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	<title>Analog Archive - Licht &amp; Schatten</title>
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	<description>Foto-Website von Christian Fürst</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jan 2026 19:40:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bilder vom zerstörten Nürnberg, oder Gaza, oder &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2025 12:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Nürnberger Altstadt, mehr als ein Jahr nach den 59 Luftangriffen English translation following this report&#160; &#160;&#8211; Die Bilder von Nürnberg finden Sie hier Nürnberg 1946 &#8211; Unveröffentlichte Fotos meines Vaters Die schockierenden Bilder gleichen sich. Bilder von vollständig zerstörten Häusern. Vereinzelt hohe Mauern, die nach Bombenangriffen oder Artilleriebeschuss zerbrechlich in den Himmel ragen. Menschenleere [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">Bilder vom zerstörten Nürnberg, oder Gaza, oder &#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Die Nürnberger Altstadt, mehr als ein Jahr nach den 59 Luftangriffen</span></em></p>
<p>English translation following this report&nbsp; &nbsp;&#8211; <span style="color: #ff0000;">Die <a style="color: #ff0000;" href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg/">Bilder von Nürnberg finden Sie hier</a></span></p>
<h5>Nürnberg 1946 &#8211; Unveröffentlichte Fotos meines Vaters</h5>
<p>Die schockierenden Bilder gleichen sich. Bilder von vollständig zerstörten Häusern. Vereinzelt hohe Mauern, die nach Bombenangriffen oder Artilleriebeschuss zerbrechlich in den Himmel ragen. Menschenleere Straßen, in denen ausgebrannte Fahrzeuge liegengeblieben sind, und wenige, einsame und hungrige Menschen, die in Trümmern überleben, weil sie kein Dach mehr über dem Kopf haben. <span id="more-8919"></span>Die schockierenden Bilder gleichen sich. Die systematisch zertrümmerte ukrainische Stadt Mariupol, die von den Russen dem Erdboden gleichgemacht wurde. Oder heute die Städte des Gazastreifens. die die israelische Armee gezielt unbewohnbar machte. Was geschah im Zweiten Weltkrieg mit Städten wie Hamburg, Dresden, Köln oder Nürnberg, wo die Bombardierung durch die Briten innerhalb von Stunden zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende obdachlos gemacht hat?</p>
<p>Die gezielte Bombardierung ziviler Objekte und die bewusste Tötung oder Ermordung von Zivilisten im Krieg ist nach der Genfer Konvention ein Kriegsverbrechen. Das trifft natürlich auch für Hiroshima und Nagasaki zu, wo zwei Atombomben jeweils bis zu 70 000 Menschen innerhalb von Minuten töteten. Niemand wurde für diese Kriegsverbrechen angeklagt. Hatte die Deutsche Luftwaffe nicht zuvor im Luftkrieg gegen Großbritannien knapp 60 000 Briten ermordet und die Stadt Coventry zerstört? Noch heute liegen Tausende WW2-Bomben überall in London unter der Erde und unter neuen Gebäuden begraben. Hier wurden durch die Bombardierung 1,4 Millionen Menschen obdachlos.</p>
<p>Ich zeige hier heute Fotos, die mein Vater, Leonhard Fürst, vermutlich 1946 von seiner nahezu völlig zerstörten Heimatstadt Nürnberg machte. Begleitet wurde er von seiner ältesten Tochter Barbara, die damals gerade einmal etwa sechs Jahre alt war. Ich glaube nicht, dass diese Bilder jemals zuvor veröffentlicht wurden. Vermutlich hatte unser Vater sie im Auftrag eines Verlags gemacht, denn er musste ja seine inzwischen fünfköpfige Familie ernähren. Alle Bilder aus diesen zerstörten Städten machen fassungslos. Sie alle gleichen sich.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12px;"><em>Hunderttaausende Brandbomben für ein Inferno in den Straßen</em></span></p>
<h5>Bomben gegen Städte, Brandbomben gegen Menschen</h5>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 16px;">Vor 80 Jahren, am 2. Januar 1945, starten mehr als 500 Bomber der britischen &#8220;Königlichen Luftwaffe&#8221; voll beladen mit Bomben in Richtung Nürnberg. Gegen Abend überfliegen die ersten Maschinen die von Schnee bedeckten Dächer der mittelalterlichen Altstadt. In insgesamt 59 Angriffswellen fallen auf die Häuser und die Burg nach amtlichen Schätzungen rund 6 000 Sprengbomben und mehrere Hunderttausend Brandbomben. Die Briten setzen Bomben ein, die nicht sofort explodieren. Sie entfalten ihre Sprengkraft erst, wenn sie bereits in die Gebäude eingedrungen sind.</span></p>
<p style="text-align: left;"><a href="https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/luftangriff_nuernberg_2_januar_1945.html"><em><span style="font-size: 12px;"><span style="color: #ff0000;">Auf dieser Seite der Stadt Nürnberg beschreiben Augenzeugen das Inferno durch die britischen Luftangriffe:</span></span></em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 16px;">Nürnberg, die Stadt des &#8220;Reichsparteitags&#8221; wird zu 90 Prozent zerstört, die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern im Umkreis der Burg sogar zu 95 Prozent. Für die Briten galt die Stadt in Franken als Zentrum der Nazi-Propaganda. Immerhin fand hier schon 1923 (bis 1938) der erste Parteitag der Nationalsozialisten statt. Mit der Zerstörung sollte wohl auch ein Nazi-Symbol vernichtet werden. Nach offiziellen Angaben starben durch die Luftangriffe 1 835 Menschen, 100 000 wurden obdachlos.</span></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Mehr als ein Jahr danach ist die Zerstörung allgegenwärtig</span></em></p>
<p><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4}}">Nach den ersten beiden Angriffswellen mit Sprengbomben folgte eine dritte Welle, bei der die britischen Bomber etwa eine Million </span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4}}">Stabbrandbomben auf die Stadt abwarfen und damit ein Inferno entfachten. Drei Monate später marschierten US-amerikanische Truppen in der Stadt ein (</span><span data-tt="{&quot;paragraphStyle&quot;:{&quot;alignment&quot;:4,&quot;style&quot;:100}}">zwischen dem 16. und 21. April 1945), was zu heftigen Gefechten führte. Etwas mehr als zwei Wochen später folgte dann die bedingungslose Kapitulation Deutschlands.</span></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: 12px;">Der Autor und Fotograf Leonhard Fürst 1936&nbsp;</span></em></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em><span style="font-size: 12px;">Mein Vater, Leonhard Fürst, war als Soldat bis zum Kriegsende in Norditalien stationiert. Er erlebte die Kämpfe um seine Geburtstatdt Nürnberg aus der Ferne, und seine ganze Sorge galt seiner Familie, die sich zum Zeitpunkt dieser Kämpfe im April 1945 in seinem Heimatdorf südlich von Nürnberg aufhielt. In seínem Lebenslauf schildert er am 19.9.1945 seine Gefühle im Angesicht der Zerstörung:</span></em></p>
<p><span style="color: #ff0000;">&#8220;&#8230; am 13. Juni 1904 wurde ich in Nürnberg geboren. Das Denken meiner Jugend, der Strom meiner Fantasie ging aus von den magischen Kräften dieser ehemals einzig schönen Stadt. Mein Leben ist bis heute ihrer Geschichte und jener der großen Künstler verbunden geblieben, die in ihr geboren wurden oder in ihr lebten und denen die heute zerstörten, unvergleichlichen und unersetzbaren Bauwerke und Denkmäler einer vergangenen Kultur zu danken sind. Ich liebe auch heute noch die Steine, die aus dem Staub dieses riesigen Trümmerfelds ragen, so wie ich das verwüstete Grab liebe, das meine Eltern birgt&#8230;.&#8221;&nbsp;</span></p>
<p style="text-align: center;">_________________________________</p>
<h5 style="text-align: center;">&#8220;Bomber&#8221; oder &#8220;Schlächter&#8221; Arthur Harris:</h5>
<p><span style="font-size: 15px;">Der 1892 geborene Arthur Harris ist bis heute eine der umstrittensten Figuren der britischen Kriegsgeschichte im Zweiten Weltkrieg. Zwar war er nicht der Vater der Idee, Deutschland durch massive und vor allem gegen die Zivilbevölkerung gerichtete Flächenbombardements zur Aufgabe zu zwingen, doch setzte er sie gnadenlos um, obwohl es dagegen sehr viele und laute Proteste aus Politik und Öffentlichkeit gab. &#8220;Sie haben Wind gesät und werden Sturm ernten&#8221;, wurde Harris zitiert, der als &#8220;Luftmarschall&#8221; die Royal Airforce mit in den USA gekauften Bomber-Flugzeugen massiv aufrüsten ließ. Tatsächlich entwickelte die Airforce unter seinem Befehl die Angriffstechniken, die nicht nur zwei Dutzend deutscher Städte massiv zerstörten, sondern den Tod Hunderttausender Zivilisten fast schon garantierten. <span style="color: #ff0000;">(<em><a style="color: #ff0000;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Harris">Details zur britischen Angriffstaktik finden Sie hier)&nbsp;</a></em><span style="color: #000000;">Harris und seine Anhänger begründeten die völkerrechtswidrigen Angriffe mit den zahllosen deutschen Angriffen der deutschen Luftwaffe während&nbsp; des &#8220;Bltzkriegs&#8221; 1940/41, dem insgesamt fast 50 000 Briten zum Opfer fielen. Er starb 1984 verbittert über die Ablehnung seiner Flächenbombardements in GB. Dass die gesamte Luftkriegskampagne damit gegen die Genfer Konvention verstieß, störte ihn wenig, ja er nannte sie sogar &#8220;ziemlich human&#8221;! Dennoch bleibt der &#8220;Bomber Harris&#8221;, der in seiner eigenen Luftwaffe auch &#8220;der &#8220;Schlächter Harris&#8221; genannt wurde, umstritten. Ein ihm 1992 gesetztes Denkmal wurde innerhalb weniger Stunden von Gegnern mit Farbe übergossen und beschädigt, so dass es monatelang bewacht werden musste.&nbsp;</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">________________________________________________</span></p>
<p><em>Nuremberg&#8217;s old town, more than a year after the 59 air raids</em></p>
<p>English translation following this report &#8211; <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg/">Pictures of Nuremberg can be found here</a></p>
<h5>Nuremberg 1946 &#8211; Unpublished photos taken by my father</h5>
<p>The shocking images are similar. Pictures of completely destroyed houses. Isolated high walls, fragile and towering into the sky after bomb attacks or artillery fire. Deserted streets littered with burnt-out vehicles and the occasional lonely and hungry people surviving in the rubble because they no longer have a roof over their heads. The shocking images are similar. The systematically destroyed Ukrainian city of Mariupol, which has been razed to the ground by the Russians. Or today, the cities of the Gaza Strip, which the Israeli army is deliberately making uninhabitable. What happened in the Second World War to cities such as Hamburg, Dresden and Nuremberg, where British bombing killed tens of thousands of people and left hundreds of thousands homeless within hours?</p>
<p>The deliberate bombing of civilian targets and the deliberate killing or murder of civilians in war is a war crime under the Geneva Convention. This also applies, of course, to Hiroshima and Nagasaki, where two atomic bombs killed around 70,000 people within minutes. No one was ever charged with these war crimes. After all, the German Air Force had previously murdered nearly 60,000 Britons in the air war against Great Britain and destroyed the city of Coventry. Even today, thousands of WW2 bombs lie buried underground and under new buildings throughout London.</p>
<p>Today, I am showing photos that my father, Leonhard Fürst, probably took in 1946 of his almost completely destroyed hometown of Nuremberg. He was accompanied by his eldest daughter Barbara, who was only about six years old at the time. I don&#8217;t believe these pictures have ever been published before. Our father may have taken them on behalf of a publisher, because how else could he have fed his family of five? All the pictures of these destroyed cities are shocking. They are somehow interchangeable.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>Hundreds of thousands of incendiary bombs create an inferno in the streets</em></p>
<h5>Bombs against cities, incendiary bombs against people</h5>
<p>On 2 January 1945, more than 80 years ago, more than 500 bombers of the British Royal Air Force took off for Nuremberg, fully loaded with bombs. Towards evening, the first planes flew over the snow-covered roofs of the old town. In a total of 59 waves of attacks, according to official estimates, around 6,000 high-explosive bombs and several hundred thousand incendiary bombs fell on the partly medieval houses and the castle. The British used bombs that did not explode immediately. They only detonated once they had penetrated the buildings.</p>
<p><a href="https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/luftangriff_nuernberg_2_januar_1945.html"><i>On this page of Nuremberg, eyewitnesses describe the inferno caused by the British air raids:</i></a></p>
<p>Nuremberg, the city of the ‘Reich Party Congress’, was 90 per cent destroyed, with 95 per cent of the old town with its many half-timbered houses around the castle destroyed. The British considered the city in Franconia to be the centre of Nazi propaganda. After all, it was here that the first National Socialist party conference took place in 1923 (until 1938). The destruction was therefore also intended to destroy a Nazi symbol. According to official figures, 1,835 people died in the air raids and 100,000 were left homeless.</p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>More than a year later, the destruction is still omnipresent.</em></p>
<p>After the first two waves of attacks with explosive bombs, a third wave followed, in which British bombers dropped an estimated one million incendiary bombs on the city, creating an inferno. Three months later, US troops marched into the city (between 16 and 21 April 1945), leading to fierce fighting. A little more than two weeks later, Germany capitulated unconditionally.</p>
<p>________________________________________________</p>
<p><em>The author and photographer Leonhard Fürst in 1936</em></p>
 [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/bilder-vom-zerstoerten-nuernberg-oder-gaza-oder-ukraine/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] 
<p><em>My father, Leonhard Fürst, was stationed as a soldier in northern Italy until the end of the war. He witnessed the fighting around his hometown of Nuremberg from afar, and his entire concern was for his family, who were staying in his home village south of Nuremberg at the time of the fighting in April 1945. In his autobiography, he describes his feelings in the face of destruction on 19 September 1945:</em></p>
<p>&#8220;&#8230; I was born in Nuremberg on 13 June 1904. The thoughts of my youth, the flow of my imagination, sprang from the magical powers of this once uniquely beautiful city. To this day, my life has remained connected to its history and to that of the great artists who were born or lived there and to whom we owe the now destroyed, incomparable and irreplaceable buildings and monuments of a bygone culture. Even today, I still love the stones that rise from the dust of this vast field of rubble, just as I love the devastated grave that holds my parents&#8230;.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">______________________</p>
<h5 style="text-align: center;">‘Bomber’ or ‘Butcher’ Arthur Harris:</h5>
<p>Born in 1892, Arthur Harris remains one of the most controversial figures in British wartime history during the Second World War. Although he was not the originator of the idea of forcing Germany to surrender through massive area bombing, primarily targeting the civilian population, he implemented it mercilessly, despite numerous and vocal protests from politicians and the public. ‘You have sown Wind and you will reap the Storm,’ Harris was quoted as saying. As Air Marshal, he had the Royal Air Force massively re-equipped with bombers purchased in the United States. Under his command, the Air Force developed attack techniques that not only destroyed two dozen German cities, but also virtually guaranteed the deaths of hundreds of thousands of civilians. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Harris"><i>Details on British attack tactics can be found here) </i></a>Harris and his supporters justified the attacks, which violated international law, with the countless German attacks by the German Luftwaffe during the ‘Blitzkrieg’ of 1940/41, which claimed the lives of almost 50,000 British citizens. He died in 1984, embittered by the rejection of his carpet bombing in the UK. The fact that the entire air war campaign thus violated the Geneva Convention did not bother him much; he even called it ‘quite humane’! Nevertheless, ‘Bomber Harris’, who was also known as ‘Butcher Harris’ in his own air force, remains controversial. A monument erected in his honour in 1992 was doused with paint and damaged by opponents within a few hours, so that it had to be guarded for months.</p>
<p style="text-align: center;">____________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Am Anfang Analog &#8211; Vor 60 Jahren</title>
		<link>https://www.licht-und-schatten.eu/am-anfang-analog-vor-60-jahren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 11:23:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Biographisches]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einsamer Baum im Winter. Röthenbach/St. Wolfgang English translation at the end of the feature Am Anfang stand die Handarbeit Es geschah in Paris im Sommer 1966. Klassenfahrt ein Jahr vor dem Abitur und Hochsommerwetter. Anders als heute war die Stadt zu jener Zeit fast leer. Ganz Frankreich schien in den Ferien. Die Gegend um den [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/am-anfang-analog-vor-60-jahren/">Am Anfang Analog &#8211; Vor 60 Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12px;">Einsamer</span><em><span style="font-size: 12px;"> Baum im Winter. Röthenbach/St. Wolfgang</span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 13px;">English translation at the end of the feature</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;">Am Anfang stand die Handarbeit</h5>
<p>Es geschah in Paris im Sommer 1966. Klassenfahrt ein Jahr vor dem Abitur und Hochsommerwetter. Anders als heute war die Stadt zu jener Zeit fast leer. Ganz Frankreich schien in den Ferien. Die Gegend um den Eiffelturm und der Trocadero waren am frühen Abend wie ausgestorben. Natürlich nutze ich den freien Blick, um die ersten Bilder meines Lebens mit einer richtigen Kamera zu machen.<span id="more-5989"></span> Einer Voigtländer Kamera mit einem Balgen-Objektiv, geliehen von meinem großzügigen Schwager. Da an dieser Kamera (eventuell noch ein Vorkriegsmodell) alles mechanisch und manuell funktionierte und selbst Schwarzweiß-Filme für einen Schüler recht teuer waren,&nbsp; blieb es an diesem Abend bei einigen wenigen Aufnahmen des unübersehbaren Turms mit einigen Klassenkameraden im Vordergrund. Entfernung auf unendlich gestellt, Film mit der Hand an einem Rad auf der rechten Seite transportiert und den Verschluss mit dem Zeigefinger und einem Hebelchen rechts gespannt. Dann mit dem geliehenen Belichtungsmesser Belichtung und Blende bestimmt und &#8220;Klick&#8221;, war das erste Bild &#8220;im Kasten&#8221;. Serienaufnahmen waren im mechanischen Zeitalter Illusion. Auch Belichtungs-Experimente konnte man sich nicht leisten, zumal man ja auf das Urlaubsende warten musste, um die Resultate zu sehen.</p>
<p style="text-align: center;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6262 size-large" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-905x1024.jpg" alt="" width="905" height="1024" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-905x1024.jpg 905w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-265x300.jpg 265w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-768x869.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-1358x1536.jpg 1358w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-1810x2048.jpg 1810w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-62x70.jpg 62w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-002-1-1320x1493.jpg 1320w" sizes="(max-width: 905px) 100vw, 905px" /><span style="font-size: 12px;"><em>Der Weg ins Licht. Lange mein Lieblingsbild</em></span></p>
<h5 style="text-align: center;">Paris war an allem schuld</h5>
<p>Wieviele Schwarzweißfilme ich auf dieser Klassenfahrt &#8220;verknipst&#8221; habe, weiß ich nicht mehr. Es waren aber sehr wenige für eine der schönsten Städte der Welt, die ich auch damals schon (in Ermangelung bekannter Alternativen) zur schönsten Stadt der Welt erklärte. In diesem Alter musste man sich einfach in Paris verlieben. Dazu kam noch ein wenig Rotwein und der alkoholfreie Créme de Menthe, jener stark grün gefärbte Pfefferminz-Sirup an dem man sich stundenlang mit frischem Wasser und neuem Eis festhalten konnte, ohne vom Kellner belästigt zu werden.&nbsp;</p>
<p>Die Bilder von den Sehenswürdigkeiten und den jungen Leuten unten an der Seine waren &#8211; wie sich bald herausstellte &#8211; gelungen. Eines ließ ich mir als Plakat vergrößern und das Mädchen darauf schaute mir jahrelang aus allen Blickwinkeln in die Augen. Ich brauchte ziemlich lang, bis ich mir dieses Phänomen erklären konnte. Sie war nicht etwa in den Fotografen verliebt, sondern hatte lediglich direkt in das Objektiv geschaut.</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-6267 size-full" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1.jpg" alt="" width="2082" height="1460" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1.jpg 2082w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1-300x210.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1-1024x718.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1-768x539.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1-1536x1077.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1-2048x1436.jpg 2048w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1-70x49.jpg 70w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-008-1-1320x926.jpg 1320w" sizes="(max-width: 2082px) 100vw, 2082px" /><em><span style="font-size: 12px;">ca 1976 Sandbahn-Rennen mit Beiwagen in Kiel</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;">Analog war immer verletzlich</h5>
<p>Egalwie, Paris und die alte Kamera waren Schuld an meiner Leidenschaft für Fotografie. Im Jahr danach kaufte ich meine erste Spiegelreflexkamera und begann ernsthaft zu fotografieren. ich experimentierte mit Bildgestaltung. Zu Geburtstagen und Weihnachten ließ ich mir Filme schenken. Vor allem die teuren Diafilme. SW-Film entwickelte ich selbst. Anregungen gab es natürlich überall. Etwa vom Kunstprofessor Harald Mante, der versuchte, die Bildgestaltung vor allem in der Farbfotografie zu verändern.</p>
<p>Mit den jeweils neuen Kameras wuchsen auch die Ansprüche. Der erste TTL-Belichtungsmesser, die erste Belichtungsautomatik. Der erste Zoom. Experimente mit dem Schiebezoom, Unschärfe durch schnelle Brennweitenveränderungen wurden zur Mode-Erscheinung. Versuche in Sport-Fotografie. Reportagefotografie seit der Ausbildung bei meiner Agentur ab 1975. Dann kam Indien 1984-1989. Manchmal die Hölle an Lebensbedingungen, aber manchmal ein Paradies für den Fotografen. Gleichzeitig die Erkenntnis, dass tropische Klimabedingungen Gift für nicht perfekt gelagerte SW-Negative sein können. Viele meiner Negativ-Hüllen in indien und später in Israel wurden von Pilzen zerstört. Die analogen Bilder, die blieben, waren fast ausschließlich Farbaufnahmen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-6239 size-large" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-1024x697.jpg" alt="" width="1024" height="697" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-1024x697.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-300x204.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-768x523.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-1536x1046.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-2048x1395.jpg 2048w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-70x48.jpg 70w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-004-1320x899.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><em><span style="font-size: 12px;">Der Außenseiter, 1972</span></em></p>
<h5 style="text-align: center;">Der Job als Spaßverderber</h5>
<p>Israel und Nahost verdarben mir die Lust am Fotografieren, und in den 1990er Jahren fotografierte ich nur noch gelegentlich auf unseren Urlauben. Vielleicht hatte mir die Realität meines Jobs die Lust genommen. In meiner Schreibtischschublade lag eine Tüte mit insgesamt 20 belichteten SW-Filmen aus Israel, die ich nie entwickelte. Erst zehn Jahre später, zurück im &#8220;Gelobten Land&#8221;, ließ ich sie entwickeln, aber sie waren überwiegend verdorben. Und seit dem Jahr 2000 fotografierte ich nur noch digital. Und ganz sicher wurden die vergangenen 25 Jahre die kreativsten meines Lebens mit belichteten Bildern</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6273" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1.jpg" alt="" width="1800" height="1135" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1.jpg 3273w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1-300x189.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1-1024x645.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1-768x484.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1-1536x968.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1-2048x1291.jpg 2048w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1-70x44.jpg 70w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/04/Analoges-von-1966-bis-1992-014-1-1320x832.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></p>
<p><span style="font-size: 12px;"><em>Auf der Weide, bei Itzehoe 1975<br />
</em></span></p>
<p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/kleine-reise-in-die-vergangenheit-2/">Die Galerie zu diesem Feature finden sie hier</a></p>
<p><em><span style="font-size: 13px;">English translation</span></em></p>
<p data-pm-slice="0 0 []"><strong>It Happened in Paris in the Summer of 1966</strong></p>
<p>A school trip to Paris one year before graduation and high summer weather. Unlike today, the city was almost empty at that time. All of France seemed to be on vacation. The area around the Eiffel Tower and the Trocadero was deserted in the early evening. Naturally, I took advantage of the unobstructed view to take the first photographs of my life with a real camera—a Voigtländer camera with a bellows lens, borrowed from my generous brother-in-law. Since this camera (possibly a pre-war model) was entirely mechanical and manual, and even black-and-white films were quite expensive for a student, I limited myself that evening to just a few shots of the unmistakable tower with some classmates in the foreground. I set the focus to infinity, advanced the film manually using a wheel on the right side, and cocked the shutter with a small lever. Then, using the borrowed light meter, I determined the exposure and aperture, and with a click, the first picture was &#8220;in the box.&#8221; Continuous shooting was an illusion in the mechanical age. Exposure experiments were also a luxury one couldn&#8217;t afford, especially since we had to wait until after the trip to see the results.</p>
<p><strong>The Path to Light</strong></p>
<p>The path to light—long my favorite picture.</p>
<p>I no longer remember how many black-and-white films I used on this school trip, but it was only a few for one of the most beautiful cities in the world, which I had already declared the most beautiful due to the lack of known alternatives. At that age, one simply had to fall in love with Paris. A little red wine and the non-alcoholic Crème de Menthe—a strongly green-colored peppermint syrup that one could sip for hours with fresh water and ice—added to the experience.</p>
<p>The pictures of the sights and the young people down by the Seine turned out well, as it soon became clear. I had one enlarged into a poster, and for years, the girl in the picture looked me in the eyes from every angle. It took me quite a while to understand why. She wasn&#8217;t in love with the photographer—she had simply looked directly into the lens.</p>
<p>Sports photography was far from easy fifty years ago. The lenses had limited light sensitivity, zoom lenses didn&#8217;t exist, and there was no autofocus. One always had to anticipate and set focus on a specific point to get sharp images.</p>
<p><strong>Circa 1976: Egon Müller, Speedway World Champion from Kiel</strong></p>
<p>One way or another, Paris and that old camera were responsible for my passion for photography. The following year, I bought my first SLR camera and started taking photography seriously. I experimented with composition. For birthdays and Christmas, I asked for film—especially the expensive slide films. I developed black-and-white film myself. Inspiration was everywhere, including from art professor Harald Mante, who sought to change photographic composition, especially in color photography.</p>
<p>With each new camera, my ambitions grew. The first TTL light meter, the first automatic exposure, the first zoom lens. Experiments with zoom blur and intentional motion became fashionable. Trials in sports photography. Reportage photography since my training at an agency in 1975. Then came India from 1984 to 1989. Sometimes it was hell in terms of living conditions, but sometimes a paradise for photographers. At the same time, I realized that tropical climates were disastrous for improperly stored black-and-white negatives. Many of my negative sleeves in India and later in Israel were destroyed by fungi. The analog images that survived were almost exclusively color photographs.</p>
<p><strong>The Outsider</strong></p>
<p>The Outsider, 1972</p>
<p>Israel and the Middle East dulled my enthusiasm for photography, and by the 1990s, I only took occasional pictures during vacations. Perhaps the realities of my job had drained my passion. In my desk drawer lay a bag with a total of twenty exposed black-and-white films from Israel that I never developed. A decade later, back in the &#8220;Promised Land,&#8221; I finally had them processed, but most were ruined. Since the year 2000, I have only shot digitally. And undoubtedly, the past twenty-five years have been the most creative of my life in terms of captured images.</p>
<p><strong>A Pasture Near Itzehoe</strong></p>
<p>On the pasture, near Itzehoe, 1975.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/am-anfang-analog-vor-60-jahren/">Am Anfang Analog &#8211; Vor 60 Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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		<title>Catchen bis die Knochen krachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2025 14:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 50 Jahren war es noch bitterer Ernst. Zumindest taten die mächtigen, halbnackten Männer im Ring alles, um diesen Eindruck zu erwecken. Da fliegt ein &#8220;Zwei-Zentner-Mann&#8221; durch die Luft und kracht, laut schreiend, auf den Ring-Boden. Doch der Mann, der dem scheinbar hilflosen Verletzten zu Hilfe eilt, wird selbst aus dem Ring geworfen. Schnurstracks erhebt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 50 Jahren war es noch bitterer Ernst. Zumindest taten die mächtigen, halbnackten Männer im Ring alles, um diesen Eindruck zu erwecken. Da fliegt ein &#8220;Zwei-Zentner-Mann&#8221; durch die Luft und kracht, laut schreiend, auf den Ring-Boden. Doch der Mann, der dem scheinbar hilflosen Verletzten zu Hilfe eilt, wird selbst aus dem Ring geworfen. Schnurstracks erhebt sich der zuvor ausgezählte Ringer wieder, nimmt den triumphierenden Gegner in den Clinch (oder den Schwitzkasten), dreht ihm den Arm um. Der wiederum verdreht die Augen, schreit auf und stampft mit dem Fuß laut auf den Boden um &#8220;Aufgabe&#8221; zu signalisieren. Natürlich greift der Kampfrichter nicht ein. Denn wer am Ende diesen Kampf gewinnt, ist ja längst vor Beginn der ersten Runde abgemacht! Im sogenannten Catchen, dem heutigen Wrestling, zählen die üblichen Regeln des Kampfsports nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5767" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-020.jpg" alt="" width="1800" height="1251" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-020.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-020-300x209.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-020-1024x712.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-020-768x534.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-020-1536x1068.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-020-70x49.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></p>
<p>Die hier gezeigten SW-Fotos entstanden 1976 bei einem sogenannten Catch-Turnier in Kiel. Ich hatte in der Stadt an der Förde einige Monate zuvor meinen ersten Job als Korrepondent angetreten. Sport gehörte nicht zu meinen Aufgaben. Dafür war das die Landespolitik, die ja oft eine gewisse Ähnlichkeit mit Wrestling nicht verleugnen kann. Aber Catchen ist ja auch nicht wirklich Sport, und so nahm ich meine Nikon und meinen Presseausweis, um die als blendende Schauspieler bekannten und gut eingeölten Kampfmaschinen &#8211; überwiegend aus Fernost und Zentralasien &#8211; persönlich in Aktion zu beobachten und zu fotografieren. Freundlicherweise durfte ich ganz dicht am Ring stehen. &#8220;Auf eigene Gefahr&#8221;, wie es hieß. Und tatsächlich flogen während der knapp zweistündigen Show immer wieder mal die Männer durch, oder sogar aus dem Ring. Erstaunlich, dass sich keiner von ihnen dabei wirklich verletzte.</p>
<p>Auch das Publikum amüsierte sich. Jeder, der zum Catchen/Wrestling geht, weiß ja, dass die Schmerzensschreie, die verzerrten Gesichter, das laute Jammern und die empörten Schläge der Revanche für eine vorausgehende Misshandlung durch den furchterregenden Gegner nur brilliant gespielt sind. Und so störte es niemanden, als zum Abschluss des Turniers auch Frauen in den Ring stiegen. Nicht ganz so groß, wie die männlichen Muskelprotze, aber sicher ebenso breit. Auch sie schenkten sich nichts, auch wenn sie vielleicht nicht ganz so heftig versuchten, der jeweiligen Gegnerin den Hals umzudrehen. Immerhin flog am Ende auch eine dieser Catcher:Innen aus dem Ring. Und das Publikum johlte! Leider sind diese Bilder im Lauf der 50 Jahre verloren gegangen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5768" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-021.jpg" alt="" width="1800" height="1264" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-021.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-021-300x211.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-021-1024x719.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-021-768x539.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-021-1536x1079.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/wrestling-kiel-1976-021-70x49.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/catchen-bis-die-knochen-krachen/">Catchen bis die Knochen krachen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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		<title>Pushkar &#8211; Kamelmarkt in der Wüste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 21:15:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die kleine Stadt Pushkar im südlichen Rajasthan ist an elf Monaten des Jahres ein beschaulicher Ort. Mit seinen 500 Tempeln bei geschätzten 30 000&#160; Einwohnern gehört der Ort zu den ältesten und gleichzeitig heiligsten Städten Indiens, die hinduistische Pilger vom ganzen Subkontinent anzieht. Besonders die Anhänger des hinduistischen Schöpfer-Gottes Brahma zieht es in die weiße [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.licht-und-schatten.eu/pushkar-kamelmarkt-in-der-wueste/">Pushkar &#8211; Kamelmarkt in der Wüste</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.licht-und-schatten.eu">Licht &amp; Schatten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Die kleine Stadt Pushkar im südlichen Rajasthan ist an elf Monaten des Jahres ein beschaulicher Ort. Mit seinen 500 Tempeln bei geschätzten 30 000&nbsp; Einwohnern gehört der Ort zu den ältesten und gleichzeitig heiligsten Städten Indiens, die hinduistische Pilger vom ganzen Subkontinent anzieht.<span id="more-5689"></span> Besonders die Anhänger des hinduistischen Schöpfer-Gottes Brahma zieht es in die weiße Wüstenstadt in der Thar-Wüste. Denn in Pushkar steht einer der wenigen Brahma gewidmeten Tempel Indiens. Und diese Gottheit sorgte nach der Überlieferung dafür, dass der Ort religiöse Berühmtheit erlangte. Denn der Welten-Schöpfer ließ über der Stadt einst eine Lotos-Blüte fallen, und dort, wo diese den Boden berührte, entstand ein See mitten in der Wüste, dessen sauberes Wasser nun schon seit Jahrhunderten die Gläubigen alljährlich zum heiligen Bad lädt.</p>
<div id="attachment_5576" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5576" class="wp-image-5576 size-full" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003.jpg" alt="" width="1800" height="1219" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-300x203.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-1024x693.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-768x520.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-1536x1040.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-003-70x47.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5576" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Auf insgesamt 52 Ghats (Terrassen) am See herrscht vor allem Nachts Hochbetrieb</span></em></p></div>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Im hinduistischen Monat Kartig (Oktober/November), findet deshalb am Rande der Wüste die religiöse Pushkar-Mela (Fest) statt, die zu den schönsten und farbenprächtigsten Festen auf dem Subkontinent gehört. Gleichzeitig mit dem Fest treffen sich am Rande des Ortes Bauern und Händler in den Dünen der Wüste zu einem großen Kamelmarkt, der den Ruf der Stadt in der ganzen westlichen Welt verbreitet hat. Der Kamelmarkt von Pushkar lässt sich nach Studien von Historikern bis ins 19. Jahrhundert zurück verfolgen. Jahr für Jahr, aus Anlass der berühmten&nbsp; Vollmond-Nacht des Kartiks, zieht es zehntausende Gläubige zu dem kleinen See, in dem sie sich all ihrer Sünden entledigen wollen.</span></p>
<h5 class="western"><span style="font-family: Montserrat;">Vom familiären Fest zum Massentourismus</span></h5>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Meine Frau und ich hatten das große Glück, diese Pushkar-Mela im November 1988 besuchen zu dürfen, als sie noch einem großen Familientreffen der Wüstenbewohner glich. Auch in jenem Jahr trafen sich auf den Hügeln und den überwachsenen Dünen vor der Stadt Hunderte Kameltreiber und Händler, um Tiere zu kaufen oder zu tauschen. Kamele, (in Indien sind dies fast ausschließlich ein-höckrige Dromedare) dienten damals überall im Wüstenstaat Rajasthan als Zugtiere in der Landwirtschaft. Seither aber wurden sie in der Landwirtschaft weitgehend durch modernere Traktoren ersetzt.</span></p>
<div id="attachment_5619" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5619" class="size-full wp-image-5619" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046.jpg" alt="" width="1800" height="1279" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-300x213.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-1024x728.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-768x546.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-1536x1091.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-046-70x50.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5619" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Ein Farbenmeer ergießt sich über die Stadt und die benachbarte Wüste. Dazu laute Musik und das schreiende Wiehern der Kamele</span></em></p></div>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Die meisten der Händler kannten sich. Ihre Frauen und Kinder kamen auf altertümlichen und völlig überladenen Traktoren mit zu dem Fest, um die Tiere während des zehntägigen Fests zu versorgen und um sich durch den Bade-Ritus zu &#8220;reinigen&#8221;. Ziel der Pilgerschaft sind bis heute die 52 Uferterrassen (Ghats) zu dem Heiligen See am Rande der Stadt, wo sich die Gläubigen zum Lautsprecherklang religiöser Gesänge auf ein kurzes Tauchbad vorbereiten. Anschließend geht es in die örtlichen Tempel, vor allem den berühmten Brahma-Tempel. Doch Pushkar zieht nicht nur gläubige Hindus an. Vor allem in den 1960er und 1970er Jahren ließen sich hier auch Hippies aus aller Welt nieder. Auch der Savitri-Tempel lockt Pilger und Touristen, weil er auf einem Hügel liegt, der einen guten Überblick über die umgebende Wüstenlandschaft gibt.&nbsp;</span></p>
<div id="attachment_5579" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5579" class="size-full wp-image-5579" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006.jpg" alt="Pilger blicken auf die Ghats am anderen Ende des Heiligen Sees" width="1800" height="1188" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-300x198.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-1024x676.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-768x507.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-1536x1014.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-006-70x46.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5579" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Pilger blicken auf die Ghats am anderen Ende des Heiligen Sees</span></em></p></div>
<h5 class="western">Vom Familienfest zum &#8220;Event&#8221;</h5>
<p data-start="2242" data-end="2524">Pushkar ist an den übrigen Monaten des Jahres eine Oase der Ruhe, in der sich westliche Backpacker, Sadhus (heilige Männer) und Pilger begegnen. Diese Stadt lebt vegetarisch, und Alkohol ist hier verboten.</p>
<hr data-start="2526" data-end="2529">
<p><span style="font-family: Montserrat;">Jahrzehnte lang feierte die Landbevölkerung, überwiegend Bewohner der Wüstenregion, das Fest unter sich. Doch schon in den 1980er Jahren beschränkte die Regierung Rajasthans und auch die Zentralregierung in Neu Delhi den Zugang zu der Mela für Ausländer und andere ortsfremde Gäste, um den traditionellen Charakter der religiösen Feierlichkeiten zu bewahren. Besuchserlaubnisse gab es nur auf Antrag und fast nur für VIPs, Politiker und Diplomaten. Und selbst diese mussten sich bis zu einem Jahr im Voraus für den Besuch anmelden, denn in Pushkar gab es zu jener Zeit praktisch keine Hotelbetten. Die Schlafgelegenheiten in den für Touristen aufgebauten Zelten waren schnell ausgebucht.</span></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Doch im Laufe der seither vergangenen Jahrzehnte entwickelte sich das Fest rund um den Kamelmarkt auf Drängen der Tourismus-Manager zu einem Massen-&#8220;Event&#8221;, zu dem inzwischen nach Schätzungen jährlich zwischen 200 000 und einer Million Gäste aus aller Welt nach Pushkar reisen. Dort werden ihnen an sieben bis zehn Tagen &#8211; neben dem berühmten Kamelmarkt &#8211; auch religiöse Zeremonien, Kamelrennen und andere Unterhaltungsprogramme geboten. Selbst Karussele und Riesenräder wurden hier am Rande der Wüste schon von Reisenden gesichtet. Seinen alten, romantischen Reiz aber hat der Kamelmarkt von Pushkar nach Ansicht von Kennern damit eingebüßt. </span></p>
<div id="attachment_5628" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5628" class="size-full wp-image-5628" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055.jpg" alt="" width="1800" height="1308" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-300x218.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-1024x744.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-768x558.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-1536x1116.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-055-70x51.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5628" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Die kostbaren Kamele/Dromedare müssen ständig bewacht werden, denn weggelaufene Tiere sind kaum wieder einzufangen</span></em></p></div>
<h5 class="western"><span style="font-family: Montserrat;">Pushkar wurde zum Spektakel</span></h5>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Heute verwandelt sich die Wüste um den Ort während der Mela in einen riesigen, aber auch lärmigen Jahrmarkt, auf dem kunstvoll aber grell geschmückte Kamele mit bunten Decken, Perlenketten und kunstvollen Rasurmustern auf den Körpern auf neue Besitzer und ausländischen Gäste warten. Zudem haben die Veranstalter noch &#8220;Kamel-Schönheitswettbewerbe&#8221; im Programm sowie Kamelrennen, traditionelle rajasthanische Tänze und Akrobatikshows.</span></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Für alle, die die alte Mela nicht kannten, bietet der Kamelmarkt heute zwar ein visuelles, aber kommerzialisiertes Spektakel; ein lautes Fest für die Sinne. Anders als vor fast 40 Jahren steht der Tourist im Mittelpunkt, der einst nur stiller Beobachter am Rande war. Händler preisen heute überall ihre Waren lautstark an, traditionelle Musikanten mit den landes-typischen Turbanen spielen auf Trommeln und Flöten, während der Duft von frisch zubereitetem Chai (Tee) und würzigen Currys die Luft erfüllt. Traditionelle Handwerker bieten fein bestickte Textilien, Silberschmuck und kunstvolle Lederwaren als Souveniere an – alles &#8220;typisch aus Rajasthan&#8221;, und die meisten Touristen kaufen es. Sie genießen diese Mischung aus Tradition, Klamauk und Geschäft. Und wem das alles zu viel wird, der kann sich ja für ein paar Dollar einen Dromedar mieten und eine Kamel-Safari durch die Wüste unternehmen, um &#8211; etwa als Maharadscha verkleidet &#8211; dem Lärm zu entfliehen.</span></p>
<div id="attachment_5611" style="width: 1810px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5611" class="size-full wp-image-5611" src="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038.jpg" alt="" width="1800" height="966" srcset="https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038.jpg 1800w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-300x161.jpg 300w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-1024x550.jpg 1024w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-768x412.jpg 768w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-1536x824.jpg 1536w, https://www.licht-und-schatten.eu/wp-content/uploads/2025/03/puschkar-kamelmarkt-1988-038-70x38.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /><p id="caption-attachment-5611" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: 13px;">Ein Farbenmeer ergießt sich über die Stadt. Für die Landbevölkerung ist die Pushkar-Mela ein gesellschaftliches Ereignis</span></em></p></div>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Angesichts dieser Entwicklung sollten sich Indien-Besucher heute fragen, ob sie die 9-stündige Fahrt zu dem &#8220;Event&#8221; von Neu Delhi in die Pilgerstadt am Rande der Aravalli-Berge wirklich auf sich nehmen sollten? Aber vielleicht bin ich ja ungerecht, weil wir noch das große Glück hatten, den alten, traditionellen Kamelmarkt und die Badezeremonien der Pilger mit großem Staunen zu erleben. Im Zeitalter moderner Traktoren und der Verfügbarkeit moderner PKWs könnten ja die Kamele/Dromedare schon bald zur Seltenheit werden und irendwann nur noch in indischen Zoos zu besichtigen sein. Und so könnte der Kamelmarkt und die Mela schon bald zum Ziel einer nostalgischen Reise in eine unwiederbringliche indische Vergangenheit werden, die die Fahrt nach Pushkar lohnt. CF</span></p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">Hier finden Sie die Bilder zum Kamelmarkt von Pushkar &#8211;  [<a href="https://www.licht-und-schatten.eu/pushkar-kamelmarkt-in-der-wueste/">See image gallery at licht-und-schatten.eu</a>] </span></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="MJtIyeBQrU"><p><a href="https://www.licht-und-schatten.eu/projekt/pushkar-kamelmarkt-in-der-wueste-galerie/">Pushkar: Kamelmarkt in der Wüste (Galerie)</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Montserrat;">____________________________________________</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Montserrat;">English translation (by DeepL)</span></strong></p>
<p>The small town of Pushkar in southern Rajasthan is a tranquil place for eleven months of the year. With its 500 temples and an estimated 30,000 inhabitants, the town is one of the oldest and most sacred in India, attracting Hindu pilgrims from across the subcontinent. Devotees of Brahma, the Hindu god of creation, are particularly drawn to the white desert city in the Thar Desert. This is because Pushkar is home to one of the few temples in India dedicated to Brahma. According to tradition, it was this deity that ensured that the place achieved religious fame. The creator of the world is said to have dropped a lotus blossom over the city, and where it touched the ground a lake formed in the middle of the desert, whose clean water has been inviting believers to take a holy bath every year for centuries.</p>
<p>In the Hindu month of Kartig (October/November), the religious Pushkar Mela (festival) takes place on the edge of the desert, which is one of the most beautiful and colourful festivals on the subcontinent. At the same time as the festival, farmers and traders meet in the dunes of the desert on the outskirts of the town for a large camel market, which has spread the town&#8217;s reputation throughout the western world. According to historians, the camel market of Pushkar can be traced back to the 19th century. Year after year, on the occasion of the famous full moon night of Kartik, tens of thousands of believers are drawn to the small lake, in whose waters they want to get rid of all their sins.</p>
<h5>From family celebration to mass tourism</h5>
<p>My wife and I had the good fortune to visit the Pushkar Mela in November 1988, when it resembled a large family gathering of desert dwellers. This year, hundreds of camel drivers and traders gathered on the hills and overgrown dunes outside the city to buy or trade animals. Camels (in India these are almost exclusively one-humped dromedaries) were used as draft animals in agriculture throughout the desert state of Rajasthan. Since then, however, they have been largely replaced by more modern tractors in agriculture.</p>
<p>Most of the traders knew each other. Their wives and children came to the festival on ancient and completely overloaded tractors to take care of the animals during the ten-day festival and to ‘purify’ themselves through the bathing rite. The destination of the pilgrimage is still the 52 riverbank terraces (ghats) on the edge of the city, where the faithful prepare for a brief plunge with the sound of religious chants coming from loudspeakers. Afterwards, they go to the local temples, especially the famous Brahma Temple. But Pushkar attracts not only devout Hindus. In the 1960s and 1970s, hippies from all over the world settled here. The Savitri Temple also attracts pilgrims and tourists because it is located on a hill that offers a good view of the surrounding desert landscape.</p>
<h5>From family festival to ‘event’</h5>
<p>During the remaining months of the year, Pushkar is an oasis of calm, where Western backpackers, Sadhus (holy men) and pilgrims come together. The city&#8217;s population is vegetarian, and alcohol is banned here.</p>
<p>For decades, the rural population, mostly residents of the desert region, celebrated the festival among themselves. But as early as the 1980s, the government of Rajasthan and the central government in New Delhi restricted access to the Mela for foreigners and other non-local guests in order to preserve the traditional character of the religious festivities. Permission to visit was only granted on application and almost exclusively to VIPs, politicians and diplomats. Even they had to register their visit up to a year in advance, because at that time there were practically no hotel beds in Pushkar. The sleeping accommodation in the tents set up for tourists was quickly booked out.</p>
<p>But in the decades since, the festival around the camel market has developed into a mass event at the urging of tourism managers. It is now estimated that between 200,000 and one million guests from all over the world travel to Pushkar for the festival every year. In addition to the famous camel market, religious ceremonies, camel races and other entertainment programmes are also offered to them there for seven to ten days. Even carousels and Ferris wheels have been spotted here by travellers on the edge of the desert. However, according to experts, the camel market in Pushkar has lost its old, romantic charm as a result.</p>
<h5>Pushkar has become a spectacle</h5>
<p>Today, the desert around the town is transformed into a huge, but also noisy fairground during the Mela, where artfully but garishly decorated camels with colourful blankets, pearl necklaces and artistic shaving patterns on their bodies wait for new owners and foreign guests. The organisers also have ‘camel beauty contests’ in the programme, as well as camel races, traditional Rajasthani dances and acrobatic shows.</p>
<p>For those who did not know the old Mela, the camel market today offers a visual, but commercialised spectacle; a noisy celebration for the senses. Unlike almost 40 years ago, the focus is on the tourist, who was once only a silent observer on the sidelines. Today, traders loudly advertise their wares everywhere, traditional musicians with the country-typical turbans play on drums and flutes, while the scent of freshly prepared chai (tea) and spicy curries fills the air. Traditional craftsmen offer finely embroidered textiles, silver jewellery and artistic leather goods as souvenirs – everything ‘typically from Rajasthan’, and most tourists buy it. They enjoy this mixture of tradition, racket and business. And if all this becomes too much for you, you can always hire a dromedary for a few dollars and take a camel safari through the desert, dressed up as a maharaja, for example, to escape the noise.</p>
<p><em>A sea of colour washes over the city and the neighbouring desert. Loud music and the shrill neighing of the camels, which are actually dromedaries, can be heard</em></p>
<p>In view of this development, visitors to India today should ask themselves whether they really want to take on the nine-hour journey from New Delhi to the pilgrimage site at the edge of the Aravalli Mountains. But maybe I&#8217;m being unfair, because we still had the great good fortune to experience the old, traditional camel market and the bathing ceremonies of the pilgrims with great amazement. In the age of modern tractors and the availability of modern cars, camels and dromedaries could soon become a rarity and at some point only be seen in Indian zoos. And so the camel market and the mela could soon become the destination of a nostalgic journey into an irretrievable Indian past, making the trip to Pushkar worthwhile. CF</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Polaroids</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 10:50:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Zauber des Zufalls Im Jahr 1979 folgte auch ich dem Ruf der Werbung. Ich leistete mir nach kurzem aber sehr heftigem Zögern eine Polaroid-Sofortbild Kamera vom Typ SX-70, von der Fachreporter in den renommierten deutschen Fotomagazinen wahre Wunderdinge erzählten. Wie viele andere war ich begeistert von der Idee, künftig selbst miterleben zu dürfen, wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Der Zauber des Zufalls</h3>
<p>Im Jahr 1979 folgte auch ich dem Ruf der Werbung. Ich leistete mir nach kurzem aber sehr heftigem Zögern eine Polaroid-Sofortbild Kamera vom Typ SX-70, von der Fachreporter in den renommierten deutschen Fotomagazinen wahre Wunderdinge erzählten.<span id="more-1198"></span> Wie viele andere war ich begeistert von der Idee, künftig selbst miterleben zu dürfen, wie sich vor meinen Augen meine fotografischen Ideen zu einem kleinen Kunstwerk entwickeln würden. Schließlich hatte die Werbung versprochen, „unwiederbringliche Momente“ mit dieser Kamera festhalten und diese kurze Zeit danach später in schönsten Farben im quadratischen Bildformat in der Hand halten zu können. Wenn selbst große Fotografen wie Ansel Adams oder der berühmte Pop-Art Künstler Andy Warhol oder Filmregisseure wie Wim Wenders diese Klapp-Kameras benutzten, so dachte ich, könne man doch eigentlich nichts falsch machen.</p>
<p>Mit der SX-70 kaufte ich erst einmal zwei Packungen Sofortbild-Film (der 10er-Pack kostete etwa 10 D-Mark) und drückte gleich ein paar Mal auf den Auslöser. Was für ein Gefühl, als das Bild vom Transportmechanismus der Kamera mit lautem Sirren ausgespuckt wurde. Langsam erschien das 8&#215;8 Zentimeter kleine Bild vor meinen Augen. Doch die Realität strafte die Werbung Lügen.</p>
<p>Ziemlich schnell hatte ich den Gegenwert dieser Kamera (ca. 350 Mark) in die Sofortfilme investiert, denn die Kamera war letztlich wie ein Glücksspielautomat. Am Ende lag die Erfolgsrate kaum über 20 Prozent. Fehlbelichtungen und die wechselhafte Farbwiedergabe machten den Erfolg zum Zufall. Und so blieb meine SX-70 bei Fotoreisen bald zuhause. Die 40 gelungenen Bilder, die ich schließlich aufhob, stecken allerdings noch immer in meinem Polaroid-Album. Denn die Farben dieser Sofortbilder sind zwar oft falsch, aber auch nach fast 50 Jahren noch nicht verblasst. Und die Kunststoff-Oberfläche ist nicht verkratzt. Letztlich haben die Ergebnisse für mich ihren eigenen Charakter. Den Zauber des Zufalls.</p>
<h3>Die Unberechenbarkeit des Zufalls</h3>
<p>Edwin H. Land war ein ehrgeiziger Tüftler. Als er 1947 seine erste „Land Camera“ vorführte, war dies der erste Schritt zur Verwirklichung seines Traums: Die Geburt einer „Sofortbild-Kamera“, die mit Hilfe eines neuen „Films“ in Minuten ein belichtetes Negativ an Ort und Stelle auf ein Positiv übertragen konnte.<br />
In den folgenden Jahrzehnten erlebte Land mit seinen Entwicklungen und seiner Firma Polaroid wissenschaftliche und finanzielle Höhen und Tiefen.<br />
In den 1970er und 1980er Jahren erreichte die Kreativität des Erfinders mit der Vorstellung der faltbaren SX-70 ihren kommerziellen Höhepunkt. Die einfach zu bedienenden Kameras, die nach jeder Auslösung ein Bild ausspuckten, das sich in kurzer Zeit vor den Augen des Fotografen zu einem ca. 8&#215;8 Zentimeter großen Farbbild entwickelte, wurden rasch zum Objekt der Begierde zahlreicher ambitionierter Hobby- und Berufsfotografen.</p>
<p>Die Bildchen, die hier vor den Augen des Fotografen entstanden, zauberten ein verklärtes Lächeln auf die Gesichter von Modellen und Fotografen. Es war nicht zuletzt das quadratische Bild auf einem rechteckigen, weißen Karton, das nun nicht mehr mühsam mit den Fingern in Positiv und Negativ getrennt werden musste. Die Positiv-Entwicklung verlief im Bild selbst, und das fertige Bild galt als dauerhaft lichtecht.</p>
<p>Die Nachfrage nach den kultigen Sofortbild-Kameras (rund 350 D-Mark) die 1974 nach Europa kam, stieg schnell. Land’s Firma entwickelte in desen Jahren Zahlreiche Spezialfilme und passende Kameras, auch für den wissenschaftlichen und technischen Bereich sowie hochwertige Großformatkameras für Sofortbilder im Format 50&#215;60 Zentimeter.</p>
<p>Doch mit den Jahren ließ das Interesse an den klobigen Polaroids beständig nach, auch wenn Land die Bildqualität stetig weiter verbesserten. Schließlich läutete die Geburt der Digitalkameras mit ihren „Sofortbildern“ auf LCD-Monitoren Mitte der 1990er Jahre das Totenglöckchen für die Polas. 2001 meldete Polaroid erstmals Insolvenz an. 2008 folgte die zweite. Der damalige Geschäftsführer Tom Petters wurde 2010 wegen Betrugs mit einem Schaden von 3,5 Milliarden US-Dollar zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt.</p>
<p><a href="/projekt/polaroid/"><br />
<strong>Hier klicken, um zur Polaroid-Fotoserie zu kommen</strong><br />
</a></p>
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