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	<title>Politik Archive - Licht &amp; Schatten</title>
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	<description>Foto-Website von Christian Fürst</description>
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		<title>Afghanistan &#8211; Mitten im Krieg die Friedenstauben</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 00:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 40 Jahren machte ich in Mazaar e-Sharif dieses und ein weiteres Bild &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221;&#160; English translation following this feature Die Bildserie zu &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221; finden Sie hier Im Oktober 1986 erhielt ich von der afghanischen Botschaft in Neu Delhi als erster westlicher Korrespondent in der indischen Hauptstadt ein Visum&#160; zum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">Afghanistan &#8211; Mitten im Krieg die Friedenstauben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Vor 40 Jahren machte ich in Mazaar e-Sharif dieses und ein weiteres Bild &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221;&nbsp;</span></em></p>
<p data-start="529" data-end="613">English translation following this feature</p>
<p data-start="529" data-end="613"><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/afghanistan-im-krieg-1986/"><em>Die Bildserie zu &#8220;Friedenstauben mitten im Krieg&#8221; finden Sie hier</em></a></p>
<p data-start="529" data-end="613">Im Oktober 1986 erhielt ich von der afghanischen Botschaft in Neu Delhi als erster westlicher Korrespondent in der indischen Hauptstadt ein Visum&nbsp; zum Besuch des umkämpften Landes. Seit 1979 herrschte am Hindukusch Krieg zwischen schwer bewaffneten russischen Streitkräften, der offiziellen afghanischen Armee und den vom Westen unterstützten Mudschahedin; ein Krieg, der bereits zehntausende Menschen das Leben gekostet hatte. Die “Freiheitskämpfer”, wie sie von westlichen Politikern und Medien genannt wurden, waren den Russen zwar waffentechnisch weit unterlegen. Sie kämpften jedoch aus innerster Überzeugung gegen den &#8220;kommunistischen&#8221; Feind, der im Dezember 1979 mit Truppen in das Land eingedrungen war. Die herrschende Regierung wurde durch den Moskau-treuen Babrak Karmal ersetzt. Doch dieser wiederum wurde&nbsp; im Mai 1986 durch den noch skrupelloseren Moskau-getreuen Nadschibullah ausgetauscht.&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p style="text-align: left;" data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Ein russischer Mannschaftswagen mit Soldaten (links) außerhalb Kabuls</span></em></p>
<h6 style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em>Kriegsberichte &#8220;aus diplomatischen Kreisen&#8221;</em></h6>
<p data-start="529" data-end="613">Fünf Monate nach dem erneuten Umsturz erhielt ich das Visum &#8211; ohne Einschränkungen! Es war keine offizielle Einladung, sondern ein Journalistenvisum, das mir Interviews mit Regierenden, aber auch in öffentlichen Einrichtungen erlauben sollte. Möglich wurde dies durch die hilfreiche Intervention eines befreundeten Korrespondenten der DDR-Nachrichtenagentur ADN, der bei seinen regelmäßigen Reisen in Kabul &#8220;ein gutes Wort&#8221; für mich eingelegt hatte. Bis dahin hatte ich zwei Jahre lang aus Neu Delhi über die politischen und militärischen Entwicklungen am Hindukusch berichtet. Die oft bluttriefenden Informationen über das Kriegsgeschehen wurden uns einmal wöchentlich von &#8220;westlichen Diplomaten&#8221; in der indischen Hauptstadt übermittelt, die vor allem die Gewalttaten der kommunistischen Truppen und die Erfolge des oft islamistischen Widerstandes schilderten. Unabhängige afghanische Quellen gab es nicht, und glaubwürdige Quellen aus dem Grenzgebiet zu Pakistan hatten wir nicht. Eine faire und objektive Berichtertstattung über diesen blutigen Konflikt, der hunderttausende Afghanen das Leben kostete, war aus der indischen Hauptstadt zu jener Zeit fast unmöglich. Alle westlichen Agenturen waren von der Regierung im 1100 Kilometer entfernten Kabul des Landes verwiesen worden. Journalistisch ausgebildete Mitarbeiter waren am Hindukusch rar und Telefonkontakte nahezu unmöglich.</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Häuser an den Berghängen boten den Mudschahedin Schutz genug, um von oben auf russische Soldaten zu feuern</span></em>&nbsp;</p>
<h6 style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em>Russische Soldaten mieden die Städte</em></h6>
<p data-start="529" data-end="613">Journalistisch wurde die Reise zum Abenteuer. Ich wohnte <strong>nicht</strong> im einzigen (ausgebuchten) Luxushotel Kabuls, dem &#8220;InterContinental&#8221;, auf einem Hügel am Rande der Stadt; denn das war mit Politikern, UN-Funktionären und gelegentlich aus Moskau einfliegenden Journalisten belegt. Stattdessen zog ich in das heruntergekommene, zentrale &#8220;Hotel Kabul&#8221;, in dem regionale Politiker aus den afghanischen Provinzen, vor allem Paschtunen-Führer und Geschäftsleute, wohnten. Täglich saßen Dutzende von ihnen mit eindrucksvollen Turbanen in der Lobby, hielten hitzige Reden und rauchten, während sich der Raum mit dem Qualm von Haschisch-Pfeifen füllte.&nbsp;&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613">Eine Woche durfte ich mich in der Stadt frei bewegen, allerdings immer begleitet von einem Dolmetscher, der schlechtes Deutsch und kein Englisch sprach. Ein mir zunächst versprochenes Interview mit dem neuen Präsidenten kam nicht zustande, dafür konnte ich kurzfristig nach Mazaar-e-Sharif im Norden fliegen, die Stadt, in der 15 Jahre später Bundeswehr-Soldaten stationiert werden sollten. Die Bilder, die ich mit meiner Nikon FE (mit sehr lautem Motorantrieb) auf&nbsp; Fujichrome 100 ungehindert machen konnte, sind hier erstmals vollständig zu sehen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613">Vom Krieg der Russen gegen die Mudschahedin war in Kabul selbst nichts zu sehen. Nur in den Nächten, bei offenem Fenster und Temperaturen von bis zu 35 Grad, konnte man Gewehrfeuer und das trockene Donnern von Kanonen hören, das von den hohen Bergen widerhallte, die Kabul umgeben. Bis in den Morgen hörte man das laute Brummen der Motore der Kampfhubschrauber MI 25, die vom Armee-Flugplatz zu ihren Einsätzen abhoben oder landeten. In den ersten drei Tagen traf ich mehrere Regierungsvertreter in Kabul, die mir berichteten, was sich im Land unter seinem neuen Führer Naschib alles ändern sollte. Vor allem die Schulerziehung sollte verbessert werden; Kindergärten wurden eingeführt. Frauen wurde freigestellt, ob sie die Burka, Kopftücher tragen, oder &#8220;ganz ohne&#8221; auftreten wollten. Ich traf aber bei meinen Spaziergängen auf öffentlichen Plätzen und Märkten nicht eine einzige Frau, die die neuen Regeln der Besatzer beachtete. Zu groß war wohl der Hass auf die Invasoren, die mit bis zu 100 000 Soldaten 10 Jahre lang vergeblich versuchten, das Land zu unterwerfen.&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">In einem Waisenhaus in Kabul &#8211; SW-Fotografie von ChatGPT koloriert</span></em></p>
<p data-start="529" data-end="613">Immer wieder kam es in Kabul zu fast surrealen Begegnungen. So traf ich um die Mittagszeit einen hohen Beamten des Schulministeriums in seinem Besuchs-Zimmer. Es war spärlich eingerichtet, aber sauber. Und an der Wand hing eine verbeulte elektrische Uhr, die zwar tickte, aber die völlig falsche Zeit anzeigte. Als ich den Beamten darauf hinwies, lächelte er mich an und meinte: &#8220;Mein Herr, wir sind mitten im Krieg und haben Wichtigeres zu tun, als Uhren zu stellen!&#8221; Oder die Begegnung auf dem Busbahnhof mit einer hühnenhaften Gestalt, die mit einer Burka voll verschleiert an einer Gruppe neugieriger Männer vorbei ging. &#8220;Das war vermutlich ein russischer Spion&#8221; mutmaßte mein Begleiter. Die Burka werde von den Invasoren gern zur Tarnung benutzt.&nbsp;&nbsp;</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><span style="font-size: 12px;"><em>Russischer Spion unter einer Burka? &#8211; am Busbahnhof in Kabul</em></span></p>
<p data-start="529" data-end="613">An zwei Nachmittagen verließen wir mit unserem alten Ambassador-Wagen Kabul und fuhren durch das Land und befanden uns plötzlich in einer ganz anderen Welt. Die Getreideernte war noch nicht eingeholt. Auf den Feldern arbeiteten die Bauern&nbsp; mit Hilfe ihrer Kinder wie vor Hunderten von Jahren. Ochsengespanne als Mähdrescher, notfalls sogar die eigenen Füße, um das Korn aus den Halmen zu treten. In den Dörfern wurde Schulunterricht für Jungen (Mädchen schickte man nicht zur Schule) im Baumschatten im Freien abgehalten. Die meisten Dörfer hatten keine befestigten Straßen. Eselskarren mit großen Holzrädern und alte Fahrräder waren und sind vermutlich bis heute das wichtigste Verkehrsmittel. Und zuletzt ein Stopp an einem der großen Friedhöfe am Stadtrand, wo Tausende kleiner Fahnen die scheinbar zahllosen afghanischen Opfer des grausamen Krieges repräsentierten; und jene zwei älteren Frauen, Mütter, die einen Angehörigen beweinten.</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613">Und dann folgte ein nur wenige Stunden dauernder Besuch in Mazaar e-Sharif , ganz im Norden Afghanistan, wo es &#8211; außer dem Besuch der berühmten &#8220;Blauen Moschee&#8221; &#8211; am islamischen Feiertag Freitag kein weiteres Programm gab. Und doch war dieser Besuch letztlich ein Höhepunkt dieser Afghanistan-Reise, denn nach der Besichtigung des Gotteshaus entdeckte ich auf dem großen Platz vor der Moschee jene Frau mit einem kleinen Jungen auf dem Boden hockend und spielend in einem Meer weißer Tauben. Ich nahm schnell die Kamera hoch und löste mit dem Motorantrieb drei Mal aus. Leider werkelte der Nikon-Motor derart laut in der sonst so stillen Umgebung, dass die Frau schon beim zweiten &#8220;Schuss&#8221; erschrocken den Kopf hob und in meine Kamera schaute. Nicht wenige Freunde und Fotofreunde haben immer wieder behauptet, dass dies die besten Fotos gewesen seien, die ich je geschossen hatte (was ich nattürlich bestreite). Hier also das erste Bild dieser Miniaturserie (auf Fujichrome 100 Diafilm)</p>
<p data-start="529" data-end="613"> [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </p>
<p data-start="529" data-end="613"><em><span style="font-size: 12px;">Friedenstauben mitten im Krieg? Afghanistan wird nie im Frieden leben können</span></em></p>
<h6 style="text-align: center;" data-start="529" data-end="613"><em>Epilog</em></h6>
<p>Am Tag nach der Rückkehr aus Mazaar e-Sharif flog ich nach Delhi zurück. Ich schrieb für meine Agentur insgesamt sechs Features, von denen jedoch nur zwei wirklich gut gedruckt wurden, und die handelten ausdrücklich nur vom Krieg und den Aussichten der Mudschahedin, diesen Krieg zu gewinnen. Berichte, wie der über die Bemühungen der &#8220;Kommunisten&#8221;, die Lage der Frauen zu verbessern, fanden kaum Beachtung. Dennoch hat der Besuch, dem noch zwei weitere &#8220;offizielle&#8221; Kurzreisen&nbsp; nach Afghanistan folgten, seine Wirkung nicht verfehlt, denn wir begann sofort mit der Suche nach Exil-afghanischen Informanten in Delhi. Wieviele der uns auf diese Weise &#8220;zugespielten&#8221; Informationen der Wahrheit entsprachen oder Bestandteil des Propagandakrieges zwischen Sowjets und den USA waren, konnten wir jedoch weiterhin nur erahnen.&nbsp; Wurden die Grausamkeiten, die der jeweils anderen Seite zugeschrieben wurden, zu heftig, dann distanzierten sich die Journalisten mit dem Hinweis, dass die berichteten Greuel &#8220;von unabhängigen Quellen nicht bestätigt&#8221; werden konnten. Fest scheint zu stehen, dass die Russen in diesem zehnjährigen Krieg in Afghanistan mindestens 15 000 Soldaten verloren (in 4 Jahren des Kriegs gegen die Ukraine wird die Zahl der getöteten Russen mit 300 000+ angegeben), während die Zahl der getöteten Afghanen nach unterschiedlichen Angaben auf eine bis zwei Millionen geschätzt wurde. Fünf bis sieben Millionen Afghanen flohen seither aus ihrem Land. Die massive Unterstützung der Mudschahedin durch die USA&nbsp; (über den CIA) führte schließlich zur Gründung der Taliban-Bewegung, die seit 2021 das Land totalitär regieren, und man muss davon ausgehen, dass das landschaftlich so&nbsp; schöne Land am Hindukusch auf unabsehbare Zeit keinen Frieden erleben wird. CF</p>
<p style="text-align: center;">__________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Forty years ago, I took this and another photograph, “Doves of Peace in the Midst of War”, in Mazar-i-Sharif</em></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/afghanistan-im-krieg-1986/"><em>You can find the photo series “Doves of Peace in the Midst of War” here</em></a></p>
<p>In October 1986, I was the first Western correspondent in the Indian capital to receive a visa from the Afghan Embassy in New Delhi to visit the embattled country. Since 1979, war had raged in the Hindu Kush between heavily armed Russian forces, the official Afghan army and the Western-backed Mujahideen; a war that had already cost tens of thousands of lives. The “freedom fighters”, as they were called by Western politicians and the media, were vastly outgunned by the Russians. However, they fought out of the deepest conviction against the “communist” enemy, which had invaded the country with troops in December 1979. The ruling government was replaced by Babrak Karmal, who was loyal to Moscow. But he, in turn, was replaced in May 1986 by the even more ruthless Moscow loyalist Najibullah.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>A Russian troop transport vehicle with soldiers (left) outside Kabul</em></p>
<h6><em>War reports “from diplomatic circles”</em></h6>
<p>Five months after the latest coup, I received a visa for Kabul – with no restrictions! It was not an official invitation, but a press visa that was intended to allow me to conduct interviews with government officials, as well as to visit public institutions. This was made possible by the helpful intervention of a correspondent friend from the GDR news agency ADN, who had put in a ‘good word’ for me during his regular trips to Kabul. Up until then, I had been reporting from New Delhi for two years on the political and military developments in the Hindu Kush. The often blood-soaked information on the war was relayed to us once a week by “Western diplomats” in the Indian capital, who primarily described the atrocities committed by communist troops and the successes of the often Islamist resistance. There were no independent Afghan sources, and we had no credible sources from the border region with Pakistan. Fair and objective reporting on this bloody conflict, which cost the lives of hundreds of thousands of Afghans, was virtually impossible from the Indian capital at that time. All Western agencies had been expelled from the country by the government in Kabul, 1,100 kilometres away. Journalistically trained staff were scarce in the Hindu Kush and telephone contact was virtually impossible.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>Houses on the mountain slopes offered the mujahideen enough cover to fire down on Russian soldiers</em></p>
<h6><em>Russian soldiers avoided the cities</em></h6>
<p>From a journalistic perspective, the trip turned into an adventure. I <b>did not</b> stay at Kabul’s only (fully booked) luxury hotel, the “InterContinental”, situated on a hill on the outskirts of Kabul. That was occupied by politicians, UN officials and journalists occasionally flying in from Moscow. Instead, I moved into the run-down, centrally located “Hotel Kabul”, where regional politicians from the Afghan provinces, mainly Pashtun leaders and businessmen, were staying. Every day, dozens of them sat in the lobby wearing impressive turbans, delivering impassioned speeches and smoking, whilst the room filled with the smoke from hashish pipes.</p>
<p>For a week, I was allowed to move freely around the city, though always accompanied by an interpreter who spoke poor German and no English. An interview with the new president, which had initially been promised to me, did not materialise; instead, I was able to fly at short notice to Mazar-e-Sharif in the north, the city where Bundeswehr soldiers were stationed 15 years later. The photographs I was able to take unhindered with my Nikon FE (with a very loud motor drive) on Fujichrome 100 can be seen here in full for the first time.</p>
<p>There was no sign in Kabul itself of the war between the Russians and the Mujahideen. Only at night, with the windows open and temperatures reaching up to 35 degrees, could one hear gunfire and the thunder of cannons, echoing off the high mountains surrounding Kabul. Until the early hours of the morning, one could hear the loud hum of the engines of the MI 25 combat helicopters taking off or landing from the army airfield on their missions. During the first three days, I met several government representatives in Kabul who told me about all the changes planned for the country under its new leader, Nasib. Above all, school education was to be improved; kindergartens were introduced. Women were given the choice of whether to wear the burqa, headscarves or go ‘completely uncovered’. However, during my walks through public spaces and markets, I did not encounter a single woman who observed the occupiers’ new rules. The hatred for the invaders was too great; with up to 100,000 soldiers, they had tried in vain for 10 years to subjugate the country.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>In an orphanage in Kabul – SW photography coloured by ChatGPT</em></p>
<p>Time and again, I had surreal encounters in Kabul. Around midday, for instance, I met a senior official from the Ministry of Education in his visitors’ room. It was sparsely furnished, but clean. And on the wall hung a battered electric clock which, although ticking, displayed the completely wrong time. When I pointed this out to the official, he smiled at me and said: “Sir, we are in the midst of a war and have more important things to do than set clocks!” Or the encounter at the bus station with a hen-like figure, fully veiled in a burqa, walking past a group of curious men. “That was probably a Russian spy,” my companion surmised. The burqa is often used by the invaders as a disguise.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>A Russian spy under a burqa? – at the bus station in Kabul</em></p>
<p>On two afternoons, we left Kabul in our old Ambassador car and drove through the countryside, suddenly finding ourselves in a completely different world. The grain harvest had not yet been brought in. In the fields, the farmers worked with the help of their children, just as they had done hundreds of years ago. Oxen were used as combine harvesters; if necessary, they even used their own feet to thresh the grain from the stalks. In the villages, school lessons for boys (girls were not sent to school) were held outdoors in the shade of the trees. Most villages had no paved roads. Donkey carts with large wooden wheels and old bicycles were, and presumably still are to this day, the main means of transport. And finally, a stop at one of the large cemeteries on the outskirts of town, where thousands of small flags represented the seemingly countless Afghan victims of the cruel war; and those two elderly women, mothers, mourning a loved one.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p>This was followed by a visit lasting just a few hours to Mazar-i-Sharif, in the far north of Afghanistan, where – apart from a visit to the famous ‘Blue Mosque’ on the Islamic holiday of Friday – there was no other programme. And yet this visit ultimately proved to be a highlight of the trip to Afghanistan, for after touring the mosque, I spotted that woman sitting in the large square in front of it, playing with a little boy amidst a sea of white doves. I quickly raised my camera and fired the motor drive three times. Unfortunately, the Nikon motor was so loud in the otherwise quiet surroundings that the woman looked up in alarm at the second ‘shot’ and gazed into my camera. Quite a few friends and fellow photographers have repeatedly claimed that these were the best photos I had ever taken. So here is the first image from this mini-series (on Fujichrome 100 slide film)</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/afghanistan-mitten-im-krieg-die-friedenstauben/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>Doves of peace in the midst of war? Afghanistan will never be able to live in peace</em></p>
<h6><em>Epilogue</em></h6>
<p>The day after returning from Mazar-e-Sharif, I flew back to Delhi. I wrote a total of six features for my agency, though only two were actually published, and these dealt explicitly only with the war and the Mujahideen’s prospects of winning it. Reports, such as the one on the ‘Communists’’ efforts to improve the situation of women, received hardly any attention. Nevertheless, the visit – which was followed by two further “official” short trips to Afghanistan – did not fail to have an impact, for we immediately began searching for Afghan informants in exile in Delhi. However, we could still only guess at how much of the information “leaked” to us in this way corresponded to the truth or was part of the propaganda war between the Soviets and the USA. If the atrocities attributed to the other side became too extreme, the journalists would distance themselves by pointing out that the reported atrocities could not be “confirmed by independent sources”. It seems certain that the Russians lost 15,000 soldiers in this ten-year war in Afghanistan (in four years of the war against Ukraine, the number of Russians killed is reported to be 300,000+), whilst the number of Afghans killed was estimated at between one and two million, according to various sources. Five to seven million Afghans fled their country. The massive support provided to the Mujahideen by the USA (via the CIA) ultimately led to the founding of the Taliban movement, which has been ruling the country totalitarianly since 2021, and one must assume that this scenically beautiful country in the Hindu Kush will not experience peace for the foreseeable future.</p>
<p>CF</p>
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			</item>
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		<title>Der Tyrann</title>
		<link>https://www.licht-und-schatten.eu/der-tyrann/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 17:04:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>English version to follow Update 1. Februar 2026 Die jüngsten aggressiven Versuche von Donald Trump, sich im Stil eines Kolonialherren des 19. Jahrhunderts Grönland einzuverleiben, haben mich veranlasst, ChatGPT zu fragen, welche Eigenschaften denn einen Tyrannen auszeichnen. Dabei nannte ich Donald Trump bewusst nicht. Hier die ungekürzte Antwort des Chat-Bots des US-Unternehmens OpenAI (Der Chat-Bot [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 11px;">English version to follow</span></p>
<p>Update 1. Februar 2026</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Die jüngsten aggressiven Versuche von Donald Trump, sich im Stil eines Kolonialherren des 19. Jahrhunderts Grönland einzuverleiben, haben mich veranlasst, ChatGPT zu fragen, welche Eigenschaften denn einen Tyrannen auszeichnen. Dabei nannte ich Donald Trump bewusst nicht. </span>Hier die ungekürzte Antwort des Chat-Bots des US-Unternehmens OpenAI (Der Chat-Bot von Google antwortete in etwas anderen Worten mit einer ähnlich direkten Aussage)!</p>
<div class="moz-text-html" lang="x-unicode">
<div dir="auto" style="text-align: center;"><strong><em>&#8220;Ein Tyrann ist laut Definition:</em></strong><br />
<em>Eine Person, die ihre Macht rücksichtslos, unterdrückend und willkürlich ausübt, meist ohne rechtliche oder moralische Legitimation.</em><br />
<strong><em>Kernmerkmale eines Tyrannen:</em></strong><br />
<em>missbraucht Macht zu eigenem Vorteil</em><br />
<em>unterdrückt andere (Angst, Gewalt, Zwang)</em><br />
<em>handelt willkürlich, nicht nach Recht oder Regeln</em><br />
<em>duldet keine Kritik oder Opposition</em><br />
<em>stützt sich oft auf Gewalt, Drohung oder Propaganda</em><br />
<strong><em>Herkunft des Begriffs:</em></strong><br />
<em>aus dem Griechischen tyrannos = Alleinherrscher</em><br />
<em>ursprünglich neutral, später klar negativ besetzt</em><br />
<strong><em>Abgrenzung:</em></strong><br />
<em>Ein Diktator kann formell an der Macht sein (z. B. durch Gesetze oder Notstand)</em><br />
<em>Ein Tyrann beschreibt vor allem die Art der Machtausübung (grausam, ungerecht)</em><br />
<em>Kurz gesagt:</em><br />
<em>👉 Ein Tyrann herrscht durch Angst statt durch Recht.</em></div>
<div dir="auto">&nbsp;</div>
<div dir="auto" style="text-align: center;"><strong><em>Tyrann – einfache Definition</em></strong><br />
<em>Ein Tyrann ist ein Herrscher oder eine mächtige Person,</em><br />
<em>die ihre Macht ungerecht und grausam benutzt</em><br />
<em>und andere Menschen unterdrückt.</em><br />
<em>👉 Er denkt nur an sich selbst und nicht an das Wohl der anderen.</em></div>
<div dir="auto" style="text-align: center;"><strong><em>Typische Merkmale eines Tyrannen</em></strong><br />
<em>Er befiehlt und erzwingt Gehorsam</em><br />
<em>Er macht keine fairen Regeln</em><br />
<em>Er bestraft Menschen hart oder ungerecht</em><br />
<em>Er hat keine Kritik erlaubt</em><br />
<em>Die Menschen haben Angst vor ihm</em></div>
<div dir="auto" style="text-align: center;"><strong><em>Beispiele aus der Literatur</em></strong><br />
<em>Kreon (Antigone, Sophokles):</em><br />
<em>Besteht stur auf seinen Gesetzen und bestraft Antigone hart → tyrannisches Verhalten</em><br />
<em>Der Big Brother (1984, George Orwell):</em><br />
<em>Kontrolliert und überwacht alle Menschen</em><br />
<em>Der König in vielen Märchen:</em><br />
<em>Herrscht ungerecht und wird am Ende gestürzt</em></div>
<div dir="auto" style="text-align: center;"><strong><em>Merksatz: </em></strong><em>🧠 Ein Tyrann herrscht durch Angst, nicht durch Gerechtigkeit.</em><br />
<em>__________________</em></div>
<div dir="auto">&nbsp;</div>
<div dir="auto">Auf die Frage, wer nach dieser Definition ein Tyrann sein könnte, fallen mir da einige Namen ein: <strong>Kim Jong Un (Nordkorea) Wladimir Putin (Russland), Alexander Lukaschenko (Belarus), Xi Jinping (VR China) und natürlich auch Donald Trump</strong></div>
</div>
<div dir="auto">&nbsp;</div>
<div dir="auto">Trump hat nie bestritten, dass er gern ein Diktator wäre. Er selbst spielt immer wieder öffentlich mit dem Gedanken, ein Diktator, das heißt, ein Alleinherrscher zu sein; dies jedenfalls (so sagte er im Wahlkampf immer wieder vor Anhängern) &#8220;am Tag meines Amtsantritts&#8221;. Seit Ende Januar 2025 regiert Trump mit Hilfe seiner willfährigen Gehilfen im Kongress praktisch ohne parlamentarische Kontrolle! Widerspruch duldet er nicht. Wer diesen wagt, wird von ihm und seinen Helfern und Einflüsterern (z.B. Steven Miller) verfolgt. Nach dem Angriff auf Caracas und nach der Entführung von Nicolas Madura kündigte er an, die USA würden &#8220;vorübergehend&#8221; die Macht in dem Land übernehmen. Sein &#8220;Kriegsminister&#8221; Hegseth sagte dazu wörtlich: &#8220;(Trump)&#8230;will<span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:0}}"> be able to dictate the terms&#8230;..&#8221; &#8211; also herrscht er wie ein Diktator. Dies ist unbestreitbarer Imperialismus.</span></div>
<div dir="auto">&nbsp;</div>
<div dir="auto"><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:0}}">Übrigens nennt die US-Regierung die Öl-getriebene Aktion gegen Venezuela auch eine &#8220;Special Operation&#8221; (die Formulierung hat er von seinem Gesinnungsfreund Putin übernommen, der seinen brutalen krieg gegen die Ukraine ebenso nennt) &#8211; Der Nachfolgerin von Ex-Diktator Nicolas Maduro drohte Trump öffentlich &#8220;Schlimmeres&#8221; an, als es Maduro widerfahren sei, falls sie seinen Befehlen nicht folge. Und Maduro drohen bereits mehrere lebenslange Freiheitsstrafen!!!</span></div>
<div dir="auto">&nbsp;</div>
<div dir="auto"><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:0}}">Praktisch alle vom Chat-Bot genannten Kriterien für Tyrannen treffen auch auf Trump und seinen Regierungsstil zu, auch wenn er die anstehenden Midterm-Elections noch nicht abgesagt hat. Doch auch hier spielt er öffentlich mit der Idee, dass es eigentlich Wahlen nicht mehr bräuchte (da er ja an der Macht ist). Schon vor der Präsidentschaftswahl 2024 wiederholte Trump im Wahlkampf mehrfach, die nächsten Wahlen &#8220;könnten die letzten sein&#8221;.&nbsp;</span></div>
<div dir="auto">&nbsp;</div>
<div dir="auto">Inzwischen machen auch europäische Regierungsvertreter (in diplomatischen Formulierungen), vor allem aber US-Experten keinen Hehl mehr daraus, dass der skrupellose Machtpolitiker Politik sehr wohl zum eigenen Nutzen betreibt, dass er nichts Gutes im Schilde führt und er internationale Politik im Stil eines Mafiabosses betreibt, der seine Ziele mit der öffentlichen Androhung von Gewalt verfolgt und damit, auch im eigenen Land, Angst erzeugt. Zur Beendigung der Demokratie in den Vereinigten Staaten ist es da letztlich nur ein kleiner Schritt. <em>Also:&nbsp; Ja, Trump ist ein Tyrann, wenn auch erst noch ein Möchtegern-Tyrann, den aber immer noch 40 Prozent der US-Wählerschaft gut finden</em>.</div>
<div dir="auto">&nbsp;</div>
<div dir="auto" style="text-align: center;">________________________________________________________________</div>
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<div dir="auto"><strong>English version:</strong></div>
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<div dir="auto">
<h5>WHO IS A TYRANT?</h5>
<p>Here is the unabridged answer from ChatGPT, an AI software developed by the US company OpenAI:</p>
<p><em><strong>A tyrant is defined as:</strong></em></p>
<p><em>A person who exercises their power ruthlessly, oppressively and arbitrarily, usually without legal or moral legitimacy.</em></p>
<p><em><strong>Key characteristics of a tyrant:</strong></em></p>
<p><em>Abuses power for his or her own benefit</em></p>
<p><em>Oppresses others (fear, violence, coercion)</em></p>
<p><em>Acts arbitrarily, not according to law or rules</em></p>
<p><em>Does not tolerate criticism or opposition</em></p>
<p><em>Often relies on violence, threats or propaganda</em></p>
<p><em><strong>Origin of the term:</strong></em></p>
<p><em>From the Greek tyrannos = autocrat</em></p>
<p><em>Originally neutral, later clearly negative</em></p>
<p><em><strong>Distinction:</strong></em></p>
<p><em>A dictator may be formally in power (e.g. through laws or a state of emergency)</em></p>
<p><em>A tyrant primarily describes the manner in which power is exercised (cruel, unjust)</em></p>
<p><em>In short:</em></p>
<p><em>👉 A tyrant rules through fear rather than law.</em></p>
<p><b><em>ChatGPT:</em></b><em> If you like, I can also explain this in simpler terms, for German lessons or with literary examples.</em></p>
<p>__________________</p>
<p><em>Here is a simple explanation for German lessons with examples from literature:</em></p>
<p><em><strong>Tyrant – simple definition</strong></em></p>
<p><em>A tyrant is a ruler or powerful person&nbsp;</em><em>who uses their power unjustly and cruelly</em></p>
<p><em>and oppresses other people.</em></p>
<p><em>👉 They only think of themselves and not of the welfare of others.</em></p>
<p><em><strong>Typical characteristics of a tyrant</strong></em></p>
<p><em>He commands and enforces obedience.&nbsp;</em><em>He does not make fair rules</em></p>
<p><em>He punishes people harshly or unjustly.&nbsp;</em><em>He does not allow criticism.&nbsp;</em><em>People are afraid of him</em></p>
<p><em><strong>Examples from literature</strong></em></p>
<p><em>Creon (Antigone, Sophocles):</em></p>
<p><em>Stubbornly insists on his laws and punishes Antigone harshly → tyrannical behaviour</em></p>
<p><em>Big Brother (1984, George Orwell):&nbsp;</em><em>Controls and monitors all people</em></p>
<p><em>The king in many fairy tales:&nbsp;</em><em>Rules unjustly and is overthrown in the end</em></p>
<p><em><strong>Mnemonic:&nbsp;</strong></em><em>🧠 A tyrant rules through fear, not justice.</em></p>
<p><em>If you want, I can also give you a short definition to memorise, a table (tyrant vs. just ruler) or help with a class test.</em></p>
<p>______________________________________</p>
<p><strong>I think that&#8217;s enough! The only question is who falls into the ‘tyrant’ category. I can think of a few. Kim Jong Un (North Korea) Vladimir Putin (Russia), Alexander Lukashenko (Belarus), Xi Jinping (?), Donald Trump (?</strong>)</p>
<p>Trump has never denied that he would like to be a dictator ‘at least on the day he takes office’ . Since then, he has been ruling practically without parliamentary control! After the attack on Caracas and the kidnapping of Maduro, he announced that the US would ‘temporarily’ take over power in the country. His ‘war minister’ Hegseth said literally: ‘(Trump)&#8230;will be able to dictate the terms&#8230;.’ – like a dictator? Incidentally, the US government also calls the oil-driven action against Venezuela a ‘special operation’ (just as Putin calls the war against Ukraine a ‘special operation’). He publicly threatened Maduro&#8217;s successor with ‘worse’ than what happened to Maduro. He faces several life sentences!!!</p>
<p>Almost all of the criteria mentioned by ChatGPT apply to Trump, even though he has not yet cancelled the upcoming midterm elections. But here, too, he is publicly toying with the idea that elections are no longer necessary (since he is in power).</p>
<p>Meanwhile, European government representatives are no longer making any secret of the fact that this unscrupulous and openly corrupt power politician mostly pursues politics for his own benefit, that he has nothing good in mind, and that he conducts international politics in the style of a mafia boss, pursuing his dirty goals with public threats of violence and thus creating fear among those he persecutes, including in his own country. Ultimately, it is only a small step to the end of democracy in the United States. <b>So, yes, Trump is a tyrant, albeit only a wannabe tyrant, but one who is still supported by 40 per cent of the US electorate.</b></p>
<p>And here is a quote from an article on the subject in Spiegel Online that is well worth reading.</p>
<p>‘Trump has (&#8230;) once again proven that he doesn&#8217;t give a damn about international law. Why should he? The man is an autocratic imperialist who ruthlessly wields the military and economic power of the United States and seeks to destroy the European Union in order to more easily assert his interests.’</p>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/der-tyrann/">Der Tyrann</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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		<title>Bilder vom zerstörten Nürnberg, oder Gaza, oder &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2025 12:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Nürnberger Altstadt, mehr als ein Jahr nach den 59 Luftangriffen English translation following this report&#160; &#160;&#8211; Die Bilder von Nürnberg finden Sie hier Nürnberg 1946 &#8211; Unveröffentlichte Fotos meines Vaters Die schockierenden Bilder gleichen sich. Bilder von vollständig zerstörten Häusern. Vereinzelt hohe Mauern, die nach Bombenangriffen oder Artilleriebeschuss zerbrechlich in den Himmel ragen. Menschenleere [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die Nürnberger Altstadt, mehr als ein Jahr nach den 59 Luftangriffen</span></em></p>
<p>English translation following this report&nbsp; &nbsp;&#8211; <span style="color: #ff0000;">Die <a style="color: #ff0000;" href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg/">Bilder von Nürnberg finden Sie hier</a></span></p>
<h5>Nürnberg 1946 &#8211; Unveröffentlichte Fotos meines Vaters</h5>
<p>Die schockierenden Bilder gleichen sich. Bilder von vollständig zerstörten Häusern. Vereinzelt hohe Mauern, die nach Bombenangriffen oder Artilleriebeschuss zerbrechlich in den Himmel ragen. Menschenleere Straßen, in denen ausgebrannte Fahrzeuge liegengeblieben sind, und wenige, einsame und hungrige Menschen, die in Trümmern überleben, weil sie kein Dach mehr über dem Kopf haben. <span id="more-8919"></span>Die schockierenden Bilder gleichen sich. Die systematisch zertrümmerte ukrainische Stadt Mariupol, die von den Russen dem Erdboden gleichgemacht wurde. Oder heute die Städte des Gazastreifens. die die israelische Armee gezielt unbewohnbar machte. Was geschah im Zweiten Weltkrieg mit Städten wie Hamburg, Dresden, Köln oder Nürnberg, wo die Bombardierung durch die Briten innerhalb von Stunden zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende obdachlos gemacht hat?</p>
<p>Die gezielte Bombardierung ziviler Objekte und die bewusste Tötung oder Ermordung von Zivilisten im Krieg ist nach der Genfer Konvention ein Kriegsverbrechen. Das trifft natürlich auch für Hiroshima und Nagasaki zu, wo zwei Atombomben jeweils bis zu 70 000 Menschen innerhalb von Minuten töteten. Niemand wurde für diese Kriegsverbrechen angeklagt. Hatte die Deutsche Luftwaffe nicht zuvor im Luftkrieg gegen Großbritannien knapp 60 000 Briten ermordet und die Stadt Coventry zerstört? Noch heute liegen Tausende WW2-Bomben überall in London unter der Erde und unter neuen Gebäuden begraben. Hier wurden durch die Bombardierung 1,4 Millionen Menschen obdachlos.</p>
<p>Ich zeige hier heute Fotos, die mein Vater, Leonhard Fürst, vermutlich 1946 von seiner nahezu völlig zerstörten Heimatstadt Nürnberg machte. Begleitet wurde er von seiner ältesten Tochter Barbara, die damals gerade einmal etwa sechs Jahre alt war. Ich glaube nicht, dass diese Bilder jemals zuvor veröffentlicht wurden. Vermutlich hatte unser Vater sie im Auftrag eines Verlags gemacht, denn er musste ja seine inzwischen fünfköpfige Familie ernähren. Alle Bilder aus diesen zerstörten Städten machen fassungslos. Sie alle gleichen sich.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12px;"><em>Hunderttaausende Brandbomben für ein Inferno in den Straßen</em></span></p>
<h5>Bomben gegen Städte, Brandbomben gegen Menschen</h5>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 16px;">Vor 80 Jahren, am 2. Januar 1945, starten mehr als 500 Bomber der britischen &#8220;Königlichen Luftwaffe&#8221; voll beladen mit Bomben in Richtung Nürnberg. Gegen Abend überfliegen die ersten Maschinen die von Schnee bedeckten Dächer der mittelalterlichen Altstadt. In insgesamt 59 Angriffswellen fallen auf die Häuser und die Burg nach amtlichen Schätzungen rund 6 000 Sprengbomben und mehrere Hunderttausend Brandbomben. Die Briten setzen Bomben ein, die nicht sofort explodieren. Sie entfalten ihre Sprengkraft erst, wenn sie bereits in die Gebäude eingedrungen sind.</span></p>
<p style="text-align: left;"><a href="https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/luftangriff_nuernberg_2_januar_1945.html"><em><span style="font-size: 12px;"><span style="color: #ff0000;">Auf dieser Seite der Stadt Nürnberg beschreiben Augenzeugen das Inferno durch die britischen Luftangriffe:</span></span></em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 16px;">Nürnberg, die Stadt des &#8220;Reichsparteitags&#8221; wird zu 90 Prozent zerstört, die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern im Umkreis der Burg sogar zu 95 Prozent. Für die Briten galt die Stadt in Franken als Zentrum der Nazi-Propaganda. Immerhin fand hier schon 1923 (bis 1938) der erste Parteitag der Nationalsozialisten statt. Mit der Zerstörung sollte wohl auch ein Nazi-Symbol vernichtet werden. Nach offiziellen Angaben starben durch die Luftangriffe 1 835 Menschen, 100 000 wurden obdachlos.</span></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Mehr als ein Jahr danach ist die Zerstörung allgegenwärtig</span></em></p>
<p><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4}}">Nach den ersten beiden Angriffswellen mit Sprengbomben folgte eine dritte Welle, bei der die britischen Bomber etwa eine Million </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4}}">Stabbrandbomben auf die Stadt abwarfen und damit ein Inferno entfachten. Drei Monate später marschierten US-amerikanische Truppen in der Stadt ein (</span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">zwischen dem 16. und 21. April 1945), was zu heftigen Gefechten führte. Etwas mehr als zwei Wochen später folgte dann die bedingungslose Kapitulation Deutschlands.</span></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Der Autor und Fotograf Leonhard Fürst 1936&nbsp;</span></em></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em><span style="font-size: 12px;">Mein Vater, Leonhard Fürst, war als Soldat bis zum Kriegsende in Norditalien stationiert. Er erlebte die Kämpfe um seine Geburtstatdt Nürnberg aus der Ferne, und seine ganze Sorge galt seiner Familie, die sich zum Zeitpunkt dieser Kämpfe im April 1945 in seinem Heimatdorf südlich von Nürnberg aufhielt. In seínem Lebenslauf schildert er am 19.9.1945 seine Gefühle im Angesicht der Zerstörung:</span></em></p>
<p><span style="color: #ff0000;">&#8220;&#8230; am 13. Juni 1904 wurde ich in Nürnberg geboren. Das Denken meiner Jugend, der Strom meiner Fantasie ging aus von den magischen Kräften dieser ehemals einzig schönen Stadt. Mein Leben ist bis heute ihrer Geschichte und jener der großen Künstler verbunden geblieben, die in ihr geboren wurden oder in ihr lebten und denen die heute zerstörten, unvergleichlichen und unersetzbaren Bauwerke und Denkmäler einer vergangenen Kultur zu danken sind. Ich liebe auch heute noch die Steine, die aus dem Staub dieses riesigen Trümmerfelds ragen, so wie ich das verwüstete Grab liebe, das meine Eltern birgt&#8230;.&#8221;&nbsp;</span></p>
<p style="text-align: center;">_________________________________</p>
<h5 style="text-align: center;">&#8220;Bomber&#8221; oder &#8220;Schlächter&#8221; Arthur Harris:</h5>
<p><span style="font-size: 15px;">Der 1892 geborene Arthur Harris ist bis heute eine der umstrittensten Figuren der britischen Kriegsgeschichte im Zweiten Weltkrieg. Zwar war er nicht der Vater der Idee, Deutschland durch massive und vor allem gegen die Zivilbevölkerung gerichtete Flächenbombardements zur Aufgabe zu zwingen, doch setzte er sie gnadenlos um, obwohl es dagegen sehr viele und laute Proteste aus Politik und Öffentlichkeit gab. &#8220;Sie haben Wind gesät und werden Sturm ernten&#8221;, wurde Harris zitiert, der als &#8220;Luftmarschall&#8221; die Royal Airforce mit in den USA gekauften Bomber-Flugzeugen massiv aufrüsten ließ. Tatsächlich entwickelte die Airforce unter seinem Befehl die Angriffstechniken, die nicht nur zwei Dutzend deutscher Städte massiv zerstörten, sondern den Tod Hunderttausender Zivilisten fast schon garantierten. <span style="color: #ff0000;">(<em><a style="color: #ff0000;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Harris">Details zur britischen Angriffstaktik finden Sie hier)&nbsp;</a></em><span style="color: #000000;">Harris und seine Anhänger begründeten die völkerrechtswidrigen Angriffe mit den zahllosen deutschen Angriffen der deutschen Luftwaffe während&nbsp; des &#8220;Bltzkriegs&#8221; 1940/41, dem insgesamt fast 50 000 Briten zum Opfer fielen. Er starb 1984 verbittert über die Ablehnung seiner Flächenbombardements in GB. Dass die gesamte Luftkriegskampagne damit gegen die Genfer Konvention verstieß, störte ihn wenig, ja er nannte sie sogar &#8220;ziemlich human&#8221;! Dennoch bleibt der &#8220;Bomber Harris&#8221;, der in seiner eigenen Luftwaffe auch &#8220;der &#8220;Schlächter Harris&#8221; genannt wurde, umstritten. Ein ihm 1992 gesetztes Denkmal wurde innerhalb weniger Stunden von Gegnern mit Farbe übergossen und beschädigt, so dass es monatelang bewacht werden musste.&nbsp;</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">________________________________________________</span></p>
<p><em>Nuremberg&#8217;s old town, more than a year after the 59 air raids</em></p>
<p>English translation following this report &#8211; <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg/">Pictures of Nuremberg can be found here</a></p>
<h5>Nuremberg 1946 &#8211; Unpublished photos taken by my father</h5>
<p>The shocking images are similar. Pictures of completely destroyed houses. Isolated high walls, fragile and towering into the sky after bomb attacks or artillery fire. Deserted streets littered with burnt-out vehicles and the occasional lonely and hungry people surviving in the rubble because they no longer have a roof over their heads. The shocking images are similar. The systematically destroyed Ukrainian city of Mariupol, which has been razed to the ground by the Russians. Or today, the cities of the Gaza Strip, which the Israeli army is deliberately making uninhabitable. What happened in the Second World War to cities such as Hamburg, Dresden and Nuremberg, where British bombing killed tens of thousands of people and left hundreds of thousands homeless within hours?</p>
<p>The deliberate bombing of civilian targets and the deliberate killing or murder of civilians in war is a war crime under the Geneva Convention. This also applies, of course, to Hiroshima and Nagasaki, where two atomic bombs killed around 70,000 people within minutes. No one was ever charged with these war crimes. After all, the German Air Force had previously murdered nearly 60,000 Britons in the air war against Great Britain and destroyed the city of Coventry. Even today, thousands of WW2 bombs lie buried underground and under new buildings throughout London.</p>
<p>Today, I am showing photos that my father, Leonhard Fürst, probably took in 1946 of his almost completely destroyed hometown of Nuremberg. He was accompanied by his eldest daughter Barbara, who was only about six years old at the time. I don&#8217;t believe these pictures have ever been published before. Our father may have taken them on behalf of a publisher, because how else could he have fed his family of five? All the pictures of these destroyed cities are shocking. They are somehow interchangeable.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>Hundreds of thousands of incendiary bombs create an inferno in the streets</em></p>
<h5>Bombs against cities, incendiary bombs against people</h5>
<p>On 2 January 1945, more than 80 years ago, more than 500 bombers of the British Royal Air Force took off for Nuremberg, fully loaded with bombs. Towards evening, the first planes flew over the snow-covered roofs of the old town. In a total of 59 waves of attacks, according to official estimates, around 6,000 high-explosive bombs and several hundred thousand incendiary bombs fell on the partly medieval houses and the castle. The British used bombs that did not explode immediately. They only detonated once they had penetrated the buildings.</p>
<p><a href="https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/luftangriff_nuernberg_2_januar_1945.html"><i>On this page of Nuremberg, eyewitnesses describe the inferno caused by the British air raids:</i></a></p>
<p>Nuremberg, the city of the ‘Reich Party Congress’, was 90 per cent destroyed, with 95 per cent of the old town with its many half-timbered houses around the castle destroyed. The British considered the city in Franconia to be the centre of Nazi propaganda. After all, it was here that the first National Socialist party conference took place in 1923 (until 1938). The destruction was therefore also intended to destroy a Nazi symbol. According to official figures, 1,835 people died in the air raids and 100,000 were left homeless.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>More than a year later, the destruction is still omnipresent.</em></p>
<p>After the first two waves of attacks with explosive bombs, a third wave followed, in which British bombers dropped an estimated one million incendiary bombs on the city, creating an inferno. Three months later, US troops marched into the city (between 16 and 21 April 1945), leading to fierce fighting. A little more than two weeks later, Germany capitulated unconditionally.</p>
<p>________________________________________________</p>
<p><em>The author and photographer Leonhard Fürst in 1936</em></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>My father, Leonhard Fürst, was stationed as a soldier in northern Italy until the end of the war. He witnessed the fighting around his hometown of Nuremberg from afar, and his entire concern was for his family, who were staying in his home village south of Nuremberg at the time of the fighting in April 1945. In his autobiography, he describes his feelings in the face of destruction on 19 September 1945:</em></p>
<p>&#8220;&#8230; I was born in Nuremberg on 13 June 1904. The thoughts of my youth, the flow of my imagination, sprang from the magical powers of this once uniquely beautiful city. To this day, my life has remained connected to its history and to that of the great artists who were born or lived there and to whom we owe the now destroyed, incomparable and irreplaceable buildings and monuments of a bygone culture. Even today, I still love the stones that rise from the dust of this vast field of rubble, just as I love the devastated grave that holds my parents&#8230;.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">______________________</p>
<h5 style="text-align: center;">‘Bomber’ or ‘Butcher’ Arthur Harris:</h5>
<p>Born in 1892, Arthur Harris remains one of the most controversial figures in British wartime history during the Second World War. Although he was not the originator of the idea of forcing Germany to surrender through massive area bombing, primarily targeting the civilian population, he implemented it mercilessly, despite numerous and vocal protests from politicians and the public. ‘You have sown Wind and you will reap the Storm,’ Harris was quoted as saying. As Air Marshal, he had the Royal Air Force massively re-equipped with bombers purchased in the United States. Under his command, the Air Force developed attack techniques that not only destroyed two dozen German cities, but also virtually guaranteed the deaths of hundreds of thousands of civilians. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Harris"><i>Details on British attack tactics can be found here) </i></a>Harris and his supporters justified the attacks, which violated international law, with the countless German attacks by the German Luftwaffe during the ‘Blitzkrieg’ of 1940/41, which claimed the lives of almost 50,000 British citizens. He died in 1984, embittered by the rejection of his carpet bombing in the UK. The fact that the entire air war campaign thus violated the Geneva Convention did not bother him much; he even called it ‘quite humane’! Nevertheless, ‘Bomber Harris’, who was also known as ‘Butcher Harris’ in his own air force, remains controversial. A monument erected in his honour in 1992 was doused with paint and damaged by opponents within a few hours, so that it had to be guarded for months.</p>
<p style="text-align: center;">____________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">Bilder vom zerstörten Nürnberg, oder Gaza, oder &#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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		<title>Schwarz-Rot-Gold gegen den Regenbogen?</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2025 20:28:36 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Regenbogen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Königin der Drag-Queens, Olivia Jones, beim CSD in Hamburg English translation following this report Wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt zeigt die neue Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ihre politischen Zähne. Als Vorsitzende bei Bundestagsdebatten geht sie nicht nur&#160; rigoros und oft im Feldwebelton gegen Regelverstöße von Abgeordneten vor. Nun gab sie auch noch bekannt, dass [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Die Königin der Drag-Queens, Olivia Jones, beim CSD in Hamburg</span></em></p>
<p>English translation following this report</p>
<p><span style="font-size: 14px;"><em>Wenige Wochen <span style="font-size: 13px;">nach</span> ihrem Amtsantritt zeigt die neue Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ihre politischen Zähne. Als Vorsitzende bei Bundestagsdebatten geht sie nicht nur&nbsp; rigoros und oft im Feldwebelton gegen Regelverstöße von Abgeordneten vor. Nun gab sie auch noch bekannt, dass sie nicht zulasse, dass die weltweit als Symbol gegen die Verfolgung &#8220;sexuell andersdenkender&#8221; Menschen gedachte Regenbogenfahne am 26. Juli, der Christopher Street Day-Parade in Berlin auf dem Reichstag gehisst wird. </em></span><span id="more-8336"></span></p>
<p><span style="font-size: 14px;"><em>Dass ausgerechnet ihre Amtsvorgängerin, die neue SPD-Ko-Vorsitzende Bärbel Bas, kurz darauf ähnliches für ihr neues Arbeitsministerium verkündete, führte auch in der eigenen Partei zu Stirnrunzeln. Schließlich hatte Bas und deren CDU-Vorgänger Wolfgang Schäuble diesen symbolischen Akt zuvor stets genehmigt. Eröffnet die Union &#8211; ohne Gegenwehr der SPD &#8211; damit einen kleinen Kulturkampf nach dem Vorbild der Trump-Regierung in den USA? Sucht die Union von Friedrich Merz schon jetzt etwa die politische Nähe zur AfD? &#8211; Oder ist es Zufall, dass Klöckners Parteifreundin Karin Prien wenig später ein Verbot der Gender-gerechten Sprache für ihren Amtsbereich verkündete?&nbsp; </em></span></p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14px;"><em>&nbsp;<span style="font-size: 11px;">kunstvolle Kopfbedeckung &#8211; CSD in München</span></em></span></p>
<p>Queere Menschen in Deutschland haben es zurzeit nicht leicht. &#8220;Hass und Hetze nehmen zu, Angriffe auf queere Menschen häufen sich&#8221;, beklagte die Bundesbeauftrage Sophie Koch am Samstag (4. Juli) vor der Christopher-Street-Day-Parade in Köln. &#8220;<span data-tt="{}">Jeden Tag werden </span><span data-tt="{}"> im Schnitt mindestens sechs Angriffe auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, </span><span data-tt="{}">trans- und intergeschlechtliche sowie andere queere Menschen </span><span data-tt="{}">registriert&#8221;, meinte ihr Amtskollege Sven Lehmann unter Berufung auf die jüngste Kriminalstatistik des Bundes. Das seien 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor allem die CSD-Paraden im ganzen Land würden immer häufiger von rechten und ultra-rechten militanten Gruppen bedroht und angegriffen. Kein Wunder also, dass der CSD-Umzug von Köln an diesem Sonntag (6. Juli) unter verstärktem Polizeischutz und dem trotzigen Motto stand: <strong>&#8220;Nie mehr leise!&#8221;</strong></span></p>
<p>Es überrascht nicht, dass die Entscheidung Klöckners als Tiefschlag gegen Minderheiten gewertet wurde. In jedem Fall gilt sie als ein &#8220;illiberaler&#8221; Fußabdruck der Unions-Rechten in der schwarz-roten Koalition. Dass der bekennend rechtskonservative CDU-Kanzler Friedrich Merz den Schritt mit dem Hinweis goutierte, der Reichstag sei doch &#8220;kein Zirkusdach&#8221;, tat nichts dazu, die Wogen zu glätten; auch nicht, dass SPD-Chefin Bas sich&nbsp; dem Flaggenbann anschloss. Und seit die als liberal geltende CDU-Familienministerin Prien die Gender-gerechte Sprache in ihrem Amtsbereich verbot, fürchten Angehörige der LGBTQ-Gemeinschaft, dass die über Jahrzehnte errichteten Dämme gegen Hass und Intoleranz jetzt brechen könnten.</p>
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<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Somewhere under the rainbow &#8211; CSD in München</em></span></p>
<p><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">In einer Zeit, in der viele Länder und Städte </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">weltweit Fortschritte in der Gleichstellung der Geschlechter und der </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">sexuellen Orientierungen machen, müssen Entscheidungen mit solcher Symbolkraft als </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">Rückschritt wahrgenommen werden. Kritiker &#8211; nicht nur aus der politisch Linken &#8211; argumentieren, dass das Hissen der </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">Flagge ein wichtiges Zeichen der Solidarität und Unterstützung für die </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">queere Community wäre; besondere in einem Land, das sich als </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">demokratisch und pluralistisch versteht. </span></p>
<p><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">In Deutschland wird die Zahl der Angehörigen der LGBTQ-Gemeinschaft auf etwa sieben Prozent der Bevölkerung geschätzt. Bei den Transsexuellen gehen die Schätzungen von 0,2-0,5 Prozent aus. Würde diese Gruppe geschlossen eine entsprechende LGBTQ-Partei wählen, könnte sie immerhin mit einer Fraktion in Größe der Linken in den Bundestag einziehen. Dass LGBTQ-Gruppen </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">in deutschen Städten jährlich mit etwa 70 schrillen aber friedlichen und fröhlichen Paraden auf sich und die Ungleichbehandlung ihrer Gemeinschaft aufmerksam machen, stößt in konservativen Kreisen jedoch noch immer auf Ablehnung. </span></p>
<p><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">Zahlreiche Versuche, nicht nur aus der konservativen Ecke, die Einführung einer Gender-gerechten Sprache gesetzlich zu verbieten, sind bisher zwar gescheitert. Doch wird die als radikal empfundene Umgestaltung der deutschen Sprache mit Hilfe von Schulen, Hochschulen, Ämtern und Ministerien bei repräsentativen Umfragen weiterhin von bis zu 75 Prozent der Bevölkerung strikt abgelehnt. </span></p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Teilnehmerinnen an einem CSD in Hamburg</span></em></p>
<p>Doch ungeachtet dieses eher akademischen Streits haben Queere, Schwule oder Lesben durchaus Grund, sich massiv bedrängt zu fühlen. Immerhin gab es 2024 mit <span data-tt="{}">1499 Straftaten gegen ihre Gemeinschaft </span><span data-tt="{}">einen Anstieg um 50 Prozent. Die einzig positive Entwicklung: Die Bereitschaft, queer-feindliche Delikte zur Anzeige zu bringen, ist der Statistik zur Folge 2024 größer geworden.</span></p>
<p>Doch viele in der Gemeinschaft fürchten nun, dass die Entscheidungen von Klöckner, Bas und Prien erst ein Anfang sein könnten. Klöckner wies etwa Vorwürfe wegen ihrer Flaggen-Entscheidung mit dem schlichten Argument zurück, verfolgte Minderheiten gebe es doch überall auf der Welt. Klöckner im Interview mit T-Online: „Die meistverfolgte Gruppe weltweit sind übrigens Christen. Dann müsste ich auch an einem Tag im Jahr zum Beispiel die Vatikanflagge hissen&#8221;, meinte sie. &#8220;Bei uns (im deutschen Bundestag) weht eine Fahne: Schwarz-Rot-Gold“, meinte Klöckner. „Sie repräsentiert alles, wofür unser Grundgesetz steht: Freiheit, Menschenwürde – und eben auch das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Keine Fahne steht über ihr.“</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/die-illiberalen-und-der-csd/"><em>Eine Bilderserie zum Thema CSD finden Sie <strong>HIER</strong></em></a></p>
<p>________________________________</p>
<p><em>A few weeks after taking office, the new President of the Bundestag, Julia Klöckner (CDU), is showing her political teeth. As chairwoman of Bundestag debates, she not only takes a rigorous and almost military tone against rule violations by members of parliament. Now she has also announced that she will not allow the rainbow flag, which is regarded worldwide as a sign of peace and a symbol against the discrimination of ‘sexually different’ people, to be hoisted on the Reichstag on 26 July, Christopher Street Day-Parde in Berlin. The fact that the new SPD co-chair and former Bundestag president Bärbel Bas announced something similar for her new Ministry of Labour shortly afterwards also caused frowns within her own party. After all, Bas and her CDU predecessor Wolfgang Schäuble had always approved this symbolic act in the past. Is the Union – without resistance from the SPD – thus opening its expected culture war, following the example of the Trump administration in the United States? Is Friedrich Merz&#8217;s Union already seeking political proximity to the AfD? Critics see Klöckner&#8217;s party colleague Karin Prien&#8217;s announcement shortly afterwards of a ban on gender-neutral language in her department as an indication of this.</em></p>
<p>Queer people are not having an easy time in Germany at the moment. ‘Hate and agitation are on the rise, attacks on queer people are increasing,’ complained Federal Commissioner Sophie Koch on Saturday (4 July) before the Christopher Street Day parade in Cologne. ‘Every day, an average of at least six attacks on lesbian, gay, bisexual, transgender, intersex and other queer people are recorded,’ said her counterpart Sven Lehmann, citing the latest federal crime statistics. That is 50 per cent more than a year ago. CSD parades across the country in particular are increasingly being threatened and attacked by right-wing and ultra-right-wing militant groups. No wonder, then, that the CSD parade in Cologne this Sunday (6 July) was held under the defiant slogan: <b>‘Never silent again!’</b></p>
<p>It comes as no surprise that Klöckner&#8217;s decision was interpreted as a blow to minorities. In any case, it is seen as an ‘illiberal’ footprint of the Union right in the new Grand-Coalition. The fact that the right-wing conservative CDU chancellor Friedrich Merz approved the move, saying that the Reichstag was ‘not a circus tent,’ did nothing to calm the waters; nor did the fact that the new SPD leader Bas ended up supporting the flag ban. And since the CDU family minister Prien, who had previously been considered liberal, announced a ban on gender-neutral language in her department, members of the LGBTQ community fear, not without reason, that the barriers against hatred and intolerance that have been built up over decades could collapse.</p>
<p>At a time when many countries and cities around the world are making progress in gender equality and sexual orientation, such decisions with symbolic significance must be perceived as a step backwards. Critics, not only from the political left, argue that flying the flag would be an important sign of solidarity and support for the queer community, especially in a country that sees itself as democratic and pluralistic.</p>
<p>In Germany, the number of members of the LGBTQ community is estimated at around seven per cent of the population. Estimates for transsexuals range from 0.2 to 0.5 per cent. If this group were to vote en bloc for an LGBTQ party, it could enter the Bundestag with a parliamentary group the size of the Left Party. The fact that LGBTQ groups in German cities draw attention to themselves and the unequal treatment of their community with up to 70 flamboyant but peaceful and cheerful parades every year is still met with rejection in conservative circles.</p>
<p>Numerous attempts to legally ban the introduction of artificial, gender-neutral language have failed so far. However, representative surveys regularly show that up to 75 per cent of the population strictly reject what they perceive as a radical overhaul of the German language with the help of schools, universities, government agencies and ministries. And yet it is queer people, gays and lesbians who feel under massive pressure. After all, last year saw a 50 per cent increase in crimes against the LGBTQ community, with 1,499 offences reported. The only positive development is that people have become more willing to report queer-phobic crimes over the past year.</p>
<p>But many in the community fear that the decisions made by Klöckner, Bas and Priens could be just the beginning. Klöckner rejected accusations that her decision was directed against a persecuted minority, arguing that persecuted minorities exist all over the world. Klöckner said in an interview: &#8220;Incidentally, Christians are the most persecuted group worldwide. Then I would also have to fly the Vatican flag one day a year, for example.‘ ’We (in the German Bundestag) fly a flag: black, red and gold,‘ said Klöckner. ’It represents everything our constitution stands for: freedom, human dignity – and also the right to sexual self-determination. No flag stands above it.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/die-illiberalen-und-der-csd/">you will find a new gallery of CSD-pictures <strong>here&nbsp;</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Krieg um Gaza &#8211; Staatsräson=Mittäterschaft?</title>
		<link>https://www.licht-und-schatten.eu/meinung-staatsraeson-macht-deutschland-zu-mittaetern-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 15:29:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Zerstörung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor mehr als 20 Jahren zierte dieses martialische, riesige Wandgemälde den Empfang des Shiva-Hospitals in Gaza English translation following this report Achtung: aktualisierte Fassung. Zahl der Getöteten Palästinenser und Sanktionen Bilder aus dem Gazastreifen aus der 1. und 2. Intifada finden Sie hier Die ausufernde Gewalt der israelischen Armee gegen die Palästinenser im Gazastreifen wird [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>Vor mehr als 20 Jahren zierte dieses martialische, riesige Wandgemälde den Empfang des Shiva-Hospitals in Gaza</em></span><span id="more-7817"></span></p>
<p><em>English translation following this report</em></p>
<p>Achtung: aktualisierte Fassung. Zahl der Getöteten Palästinenser und Sanktionen</p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/mittaeter-durch-staatsraeson-2/">Bilder aus dem Gazastreifen aus der 1. und 2. Intifada finden Sie hier</a></p>
<p>Die ausufernde Gewalt der israelischen Armee gegen die Palästinenser im Gazastreifen wird von den meisten deutschen Politikern kritisiert. Doch ein Stopp von Waffenlieferungen oder gar Wirtschaftssanktionen gegen Israel, wie andere EU-Länder sie fordern, kommt für sie trotz der schrecklichen Konsequenzen ihres Zauderns nicht in Frage. <!--more-->Der Grund: Die furchtbare Vergangenheit der Schoah und das von Angela Merkel (2008) in diesem Zusammenhang zur &#8220;Staatsräson&#8221; erklärte Versprechen, Israels Existenzrecht zu schützen. Doch diese Politik macht Deutschland im Falle des Gazakriegs potenziell zum &#8220;Mittäter&#8221; Israels, dem von der großen Mehrheit der Rechtsexperten weltweit schwere Verletzungen des Völkerrechts und der Menschenrechte vorgeworfen werden.</p>
<p>Die bisherige Kritik allein wird Israel nicht davon abhalten, die von der Regierung Netanjahu angestrebte Vertreibung der Palästinenser und die völlige Zerstörung jeder bewohnbaren Siedlung im Gazastreifen weiter voranzutreiben. Und dies ohne Rücksicht auf Menschenleben. Das musste schon Ex-Außenministerin Annalena Baerbock erfahren, die nach dem Massaker von Hamas-Extremisten an 1300 Israelis am 7. Oktober 2023 etwa ein halbes Dutzend Mal mit erhobenem Zeigefinger in das längst nicht mehr Gelobte Land reiste.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">2003: Ein Junge auf den Trümmern seines Elternhauses. Es wurde nach einem Terroranschlag in Israel zerstört&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span></em></p>
<p>Deutschlands zaghafte Einwände gegenüber Israel und all seinen umstrittenen politischen und militärischen Manövern gegen die Palästinenser wurde bisher von der ultra-rechten Regierung in Jerusalem schlicht ignoriert. Dabei sind die Ausmaße des israelischen Rachefeldzugs ungeheuerlich: <span class="relative -mx-px my-[-0.2rem] rounded px-px py-[0.2rem] transition-colors duration-100 ease-in-out">Bis Ende Mai 2025 wurden im Gaza-Krieg nach Angaben des (von der Hamas geleiteten) palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 64 500 Palästinenser getötet, darunter etwa 20 000 Kinder.</span> <span class="relative -mx-px my-[-0.2rem] rounded px-px py-[0.2rem] transition-colors duration-100 ease-in-out">Die Zahl der Verletzten liegt bei über 114000. </span><span class="relative -mx-px my-[-0.2rem] rounded px-px py-[0.2rem] transition-colors duration-100 ease-in-out">Eine im medizinischen Fachjournal <em data-start="20" data-end="32">The Lancet</em> veröffentlichte Studie legt nahe, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer aufgrund zerstörter Gesundheitseinrichtungen und unvollständiger Erfassung sogar noch höher sein könnte.&nbsp;</span><span class="relative -mx-px my-[-0.2rem] rounded px-px py-[0.2rem] transition-colors duration-100 ease-in-out">Auf israelischer Seite wurden seit Beginn des Krieges am 7. Oktober 2023 etwa 650 Soldaten getötet.</span> R<span class="relative -mx-px my-[-0.2rem] rounded px-px py-[0.2rem] transition-colors duration-100 ease-in-out">und 3.200 israelische Soldaten und Reservisten wurden verletzt. </span><span class="relative -mx-px my-[-0.2rem] rounded px-px py-[0.2rem] transition-colors duration-100 ease-in-out">Diese Zahlen verdeutlichen die verheerenden Auswirkungen des Konflikts auf beide Seiten, insbesondere jedoch auf die Zivilbevölkerung im Gazastreifen.</span></p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">Die Zerstörung der Häuser von Hamas- oder Dschihad-Extremisten gehört zu den Mitteln der IDF im Kampf gegen den Terrorismus&nbsp;</span></em></p>
<p>Dass die vorliegenden Fakten auch an deutschen Spitzenpolitikern nicht spurlos vorübergingen, zeigten die Äußerungen von Kanzler Merz und seinem Außenminister Johann Wadephul am Wochenende (24./25. Mai). Merz sagte auf der Veranstaltung &#8220;Republica&#8221;: &#8220;Die Zivilbevölkerung derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen immer mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begründen (&#8230;) &#8220;Das, was die israelische Armee jetzt im Gazastreifen macht: Ich verstehe offen gestanden nicht mehr, mit welchem Ziel.&#8221;</p>
<p>Außenminister Johann Wadephul meinte: &#8220;Niemand sagt, dass die jetzige Situation akzeptabel ist und länger hingenommen werden könnte. Auch Deutschland nicht.&#8221; Eine Vertreibung aus dem Gazastreifen und eine Politik des Aushungerns dürfe es nicht geben. Gleichzeitig aber bleibe Israels Sicherheit deutsche Staatsräson. »Dazu gehört selbstverständlich für die Zukunft auch die Bereitschaft, Waffen zu liefern.« Wadephul nannte dies »ein großes politisches und moralisches Dilemma für uns«. Schärfer formulierten SPD-Politiker, die in einer Koalition mit Merz stehen. So forderte der SPD-Abgeordnete Ralf Stegner: »Die humanitäre Katastrophe für die palästinensische Zivilbevölkerung und der Bruch des Völkerrechts durch die Regierung Netanyahu müssen sofort beendet und dürfen nicht auch noch mit deutschen Waffen verlängert werden.«</p>
<p>Andere Staaten haben sich nicht auf solcherlei folgenlose rein verbale Kritik beschränkt. Länder wie Großbritannien, Irland, Australien und Kanada beschlossen inzwischen Sanktionen gegen Israel. die Berliner Regierung ist dagegen &#8211; wenn es um Das Leid im Gazastreifen geht &#8211; verstummt.</p>
<p>Übrigens schloss sich inzwischen auch der konservative ehemalige israelische Ministerpräsident Ehud Olmert (Likud) der Reihe der Mahner und Kritiker der Netanjahu-Regierung an. Auch er verurteilte die auf Vertreibung und Zerstörung zielenden Armee-Einsätze gegen die Gaza-Bevölkerung aufs Schärfste.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>____________________________________</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p data-start="0" data-end="228">Die Frage, ob sich ein Land schuldig macht, wenn es ein anderes Land unterstützt, das gegen das Völkerrecht oder die Menschenrechte verstößt, ist komplex – sowohl rechtlich als auch politisch. Nach dem Völkerrecht, insbesondere nach Artikel 16 der <strong>„Draft Articles on Responsibility of States for Internationally Wrongful Acts“</strong> der Vereinten Nationen (2001), gilt:</p>
<blockquote data-start="454" data-end="702">
<p data-start="456" data-end="702"><span style="font-size: 15px;"><em>Ein Staat begeht selbst eine völkerrechtswidrige Handlung, wenn er einem anderen Staat bewusst Hilfe oder Unterstützung leistet bei der Begehung eines völkerrechtswidrigen Akts und Kenntnis davon hat, dass dieser Akt rechtswidrig ist.</em></span></p>
</blockquote>
<p data-start="704" data-end="953">Das bedeutet, ein Land macht sich völkerrechtlich mitverantwortlich, wenn es einem anderen Staat wissentlich und zielgerichtet bei Völkerrechtsverstößen hilft (z. B. Waffenlieferungen bei bekanntem Einsatz für Kriegsverbrechen).</p>
<p data-start="1000" data-end="1112">Auch im Bereich der Menschenrechte können Staaten in die Verantwortung genommen werden – insbesondere durch <strong data-start="1116" data-end="1143">Internationale Gerichte</strong> (z. B. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte),&nbsp;<strong data-start="1198" data-end="1222">den UN-Menschenrechtsrat sowie Strafgerichtshöfe</strong>, wenn es um individuelle Verantwortlichkeit (z. B. Politiker, Militärs) geht.&nbsp;So wurde etwa Deutschland in der Vergangenheit kritisiert, weil es Waffen an Länder geliefert hat, die Menschenrechte verletzen (z. B. Saudi-Arabien im Jemen-Konflikt). Die juristische Schuldfrage ist hier umstritten – politisch und moralisch aber hochrelevant.</p>
<p data-start="1656" data-end="1830">Ein Land kann sich aber auch moralisch und politisch schuldig machen, ohne dass es zwingend juristisch haftbar ist. In der internationalen Diplomatie spricht man dann von der&nbsp;<strong data-start="1834" data-end="1871">Verletzung internationaler Normen, von Doppelmoral oder Heuchelei sowie der Gefährdung der regelbasierten internationalen Ordnung.&nbsp;&nbsp;</strong></p>
<p data-start="1656" data-end="1830">Und das Fazit: Ein Staat kann sich nach Völkerrecht mitschuldig machen, wenn er wissentlich und aktiv einen anderen Staat bei rechtswidrigem Handeln unterstützt. &#8220;Ob daraus juristische Konsequenzen folgen, hängt von konkreten Umständen und dem politischen Willen der internationalen Gemeinschaft ab.</p>
<p data-start="1983" data-end="2147">__________________________________________</p>
<p data-start="1983" data-end="2147">Mich selbst haben die Ereignisse der vergangenen Monate&nbsp; davon überzeugt, dass nur ein Boykott israelischer Waren und eine harte Haltung gegenüber dieser amtierenden Regierung die völlige Zerstörung jeder Lebensgrundlage im Gazastreifen und die erneute Vertreibung der dortigen arabischen Bevölkerung verhindern kann. Schon ist abzusehen, dass Benjamin Netanjahu und seine politischen Front- und Hintermänner dabei sind, auch einen Konflikt im palästinensischen Westjordanland zu entflammen, um dort ein ähnliches Ergebnis zu erzielen. Dabei sollten sich Sanktionen, die absolut NICHTS mit Antisemitismus zu tun haben, an den Prinzipien der Vereinigung BDS (Boycott, Desinvest, Sanction) orientieren, die wiederum im Jahr 2019 vom Bundestag (fälschlich?) als antisemitisch eingestuft worden ist. Gleichzeitig muss deutlich werden, dass es sich hierbei NUR um Aktionen gegen die amtierende Regierung in Jerusalem handelt. Israel verstößt seit Beginn der Besatzung Jahr für Jahr gegen das Völkerrecht und in seinem Verhalten gegen die Menschenrechte. Nach dem Menschheitsverbrechen der Hamas vom 7. Oktober 2023 hat Israel jeden Maßstab bei der deren Bekämpfung verloren, und die Absichten hinter der Zerstörungswut scheinen klar erkennbar. In diesem Zusammenhang darf auch eine Bundesregierung nicht mehr schweigen, und sie darf nichts unternehmen, das im höchsten Maße rechtswidrige und unmoralische Verhalten dieser&nbsp; israelischen Regierung durch Waffenlieferungen und durch Handel zu unterstützen.&nbsp; &nbsp;</p>
<p data-start="1983" data-end="2147"><strong>English translation:</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>More than 20 years ago, this huge, martial mural adorned the reception area of the Shiva Hospital in Gaza.</em></span></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/mittaeter-durch-staatsraeson-2/">Here you&#8217;ll find a number of pictures from 1st and 2nd Intifadas in the Gaza-Strip</a></p>
<p>The Israeli army&#8217;s excessive violence against Palestinians in the Gaza Strip is now criticised by most German politicians. However, despite the already visible consequences of their procrastination, they do not consider stopping arms deliveries or even imposing economic sanctions on Israel, as demanded by other EU countries. The reason: the terrible past of the Shoah and the promise, declared by Angela Merkel (2008) to be ‘state policy,’ to protect Israel&#8217;s right to exist. But this policy as a consequence of the Holocaust makes Germany a potential ‘accomplice’ of Israel in the Gaza war, which is now accused by the vast majority of legal experts worldwide of serious violations of international law and human rights.</p>
<p>The criticism expressed so far will not prevent Israel from continuing to pursue the expulsion of the Palestinians and the complete destruction of every habitable settlement in the Gaza Strip, as sought by important parts of Netanyahu&#8217;s government. Without regard for human life. Former German Foreign Minister Annalena Baerbock learned this the hard way when, after the massacre of 1,300 Israelis by Hamas extremists on 7 October 2023, she travelled to the long-since unpromised land about half a dozen times with her finger raised in condemnation.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/meinung-staatsraeson-macht-deutschland-zu-mittaetern-2/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px;"><em>2003: A boy stands on the ruins of his parents&#8217; home. It was destroyed after a terrorist attack in Israel.</em></span></p>
<p>Germany&#8217;s timid objections to the State of Israel and all its controversial political and military manoeuvres against the Palestinians have so far been simply ignored by the ultra-right-wing government in Jerusalem. The scale of Israel&#8217;s revenge campaign is monstrous: according to the Palestinian Ministry of Health (led by Hamas), at least 50,523 Palestinians were killed in the Gaza War by the end of May 2025, including 15,613 children. The number of injured is over 114,000. A study published in the medical journal The Lancet suggests that the actual death toll could be even higher due to destroyed health facilities and incomplete records. On the Israeli side, approximately 650 soldiers have been killed since the war began on 7 October 2023. Around 3,200 Israeli soldiers and reservists have been injured. These figures illustrate the devastating impact of the conflict on both sides, but especially on the civilian population in the Gaza Strip.</p>
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<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 11px;">The destruction of the homes of Hamas or Jihad extremists is one of the IDF&#8217;s methods in the fight against terrorism</span>.</em></p>
<p>The fact that the available facts did not leave German politicians untouched was demonstrated by the statements made by Chancellor Merz and his Foreign Minister Johann Wadephul at the weekend (24/25 May). Merz said at the ‘Republica’ event: ‘Inflicting such suffering on the civilian population, as has been increasingly the case in recent days, can no longer be justified as a fight against Hamas terrorism (&#8230;) ’What the Israeli army is doing now in the Gaza Strip: Frankly, I no longer understand what the goal is.&#8221;</p>
<p>Foreign Minister Johann Wadephul said: ‘No one is saying that the current situation is acceptable and can be tolerated any longer. Not even Germany.’ There must be no expulsion from the Gaza Strip and no policy of starvation. At the same time, however, Israel&#8217;s security remains Germany&#8217;s raison d&#8217;état. ‘This naturally includes a willingness to supply weapons in the future.’ Wadephul called this ‘a major political and moral dilemma for us.’ SPD politicians who are in coalition with Merz were more sharply worded. SPD MP Ralf Stegner demanded: ‘The humanitarian catastrophe for the Palestinian civilian population and the violation of international law by the Netanyahu government must be ended immediately and must not be prolonged with German weapons.’</p>
<p>____________________________________</p>
<p><b>According to ChatGPT</b>, the question of whether a country is guilty when it supports another country that violates international law or human rights is complex – both legally and politically. Under international law, in particular Article 16 of the United Nations&#8217; ‘Draft Articles on Responsibility of States for Internationally Wrongful Acts’ (2001), the following applies:</p>
<p><em>A state commits an act contrary to international law when it knowingly provides assistance or support to another state in the commission of an act contrary to international law and has knowledge that the act is unlawful.</em></p>
<p>This means that a country is jointly responsible under international law if it knowingly and deliberately assists another state in violating international law (e.g. supplying weapons when they are known to be used for war crimes).</p>
<p>States can also be held accountable in the field of human rights – in particular by <b>international courts</b> (e.g. the European Court of Human Rights), <b>the UN Human Rights Council and criminal courts</b> when it comes to individual responsibility (e.g. politicians, military personnel). For example, Germany has been criticised in the past for supplying weapons to countries that violate human rights (e.g. Saudi Arabia in the Yemen conflict). The legal question of guilt is controversial here, but politically and morally highly relevant.</p>
<p>However, a country can also be morally and politically guilty without necessarily being legally liable. In international diplomacy, this is referred to as a <b>violation of international norms, double standards or hypocrisy, and as endangering the rules-based international order.</b></p>
<p>And the conclusion: under international law, a state can be complicit if it knowingly and actively supports another state in unlawful actions. &#8220;Whether this has legal consequences depends on the specific circumstances and the political will of the international community.</p>
<p>__________________________________________</p>
<p>The events of recent months have convinced me that only a boycott of Israeli goods and a tough stance towards the current government can prevent the complete destruction of all livelihoods in the Gaza Strip and the renewed expulsion of the population there. It is already clear that Benjamin Netanyahu and his political front men and backers are also seeking to ignite a conflict in the Palestinian West Bank in order to achieve a similar result there. Sanctions, which have absolutely NOTHING to do with anti-Semitism, should be based on the principles of the BDS (Boycott, Divestment, Sanctions) movement, which was wrongly classified as anti-Semitic by the German Bundestag in 2019. At the same time, it must be made clear that these are ONLY actions against the government in Jerusalem. Since the beginning of the occupation, Israel has violated international law year after year and committed human rights abuses. After the crimes against humanity committed by Hamas on 7 October 2023, Israel has lost all sense of proportion in its fight against Hamas, and the intentions behind its destructive rampage seem clear. In this context, the German government must no longer remain silent, and it must not take any action that supports the highly illegal and immoral behaviour of the Israeli government through arms deliveries and trade.</p>
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