Licht & Schatten

Nachricht und Meinung

Der Tyrann
WER IST EIN TYRANN?

Hier die ungekürzte Antwort von ChatGPT, einer KI-Software des US-Unternehmens OpenAI:

Ein Tyrann ist laut Definition:
Eine Person, die ihre Macht rücksichtslos, unterdrückend und willkürlich ausübt, meist ohne rechtliche oder moralische Legitimation.
Kernmerkmale eines Tyrannen:
missbraucht Macht zu eigenem Vorteil
unterdrückt andere (Angst, Gewalt, Zwang)
handelt willkürlich, nicht nach Recht oder Regeln
duldet keine Kritik oder Opposition
stützt sich oft auf Gewalt, Drohung oder Propaganda
Herkunft des Begriffs:
aus dem Griechischen tyrannos = Alleinherrscher
ursprünglich neutral, später klar negativ besetzt
Abgrenzung:
Ein Diktator kann formell an der Macht sein (z. B. durch Gesetze oder Notstand)
Ein Tyrann beschreibt vor allem die Art der Machtausübung (grausam, ungerecht)
Kurz gesagt:
👉 Ein Tyrann herrscht durch Angst statt durch Recht.
 
ChatGPT: (…) Hier ist eine einfache Erklärung für den Deutschunterricht mit Beispielen aus der Literatur:
Tyrann – einfache Definition
Ein Tyrann ist ein Herrscher oder eine mächtige Person,
die ihre Macht ungerecht und grausam benutzt
und andere Menschen unterdrückt.
👉 Er denkt nur an sich selbst und nicht an das Wohl der anderen.
Typische Merkmale eines Tyrannen
Er befiehlt und erzwingt Gehorsam
Er macht keine fairen Regeln
Er bestraft Menschen hart oder ungerecht
Er hat keine Kritik erlaubt
Die Menschen haben Angst vor ihm
Beispiele aus der Literatur
Kreon (Antigone, Sophokles):
Besteht stur auf seinen Gesetzen und bestraft Antigone hart → tyrannisches Verhalten
Der Big Brother (1984, George Orwell):
Kontrolliert und überwacht alle Menschen
Der König in vielen Märchen:
Herrscht ungerecht und wird am Ende gestürztMerksatz
🧠 Ein Tyrann herrscht durch Angst, nicht durch Gerechtigkeit.
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Fragt sich nur, wer in die Kategorie “Tyrann” fällt. Mir fallen da einige Namen ein: Kim Jong Un (Nordkorea) Wladimir Putin (Russland), Alexander Lukaschenko (Belarus), Xi Jinping (?), Donald Trump (?)
 
Trump hat nie bestritten, dass er gern Diktator wäre, zumindest “am Tag meines Amtsantritts”. Seither regiert er praktisch ohne parlamentarische Kontrolle! Nach dem Angriff auf Caracas und nach der Entführung von Madura kündigte er an, die USA würden “vorübergehend” die Macht in dem Land übernehmen. Sein “Kriegsminister” Hegseth sagte dazu wörtlich: “(Trump)…will be able to dictate the terms…..” – also wie ein Diktator? Übrigens nennt die US-Regierung die Öl-getriebene Aktion gegen Venezuela auch eine “Special Operation” (so, wie Putin den Krieg gegen die Ukrain) – Der Nachfolgerin von Maduro drohte Trump öffentlich “Schlimmeres” an, als es Maduro widerfahren sei. Dem drohen mehrere lebenslange Freiheitsstrafen!!! Dass Cuba als nächstes an der Reihe wäre, und auch Kolumbien, und dass Trump weiterhin Grönland “braucht”, ist ja mehr als aktenkundig!
 
Und hier noch ein lesenswertes Zitat aus einem Artikel von “Spiegel-Online” zum Thema.
“Trump hat (…) einmal mehr bewiesen, dass ihn internationales Recht nicht die Bohne interessiert. Warum auch? Der Mann ist ein autokratischer Imperialist, der die militärische und ökonomische Macht der Vereinigten Staaten rücksichtslos einsetzt und die Zerstörung der Europäischen Union anstrebt, um seine Interessen leichter durchsetzen zu können.”
 
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English version:
 
WHO IS A TYRANT?

Here is the unabridged answer from ChatGPT, an AI software developed by the US company OpenAI:

A tyrant is defined as:

A person who exercises their power ruthlessly, oppressively and arbitrarily, usually without legal or moral legitimacy.

Key characteristics of a tyrant:

Abuses power for their own benefit

Oppresses others (fear, violence, coercion)

Acts arbitrarily, not according to law or rules

Does not tolerate criticism or opposition

Often relies on violence, threats or propaganda

Origin of the term:

From the Greek tyrannos = autocrat

Originally neutral, later clearly negative

Distinction:

A dictator may be formally in power (e.g. through laws or a state of emergency)

A tyrant primarily describes the manner in which power is exercised (cruel, unjust)

In short:

👉 A tyrant rules through fear rather than law.

ChatGPT: If you like, I can also explain this in simpler terms, for German lessons or with literary examples.

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Here is a simple explanation for German lessons with examples from literature:

Tyrant – simple definition

A tyrant is a ruler or powerful person

who uses their power unjustly and cruelly

and oppresses other people.

👉 They only think of themselves and not of the welfare of others.

Typical characteristics of a tyrant

He commands and enforces obedience

He does not make fair rules

He punishes people harshly or unjustly

He does not allow criticism

People are afraid of him

Examples from literature

Creon (Antigone, Sophocles):

Stubbornly insists on his laws and punishes Antigone harshly → tyrannical behaviour

Big Brother (1984, George Orwell):

Controls and monitors all people

The king in many fairy tales:

Rules unjustly and is overthrown in the end

Mnemonic

🧠 A tyrant rules through fear, not justice.

If you want, I can also give you a short definition to memorise, a table (tyrant vs. just ruler) or help with a class test.

I think that’s enough! The only question is who falls into the ‘tyrant’ category. I can think of a few. Kim Jong Un (North Korea) Vladimir Putin (Russia), Alexander Lukashenko (Belarus), Xi Jinping (?), Donald Trump (?)

Trump has never denied that he would like to be a dictator ‘at least on the day he takes office’ . Since then, he has been ruling practically without parliamentary control! After the attack on Caracas and the kidnapping of Maduro, he announced that the US would ‘temporarily’ take over power in the country. His ‘war minister’ Hegseth said literally: ‘(Trump)…will be able to dictate the terms….’ – like a dictator? Incidentally, the US government also calls the oil-driven action against Venezuela a ‘special operation’ (just as Putin calls the war against Ukraine a ‘special operation’). He publicly threatened Maduro’s successor with ‘worse’ than what happened to Maduro. He faces several life sentences!!!

 
 
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Paris 2025 - Bilder aus der Hosentasche

Die Kuppel der Galerie Lafayette, aufgenommen, wie alle Fotos unserer Paris-Reise mit dem Smartphone Xiaomi 15 Ultra        Hier finden Sie die Bilder zu diesem Beitrag

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TEIL 1 – Vor knapp 60 Jahren habe ich als Teenager zum ersten Mal Paris besucht. Es gehörte nicht viel dazu, sich als 19-Jähriger in diese Stadt zu verlieben. Der Ruf der Metropole, vor allem bei den Roman- und Geschichtenschreibern, ist so, dass man sich deren Einfluss nur schwer entziehen mag. (mehr …)

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Die Wahrheit stirbt zuerst?

 

23.August 2025

Die Wahrheit stirbt zuerst – Die Lüge hat ein zu kurzes Bein, oder zwei dicke…

Josef Goebbels, der kleinwüchsig und von Kindheit an körperbehindert war, galt selbst in der Zeit des Nationalsozialsmus als skrupellos, wenn es um den Gebrauch der Wahrheit ging. Hitler selbst soll, Historikern zufolge, versucht haben, den hemmungslosen Eiferer in seinem Wirkungskreis zu beschränken. “Die Lüge hat ein kurzes Bein”, sollen seine Kritiker geflüstert haben, wenn der Reichspropaganda-Minister es nicht hören konnte. Immerhin war diese abfällige und heute eher politisch inkorrekte Charakterisierung nach Berichten zahlreicher Zeitzeugen in fast allen Gesellschaftsschichten und selbst bei der Wehrmacht bekannt.

Goebbels selbst hätte die Beschreibung als Lügner vermutlich wenig gestört, machte er selbst doch die Verbreitung von Unwahrheiten bewusst zum Prinzip der fürchterlichen und folgenreichen Reichspropaganda. Und seine Praktiken der Volksverführung und -Manipulation, über die er selbet gegen Kriegsende im kleineren Kreis offen sprach, wirken leider heute besser denn je. Goebbels selbst erläuterte das Prinzip im Sommer 1944 nach der Schilderung eines hohen Fnktionärs der Berliner Reichsfilmkammer (Mitgeteilt vom Reichsfilmdramaturgen, Frowein, in einer Rede in Prag am 17. Juli 1944.) so:

Nehmen wir an, mein Kind wäre in einem dunklen Keller zur Welt gekommen, der durch nichts erhellt wird als durch eine Kerze, so werde ich meinem Kind jeden Morgen, jeden Mittag und jeden Abend sagen: Dies ist die Sonne. Nehmen wir weiter an, mein Kind kommt nach Jahren aus diesem Keller an das Tageslicht und die Menschen ringsum bewundern das Tageslicht und den Glanz der Sonne, so wird mein Kind sagen: ‘Das ist ja gar nicht die Sonne, – die Sonne hat mir mein Vater im Keller gezeigt’. – Das ist Propaganda.“ –

Dieses Zitat verwendete mein Vater, Leonhard Fürst, in seinem Kriegstagebuch Anfang 1945 als Beleg für den geistigen Verfall Nazi-Deutschlands. Heute scheint dieses Prinzip, dass Unwahrheit dann zur Wahrheit wird, wenn sie nur lange genug wiederholt wird, das Prinzip zur Machtergreifung geworden zu sein. Das gilt natürlich für alte Diktaturen, wie die in China und Russland, aber selbstverständlich auch für werdende Diktaturen und Autokratien, wie die USA oder alle rechtsextremen Parteien, wie etwa die AfD. Zunehmend gilt dies inzwischen aber für unsere Rechtskonservativen in CDU und CSU, die ja – allen voran die Damen und Herren Klöckner, Söder, Merz, Spahn und Linnemann sowie den witschaftspolitischen Sprecher Middelberg – die in den Jahren der Ampelkoalition im Bundestag und außerhalb über die Politik der Regierung kontinuierlich in einer Weise gelogen haben, deren einziges Ziel es war, den politischen Gegner zu zerstören. Nicht umsonst sprach der damalige Kanzler Olaf Scholz davon, dass “Fritze Merz gern Tühnkram erzählt” (das heißt, die Unwahrheit sagt!). Und dem war nicht viel hinzuzufügen. Auch wenn “Fritze” danach schwer beleidigt erschien. 

Hat sich schon einmal jemand auf den Weg gemacht, die Lügen dieses Sextetts zu zählen?

Heute, sieben Monate nach der Wahl mit dem schwachen Ergebnis für alle demokratischen Parteien, hört man bei öffentlichen Auftritten der Politiker in Talkshows oder bei Pressekonferenzen noch nicht einmal schwache Dementis der betroffenen Unionisten und -Innen. Doch wer es, wie die Grünen und Linken, im Bundestag wagt, die “Falsch-Wahrheiten” von Merz und Co anzuprangern, wird als linke Socke oder indirekt als Grüner Trottel gebrandmarkt, der schließlich Deutschland in seine jetztige Lage gebracht hat. Haben wir uns schließlich schon daran gewöhnt, dass die Lügen bei uns inzwischen “lange Beine” haben. Deutschlands Rechte hat das Predigen von Unwahrheiten im Bundestag und Anderswo längst zum  Evangelium für die greifbare Machtübernahme erklärt, mit Hilfe von Beratern aus dem Weißen Haus? Aber wo bleibt unsere “Vierte Gewalt?”     

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Von "Didi" zu Dieter - Hallervorden ist 90

Die Galerie zu diesem Report finden Sie hier

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Von der Clownerei zur großen Schauspielkunst

Berühmt wurde Dieter Hallervorden nicht durch Hauptrollen in den auch international bekannten Spielfilmen “Sein letztes Rennen” (2013) oder “Honig im Kopf” (2014, Head full of Honey), wo der Berliner im Alter von fast 80 Jahren seine großartigen schauspielerischen Fähigkeiten berührend zur Schau stellte. (mehr …)

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Blutroter Mond im Blauen Hafen

Wenn der Erdschatten den Vollmond verdunkelt, wird der Trabant rot

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Die Bilderserie zum Thema Blutmond findenSie hier

Blaue Nächte sind im Hafen von Hamburg (oder auch St. Pauli) nicht wirklich eine Seltenheit. Doch dass der sonst eher gelb-weiß schimmernde Mond bei seiner Wanderung über das Hafengelände plötzlich in roten Tönen erscheint, das kommt eher selten vor. Am 7. September 2025 war es mal wieder soweit; mehr als drei Jahre nach der letzten Naturerscheinung dieser Art. Anders als 2022 war die blaue Nacht am Hafen an diesem Abend wirklich einmal schön Blau und wolkenlos. (mehr …)

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Bilder vom zerstörten Nürnberg, oder Gaza, oder ...

Die Nürnberger Altstadt, mehr als ein Jahr nach den 59 Luftangriffen

English translation following this report   – Die Bilder von Nürnberg finden Sie hier

Nürnberg 1946 – Unveröffentlichte Fotos meines Vaters

Die schockierenden Bilder gleichen sich. Bilder von vollständig zerstörten Häusern. Vereinzelt hohe Mauern, die nach Bombenangriffen oder Artilleriebeschuss zerbrechlich in den Himmel ragen. Menschenleere Straßen, in denen ausgebrannte Fahrzeuge liegengeblieben sind, und wenige, einsame und hungrige Menschen, die in Trümmern überleben, weil sie kein Dach mehr über dem Kopf haben. (mehr …)

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Vrindaban und Mathura - Lord Krishnas Wohnzimmer

Bettler-Rat in Vrindhaban

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Mein erster Eindruck von Vrindaban war denkbar schlecht. Die Straßen dieser kleinen Stadt, auf halbem Weg von New Delhi nach Agra, verstaubt und eng; das Stadtbild eher hässlich und unscheinbar, und die Gerüche, die einem beim Betreten der Altstadt auf dem Weg zum Yamuna-Fluss in die Nase stiegen, waren alles andere als betörend. (mehr …)

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Die alten Brücken von Manhatten

Blick auf die riesige und dennoch so leicht wirkende George Washington Bridge vom Hudson River aus

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Eine Bilder-Galerie zu diesem Thema finden Sie HIER

Rund 20 Brücken unterschiedlicher Bauart und unterschiedlichen Tragvermögens verbinden die Insel Manhatten, das heftig schlagende Herz von New York City, mit dem umgebenden Festland. Die meisten dieser Bauwerke gelten bis heute als Denkmäler genialer und vorausschauender Baukunst. (mehr …)

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Schwarz-Rot-Gold gegen den Regenbogen?

Die Königin der Drag-Queens, Olivia Jones, beim CSD in Hamburg

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Wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt zeigt die neue Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ihre politischen Zähne. Als Vorsitzende bei Bundestagsdebatten geht sie nicht nur  rigoros und oft im Feldwebelton gegen Regelverstöße von Abgeordneten vor. Nun gab sie auch noch bekannt, dass sie nicht zulasse, dass die weltweit als Symbol gegen die Verfolgung “sexuell andersdenkender” Menschen gedachte Regenbogenfahne am 26. Juli, der Christopher Street Day-Parade in Berlin auf dem Reichstag gehisst wird. (mehr …)

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35 Grad - In der Hitze des Tages

Der Bully und sein kleiner Bruder

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Sengende Hitze aus der afrikanischen Wüste hat sich wieder einmal über Deutschland und den europäischen Süden gelegt. Meteorologen und Klimaforscher führen das Phänomen auf den fortschreitenden Klimawandel zurück, der zu Backofen-Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius führen wird. (mehr …)

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15 Jahre ELBJAZZ - Und jetzt Pause?

Strömender Regen über dem Hafen gehört schon dazu

Vor 15 Jahren war es ein großes Abenteuer. Als am 28. und 29. Mai des Jahres 2010 auf dem Werftgelände von Blohm & Voss im Hamburger Hafen die Scheinwerfer angingen, wurde dies zum Startschuss  für ein neues musikalisches Zeitalter in der Hansestadt. Zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg hatten zwei junge Frauen ein Jazzfestival auf die Beine gestellt, das unter dem einprägsamen Namen “Elbjazz” die zweitgrößte Stadt unseres Landes für ein Wochenende zum Mittelpunkt der Jazz-Welt in Deutschland, vielleicht sogar in Europa machen sollte.

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Hafengeburtstag - Windjammer-Parade

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Hamburgs Hafengeburtstag ist mehr als nur ein großes Volksfest. Allein die traditionelle Windjammer-Parade, von den Hamburger unbedacht “Einlauf-Parade” genannt, zog auch im Jahr 836 seit der Hafengründung mehr als Hunderttausend Besucher an die Landungsbrücken. Und das volle Programm, das für alle Besucher kostenlos war, lockte insgesamt 1,2 Millionen Menschen ans Wasser (nach wie vor Hamburgs Touristenattraktion Nr. 1). (mehr …)

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Töchter einer neuen Zeit - Uraufführung

Die Freundinnen Käthe, Henny, Ida, Lina und Louise

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Monatelang standen die Romane der „Jahrhundert-Trilogie“ von Carmen Rock auf der Bestsellerliste des „SPIEGEL“. Der zweite Band „Zeiten des Aufbruchs“ schaffte es sogar auf Platz Eins. Die Bücher, in denen die Autorin die Lebensgeschichte von vier Frauen aus Hamburg über fast ein Jahrhundert hinweg erzählt, fesselten Leserinnen und Leser vor allem durch die Verknüpfung historischer Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen der Frauen und deren Familien. (mehr …)

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Missachtete Minderheit - Indiens Töchter

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Indische Frauen gelten als besonders schön. Neun Mal erhielten sie in den vergangenen Jahrzehnten den Titel „Miss World“ oder „Miss Universe“. Indische Frauen haben sich erfolgreich in großen Wirtschaftsunternehmen profiliert und sind im Management ebenso erfolgreich, wie in der Wissenschaft. (mehr …)

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Mondlift etc. - Frühjahrsdom in Hamburg

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Höher, lauter, schneller ist die Devise

In der Pause zwischen zwei Fahrten sieht der “Mondlift” recht harmlos aus. Von kräftigen Trägerarmen gehalten, sitzen die jungen Fahrgäste in robusten Kabinen, ähnlich einem Zweier-Bob. Gesichert sind sie durch einen massiven Käfig, der bereits ahnen lässt, warum den meisten Fahrgästen dieses Monstrums wohl nicht zum Lachen zu Mute ist. (mehr …)

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Am Anfang Analog - Vor 60 Jahren

Einsamer Baum im Winter. Röthenbach/St. Wolfgang

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Am Anfang stand die Handarbeit

Es geschah in Paris im Sommer 1966. Klassenfahrt ein Jahr vor dem Abitur und Hochsommerwetter. Anders als heute war die Stadt zu jener Zeit fast leer. Ganz Frankreich schien in den Ferien. Die Gegend um den Eiffelturm und der Trocadero waren am frühen Abend wie ausgestorben. Natürlich nutze ich den freien Blick, um die ersten Bilder meines Lebens mit einer richtigen Kamera zu machen. (mehr …)

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Catchen bis die Knochen krachen

Vor 50 Jahren war es noch bitterer Ernst. Zumindest taten die mächtigen, halbnackten Männer im Ring alles, um diesen Eindruck zu erwecken. Da fliegt ein “Zwei-Zentner-Mann” durch die Luft und kracht, laut schreiend, auf den Ring-Boden. Doch der Mann, der dem scheinbar hilflosen Verletzten zu Hilfe eilt, wird selbst aus dem Ring geworfen. Schnurstracks erhebt sich der zuvor ausgezählte Ringer wieder, nimmt den triumphierenden Gegner in den Clinch (oder den Schwitzkasten), dreht ihm den Arm um. Der wiederum verdreht die Augen, schreit auf und stampft mit dem Fuß laut auf den Boden um “Aufgabe” zu signalisieren. Natürlich greift der Kampfrichter nicht ein. Denn wer am Ende diesen Kampf gewinnt, ist ja längst vor Beginn der ersten Runde abgemacht! Im sogenannten Catchen, dem heutigen Wrestling, zählen die üblichen Regeln des Kampfsports nicht.

Die hier gezeigten SW-Fotos entstanden 1976 bei einem sogenannten Catch-Turnier in Kiel. Ich hatte in der Stadt an der Förde einige Monate zuvor meinen ersten Job als Korrepondent angetreten. Sport gehörte nicht zu meinen Aufgaben. Dafür war das die Landespolitik, die ja oft eine gewisse Ähnlichkeit mit Wrestling nicht verleugnen kann. Aber Catchen ist ja auch nicht wirklich Sport, und so nahm ich meine Nikon und meinen Presseausweis, um die als blendende Schauspieler bekannten und gut eingeölten Kampfmaschinen – überwiegend aus Fernost und Zentralasien – persönlich in Aktion zu beobachten und zu fotografieren. Freundlicherweise durfte ich ganz dicht am Ring stehen. “Auf eigene Gefahr”, wie es hieß. Und tatsächlich flogen während der knapp zweistündigen Show immer wieder mal die Männer durch, oder sogar aus dem Ring. Erstaunlich, dass sich keiner von ihnen dabei wirklich verletzte.

Auch das Publikum amüsierte sich. Jeder, der zum Catchen/Wrestling geht, weiß ja, dass die Schmerzensschreie, die verzerrten Gesichter, das laute Jammern und die empörten Schläge der Revanche für eine vorausgehende Misshandlung durch den furchterregenden Gegner nur brilliant gespielt sind. Und so störte es niemanden, als zum Abschluss des Turniers auch Frauen in den Ring stiegen. Nicht ganz so groß, wie die männlichen Muskelprotze, aber sicher ebenso breit. Auch sie schenkten sich nichts, auch wenn sie vielleicht nicht ganz so heftig versuchten, der jeweiligen Gegnerin den Hals umzudrehen. Immerhin flog am Ende auch eine dieser Catcher:Innen aus dem Ring. Und das Publikum johlte! Leider sind diese Bilder im Lauf der 50 Jahre verloren gegangen.

 

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Toiletten-Ästhetik - Weg vom Plumpsklo
Vom „Stillen Örtchen“ zum Design-Objekt
Es ist noch nicht so lange her, da waren Toiletten bei uns nichts als eine Notwendigkeit. Man ging auf das „Stille Örtchen“, um sich – wie man es verlegen ausdrückte – „zu erleichtern“. Auf dem Land war es oft die enge, völlig schmucklose Holzhütte außerhalb des Hauses, mit dem berüchtigten Brett oben drauf und einem großen Loch darin, das klassische „Plumpsklo“ eben, ohne jegliche Spülung, und natürlich ungeheizt. In ärmlichen Gegenden tat das „Häusl“, wie es die Bayern nennen, bis in die Nachkriegszeit und darüber hinaus seinen wichtigen Dienst. An Ästhetik dachte da niemand. Und die Zeitung, die man auf diesen Ort mitnahm, diente meist nicht zum Lesen

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Fiaker - Touristenattraktion auf acht Beinen

english translation at the end of this feature

Fiaker gehören seit Jahrhunderten zum Stadtbild Wiens. Im Gebiet des 1. Bezirks verstopfen sie vor allem in den Sommermonaten ständig die schmalen Gassen. Touristen lieben sie, selbst wenn sie sich eine Tour mit offenem Verdeck angesichts der stattlichen Preise für eine Fahrt nicht leisten können. (mehr …)

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Viel Licht und viel Schatten?

Erläuterungen zu dieser Web-Site

Fotografie ist eine Kunstform, die vom wechselnden Spiel von Licht und Schatten lebt. Und dieses Prinzip steht natürlich auch im Mittelpunkt dieser Seite. Als Medium erlaubt die Fotografie uns, die Welt um uns festzuhalten und damit gleichzeitig unsere eigenen Ansichten auszudrücken. (mehr …)

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Polaroids

Der Zauber des Zufalls

Im Jahr 1979 folgte auch ich dem Ruf der Werbung. Ich leistete mir nach kurzem aber sehr heftigem Zögern eine Polaroid-Sofortbild Kamera vom Typ SX-70, von der Fachreporter in den renommierten deutschen Fotomagazinen wahre Wunderdinge erzählten. (mehr …)

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Über mich

Liebe Leserinnen und Leser,

Mein Name ist Christian Fürst. Ich habe mich zur Schaffung dieser Seite entschlossen, weil ich im kommenden Jahr (2026) mein 80. Lebensjahr vollenden will, in diesem Jahr mein 50. Berufs-Jubiläum als Journalist begehe, und vor knapp 60 Jahren meine Liebe zur Fotografie begann. Die Freude am Umgang mit Kameras habe ich vom Vater ererbt, der ursprünglich aus dem Filmgeschäft kam und in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg seine sechsköpfige Familie mit Reportagefotografie ernährte. Er zeigte uns Kindern, wie man Filme entwickelt, wie man Bilder fixiert und Fotos auf hochglänzenden Chrom-Platten echten Hochglanz verlieh. Er selbst besaß eine sehr hochwertige Ausrüstung von Contax (Zeiss-Ikon) mit mehreren bis heute berühmten Objektiven Zeiss Tessar und Planar).

Zu fotografieren begann ich aber erst mit 18 auf einer Klassenfahrt nach Paris, mit einer alten, mechanischen Balgenkamera von Voigtländer. Ich hatte mich altersgerecht gleich in Paris verliebt, und entsprechend fielen die Bilder aus. Sehr viel Stimmung, Pärchen am Seine-Ufer und einige hübsche Mädchen-Porträts in Straßen-Cafés. Alles in SW

Die Liebe zur Fotografie ist geblieben. Gleich nach dem Abitur kaufte ich mir vom ersten selbst verdienten Geld (als Briefträger) eine der ersten Spiegelreflexkameras auf dem Markt, eine Exakta Varex IIb (Ihagee Dresden) mit Lichtschacht-Sucher und zwei Auslösern für Rechts- und Linkshänder!!! Mit dieser Kamera, stabil und schwer wie ein Panzer, fotografierte ich bis 1975, bis ich nach dem Studium meine Ausbildung zum Journalisten (heute, am 1. April vor 50 Jahren) begann (und meine Frau kennenlernte!). Plötzlich genügte mir die manuelle Fotografie nicht mehr, und Ich kaufte eine kleine Pentax. Danach ging es mit Nikon weiter. Dann, mit der Erfindung des Autofokus, zu Canon. Ab 2000 dann direkt ins digitale Zeitalter mit Minolta, Canon, Olympus, Lumix und seit einigen Jahren Fujifilm.

Seit unserer Rückkehr nach Hamburg Ende 2009 und der Arbeit für unsere Homepage „News&More-Mediaservice“ habe ich sehr viel aus allen Bereichen des Lebens fotografiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Bühnen von Theater, Oper und Ballett in Hamburg, aber auch meine jüngste Leidenschaft, die Tier- und vor allem Vogelfotografie. Mein Bildarchiv ist auch dadurch inzwischen auf rund 150.000 Bilder angeschwollen.

Keine Sorge, natürlich werde ich Euch/Ihnen nur einen kleinen Teil meiner Arbeiten zeigen. Wenn nötig,  werden die Bilder auch durch Erläuterungen ergänzt, die man in der Galerie in der Mitte des unteren Bildrandes aktivieren kann. Viel Spaß bei der Bildbetrachtung. Und: Natürlich würde ich mich über Kommentare und Anregungen zu dieser Seite freuen.

Schon jetzt, herzlichen Dank

Christian Fürst

PS Das fröhliche Bild von dem Knaben im Anschluss machte mein Vater von mir 1947

Schlagwort: Menschen

English version

Dear readers,

You have found the homepage of a man who will turn 80 in the coming year (2026), who is celebrating his 50th professional anniversary as a journalist this year, and who has been passionate about photography for 60 years. My joy of working with cameras was inherited by me and my brother from our father, who actually came from the film business and supported his family of six with reportage photography in the post-war years. He showed us children how to develop a film, how to fix pictures and how to give pictures a real glossy shine on glossy chrome plates (which was an art in itself). He himself had very high-quality equipment from Contax (Zeiss-Ikon) with several lenses that are still famous today (Zeiss Tessar and Planar), but we never touched it.

I only started taking photos when I was 18, on a school trip to Paris, with an old Voigtländer bellows camera that required me to do almost everything manually. I had to wind the film and then cock the shutter with a small lever. Of course, I had fallen in love with Paris, and the pictures turned out accordingly. Lots of atmosphere, couples on the banks of the Seine and some pretty portraits of girls. Technically not too bad with the help of a hand-held exposure meter, and of course all in black and white.

From that moment on, photography never let go of me. Right after graduating from high school, I worked as a postman for six weeks and bought one of the first SLR cameras on the market with my first money, an Exakta Varex IIb with a light-hole viewfinder and two shutters for right- and left-handed people!!! With this camera, as stable and heavy as a tank, I took photos until 1975, when I started my training as a journalist after graduating (and met my wife). Suddenly, manual photography was no longer enough for me, and I bought a small Pentax (SP 500). After that, I continued with Nikon (also in London and New Delhi). Then, with the invention of autofocus, I switched to Minolta and Canon, also trying out medium format (Mamiya) in between.

In the meantime, I have ended up with Fujifilm via Olympus and Lumix and I am very happy with these cameras and lenses. Since our return to Hamburg and working on our homepage ‘News&More-Mediaservice’, I have photographed a great deal from all areas of life. The focus was on the stages of theatre, opera and ballet in Hamburg, but also on my latest passion, animal and especially bird photography. As a result, my image archive has now grown to around 150,000 images.

Of course, I will only show you a small part of my work. If it makes sense, the pictures will also be supplemented by explanations. In any case, I would be happy to receive your comments and suggestions.

Thank you very much in advance

Christian Fürst

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