picture of the destroyed Statue of Liberty in New York can be seen briefly as the cabins fly by. Then, after five minutes, the ‘Moon Lift’ turns back to the horizontal position. The ride is over. None of the passengers were harmed.</p>
<h5>From Spring Fair to Reeperbahn</h5>
<p>The ‘Moon Lift’, which looks like something out of a science fiction film as the cabins fly by, has been standing on Hamburg&#8217;s Heiliggeist-Feld for a month since the beginning of spring 2025. Because it is once again &#8220;Frühlings-Dom&#8221;, spring-fair, one of the three big Hamburg fun fairs on the grounds on the edge of St. Pauli, next to the stadium of the St. Pauli soccer club and next to a huge bunker from the Second World War, which has now been converted into a luxury hotel. It is only a few hundred metres from here to the Reeperbahn.</p>
<h5>Mariendom gave the festival its name</h5>
<p>Depending on the weather, between 1.3 and more than two million people come to this ‘fun fair’ every year to enjoy the atmosphere of the huge fair and the associated noise after the long winter months and to breathe in the typical smells of a folk festival. The name ‘Dom’ for the three Hamburg folk festivals (spring, summer, winter) is reminiscent of the origins of the festival. As early as the 12th century, there was a fair in front of Hamburg&#8217;s main church, St. Mary&#8217;s Cathedral. Although this church in the then city centre was demolished in 1804, the name has been retained to this day. The three festivals traditionally take place in March-April, July and November.</p>
<h5>From high-tech towers to swing rides</h5>
<p>Hamburg&#8217;s Spring Dom is usually home to around 60 to 70 ‘rides’. These include roller coasters, carousels, Ferris wheels, freefall towers, bumper cars and other attractions – from classic children&#8217;s carousels to modern high-tech rides. There are also around 200 showmen, snack bars, gaming booths, sales stands and – at least this year – a fortune teller.</p>
<h5>Fun for the whole family</h5>
<p>The Spring Dom is the first of three annual Dom festivals and marks the start of the Hamburg folk festival season. This year, the high-tech rides are once again particularly popular, catapulting visitors to dizzying heights at breathtaking speeds. There are also fast-spinning infernal machines and gigantic swing boats that require plenty of courage and a stable stomach. But also classics such as the Ferris wheel, the (somewhat elderly) roller coaster ‘Wilde Maus’ (right next to the ‘Mondlift’), or a nostalgic chain carousel are part of the picture of the cathedral. And of course, children of all ages are also catered for, and countless stalls sell the typical fairground food: sausages, potato chips and countless sweets. And all this at prices that are hardly higher than at the usual snack stand.</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/apocalypse-now-fruehlings-dom-in-hamburg/">Click here for the gallery ‘Apocalypse Now’</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Pushkar &#8211; Kamelmarkt in der Wüste</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 21:15:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die kleine Stadt Pushkar im südlichen Rajasthan ist an elf Monaten des Jahres ein beschaulicher Ort. Mit seinen 500 Tempeln bei geschätzten 30 000&#160; Einwohnern gehört der Ort zu den ältesten und gleichzeitig heiligsten Städten Indiens, die hinduistische Pilger vom ganzen Subkontinent anzieht. Besonders die Anhänger des hinduistischen Schöpfer-Gottes Brahma zieht es in die weiße [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Die kleine Stadt Pushkar im südlichen Rajasthan ist an elf Monaten des Jahres ein beschaulicher Ort. Mit seinen 500 Tempeln bei geschätzten 30 000&nbsp; Einwohnern gehört der Ort zu den ältesten und gleichzeitig heiligsten Städten Indiens, die hinduistische Pilger vom ganzen Subkontinent anzieht.<span id="more-5689"></span> Besonders die Anhänger des hinduistischen Schöpfer-Gottes Brahma zieht es in die weiße Wüstenstadt in der Thar-Wüste. Denn in Pushkar steht einer der wenigen Brahma gewidmeten Tempel Indiens. Und diese Gottheit sorgte nach der Überlieferung dafür, dass der Ort religiöse Berühmtheit erlangte. Denn der Welten-Schöpfer ließ über der Stadt einst eine Lotos-Blüte fallen, und dort, wo diese den Boden berührte, entstand ein See mitten in der Wüste, dessen sauberes Wasser nun schon seit Jahrhunderten die Gläubigen alljährlich zum heiligen Bad lädt.</p>
<div id="attachment_5576" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5576" class="wp-image-5576 size-full" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003.jpg" alt="" width="1800" height="1219" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-300x203.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-1024x693.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-768x520.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-1536x1040.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-70x47.jpg 70w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5576" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Auf insgesamt 52 Ghats (Terrassen) am See herrscht vor allem Nachts Hochbetrieb</span></em></p></div>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Im hinduistischen Monat Kartig (Oktober/November), findet deshalb am Rande der Wüste die religiöse Pushkar-Mela (Fest) statt, die zu den schönsten und farbenprächtigsten Festen auf dem Subkontinent gehört. Gleichzeitig mit dem Fest treffen sich am Rande des Ortes Bauern und Händler in den Dünen der Wüste zu einem großen Kamelmarkt, der den Ruf der Stadt in der ganzen westlichen Welt verbreitet hat. Der Kamelmarkt von Pushkar lässt sich nach Studien von Historikern bis ins 19. Jahrhundert zurück verfolgen. Jahr für Jahr, aus Anlass der berühmten&nbsp; Vollmond-Nacht des Kartiks, zieht es zehntausende Gläubige zu dem kleinen See, in dem sie sich all ihrer Sünden entledigen wollen.</span></p>
<h5 class="western"><span style="font-family: Montserrat;">Vom familiären Fest zum Massentourismus</span></h5>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Meine Frau und ich hatten das große Glück, diese Pushkar-Mela im November 1988 besuchen zu dürfen, als sie noch einem großen Familientreffen der Wüstenbewohner glich. Auch in jenem Jahr trafen sich auf den Hügeln und den überwachsenen Dünen vor der Stadt Hunderte Kameltreiber und Händler, um Tiere zu kaufen oder zu tauschen. Kamele, (in Indien sind dies fast ausschließlich ein-höckrige Dromedare) dienten damals überall im Wüstenstaat Rajasthan als Zugtiere in der Landwirtschaft. Seither aber wurden sie in der Landwirtschaft weitgehend durch modernere Traktoren ersetzt.</span></p>
<div id="attachment_5619" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5619" class="size-full wp-image-5619" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046.jpg" alt="" width="1800" height="1279" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-300x213.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-1024x728.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-768x546.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-1536x1091.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-70x50.jpg 70w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5619" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Ein Farbenmeer ergießt sich über die Stadt und die benachbarte Wüste. Dazu laute Musik und das schreiende Wiehern der Kamele</span></em></p></div>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Die meisten der Händler kannten sich. Ihre Frauen und Kinder kamen auf altertümlichen und völlig überladenen Traktoren mit zu dem Fest, um die Tiere während des zehntägigen Fests zu versorgen und um sich durch den Bade-Ritus zu &#8220;reinigen&#8221;. Ziel der Pilgerschaft sind bis heute die 52 Uferterrassen (Ghats) zu dem Heiligen See am Rande der Stadt, wo sich die Gläubigen zum Lautsprecherklang religiöser Gesänge auf ein kurzes Tauchbad vorbereiten. Anschließend geht es in die örtlichen Tempel, vor allem den berühmten Brahma-Tempel. Doch Pushkar zieht nicht nur gläubige Hindus an. Vor allem in den 1960er und 1970er Jahren ließen sich hier auch Hippies aus aller Welt nieder. Auch der Savitri-Tempel lockt Pilger und Touristen, weil er auf einem Hügel liegt, der einen guten Überblick über die umgebende Wüstenlandschaft gibt.&nbsp;</span></p>
<div id="attachment_5579" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5579" class="size-full wp-image-5579" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006.jpg" alt="Pilger blicken auf die Ghats am anderen Ende des Heiligen Sees" width="1800" height="1188" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-300x198.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-1024x676.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-768x507.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-1536x1014.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-70x46.jpg 70w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5579" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Pilger blicken auf die Ghats am anderen Ende des Heiligen Sees</span></em></p></div>
<h5 class="western">Vom Familienfest zum &#8220;Event&#8221;</h5>
<p data-start="2242" data-end="2524">Pushkar ist an den übrigen Monaten des Jahres eine Oase der Ruhe, in der sich westliche Backpacker, Sadhus (heilige Männer) und Pilger begegnen. Diese Stadt lebt vegetarisch, und Alkohol ist hier verboten.</p>
<hr data-start="2526" data-end="2529">
<p><span style="font-family: Montserrat;">Jahrzehnte lang feierte die Landbevölkerung, überwiegend Bewohner der Wüstenregion, das Fest unter sich. Doch schon in den 1980er Jahren beschränkte die Regierung Rajasthans und auch die Zentralregierung in Neu Delhi den Zugang zu der Mela für Ausländer und andere ortsfremde Gäste, um den traditionellen Charakter der religiösen Feierlichkeiten zu bewahren. Besuchserlaubnisse gab es nur auf Antrag und fast nur für VIPs, Politiker und Diplomaten. Und selbst diese mussten sich bis zu einem Jahr im Voraus für den Besuch anmelden, denn in Pushkar gab es zu jener Zeit praktisch keine Hotelbetten. Die Schlafgelegenheiten in den für Touristen aufgebauten Zelten waren schnell ausgebucht.</span></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Doch im Laufe der seither vergangenen Jahrzehnte entwickelte sich das Fest rund um den Kamelmarkt auf Drängen der Tourismus-Manager zu einem Massen-&#8220;Event&#8221;, zu dem inzwischen nach Schätzungen jährlich zwischen 200 000 und einer Million Gäste aus aller Welt nach Pushkar reisen. Dort werden ihnen an sieben bis zehn Tagen &#8211; neben dem berühmten Kamelmarkt &#8211; auch religiöse Zeremonien, Kamelrennen und andere Unterhaltungsprogramme geboten. Selbst Karussele und Riesenräder wurden hier am Rande der Wüste schon von Reisenden gesichtet. Seinen alten, romantischen Reiz aber hat der Kamelmarkt von Pushkar nach Ansicht von Kennern damit eingebüßt. </span></p>
<div id="attachment_5628" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5628" class="size-full wp-image-5628" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055.jpg" alt="" width="1800" height="1308" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-300x218.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-1024x744.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-768x558.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-1536x1116.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-70x51.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5628" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Die kostbaren Kamele/Dromedare müssen ständig bewacht werden, denn weggelaufene Tiere sind kaum wieder einzufangen</span></em></p></div>
<h5 class="western"><span style="font-family: Montserrat;">Pushkar wurde zum Spektakel</span></h5>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Heute verwandelt sich die Wüste um den Ort während der Mela in einen riesigen, aber auch lärmigen Jahrmarkt, auf dem kunstvoll aber grell geschmückte Kamele mit bunten Decken, Perlenketten und kunstvollen Rasurmustern auf den Körpern auf neue Besitzer und ausländischen Gäste warten. Zudem haben die Veranstalter noch &#8220;Kamel-Schönheitswettbewerbe&#8221; im Programm sowie Kamelrennen, traditionelle rajasthanische Tänze und Akrobatikshows.</span></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Für alle, die die alte Mela nicht kannten, bietet der Kamelmarkt heute zwar ein visuelles, aber kommerzialisiertes Spektakel; ein lautes Fest für die Sinne. Anders als vor fast 40 Jahren steht der Tourist im Mittelpunkt, der einst nur stiller Beobachter am Rande war. Händler preisen heute überall ihre Waren lautstark an, traditionelle Musikanten mit den landes-typischen Turbanen spielen auf Trommeln und Flöten, während der Duft von frisch zubereitetem Chai (Tee) und würzigen Currys die Luft erfüllt. Traditionelle Handwerker bieten fein bestickte Textilien, Silberschmuck und kunstvolle Lederwaren als Souveniere an – alles &#8220;typisch aus Rajasthan&#8221;, und die meisten Touristen kaufen es. Sie genießen diese Mischung aus Tradition, Klamauk und Geschäft. Und wem das alles zu viel wird, der kann sich ja für ein paar Dollar einen Dromedar mieten und eine Kamel-Safari durch die Wüste unternehmen, um &#8211; etwa als Maharadscha verkleidet &#8211; dem Lärm zu entfliehen.</span></p>
<div id="attachment_5611" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5611" class="size-full wp-image-5611" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038.jpg" alt="" width="1800" height="966" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-300x161.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-1024x550.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-768x412.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-1536x824.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-70x38.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5611" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Ein Farbenmeer ergießt sich über die Stadt. Für die Landbevölkerung ist die Pushkar-Mela ein gesellschaftliches Ereignis</span></em></p></div>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Angesichts dieser Entwicklung sollten sich Indien-Besucher heute fragen, ob sie die 9-stündige Fahrt zu dem &#8220;Event&#8221; von Neu Delhi in die Pilgerstadt am Rande der Aravalli-Berge wirklich auf sich nehmen sollten? Aber vielleicht bin ich ja ungerecht, weil wir noch das große Glück hatten, den alten, traditionellen Kamelmarkt und die Badezeremonien der Pilger mit großem Staunen zu erleben. Im Zeitalter moderner Traktoren und der Verfügbarkeit moderner PKWs könnten ja die Kamele/Dromedare schon bald zur Seltenheit werden und irendwann nur noch in indischen Zoos zu besichtigen sein. Und so könnte der Kamelmarkt und die Mela schon bald zum Ziel einer nostalgischen Reise in eine unwiederbringliche indische Vergangenheit werden, die die Fahrt nach Pushkar lohnt. CF</span></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Hier finden Sie die Bilder zum Kamelmarkt von Pushkar &#8211;  [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/pushkar-kamelmarkt-in-der-wueste/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </span></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="MJtIyeBQrU"><p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/pushkar-kamelmarkt-in-der-wueste-galerie/">Pushkar: Kamelmarkt in der Wüste (Galerie)</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">____________________________________________</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Montserrat;">English translation (by DeepL)</span></strong></p>
<p>The small town of Pushkar in southern Rajasthan is a tranquil place for eleven months of the year. With its 500 temples and an estimated 30,000 inhabitants, the town is one of the oldest and most sacred in India, attracting Hindu pilgrims from across the subcontinent. Devotees of Brahma, the Hindu god of creation, are particularly drawn to the white desert city in the Thar Desert. This is because Pushkar is home to one of the few temples in India dedicated to Brahma. According to tradition, it was this deity that ensured that the place achieved religious fame. The creator of the world is said to have dropped a lotus blossom over the city, and where it touched the ground a lake formed in the middle of the desert, whose clean water has been inviting believers to take a holy bath every year for centuries.</p>
<p>In the Hindu month of Kartig (October/November), the religious Pushkar Mela (festival) takes place on the edge of the desert, which is one of the most beautiful and colourful festivals on the subcontinent. At the same time as the festival, farmers and traders meet in the dunes of the desert on the outskirts of the town for a large camel market, which has spread the town&#8217;s reputation throughout the western world. According to historians, the camel market of Pushkar can be traced back to the 19th century. Year after year, on the occasion of the famous full moon night of Kartik, tens of thousands of believers are drawn to the small lake, in whose waters they want to get rid of all their sins.</p>
<h5>From family celebration to mass tourism</h5>
<p>My wife and I had the good fortune to visit the Pushkar Mela in November 1988, when it resembled a large family gathering of desert dwellers. This year, hundreds of camel drivers and traders gathered on the hills and overgrown dunes outside the city to buy or trade animals. Camels (in India these are almost exclusively one-humped dromedaries) were used as draft animals in agriculture throughout the desert state of Rajasthan. Since then, however, they have been largely replaced by more modern tractors in agriculture.</p>
<p>Most of the traders knew each other. Their wives and children came to the festival on ancient and completely overloaded tractors to take care of the animals during the ten-day festival and to ‘purify’ themselves through the bathing rite. The destination of the pilgrimage is still the 52 riverbank terraces (ghats) on the edge of the city, where the faithful prepare for a brief plunge with the sound of religious chants coming from loudspeakers. Afterwards, they go to the local temples, especially the famous Brahma Temple. But Pushkar attracts not only devout Hindus. In the 1960s and 1970s, hippies from all over the world settled here. The Savitri Temple also attracts pilgrims and tourists because it is located on a hill that offers a good view of the surrounding desert landscape.</p>
<h5>From family festival to ‘event’</h5>
<p>During the remaining months of the year, Pushkar is an oasis of calm, where Western backpackers, Sadhus (holy men) and pilgrims come together. The city&#8217;s population is vegetarian, and alcohol is banned here.</p>
<p>For decades, the rural population, mostly residents of the desert region, celebrated the festival among themselves. But as early as the 1980s, the government of Rajasthan and the central government in New Delhi restricted access to the Mela for foreigners and other non-local guests in order to preserve the traditional character of the religious festivities. Permission to visit was only granted on application and almost exclusively to VIPs, politicians and diplomats. Even they had to register their visit up to a year in advance, because at that time there were practically no hotel beds in Pushkar. The sleeping accommodation in the tents set up for tourists was quickly booked out.</p>
<p>But in the decades since, the festival around the camel market has developed into a mass event at the urging of tourism managers. It is now estimated that between 200,000 and one million guests from all over the world travel to Pushkar for the festival every year. In addition to the famous camel market, religious ceremonies, camel races and other entertainment programmes are also offered to them there for seven to ten days. Even carousels and Ferris wheels have been spotted here by travellers on the edge of the desert. However, according to experts, the camel market in Pushkar has lost its old, romantic charm as a result.</p>
<h5>Pushkar has become a spectacle</h5>
<p>Today, the desert around the town is transformed into a huge, but also noisy fairground during the Mela, where artfully but garishly decorated camels with colourful blankets, pearl necklaces and artistic shaving patterns on their bodies wait for new owners and foreign guests. The organisers also have ‘camel beauty contests’ in the programme, as well as camel races, traditional Rajasthani dances and acrobatic shows.</p>
<p>For those who did not know the old Mela, the camel market today offers a visual, but commercialised spectacle; a noisy celebration for the senses. Unlike almost 40 years ago, the focus is on the tourist, who was once only a silent observer on the sidelines. Today, traders loudly advertise their wares everywhere, traditional musicians with the country-typical turbans play on drums and flutes, while the scent of freshly prepared chai (tea) and spicy curries fills the air. Traditional craftsmen offer finely embroidered textiles, silver jewellery and artistic leather goods as souvenirs – everything ‘typically from Rajasthan’, and most tourists buy it. They enjoy this mixture of tradition, racket and business. And if all this becomes too much for you, you can always hire a dromedary for a few dollars and take a camel safari through the desert, dressed up as a maharaja, for example, to escape the noise.</p>
<p><em>A sea of colour washes over the city and the neighbouring desert. Loud music and the shrill neighing of the camels, which are actually dromedaries, can be heard</em></p>
<p>In view of this development, visitors to India today should ask themselves whether they really want to take on the nine-hour journey from New Delhi to the pilgrimage site at the edge of the Aravalli Mountains. But maybe I&#8217;m being unfair, because we still had the great good fortune to experience the old, traditional camel market and the bathing ceremonies of the pilgrims with great amazement. In the age of modern tractors and the availability of modern cars, camels and dromedaries could soon become a rarity and at some point only be seen in Indian zoos. And so the camel market and the mela could soon become the destination of a nostalgic journey into an irretrievable Indian past, making the trip to Pushkar worthwhile. CF</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>NEW YORK, NEW YORK – Noch immer eine Reise wert?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 10:29:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>New York mit all seinen Sehenswürdigkeiten war für mich als fotografisch denkendem Menschen immer ein Wunschziel. Und so planten meine Frau und ich auf unserer ersten USA-Reise 1991 einen knapp einwöchigen Stopp am Hudson und East-River ein. Danach folgten zwei kurze Geschäftsreisen in den 1990er Jahren; und dann kam eine lange Pause! &#8211; Erst 2017 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>New York mit all seinen Sehenswürdigkeiten war für mich als fotografisch denkendem Menschen immer ein Wunschziel. Und so planten meine Frau und ich auf unserer ersten USA-Reise 1991 einen knapp einwöchigen Stopp am Hudson und East-River ein. <span id="more-5399"></span>Danach folgten zwei kurze Geschäftsreisen in den 1990er Jahren; und dann kam eine lange Pause! &#8211; Erst 2017 entschloss ich mich zu einer einwöchigen und doch wieder viel zu kurzen Fotoreise, von der ich heute eine Serie von Street-Fotos zeige (andere Bild-Serien folgen in den nächsten Monaten). Die Liste der Sehenswürdigkeiten, die ich mir dabei mit meinen 70 Jahren physisch noch zutraute, war deutlich kürzer als meine fotografische Wunschliste, die bis heute offen blieb.</p>
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<p>Die Reise von 2017 fiel in die erste Amtszeit von Donald Trump, doch von der heutigen, allgegenwärtigen Dominanz der Republikaner in den Vereinigten Staaten war zu jener Zeit in dieser brodelnden Stadt noch nichts zu spüren. Doch eine Reise ausgerechnet jetzt? Sollte man die längst nicht mehr „Vereinigten Staaten von Amerika“ nicht grundsätzlich meiden? Schon aus weltanschaulichen Gründen?<br />
Ganz ehrlich, die Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und dem Rest der Welt lassen mich zweifeln. Wer jüngst den einstudierten Jubel der Trumpisten und ihrer Mitläufer im Kongress in Washington sah, als Trump mit selbstzufriedenem Grinsen darlegte, wie er die demokratischen Werte seines Landes in die Tonne treten will, dem dürfte die Freude auf eine Begegnung mit jenen Amerikanern vergehen, die dem Rest der westlichen Welt die Vorstellung Trumps und seiner Milliardärs-Lakaien von einer „neuen Welt“ aufzwingen wollen. Müsste man nicht all jenen rechtsextremen Republikanern und aufstrebenden Faschisten, die für die Werte einer liberalen europäischen Gesellschaft nur Verachtung übrig haben, eigentlich den Mittelfinger zeigen!</p>
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<p>Doch New York ist für mich anders. Natürlich ist diese gewaltige Stadt keine Insel der Glückseligen. Und doch ist NYC in den USA einer der Orte, die die alten Werte westlicher Demokratien noch hoch halten. Die Stadt ist mehr denn je der Schmelztiegel für Zuwanderer aus aller Welt; sie ist – trotz des wachsenden Drucks der Trumpisten – jene quicklebendige, hyperaktive Metropole geblieben; ein dominierendes Zentrum der Wirtschaft und Finanzwelt und zugleich ein Zentrum für kulturelle Entwicklungen und Strömungen, die in die ganze Welt ausstrahlen.</p>
<p>Deshalb ist NYC für mich noch immer eine Reise wert! Sicher haben die Demokraten bei der jüngsten (und hoffentlich nicht letzten) Präsidentschaftswahl 2024 auch hier Federn lassen müssen. Doch immerhin gewann Kamala Harris in Manhatten gegen Trump mit 80.8 zu 17,24 Prozent, in Brooklyn mit 71 zu 27 Prozent oder in der Bronx mit knapp 72 zu 27 Prozent. Insgesamt lag ihr Vorsprung für die gesamte Stadt (68,1 Prozent zu 30 Prozent) bei fast 40 Prozent im Vergleich zu 50 Prozent bei Joe Bidens Wahl 2020.</p>
<p>Analysten führen diese Verschiebung auf wirtschaftliche Unzufriedenheit, steigende Mieten und Fehler der örtlichen, demokratischen Führung zurück. Auch die provokative Einwanderungsmasche der republikanisch kontrollierten Südstaaten, die in den vergangenen zwei Jahren massenhaft Migranten von der mexikanischen Grenze in demokratisch regierte Metropolen verschoben, trug zur Wählerverlagerung bei. Die bereits überbevölkerte Stadt ist konfrontiert mit einem Zustrom von Asylsuchenden, den sie kaum bewältigen kann? Seit Beginn der jüngsten Einwanderungswelle haben über 223.000 Migranten New York erreicht. Das entspricht etwa 20 Prozent der Wohnbevölkerung Manhattans. Aktuell unterstützt die Stadt über 58.000 Migranten in Notunterkünften.</p>
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<h3>Was ich 2017 in Big Apple sah.</h3>
<h5>Manhattan: Das pulsierende Herz</h5>
<p>New York City ist mit knapp 9 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der USA. In ihrem Zentrum liegt Manhattan, die Insel zwischen Hudson und East River, die berühmt ist für ihre Wolkenkratzer, Sehenswürdigkeiten und ihre unerschöpfliche Lebendigkeit. Ich konzentrierte mich bei meiner 7tägigen Fotoreise auf diesen Teil der Stadt sowie auf Brooklyn und Randgebiete der Bronx. Da ich Anfang Oktober reiste und unmittelbar vor meiner Landung ein heftiger Hurricane die Stadt überflutet hatte, lagen die Tagestemperaturen in den tiefen Häuserschluchten überwiegend im erträglichen Bereich.</p>
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<p>Manhattan ist nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das kulturelle und architektonische Zentrum. Mit seinen oft transparenten Hochhäusern, berühmten Museen wie dem Metropolitan Museum of Art, dem Museum of Modern Art (MOMA) und natürlich mit der Neuen Galerie von Ronald Lauder, in der die berühmtesten Gemälde von Gustav Klimt (darunter die 135 Millionen Dollar teure „Adele“) hängen &#8211; sowie mit weltbekannte Wahrzeichen wie dem Empire State Building oder dem Central Park &#8211; zieht dieser Stadtteil Millionen von Besuchern an. Die Vielfalt der Viertel – vom eleganten Upper East Side über das hippe SoHo bis hin zum geschäftigen Financial District mit der Wall Street – zeigt die Vielschichtigkeit dieser Stadt.</p>
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<h5>Broadway: Die große Bühne der Welt</h5>
<p>Der Broadway ist Synonym für Theater, große Inszenierungen und spektakuläre Shows. Die knapp 21 Kilometer lange Straße durchquert Manhattan von Süden nach Norden und bildet das Zentrum der Theaterszene mit dem berühmten Broadway-Theaterviertel. Hier laufen Klassiker wie „Der König der Löwen“, „Hamilton“ oder „The Phantom of the Opera“ – aber stets auch Neuproduktionen mit Weltstars in den Hauptrollen, die jedes Jahr Millionen von Menschen aus aller Welt anziehen. Ein Besuch in einem der zahlreichen Theater ist ein Muss für jeden, der die Magie der Bühne erleben möchte. Nicht zu vergessen sind die zurecht berühmte Metropolitan Opera oder die Carnegie Hall<br />
Times Square: Das funkelnde Herz der Stadt<br />
Der Times Square ist wohl einer der bekanntesten Plätze der Welt. Gigantische LED-Werbebildschirme, leuchtende Reklametafeln und ein unablässiger Strom von Menschen verleihen diesem Ort vor allem an den Abenden eine fast surreale Atmosphäre. Tagsüber ist er ein beliebter Treffpunkt für Touristen, während er nachts zu einem Lichtermeer wird. Besonders spektakulär ist der Times Square an Silvester, wenn sich Hunderttausende versammeln, um das berühmte Ball Drop-Event zu erleben.</p>
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<h5>Williamsburg – Zentrum jüdischer Orthodoxie</h5>
<p>Williamsburg, ein Stadtteil im Norden von Brooklyn, ist bekannt durch seine bedeutende chassidische jüdische Gemeinde, die das Viertel maßgeblich geprägt hat. Die jüdische Präsenz in Williamsburg begann im frühen 20. Jahrhundert mit der Ansiedlung deutscher Juden. In den 1930er Jahren flohen zahlreiche europäische Juden vor dem Nationalsozialismus nach Williamsburg und gründeten eine chassidische (ultraorthodoxe) Enklave. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Gemeinde weiter an, insbesondere durch Überlebende des Holocaust, die sich hier niederließen. Die Satmarer Chassidim, eine ultraorthodoxe jüdische Gruppierung, etablierte sich als eine der dominierenden Gemeinschaften im Viertel.</p>
<h5>New Yorks Brücken und das Wasser</h5>
<p>Nicht zu vergessen sind natürlich New Yorks zahlreiche und gewaltige Brückenbauten, die man natürlich bei einer Bootsrundfahrt um Manhattan wunderbar vom Wasser von Hudson und East-River bewundern kann. Und dann natürlich diese Flüsse selbst, die an vielen Stellen ein New York zeigen, wie man es vermutlich noch nie gesehen hat. (Bilder dazu in einer späteren Folge). Spaziergänge durch den Meatpacking District oder den High Line-Park bieten ebenfalls Einblicke in ein NYC bis ins 19. Jahrhundert (auch dazu später Bilder und einen Blog)<br />
Ich hoffe, mit dieser langen Einführung Ihr/Euer Interesse gefunden zu haben.</p>
<p>Die erste Bilderserie zum Thema New York finden Sie, findet Ihr hier.</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/street-new-york-2/">https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/street-new-york-2/</a></p>
<p>Und wenn Ihr/Sie Anregungen, Kritik oder andere Kommentare loswerden möchtet (die immer willkommen sind), schreibt mir bitte</p>
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		<title>Fiaker &#8211; Touristenattraktion auf acht Beinen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Mar 2025 16:15:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fiaker]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>english translation at the end of this feature Fiaker gehören seit Jahrhunderten zum Stadtbild Wiens. Im Gebiet des 1. Bezirks verstopfen sie vor allem in den Sommermonaten ständig die schmalen Gassen. Touristen lieben sie, selbst wenn sie sich eine Tour mit offenem Verdeck angesichts der stattlichen Preise für eine Fahrt nicht leisten können. Doch die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="font-size: 13px;">english translation at the end of this feature</span></em></p>
<p>Fiaker gehören seit Jahrhunderten zum Stadtbild Wiens. Im Gebiet des 1. Bezirks verstopfen sie vor allem in den Sommermonaten ständig die schmalen Gassen. Touristen lieben sie, selbst wenn sie sich eine Tour mit offenem Verdeck angesichts der stattlichen Preise für eine Fahrt nicht leisten können.<span id="more-4854"></span> Doch die meisten Tierschützer im schönen Österreich hassen sie (oder zumindest ihre Betreiber), und natürlich sind sie für die Autofahrer am oft Stau-verstopften „Ring“ ein permanentes Ärgernis.&nbsp;</p>
<p>Die Zahl der aktiven Pferdekutschen in Wien schwankt und wird zurzeit auf etwa 80 geschätzt. Fast alle sind liebevoll restaurierte Fahrzeuge aus dem 19. Jahrhundert. Die älteste trägt das stolze Baujahr 1860. Gelenkt werden die Kutschen, die von mindestens 160 speziell ausgebildeten Pferden gezogen werden, von etwa 200 Kutschern, die vor allem in der Hochsaison im Schichtbetrieb, oft schon vom frühen Morgen bis in die Nachtstunden an den zentralen Plätzen im 1. Bezirk stehen.</p>
<div id="attachment_4736" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4736" class="wp-image-4736 size-large" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-1024x670.jpg" alt="" width="1024" height="670" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-1024x670.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-300x196.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-768x503.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-1536x1006.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-2048x1341.jpg 2048w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-70x46.jpg 70w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-030-600x393.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4736" class="wp-caption-text">Wien &#8211; Hochbetrieb am Wochenende <br />© Foto: Christian Fürst</p></div>
<p>Meist sind die strikt festgelegten Touren etwa 30 oder 60 Minuten lang. Wer Schwierigkeiten hat, den Fiaker-Kutscher in seiner Fantasie-Uniform bei dem gelegentlichen Verkehrslärm etwa auf dem Ring und dem lauten Geklapper der acht Pferdehufe zu verstehen, der sollte versuchen einen Platz auf dem Kutscherbock zu ergattern. Die meisten der Kutscher haben gute Kenntnisse der Wiener Stadtgeschichte. Zumindest reicht sie für die häufig ahnungslosen Touristen aus, die für eine Tour in Wien zwischen 50 € (30 Minuten) und 120 Euro (60 Minuten für bis zu vier Fahrgäste) zahlen müssen. In Salzburg sind dagegen für eine Stunde schon bis zu 200 Euro und mehr fällig.</p>
<p>Ein stattlicher Preis, könnte man meinen. Doch wenn man bedenkt, dass die hübschen Pferde aus tiermedizinischen Gründen ja nur jeden zweiten Tag angespannt werden dürfen, aber natürlich auch an den Ruhetagen Futter verbrauchen und täglich gepflegt werden wollen, dann erscheint der Preis plötzlich gar nicht mehr so hoch.</p>
<div id="attachment_4753" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4753" class="wp-image-4753 size-large" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-1024x683.jpg" alt="Nostalgie auf acht Beinen" width="1024" height="683" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-1024x683.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-300x200.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-768x512.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-1536x1024.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-2048x1366.jpg 2048w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-70x47.jpg 70w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-056-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4753" class="wp-caption-text">Wien &#8211; Die Arbeit der Kutscherinnen und Kutscher wird nicht gut bezahlt, weshalb immer mehr Studenten den &#8220;Job&#8221; übernehmen.<br />© Foto: Christian Fürst</p></div>
<p>Doch Wiens Fiaker haben, wie Anfangs erwähnt, nicht nur Freunde in der Hauptstadt, obwohl selbst die Gegner der Kutschen und ihrer hübschen Zugpferde zugeben werden, dass sie aus dem Tagesgeschehen in der Hauptstadt nicht wegzudenken wären.&nbsp; Und so mussten die Besitzer der Fiaker und auch die Pferde selbst über die vergangenen Jahrzehnte immer wieder Einschränkungen bei der Arbeit hinnehmen. Die finanziellen Belastungen der Eigner zwang sie erwartungsgemäß zur Anhebung der Preise.</p>
<p>Besonders heftig war der Streit um die berühmten „Pferdeäpfel“. Der intensive Geruch des Pferdekots war nicht nur den Wienern unangenehm in die Nase gestiegen, und so wurden die Betreiber der Ställe 2003 gezwungen, die spöttisch „Pferdewindeln“ genannten, mobilen Tragesäcke zu verpassen, die so zwischen Pferdehintern und Kutsche angebracht sind, dass die umstrittenen „Äpfel“ nicht mehr auf die Straße, sondern gleich in die „Windel“ fallen. Nach wie vor umstritten ist, ob die Tiere nicht auch „hitzefrei“ bekommen sollten, wenn die Temperaturen im Zuge des Klimawandels über die 35 Grad-Marke oder sogar schon über die 30 Grad steigen. Schon heute werden die Tiere aber bei großer Hitze regelmäßig abgespritzt. Die meisten Fiaker-Kutscher weisen darauf hin, dass das Wetter den Tieren ja „nix ausmacht“. Immerhin seien Pferde Steppentiere, die von Natur aus bei krassen Temperaturen im Freien gelebt hätten.</p>
<div id="attachment_4726" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4726" class="wp-image-4726 size-large" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-1024x683.jpg" alt="Nostalgie auf acht Beinen" width="1024" height="683" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-1024x683.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-300x200.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-768x512.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-1536x1024.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-2048x1366.jpg 2048w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-70x47.jpg 70w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-018-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4726" class="wp-caption-text">Wien &#8211; Selbst Schnee hält die Fiakerkutscher nicht von der Arbeit ab <br />© Foto: Christian Fürst</p></div>
<p>Voraussichtlich wird sich der Konflikt zwischen Fiaker-Betreibern und Tierschützern angesichts der gegensätzlichen Ansichten kaum lösen lassen. Möglich allerdings, dass sich die Zukunft der Wiener Fiaker am Ende durch die steigenden Preise für die Fahrten durch den Markt von alleine löst, wie von der Presse der Stadt schon seit Jahren prophezeit wird, oder man befolgt den nicht ganz ernst gemeinten Rat eines Fiaker-Kutschers, der eine Lösung des Streits „nur dann sieht, wenn man die Pferd in die Kutschen setzt und der Fiaker sie zieht!“</p>
<div id="attachment_4743" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4743" class="wp-image-4743 size-large" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-1024x705.jpg" alt="Nostalgie auf acht Beinen" width="1024" height="705" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-1024x705.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-300x206.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-768x529.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-1536x1057.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-2048x1410.jpg 2048w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-70x48.jpg 70w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/hass-liebe-fuer-touristenattraktion-auf-acht-beinen-041-600x413.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4743" class="wp-caption-text">Wien &#8211; Szenen wie aus dem 19. Jahrhundert <br />© Foto: Christian Fürst</p></div>
<h3>Hintergrund:</h3>
<p>Fiaker (benannt nach dem irischen Mönch und Pferdeheiligen Fiacrius) tauchten im kaiserlichen Wien schon im 17. Jahrhundert auf.&nbsp; Zuvor hatten die ersten französischen Kutscher in Paris an einem Platz mit dem Namen des St. Fiacrius ihren Standplatz gefunden. Bis dahin mussten „einfache“ Bürger der Stadt alle Wege durch die – damals natürlich viel kleinere Stadt zu Fuß machen. Reichere Bürger wiederum ließen sich mit Sänften durch die engen Straßen tragen, ritten hoch zu Ross, oder besaßen eigene Gespanne. Dann, im Jahre 1693, wurden die ersten Lizenzen für Wiener Fiaker-Betreiber vergeben. Die Fiaker wurden schnell so populär, dass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast 800 Kutschen im öffentlichen Nahverkehr Wiens unterwegs waren. Inzwischen ist die Zahl der Fiaker und der Kutscher deutlich zurückgegangen und die Drohung der Wiener Kutscher könnte Wirklichkeit werden: „Wenn‘s so weiter geht, landen halt alle in der Wurst“.</p>
<p><strong><a href="/projekt/fiaker/" target="_blank" rel="noopener">Hier klicken, um zur Fiaker-Fotoserie zu gelangen&#8230;</a></strong></p>
<div class="notranslate" style="all: initial;"><em>english translation&nbsp;&nbsp;<br />
</em></div>
<div>
<p>Horse-drawn carriages have been part of Vienna&#8217;s cityscape for centuries. In the First District, they constantly clog the narrow streets, especially in the summer months. Tourists love them, even if they cannot afford a ride with the top down given the hefty prices charged for a trip. However, most animal rights activists in beautiful Austria hate them (or at least their operators), and of course they are a constant nuisance for motorists on the often congested ‘Ring’-Road.</p>
<p>The number of active horse-drawn carriages in Vienna fluctuates and is currently estimated at around 80. Almost all of them are lovingly restored vehicles from the 19th century. The oldest one proudly bears the year 1860. The carriages, which are pulled by at least 160 specially trained horses, are driven by around 200 coachmen who, especially in the high season, work in shifts, often from early morning until late at night, at the central squares in the 1st district.</p>
<p>Most of the strictly defined tours last around 30 or 60 minutes. If you find it difficult to understand the Fiaker coachman in his fantasy uniform amid the occasional traffic noise on the Ring and the loud clatter of eight horses&#8217; hooves, you should try to grab a seat on the coachman&#8217;s box. Most of the coachmen have a good knowledge of Vienna&#8217;s city history. At least it is enough for the often clueless tourists who have to pay between €50 (30 minutes) and €120 (60 minutes for up to four passengers) for a tour of Vienna. In Salzburg, on the other hand, you can expect to pay up to €200 or more for an hour.</p>
<p>A hefty price, you might think. But when you consider that the beautiful horses are only allowed to be harnessed every other day for veterinary reasons, but of course still need to be fed and cared for every day, even on their days off, the price suddenly doesn&#8217;t seem so high.</p>
<p>However, as mentioned at the beginning, Vienna&#8217;s horse-drawn carriages do not only have friends in the capital, although even opponents of the carriages and their pretty draft horses will admit that they are an integral part of everyday life in the capital. As a result, the owners of the horse-drawn carriages and the horses themselves have had to accept repeated restrictions on their work over the past decades.</p>
<p>The dispute over the famous ‘horse droppings’ was particularly heated. The intense smell of horse manure was unpleasant not only to the Viennese, and so in 2003 the stable operators were forced to fit mobile carrying bags, mockingly called ‘horse nappies’, between the horses&#8217; hindquarters and the carriages so that the controversial ’apples’ no longer fall onto the street but straight into the ‘nappy’. It remains controversial whether the animals should also be given ‘heat leave’ when temperatures rise above 35 degrees or even 30 degrees as a result of climate change. However, the animals are already regularly hosed down in hot weather. Most carriage drivers point out that the weather does not bother the animals. After all, horses are steppe animals that have lived outdoors in extreme temperatures by nature.</p>
<p>Given the opposing views, the conflict between Fiaker operators and animal rights activists is unlikely to be resolved. However, it is possible that the future of Vienna&#8217;s horse-drawn carriages will ultimately be decided by rising prices for rides through the market, as the city&#8217;s press has been predicting for years, or that the not entirely serious advice of a horse-drawn carriage driver will be followed, who sees a solution to the dispute ‘only if the horses are put in the carriages and the carriages pull them!’</p>
<h3>Background</h3>
<p>Fiaker (named after the Irish monk and horse saint Fiacrius) appeared in imperial Vienna as early as the 17th century. Previously, the first French coachmen had found their stand in Paris at a square named after St. Fiacrius. Until then, ‘ordinary’ citizens of the city had to make all their way through the – at that time, of course, much smaller – city on foot. Wealthier citizens, on the other hand, were carried through the narrow streets in sedan chairs, rode on horseback or owned their own carriages. Then, in 1693, the first licences for Viennese Fiaker operators were issued. The Fiakers quickly became so popular that in the second half of the 19th century, almost 800 carriages were in operation in Vienna&#8217;s public transport system. In the meantime, the number of Fiaker carriages and drivers has declined significantly, and the threat made by the Viennese drivers could become a reality: ‘If things continue like this, we&#8217;ll all end up in the sausage.’</p>
<p><a href="/projekt/fiaker/"><strong>Click here to view the Fiaker photo series&#8230;</strong></a></p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/fiaker-touristenattraktion-auf-acht-beinen/">Fiaker &#8211; Touristenattraktion auf acht Beinen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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